"MdL vor Ort"

Wanderausstellung zum Landtag in der IGS in Betzdorf


Ausstellung zum rheinland-pfälzischen Landtag  - Ziel: Menschen für Demokratie begeistern


Mehr als 30 000 Menschen besuchen jährlich den rheinland-pfälzischen Landtag. Dort erfahren sie vor Ort, wie der Landtag arbeitet, wie er sich zusammensetzt und welche Aufgaben er hat. Doch nicht alle können nach Mainz fahren. So gibt es seit vielen Jahren eine Wanderausstellung zum Thema Landtag. Jetzt wurde alles überarbeitet und vieles in digitaler Form dargestellt. Ebenso gibt es modernste Schautafeln. Diese überarbeitete Ausstellung wird nun erstmals im Land gezeigt. Zu sehen ist sie in der Aula der IGS Betzdorf-Kirchen am Standort auf dem Struthof in Betzdorf. Am Montag wurde sie von Landtagspräsident Hendrik Hering eröffnet.

Die Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach (CDU) und Heijo Höfer (SPD) hatten dafür gesorgt, dass die Ausstellung in den Kreis Altenkirchen kommt. Später wird sie auch in Altenkirchen zu sehen sein.

Bei der Eröffnung betonte Hering, es sei ein Ziel der Ausstellung, die Menschen für die Demokratie zu begeistern. Hier appelliert er besonders an die Jugendlichen (ein Sozialkundekurs der 12. Klassenstufe nahm an der Feier teil), sich für die Demokratie zu interessieren und zu engagieren. Passiere das nicht, so sehe man zum Beispiel in England mit den Brexit das Ergebnis. Hier hätte vor allem die ältere Generation für den EU-Austritt gestimmt. „So wird die Zukunft der Jugend negativ gestaltet.“
Daher fordert Hering zum Engagement auf. Wichtig sei aber auch, dass man sich informiere. Dazu trage die Ausstellung bei. Der Landtagspräsident warnte vor jenen, die mit ganz einfachen Lösungen Politik machen wollten.

In diese Richtung hatte zuvor auch Schulleiterin Dr. Gabriele Lindemer argumentiert. Nur Interesse an Politik und Erkenntnisse böten Schutz vor dumpfen Stammtischparolen. Zu Erkenntnissen könne die Ausstellung beitragen. Eine informierte Jugend sei auch nicht anfällig für solche Parolen.

Kreisbeigeordneter Konrad Schwan holte weit aus und verwies auf den griechischen Philosophen Aristoteles, der vor rund 2300 Jahren die Demokratie bereits als gute Staatsform bezeichnet habe. Die „tolle Ausstellung“ trage dazu bei, den Menschen aufzuzeigen wie Demokratie funktioniere. Sie zeige, wie die Abgeordneten im Landtag so arbeiten.

Joachim Brenner, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain, lobt, dass der Landtag mit dieser Ausstellung praktisch zu den Bürgern kommt. Sie trage dazu bei zu verstehen, wie Demokratie funktioniere. Ebenso begeistere sie für Politik. An die Schüler appellierte er, sich für die Demokratie einzusetzen. Denn Demokratie bedeute auch Freiheit.
Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnungsfeier durch die Bläserklasse der Stufe 6 unter Leitung von Christian Normann.

Öffnungszeiten:

In der Aula der IGS am Standort Betzdorf wird die Ausstellung zum Landtag noch bis zum 15. November gezeigt. Geöffnet ist sie montags von 13 bis 15 Uhr, dienstags von 9 bis 15 Uhr, mittwochs von 13 bis 15 Uhr, donnerstags und freitags jeweils von 9 bis 13 Uhr. Für einen Besuch der Ausstellung und Führungen ist eine Anmeldung erforderlich unter Tel. 02741/935 020.

Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Dienstag, 17. Oktober 2017

http://www.landtag.rlp.de/Startseite/broker.jsp?uMen=d00407b3-f671-3701-be59-2655c07caec2&uCon=046609d0-c531-0f51-e9a0-8f1586d35f8f&uTem=aaaaaaaa-aaaa-aaaa-bbbb-000000000003

Westerwald-Sieg Ausstellung in Betzdorf

 

Tolles Engagement von MesseCom und Herrn Jürgen Bürschel. Prima, was die Aussteller präsentiert haben. Auf jeden Fall eine Wiederholung mit mehr Firmen aus der direkten Umgebung wünschenswert.

CDU-Kandidaten schlugen sich glänzend

 

Ausgesprochen gut war die Stimmung bei der Kreisvorstandssitzung der CDU im Landkreis Altenkirchen unter Vorsitz von Dr. Josef Rosenbauer im Breidenbacher Hof in Betzdorf. Das schreiben die heimischen Christdemokraten in einem Bericht an die Presse.

Dabei standen die Bundestagswahl sowie die Bürgermeisterwahlen in den Verbandsgemeinden Altenkirchen und Kirchen vom Sonntag besonders im Blick. Große Anerkennung und Dank habe Erwin Rüddel gegolten, der insbesondere durch sein überzeugendes Engagement zum dritten Mal hintereinander in den Bundestag gewählt worden sei, so die CDU weiter.

„Dazu möchte ich an dieser Stelle meinen herzlichen Dank all den Bürgern meiner Heimatregion Rhein-Westerwald-Sieg aussprechen, die mir ihre Stimme gegeben haben. Danken möchte ich aber auch allen Helfern, die mich im Wahlkampf mitentscheidend unterstützt haben“, sagte Erwin Rüddel.

Er sei mit einem Stimmenanteil von 43,2 Prozent und einem Vorsprung von 26 000 Stimmen über die Erststimme erneut direkt in den Bundestag gewählt worden. Dabei habe der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete mit 76 951 Stimmen die meisten Personenstimmen aller Kandidaten in Rheinland-Pfalz erringen können.

Große Beachtung und Anerkennung habe es auch für die Ergebnisse der beiden CDU-Bürgermeisterkandidaten Maik Köhler (VG Kirchen) und Torsten Löhr (VG Altenkirchen) gegeben. Maik Köhler sei mit dem Anteil von 54,5 Prozent der Stimmen ein hervorragendes Wahlergebnis gelungen. Für Torsten Löhr habe der vergangene Wahlsonntag trotz eines sehr guten Ergebnisses noch keine Entscheidung gebracht.

Deshalb werde die CDU für die am Sonntag, 15. Oktober, in der Kreisstadt anstehende Bürgermeister-Stichwahl weiter kämpfen, auch mit dem Ziel, noch viele Wähler zur Stimmabgabe für Torsten Löhr zu mobilisieren. „Wir sind mit Dank auf jeden Fall sehr stolz auf euch, euren unermüdlichen Einsatz und Siegeswillen“, heißt es abschließend.

„Und so könnt ihr euch unserer Unterstützung weiterhin ganz sicher sein“, betonten Dr. Josef Rosenbauer sowie seine beiden Stellvertreter, Dr. Peter Enders (MdL) und Michael Wäschenbach (MdL).

Quelle: Siegener Zeitung, 28.09.2017

Besuch des CDU-Kreisvorstands AK bei Brendebach Ingenieure in Wissen

application/pdf Besuch des CDU-Kreisvorstands AK bei Brendebach Ingenieure in Wissen (874,5 KiB)

Geschichte und Dokumente für die Nachwelt bewahren


MdL Wäschenbach besuchte das „Haus der Geschichte“ in der Bismarckstrasse in Betzdorf. Der Abgeordnete war erstaunt über die neuen Räumlichkeiten und die sich bietenden Möglichkeiten zur Aufarbeitung und Wahrung der Heimatgeschichte, die ihm die Vorstandsmitglieder Heinz Stock, Gerd Bäumer, Karl-Heinz Brato, Heiner Pfesdorf, Franz-Josef Holschbach, Christa Holschbach und Elke Mies zeigten.
 
Er lobte das große Engagement der Vereinsmitglieder für unsere Region.
Die Vereinsmitglieder legten die neuen Möglichkeiten und ihre Idee für einen Archivraum dar. Der Abgeordnete unterstützt die Vorstellungen des Vereins und verweist auf die Dokumentations- und Archivierungspflichten von öffentlichen Stellen und Gebietskörperschaften. Er könnte sich auch vorstellen, Archivakten der Gemeinde Wallmenroth in Absprache mit dem Kreisarchiv beim Geschichtsverein einzulagern.
 
Wäschenbach konnte durch Inaugenscheinnahme erfahren, welch riesiger Arbeitsaufwand noch zu erbringen ist, um mit der neuen Software die Bestände zu erfassen und zu katalogisieren.

Der Abgeordnete will versuchen, über den Museumsverband des Landes Rheinland-Pfalz Unterstützungsleistungen zu erhalten.
„Der Verein leistet Arbeit von höchstem ideellen und materiellen Wert und erbringt für unsere Heimat eine wahrhaft historische Leistung“, so zog der Abgeordnete das anerkennende Fazit.

Quelle: Wahlkreisbüro, 10.08.2017

 

 

Tafel Betzdorf braucht Personal

von links nach rechts: Bruno Georg, Horst Ebener, Dieter Hähnel, Rolf Hoffmann, Michael Wäschenbach


Die Organisatoren der Tafel mit ihrem Leiter Herrn Bruno Georg konnten dem Abgeordneten Michael Wäschenbach einen unmittelbaren Eindruck ihrer Arbeit vor Ort im evangelischen Gemeindehaus in Betzdorf verschaffen.

MdL Wäschenbach sprach zu den Tafelbesuchern und freute sich, in den Parlamentsferien an einem Mittwochmittag mal dabei sein zu dürfen und mehr über die Anliegen und Nöte der Menschen zu erfahren. „Normalerweise haben wir jeden Mittwoch Fraktionssitzung in Mainz“, so Wäschenbach.

Die Tafeln sind aus seiner Sicht nicht mehr wegzudenken und erfüllen mittlerweile eine wichtige soziale und integrative Funktion. Deutschland sei ein reiches Land, jedoch zeigten die Armuts- und Reichtumsberichte immer wieder die Nöte auf, die die Politik in konkrete Handlungsfeldern beseitigen helfen müsse, um die soziale Gerechtigkeit zu erhalten, bzw. zu erzielen.

Im anschließenden Rundgang und Gesprächen konnten dem Abgeordneten die Küche, die Abläufe und auch der Kühl-LKW gezeigt werden.

Zur Abholung und für den Transport der Waren werden dringend noch ehrenamtliche Fahrer und Beifahrer gesucht, sowie weitere Mitstreiter im allgemeinen Tafelbetrieb. Interessierte können sich direkt bei Herrn Georg unter der Telefonnummer 02741 / 21418 melden. „Diesen Such-Appell gebe ich gerne an die Öffentlichkeit weiter“, so Wäschenbach, der sich ganz herzlich bei den Helferinnen und Helfern für ihr ehrenamtliches Engagement bedankte.

Quelle: Wahlkreisbüro Betzdorf

Mit Volker Kauder in Brachbach auf Wahlen eingestimmt

Von links: Dr. Josef Rosenbauer, MdL Michael Wäschenbach, Maik Köhler, Volker Kauder, MdB Erwin Rüddel und MdL Peter Enders. Foto: M. Döring


Mit Volker Kauder, Fraktionssprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, hatte die CDU im Kreis Altenkirchen am Freitag einen hochkarätigen Bundespolitiker zu Gast in der Mehrzweckhalle in Brachbach. Es ist der Auftakt der Kreis-CDU für die Wahlen am 24. September. Mit Kauder präsentierte man da auch einen brillanten Redner. Bei der Veranstaltung ging es aber nicht nur um die Bundestagswahl. Auch die Wahlen zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kirchen mit Maik Köhler als CDU-Kandidaten und die Wahlen zum Bürgermeister in der VG Altenkirchen mit Torsten Löhr stehen am 24. September an. Klar war da bei der Veranstaltung in Brachbach, wer zu wählen ist. Das gilt natürlich auch für Erwin Rüddel, der wieder als CDU-Direktkandidat in den Bundestag einziehen soll.

Erwin Rüddel wird von Kauder geschätzt. „Er ist einer der Abgeordneten, der sehr stark mit der Heimat und seinem Wahlkreis verbunden ist. Ich weiß fast alles, was in der Region passiert.“

Kauder sprach davon, dass es Deutschland gut gehe. „Die Wirtschaft läuft, es gibt keine neuen Schulden und es sei zusätzlich Geld in die Hand genommen worden, um in die Infrastruktur zu investieren. Deshalb komm er auch etwas zu spät. Überall auf den Autobahnen werde gebaut.

Breit waren die Themen, die der Sprecher der Bundestagsfraktion anschnitt. Das reichte vom Dieselgipfel bis hin zur Türkei. Den Dieselgipfel bezeichnete er als einen ersten Weg in die richtige Richtung. Es dürfe auf jeden Fall nicht passieren, dass nun der Ruf der deutschen Wirtschaft in der ganzen Welt beschädigt werde. Angesichts der momentanen Probleme sieht Kauder die Politiker als Menschen, die die Industrie auf den richtigen Weg begleiten müssten. „Wir dürfen da nicht das Lebenslicht auslöschen.“

Kauder versprach, dass man die Steuern um 15 Milliarden Euro senken werde. Vor allem untere und mittlere Einkommen würden davon profitieren. Auch Familien werde man unterstützen. So müsse es möglich sein, dass sich junge Familien ein Haus bauen können. Ein Baukindergeld werde eingeführt, das Kindergeld um 25 Euro erhöht.

Natürlich war auch die Außenpolitik mit der Türkei Thema. Da gehe es nicht gegen die Türkei sondern gegen Erdogan, der sich auf einem Weg in die Diktatur befinde. Derzeit in die Türkei zu reisen, sei nicht gut. Aber alle Beziehungen abbrechen, das wird nicht unterstützt. Man müsse weiter reden. Religionsfreiheit, Menschenrechte und Rechtsstaat seien hier Themen.

Europa, so Kauder, „macht es uns nicht leicht“. Aber man müsse auch sehen, dass Europa eine große Friedensversicherung sei.

In Schule und Bildung forderte er mehr Einsatz in Sachen Internet und Softwareentwicklung.

In Sachen Sicherheit forderte er endliche eine klare Vorratsdatenspeicherung. Vorhandene Gesetze müssten endlich in der Praxis umgesetzt werden.

CDU-Kreisvorsitzender Dr. Josef Rosenbauer verwies in seiner Begrüßung noch auf die Chancen, die in Zukunft vor allem die Region Brachbach und Mudersbach habe. In Siegen gehe derzeit einiges ab. Und mit der Fertigstellung der HTS sowie der Uni in der Stadt werde man auch davon profitieren. 
 
Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Samstag, 5. August 2017

Gelbe Villa Kirchen: Offener Treff braucht eine Gemeinschaftsküche



Besuch Michael Wäschenbach war erneut in der „Gelben Villa“ in Kirchen zu Gast

In der Reihe seiner regelmäßigen Besuche sozialer Einrichtungen besuchte der Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach wieder die „Gelbe Villa“ und das Mehrgenerationenhaus der Caritas in der Bahnhofstraße in Kirchen. Fazit: In den neuen Räumen des Offenen Treffs im „Kutscherhaus“ hinter der „Gelben Villa“ gibt es keine Gemeinschaftsküche. Um dies zu ändern, müsste ein neuer, küchengeeigneter Fußboden verlegt werden sowie eine Raumtrennung entstehen. Dafür fehlt leider zurzeit das Geld. Es wäre schön, wenn sich durch Spenden sowie Material- oder Handwerkerleistungen an diesem Zustand etwas ändern würde. Generell gibt es für die vielfältigen Angebote des Hilfezentrums Platzprobleme.

Landtagsabgeordneter Wäschenbach wurde begleitet von Bürgermeisterkandidat Maik Köhler, der das Engagement von Karin Zimmermann sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern lobte und seine Unterstützung zusagte. Das finanzierte Zeitbudget einer halben Stelle sei für die vielfältigen Aufgaben eines Mehrgenerationenhauses sehr knapp, so Zimmermann. Das Mehrgenerationenhaus behalte den demografischen Wandel im Blick und schaffe passgenaue Angebote für das, was gebraucht wird in Freizeit, Bildung, Kultur und Gesundheit. Doch die Herausforderungen steigen: Beispielhaft wurden in dem Gespräch die Erwachsenengrundbildung und Alphabetisierung, die Familienhilfe und Familienbegleitung genannt.

Einen breiten Raum nahm auch die Armuts- und Reichtumsdiskussion ein. Stimmt die Zahl der Arbeitslosen? Was ist mit den Langzeitarbeitslosen? Wann greift der relative Armutsbegriff? Was ist mit älteren Personen über 58? Wäschenbach bekräftigte seine Auffassung, die im Wesentlichen der Caritas in Rheinland-Pfalz entspricht, dass ein sogenannter Dritter Arbeitsmarkt geschaffen werden muss, um allen Menschen das „Recht auf Arbeit“ zu ermöglichen.

Ein weiteres Thema war die ambulante Hospizarbeit. Obwohl durch die Krankenkasse mittlerweile eine halbe Stelle finanziert wird, gehe in diesem Bereich gar nichts ohne die zahlreichen Ehrenamtlichen.

Palliativ zu Hause zu pflegen, sei oft sehr schwierig und führe bisweilen zu dramatischen Situationen in der Schmerzmittelversorgung. Das müsse nicht sein, hier gelte es weiterhin, das bestehende Netzwerk zu festigen und auszubauen. Dazu gehöre auch die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV). Zu erwähnen sei auch das Café für Trauernde für all jene, die den Verlust eines nahe stehende Menschen betrauern. Die Caritas bietet hier laut eigener Aussage Zeit, Raum und Gespräche in dieser Extremsituation.
 
Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Montag, 10. Juli 2017

CDU-Stadtverband Betzdorf hat einen neuen Vorsitzenden


Die Mitglieder des CDU Stadtverbandes Betzdorf haben einen neuen Vorsitzenden. Auf der jüngsten Versammlung wurden Johannes Speicher (1. Vorsitzender), Jens Hirschberger und Hans Werner Werder (beide stv. Vorsitzende) zum neuen Führungstrio gewählt. Der scheidende Vorsitzende Simon Bäumer stand lediglich als Beisitzer noch zur Verfügung. „Ich möchte jetzt erst einmal mein Referendariat abschließen und im Lehrerberuf Fuß fassen. Außerdem möchte ich mehr Zeit mit meiner Familie verbringen, die im vergangenen Jahr während der Kandidatur einfach zu kurz kam.“

Landtagsabgeordneter Michael Wäschenbach bedankte sich im Namen des CDU Kreisverbandes für die geleistete Arbeit. Dem neuen Führungstrio stehen nicht nur erfahrene Kräfte zur Seite. Im Vorstand arbeiten zukünftig Neumitglieder, Jungmitglieder und lang gediente Ehrenämtler Hand in Hand. So bleibt Hubert Bleeser Kassierer und Reinhold Wichmann Schriftführer. Neu an Bord kommen Johannes Behner, Alice Speicher, Andreas Witjes, Michael Brenner und Frank Krämer.

Unter den Augen des Landrates Michael Lieber wurden auch langjährige CDUler „in den Ruhestand verabschiedet“. Werner Neuhaus, Gerhard Muhl und Margret Wolf hatten angekündigt, dem neuen Vorstand nicht mehr angehören zu wollen. Die Versammlung zollte allen Dreien ihre hohe Anerkennung, ihren großen Respekt und großen Dank für ihre langjährige Vorstandsarbeit.

Auf der Agenda der CDU stehen in jüngster Zukunft viele Themen. Neben der Bundestagswahl im September stehen lokal die Dauerbrenner-Themen Standortfrage „Bertha“, Martin-Luther-Grundschule und Montaplast auf der Liste. Hierzu entwickelten sich rege Diskussionen mit der klaren Botschaft: „Die CDU wird Antreiber der Region bleiben und noch stärker sein müssen. Gerade in Sachen Wirtschaft und Schule müssen wir der Anwalt der Generationen sein.“

Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Mittwoch, 28. Juni 2017

MdL Michael Wäschenbach besuchte Lebenshilfe-Einrichtungen im Westerwaldkreis


Angeregt durch Gespräche mit Herrn Rolf Koch, Hauptmann und S3-Offizier im Sanitätsregiment 2 der Bundeswehr in Rennerod und Vorsitzender der Lebenshilfe Westerwald e. V., besuchte Michael Wäschenbach am 20. Juni 2017 die beiden Einrichtungen des Vereins in Höhn und Pottum, um sich als pflegepolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und Mitglied des Gesundheitsausschusses ein Bild davon zu machen: „Wenn ich dazu eingeladen werde, zum 50-jährigen Jubiläum der Lebenshilfe Kreisvereinigung Westerwald ein Grußwort zu halten, ist es mir eine Herzensangelegenheit, mich im Vorfeld in ruhiger und persönlicher Atmosphäre vor Ort zu informieren und mich somit auch inhaltlich auf das Jubiläum vorzubereiten.“

Im Eröffnungsgespräch, an dem auch Frau Britta Schmidt (KiTa-Leiterin), Frau Anja Northdurft (Verwaltungsleitung), Frau Christina Jansson (Personalvertretung), die Therapeutin Frau Ines Kolb und Herr Horst Häbel als Vorstandsmitglied und Vater eines 24-jährigen Schwerstbehinderten teilnahmen, erkundigte sich Wäschenbach nach Problemen, mit denen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter derzeit konfrontiert sehen. Dies ist zum einen die Kostenübernahme für Zusatzpersonal in der Kinderbetreuung, wie z. B. Erzieherinnen im Anerkennungsjahr und Praktikantinnen, die nicht dem Stellenplan der Betreuungsquote zuzurechnen sind. Zudem wurde eine Vereinheitlichung der Vergütungssätze für familienunterstützende Integrationshilfen im Land gewünscht. Hier gibt es von Landkreis zu Landkreis immer noch immense Unterschiede.

Beim anschließenden Rundgang mit Herrn Koch am Standort in Höhn, konnte sich der Landtagsabgeordnete selbst von der ergotherapeutischen Praxis, den vier heilpädagogischen Gruppen, der integrativen Gruppe und der Krippengruppe für Säuglinge ab neun Wochen überzeugen. „Eine solche maßgeschneiderte Angebotsvielfalt habe ich bisher noch nicht gesehen“, so Wäschenbach begeistert. Bis zu 55 Betreuungsplätze stellt die KiTa „Sonnenblumental“ bereit. Die Kinder haben die Möglichkeit in einem Musikraum zu musizieren, das hauseigene Schwimmbad zu benutzen, in einem speziellen Raum mit ruhiger Musik auf einem Wasserbett zur Ruhe zu kommen, an ergotherapeutischen Therapien teilzunehmen oder sich auf dem großen Spielplatz auszutoben. „Einige Kinder haben hier praktisch einen eigenen Speiseplan. Es wird täglich frisch gekocht.“, so Rolf Koch.

Die zweite Station, das „Hotel Haus Sonnenhöhe“ (auch „Haus der Begegnung“) in Pottum hält, neben einem Hotelbereich mit acht barrierefreien Zimmern (22 Betten), auch einen neuen Anbau mit acht barrierefreien Appartements mit einer Wohnfläche von je 45 Quadratmetern für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung bereit. Hier ist unabhängiges und selbstbestimmtes Leben möglich. Der dort ansässige „Familienunterstützende Dienst“ organisiert vielfältige Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene. „Im Rahmen unseres Freizeitangebotes sind unsere Jugendlichen zurzeit auf einer Ferienfreizeit auf Mallorca. Wir planen alle zwei Jahre eine solche Fahrt ins Ausland, ansonsten finden Freizeiten hier im Haus oder der näheren Umgebung statt.“, erläutert Koch genauer und ergänzt: „Wir bieten aber auch externen Gästen im Hotelbereich barrierefreien Urlaub an. Jeder hat die Möglichkeit, bei uns ein Zimmer zu buchen.“

Quelle: Wahlkreisbüro 28.06.2017

Besuch der Gelben Villa und des Mehrgenerationenhauses der Caritas in Kirchen

Im Rahmen seiner regelmäßigen Besuche sozialer Einrichtungen besuchte der Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach wieder die Gelbe Villa und das Mehrgenerationenhaus der Caritas in der Bahnhofstraße in Kirchen.

In den neuen Räumlichkeiten des Offenen Treffs im „Kutscherhaus“ hinter der Gelben Villa gibt es keine Gemeinschaftsküche. Um dies zu ändern, müsste ein neuer küchengeeigneter Fußboden verlegt werden sowie eine Raumtrennung entstehen. Dafür fehlt leider zurzeit das Geld. Es wäre schön, wenn sich durch Spenden sowie Material- oder Handwerkerleistungen an diesem Zustand etwas ändern würde. Generell gibt es für die vielfältigen Angebote des „Hilfe-Zentrums“ Platzprobleme.

MdL Wäschenbach wurde begleitet von Bürgermeisterkandidat Maik Köhler, der das Engagement von Frau Zimmermann und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern lobte und seine Unterstützung zusagte.

Das finanzierte Zeitbudget einer halben Stelle ist für die vielfältigen Aufgaben eines Mehrgenerationenhauses sehr knapp, so Zimmermann. Das Mehrgenerationenhaus behält den demographischen Wandel im Blick und schafft passgenaue Angebote für das, was gebraucht wird; in Freizeit, Bildung, Kultur und Gesundheit.

Die „Herausforderungen“ steigen. Beispielhaft wurden in dem Gespräch die Erwachsenengrundbildung und Alphabetisierung, die Familienhilfe und Familienbegleitung genannt.

Einen breiten Raum nahm auch die Armuts- und Reichtumsdiskussion ein. Stimmt die Zahl der Arbeitslosen? Was ist mit den Langzeitarbeitslosen? Wann greift der relative Armutsbegriff? Was ist mit älteren Personen über 58? Wäschenbach bekräftigte seine Auffassung, die im Wesentlichen der Caritas in Rheinland-Pfalz entspricht, dass ein sogenannter 3. Arbeitsmarkt geschaffen werden muss, um allen Menschen das „Recht auf Arbeit“ zu ermöglichen.

Ein weiteres Thema war die ambulante Hospizarbeit. Obwohl durch die Krankenkasse mittlerweile eine halbe Stelle finanziert wird, geht in diesem Bereich gar nichts ohne die zahlreichen Ehrenamtlichen.

Palliativ zu Hause zu pflegen ist oft sehr schwierig und führt bisweilen zu dramatischen Situationen in der Schmerzmittelversorgung. Das muss nicht sein und hier gilt es weiterhin, das bestehende Netzwerk zu festigen und auszubauen. Dazu gehört auch die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV).

Zu erwähnen ist auch das Café für Trauernde, für all jene, die den Verlust eines nahestehende Menschen betrauern. Die Caritas bietet Zeit, Raum und Gespräche in dieser Extremsituation.

Frau Zimmermann brachte all die Aktivitäten mit einem Wort auf den Punkt: Zeit-Schenken!

Quelle: Wahlkreisbüro, 26.06.2017

Kommunismusausstellung im Freiherr-vom-Stein Gymnasium Betzdorf-Kirchen


Jeder halbwegs normale Zehntklässler kennt die Ursache der Kubakrise, auch wenn die Ereignisse 55 Jahre zurückliege: Böse Mutanten waren es, die die USA und die UdSSR gegeneinander ausgespielt und die Welt an den Rand des atomaren Abgrunds gebracht hatten. So jedenfalls ist es beim Hollywood-Blockbuster „X-Men: Erste Entscheidung“ zu sehen. Dass es in der Realität dann doch etwas anders war, wissen natürlich auch die Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums. Nun aber wird ihnen dieser berühmte politische Konflikt noch einmal deutlich vor Augen geführt: In der Aula ist gestern die Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ eröffnet worden. Nach Betzdorf geholt wurde sie vom CDU-Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach.

Auf Schautafeln werden die unterschiedlichsten Facetten der kommunistischen Bewegung dargestellt. Dabei lässt die Ausstellung allerdings die Entstehungsgeschichte des 19. Jahrhunderts außen vor, sondern konzentriert sich auf die Zeit ab der Russischen Revolution 1917. Thematisiert werden u. a. der Plan, durch Kollektivierung zu Industrialisierung zu kommen, die Führerkulte, der Atheismus und die Blockbildung in der Welt.

Wäschenbach erläuterte gestern vor Schulleiter Heiko Schnare, Geschichtslehrerin Katja Weidt und einigen Zehntklässlern seine persönliche Motivation, die hinter der Ausstellung steckt. Ihm liege die politische Bildung am Herzen, die nach seiner Einschätzung zuletzt etwas ins Hintertreffen geraten sei, was nicht an den Schulen liege, sondern am Lehrplan. Die Ausstellung habe gleichwohl auch etwas mit seinen eigenen Erfahrungen zu tun, erklärte der frühere Mitarbeiter des Verfassungsschutzes in Bonn: „Ich wurde daran gehindert, mich frei zu bewegen.“ Eine Reise in Länder wie Vietnam oder Kuba sei unmöglich gewesen, für die DDR habe er als „Staatsfeind“ gegolten.

Im vergangenen Jahr reiste Wäschenbach dann nach Kuba und besuchte auch die Schweinebucht, wo einst die Invasion der kubanischen Exilanten scheiterte. Dort sei ihm nochmals sehr bewusst geworden, dass es damals fast zu einem neuen Weltkrieg gekommen wäre. Von Land und Leuten sei er fasziniert, berichtete der Abgeordnete, daher denke er auch über ein Hilfsprogramm nach.
Vor diesem Hintergrund übte Wäschenbach gestern scharfe Kritik an der Kuba-Politik von US-Präsident Donald Trump. Eine Verschärfung des Embargos sei völlig falsch: „Kuba braucht die Öffnung. Das ist keine zukunftsfähige Politik.“ Damit war der Kritik noch nicht genug, denn die Ausstellungseröffnung nutzte der CDU-Politiker auch, um die Linkspartei anzugehen. Die Nachfolgepartei der SED habe sich immer noch nicht komplett vom Unrechtssystem der DDR distanziert. Zudem sei nach wie vor unklar, wo das Parteivermögen der SED geblieben sei, erinnerte Wäschenbach.

Das Fazit des Abgeordneten zum Kommunismus: „Für mich gibt es keinen Staat auf dieser Welt, der diese Gesellschaftsform so etablieren konnte, dass es den Menschen besser geht.“ Andererseits müsse man aber auch aufpassen, dass der Kapitalismus eingedämmt bleibe und die soziale Marktwirtschaft weiter Bestand habe.

Nun sind die Zehntklässler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums zu spät geboren, um die Hochphase des Kommunismus selbst erlebt zu haben (den kleinen, dicken Mann aus Nordkorea darf man nicht zählen). Gleichwohl ist das Thema auch in einem (gestrafften) Unterricht nach wie vor präsent, wie Katja Weidt betonte. Derzeit nimmt sie mit den Schülern den Kalten Krieg und die Blockbildung am Beispiel von Vietnam durch. Dabei kommen auch Protestlieder wie „Eve of Destruction“ der amerikanischen Friedensbewegung zur Sprache, berichtete die Studiendirektorin gegenüber der SZ. Und auch wenn Marx, Engels und Co. bei dieser Ausstellung selbst keine großen Rolle spielten, tauchten sie im Unterricht doch immer dann auf, wenn es um die soziale Frage gehe.

Dass die „X-Men“ auf den Schautafeln ebenfalls fehlen, ist mehr als verständlich. Das entschuldigt allerdings nicht das Unwissen der Herren Schnare und Wäschenbach. Der Schulleiter verwechselte die Story offenkundig mit Captain America, der Berufspolitiker konnte nur ahnungslos mit den Schultern zucken, trotz 17 und 19 Jahre alter Sprösslinge, die ihm jederzeit zu Hause die Alternativversion zur Kubakrise erzählen könnten.

Wer sich als Schule für die Ausstellung interessiert, kann sich jederzeit im Büro des Landtagsabgeordneten melden.

Quelle: SZ, 21.06.2017


Ausstellung über den Kommunismus im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf-Kirchen


Betzdorf/Kirchen. Der Kommunismus ist vor einiger Zeit in das öffentliche Bewusstsein gerückt, als es um die Größe einer Karl-Marx-Statue in Trier ging. Das Geschenk zum 200. Geburtstag aus China hatte für Diskussionen gesorgt.

Michael Wäschenbach erinnerte bei seinem Besucher gestern im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf-Kirchen auch an das Jubiläumsjahr 2018. Der CDU-Landtagsabgeordnete eröffnete eine Ausstellung, die Marx kein Denkmal setzen, sondern über den Kommunismus in seinem Zeitalter informieren möchte. Der CDU-Politiker ist der Meinung, dass die Schüler etwas über die Lehre von Marx und Co. wissen sollten. Für die Klasse 10c2 kommt die Ausstellung zum richtigen Zeitpunkt. Denn die Jugendlichen beschäftigen sich im Geschichtsunterricht von Lehrerin Katja Weidt aktuell mit dem Thema Blockbildung nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Kalten Krieg am Beispiel des Vietnamkriegs.

Zu seiner Motivation, diese Ausstellung zu initiieren, sagte Wäschenbach, dass er im Rahmen politischer Bildung tätig sein möchte, die an Schulen doch ins Hintertreffen geraten sei. Deswegen sind auch andere Schulen eingeladen, die Ausstellung bis Ende kommender Woche in der Aula des Gymnasiums zu besuchen.

Der Kommunismus sei als Staatsform keine Alternative, so Wäschenbach. Dennoch kritisiert er den US-Präsidenten Donald Trump, der das Embargo gegen Kuba wieder verschärfen möchte. Wäschenbach hat im November vergangenen Jahres das Land Fidel Castros besucht. „Die Menschen dort brauchen Hilfe“, sagt er. Um Kommunismus zu begegnen, müsse Kapitalismus eingedämmt werden: „Nur mit der sozialen Marktwirtschaft können wir die Demokratie halten.“ Direktor Heiko Schnare bedankte sich bei Wäschenbach für dessen Initiative. So eine Ausstellung biete die Möglichkeit, Schüler für unterrichtsferne Themen zu sensibilisieren. Wäschenbach hofft, damit den politischen Diskus anzuregen.

Quelle:
RZ Kreis Altenkirchen vom Mittwoch, 21. Juni 2017

Jetzt ist es ganz offiziell: Daaden ist die sechste Stadt im AK-Land

Pflanzung des Lutherbaums zum Jubiläum



Eines steht auf jeden Fall fest, mit dem historischen Ereignis, der Verleihung der Stadtrechte ist so manchem Daadener ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen. Wie Reiner Gerhardus am Rande der Veranstaltung in einem persönlichen Gespräch mit dem AK-Kurier erinnerte, hatte er schon vor 15 Jahren angeregt, die Stadtrechte für Daaden zu beantragen. Damals war die Zeit jedoch wohl noch nicht reif, aber im vergangenen Jahr wurde der Antrag gestellt.

 Wie Bürgermeister Walter Strunk in seiner Rede erklärte entschied der damalige Ortsgemeinderat von Daaden am 20. Juli 2016 die Stadtrechte für Daaden zu beantragen. Einen Tag später übergab Strunk an Landrat Michael Lieber einen 72 Seiten starken Antrag mit der Bitte um Weiterleitung an die Landesregierung nach Mainz. Die Landesregierung, die ADD und die Kreisverwaltung standen dem positiv gegenüber. Am 7. März 2017 teilte der Innenstaatssekretär Günter Kern die positive Entscheidung des Ministerrates Strunk persönlich mit. Somit ist Daaden nun die 130. Stadt in Rheinland-Pfalz. Strunk sprach allen Entscheidungsträgern, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und allen Ministerinnen und Ministern seinen persönlichen Dank aus.

Zur Feier des Tages begrüßte er den Innenminister Roger Lewentz und Staatsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, ebenso den Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel, den Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach, die stellvertretende Präsidentin der ADD Trier, Begona Hermann, Landrat Michael Lieber, den VG-Bürgermeister Wolfgang Schneider, den ehemaligen Ortsbürgermeister Günter Knautz und viele weitere Vertreter aus der Kommunalpolitik und der heimischen Wirtschaft. Ehrenbürger und Staatsminister a. D. Hans-Arthur Bauckhage konnte allerdings wegen eines lange zuvor gebuchten Urlaubs nicht an der Feierlichkeit teilnehmen.

Strunk erinnerte noch einmal in Stichworten an die Beweggründe und das so genannte „städtische Gepräge“, die Daaden zum Titel einer Stadt befähigt haben. So sei Daaden ein äußerst attraktiver Wohnort mit starken Industrie und Gewerbebetrieben. Daaden ist Verwaltungssitz, hat drei Kindergärten und drei Schulen, vielfältige öffentliche Einrichtungen wie Bürgerhaus, Bürgersaal (Biersdorf), Freibad, Fußballplatz und so weiter. Viele Menschen betätigen sich ehrenamtlich, es gibt ein reges Vereinsleben, lebendige Kirchengemeinden und noch so einiges mehr. Auch kann Daaden eine hohe Beschäftigungszahl vorweisen, eine geringe Pro-Kopf-Verschuldung und eine hohe Steuerkraft, mit 1030 Euro mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt im Land. Abschließend sagte Strunk: „Gemeinsam mit dem Gemeinderat und seinen Ausschüssen bin ich mir sicher: Zur weiteren Stärkung der Gemeindeentwicklung stellt der Erhalt der Stadtrechte für Daaden einen weiteren wichtigen Baustein dar.“

Im Anschluss folgte der Auftritt der jüngsten Städter, mehr als 60 Kinder aus drei Kindergärten sangen gemeinsam „Daaden ist ´ne schöne Stadt.“ Minister Lewentz lobte zu Beginn seiner Rede die phantastisch organisierte Feier und äußerte sich anerkennend zum Stolz der Daadener über den Titel der Stadt. Dieser Stolz sei schon bei der Einfahrt in den Ort sichtbar geworden, denn schon alle Ortsschilder und Willkommensschilder sind mit dem Titel „Stadt Daaden“ versehen. Lewentz erklärte, dass der gut ausgearbeitete Antrag, sowie der Vortrag von Sabine Bätzing-Lichtenthäler im Parlament nur zu einer Zustimmung hätten führen können.

Daaden habe in den vergangenen Jahrzehnten eine tolle Entwicklung genommen. Gleichwohl berichtete der Minister aber auch, dass mit der Verleihung des Stadttitels keine weiteren Rechte verbunden wären. Zur großen Freude aller Verantwortungsträger überbrachte der Minister dann aber neben der Urkunde und einer Fahne mit dem Aufdruck 70 Jahre Rheinland-Pfalz noch einen Bewilligungsbescheid über 750.000 Euro für die neue Stadt. Auch die Weitefelder erhielten einen solchen Bescheid in Höhe von 250.000 Euro, den hatte Lewentz der Einfachheit halber gleich mitgebracht und überreichte diesen an den Ortsbürgermeister Karl Heinz Keßler.

Natürlich wollte auch der Daadener Turnverein zur Feierstunde einen Beitrag liefern und so trug die Singegruppe gemeinsam mit einem Chor von Turnkindern das „Doorer Platt Lied“ vor. Eine mittelalterlich gewandete Gruppe aus Mauden, angeführt vom Herold Schiwwerisch von Mauden (Manfred Rosenkranz) betrat danach die Gruppe. Nach einer lustigen Rede des Herolds erhielt Walter von der Strönkerisch (Walter Strunk) vom Ritter von Mauden eine Richtmeisterkette, auf der zum einen das Stadtwappen von Daaden und auf der Rückseite das Wappen der Ritter von Mauden abgebildet war.

Glückwünsche zur neu ernannten Stadt Daaden sprachen der Landrat und der VG-Bürgermeister aus. Beide kündigten an, demnächst je einen Baum als Geschenk für die neue Stadt zu überbringen. Bürgermeister Wolfgang Schneider hatte zudem das Goldene Buch der VG-Verwaltung mitgebracht in das sich im Anschluss Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Roger Lewentz eintrugen. Abschließend bedankte sich Stadtbürgermeister Strunk bei allen Mitwirkenden der Feierstunde, der Daadetaler Knappenkapelle, den Rednern und den Rittern von Mauden. Danach ließen die Landespolitiker am Stand des Aktionskreises Daaden je einen bunten Luftballon in den blauen Himmel aufsteigen. Denn die Festlichkeit fand im Rahmen der 14. Kulinarischen Meile und somit dem ersten Stadtfest Daadens statt.

Von dort führte der Weg die Delegation zur nahen Barockkirche. In deren Schatten pflanzte Minister Roger Lewentz mit Hilfe von Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler einen Amberbaum, einen so genannten Lutherbaum zum Luther-Jubiläumsjahr. Hintergrund war der, dass die evangelische Kirchengemeinde Daaden sich am Luthergarten von Wittenberg beteiligt hat und dort einen Baum pflanzte. Im Gegenzug sollte nun auch ein Baum in Daaden gepflanzt werden, wozu man das Fest der Ernennung zur Stadt gewählt hatte. Im Beisein von Initiator Thorsten Bienemann, dem Baukirchmeister Willi Jung, Pastor Steffen Sorgatz, dem Posaunenchor und vieler weiterer Zaungäste fand diese Baumpflanzung in feierlichem Rahmen einer kleinen Andacht statt. Ein Dank galt den Sponsoren, die diese Aktion ermöglicht haben.

Quelle: AK-Kurier vom 12.06.2017

Parteiübergreifende Initiative startet erneut einen Versuch für den Südknoten

Vor Ort in Kirchen wollen alle einen Kreisel im Bereich Südknoten in Kirchen. In der Politik herrscht hier Einigkeit. Unter den Bürgern gibt es auch eine sehr große Zustimmung. Doch der Landesbetrieb Mobilität (LBM) bleibt bei seinem Nein – auch ein Probebetrieb wird abgelehnt. Diese sture Haltung der Behörde wurde am Freitag von Kommunal- und Landespolitik noch einmal hefig kritisiert.

Am Mittag startetet ein erneuter Versuch, um die Landesregierung und den Landesbetrieb Mobilität doch wenigstens dazu zu bringen, dass in den kommenden Wochen mit einem provisorischen Kreisel untersucht wird, ob der Kreisverkehr Sinn macht. Vor Ort sind sich alle einig: Das macht Sinn. Die Gelegenheit für den Probebetrieb ist im Moment günstig. Zum ersten Maiwochenende hin soll die B 62 wieder frei sein. Vor Ort glaubt man aber erst daran, wenn da die Autos wirklich wieder fahren. Und wegen der Brückensanierung auf der B 62 gibt es derzeit einen provisorischen Kreisel am Südknoten. Der Landesbetrieb spricht hier aber nur von einer letzten Wendemöglichkeit für Lkw, die sich bei der Umleitung verfahren haben. Sei es drum. Die Kirchener Ratsfraktionen CDU, SPD, FDP und Bündnisgrüne sind sich einig: Der Kreisverkehr muss her. Auf einem großen Plakat im Bereich des Südknotens wird das seit Freitag noch einmal deutlich gemacht. Dort ist symbolisch ein Kreisverkehr abgebildet. Denn auch die Bürger vor Ort, so der Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach (CDU) und Kirchens Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen (SPD) wollen den Kreisverkehr. So sehen es auch Dr. Axel Bittersohl (FDP) und Kurt Möller (Bündnisgrüne).

Architekt Rainer Höhne hat auch schon einmal einen Plan für einen Kreisverkehr entworfen. Der passt auf die vorhandene Fläche. Er verweist hier auf den neuen Kreisel im Bereich der B 62 in Wissen. Da geht das. Für den Bau eines provisorischen Kreisels am Südknoten müsste kein Bordstein versetzt werden. Lediglich zwei Flächen im Kreuzungsbereich sind zu entfernen. Dass der Kreisel vom Platz her am Südknoten nicht passt, wird vom LBM auch nicht angebracht. Hier wird immer wieder argumentiert, dass man die größere verkehrliche Situation mit Betzdorf betrachten müsse. Erst müsse der Hellerkreisel (Kreisverkehr rund um den Bereich Stadthalle) in Betzdorf (Planungsmittel für 2019 im Etat) gebaut werden. Diese Argumentation führt nur zum Kopfschütteln bei den Politikern vor Ort. Ebenso hat man keine Erklärung dafür, warum der LBM sich so stur verhält und für den Kreisel noch nicht einmal eine Probephase befürwortet.

Auch über die Landespolitik hat man keinen Einfluss auf den Landesbetrieb. Der Liberale Bittersohl hat mit Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) gesprochen. Aber auch von dort aus gibt es wohl keinen Einfluss auf die Behörde. Man habe den Eindruck, dass der LBM ein Eigenleben führe, wurde in Kirchen betont.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach hatte die parteiübergreifende Plakataktion kurzfristig organisiert. Ebenso gibt es von ihm eine kleine Anfrage im Landtag zu der Situation. Darin wird auch gefragt, ob das Verkehrsministerium den Landesbetrieb auffordern werde, sich der Thematik sachlich anzunehmen. Ebenso will Wäschenbach wissen, warum es vom Ministerium keine Zustimmung zum Probebetrieb des Kreisels gebe.
Die Aktion mit dem großen Plakat sieht man nun noch als letzte Möglichkeit an, um in den nächsten Tagen doch noch ein Ergebnis für einen Kreisel-Probebetrieb zu erreichen. Denn bald ist hier die Türe zugeschlagen. Die Ampel am Südknoten wird wieder in Betrieb gesetzt. „Eine große Chance ist dann vertan“, wird vor Ort argumentiert. 

Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Samstag, 22. April 2017

Deutsche Meisterschaften im Faustball der Männer in Kirchen - Die Hauptstädter siegen in Kirchen

Das Team des VfK 01 Berlin bejubelt den vom Schirmherrn Michael Wäschenbach (MdL) überreichten Siegerpokal. Foto: VfL Kirchen


Am Wochenende wurde in der Molzberghalle der neue Deutsche Meister der Männer 35 im Hallenfaustball gekürt: Die Männer des VfK 01 Berlin konnten sich im Finale gegen den Ahlhorner SV durchsetzen.

Ausrichter der Meisterschaft, die am 8. und 9. April stattfand, war die Faustballabteilung des VfL Kirchen, die damit der Region zum Abschluss der Hallenrunde 2016/2017 ein sportliches Highlight bieten wollte. Das Vorbereitungsteam des VfL hatte sich in den letzten Wochen und Monaten intensiv mit der Austragung dieses Großevents beschäftigt, um den Teilnehmern und Zuschauern ein schönes Wochenende in der Stadt Kirchen bieten zu können.
Nachdem die zehn Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet am Samstag in den insgesamt zwanzig Vorrundenspielen zunächst um die Qualifikation für die Endrunde gespielt hatten, standen am Sonntag dann die Platzierungs- und Endrundenspiele auf dem Programm.
In den Halbfinalspielen konnten sich der VfK 01 Berlin gegen den NLV Stuttgart-Vaihingen und der Ahlhorner SV gegen den TSV Hagen jeweils in zwei Sätzen durchsetzen.
Zahlreiche Zuschauer verfolgten dann das hochkarätig besetzte Finale, in dem mit Sascha Ball vom VfK 01 Berlin u.a. ein Faustball-Weltmeister auflief. Die Berliner konnten ihre Routine in Finalteilnahmen der Männer 35 - Klasse für sich nutzen und setzten sich am Ende mit 11:7 und 11:3 gegen die Mannschaft der norddeutschen Faustball-Hochburg Ahlhorn durch.
Den dritten Platz auf dem Treppchen sicherte sich der TSV Hagen, für den sich die Bronzemedaille wie eine goldene anfühlte, da das Team bereits im Vorfeld der DM auf den verletzungsbedingt ausgefallenen Angreifer Dirk Schachtsiek verzichten musste, der sein Team in Kirchen vom Spielfeldrand unterstützte.
Lob gab es zum Abschluss der Meisterschaft von vielen Seiten nicht nur für die gezeigten sportlichen Leistungen sondern auch für die reibungsfreie Ausrichtung dieser Deutschen Meisterschaft. So galt auch der Dank des Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen bei der Siegerehrung den zahlreichen Helfern der Kirchener Faustballfamilie, die an diesem Wochenende vor und hinter den Kulissen für das Wohl der Gäste aus nah und fern sorgten. Schirmherr MdL Michael Wäschenbach, der die Spiele an beiden Tagen verfolgte, hatte einen Faustball für die Jugendspieler des VfL im Gepäck und lobte das Engagement des Vereins im Jugendbereich.
Dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren und der guten Zuschauerresonanz dürfte am Ende auch die Finanzierung der für dieses Jahr geplanten Aktivitäten der Faustballjugend gesichert sein, sodass die jungen Spielerinnen und Spieler nun der in Kürze beginnenden Feldsaison entgegenfiebern können.

Verfasser: Tobias Stinner, Abteilung Faustball im VfL Kirchen 1883 e.V.

Deutsche Meisterschaft Faustball im Molzbergstadion - unter Schirmherrschaft Michael Wäschenbach


Die Organisation der Deutschen Meisterschaft der Männer 35 im Hallenfaustball läuft in vollen Zügen. Am 8. und 9. April richtet der VfL Kirchen die Meisterschaft im Sportzentrum auf dem Molzberg aus. Schirmherr der Deutschen Meisterschaften an der Sieg ist der Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach.
 

Das traditionsreiche Sportereignis holt also wie auch schon im Jahre 2012 die bundesweit zehn besten Mannschaften der Klasse M35 mit ihren Trainern und Fans an die Sieg. Erwartet werden sportlich höchst anspruchsvolle Spiele, die für jeden Sportbegeisterten ein Highlight des Faustballsports versprechen. Eine Übersicht über Organisation und Ablauf findet sich unter http://www.faustball-kirchen.de/dm2017.
Natürlich wäre das Ganze nicht ohne die Hilfe aller Organisatoren, Helfer und Sponsoren möglich, die sich dafür einsetzen, dass die Veranstaltung in Kirchen möglich gemacht wird und zu einer der herausragendsten Meisterschaften dieses Jahres werden kann. Trotzdem ist weiterhin Unterstützung in jeder Art willkommen, um das kommende Ereignis zu einem sowohl sportlichen als auch wirtschaftlichen Erfolg zu machen. Die Einnahmen fließen gänzlich in die Jugendarbeit des Gesamtvereins. Die Unterstützer und Sponsoren der Meisterschaft gliedern sich dabei in diese Gemeinschaft ein. Deshalb freut es den Abteilungsvorstand sehr, Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach als Schirmherrn des Ereignisses zu begrüßen.

Michael Wäschenbach: „Es ist ein besonderer Moment für diesen traditionsbewussten Verein VfL Kirchen, eine Deutsche Meisterschaft ausrichten zu können. Darauf können wir und die gesamte Region stolz sein. Sehr gerne habe ich hier in meiner Geburtsstadt die Schirmherrschaft für diese Meisterschaft übernommen.“

Alle Freunde des Sports aus der Region sind herzlich eingeladen, der Veranstaltung beizuwohnen und an gutem und fairem Faustballspiel teilzuhaben. Beginn der Spiele ist am Samstag, 8. April und Sonntag, 9. April, um 9 Uhr.

Quelle: AK-Kurier

Kreis-CDU: Ja zu Industrie und Tourismus


Kreis Altenkirchen. Die Menschen im AK-Land stellen ihr Licht zu sehr unter den Scheffel. Dies war eine Kernthese des Kreisparteitags der CDU in Betzdorf. Und so wurde die Diskussion über den heimischen Wirtschaftsstandort zu einem Plädoyer für mehr Selbstbewusstsein – und zu einem Bekenntnis für Industrieansiedlungen und einer besseren touristischen Vermarktung.

Eigentlich sah das Drehbuch im Hotel „Bürgergesellschaft“ eine wirtschaftliche Bestandsaufnahme aus verschiedenen Blickwinkeln vor. Doch von den drei eingeladenen externen Experten blieb nur IHK-Regionalgeschäftsführer Oliver Rohrbach übrig. Der erkrankte Chef der Arbeitsagentur Neuwied, Karl-Ernst Starfeld, und der beruflich verhinderte Kreishandwerksmeister Hans-Peter Vierschilling hatten kurzfristig abgesagt.

Dass der CDU-Kreisvorsitzende Josef Rosenbauer dennoch eine lebhafte Diskussionsrunde leiten konnte, lag insbesondere am Ersten Kreisbeigeordneten Konrad Schwan, der bei seiner regionalen Nabelschau auch mit Selbstkritik nicht sparte. „Wir sind zu zahm, wir müssen mehr auf den Putz hauen.“ Diese Botschaft richtete der Christdemokrat auch an die Landesregierung in Mainz, der er Planungsdefizite bei wichtigen Infrastrukturmaßnahmen vor Ort vorwarf. „Man darf uns dort nicht vergessen“, sagte er mit Blick auf diverse Straßenbauprojekte. „Wir haben die Hüttentalstraße vor der Tür, jetzt geht es darum, die Bundesstraße 62 weiter zu ertüchtigen und bis nach Wissen zu führen“, nannte er ein Beispiel aus dem Oberkreis. „Es darf nicht an Mudersbach scheitern, dass diese Straße weitergebaut wird“, so sein Appell.

Während in weiten Teilen des Kreises die Einwohnerzahlen zurückgehen, führte er das Plus in der Verbandsgemeinde Flammersfeld auf die Nähe zur Autobahn 3 zurück. Um so wichtiger sei es, so Schwan, auch bei überörtlichen Verkehrsprojekten an einem Strang zu ziehen, etwa beim Ausbau der B 8, der B 414 und in deren Fortführung der B 255. „Wir müssen Ja sagen zu Industrie, Betriebsansiedlungen und Verkehr. Das heißt, dass wir Autos und Lkws hinnehmen müssen“, sagte Schwan unter dem Beifall der knapp 80 Parteimitglieder.

Jeder im Saal hatte die Anspielung auf die hitzige Debatte um das Logistiklager der Morsbacher Firma Montaplast im Betzdorfer Stadtteil Bruche verstanden. (die RZ berichtete). Josef Rosenbauer legte später noch einmal konkret nach: „Es gibt Bedürfnisse der Anwohner, aber es ist nicht tragbar, wie der Bürgermeister hier verfahren ist“, richtete er deutliche Worte an den SPD-Verwaltungschef Bernd Brato. Es gehe nun darum eine tragfähige Lösung zu suchen.

Ist der Güterwaggon eine Alternative zum Lkw im AK-Land? Für Konrad Schwan jedenfalls nicht. „Unsere Schienenwege geben nicht mehr her“, stellte er die Bahn aufs argumentative Abstellgleis. „Der Güterverkehr ist absolut belanglos geworden“, pflichtete ihm Oliver Rohrbach mit Blick auf die jüngste Standortumfrage der Industrie- und Handelskammer bei. Auch er sieht in einer besseren Erreichbarkeit von Fernstraßen den Schlüssel für Wirtschaftswachstum vor Ort. „Wir sind noch der drittstärkste Industriekreis in Rheinland-Pfalz“, warnte Rohrbach davor, einen Standortvorteil zu gefährden.

Doch es sind nicht nur die realen Straßen, bei denen die CDU aufs Tempo drücken will. Auch den schnelleren Zugang zur Datenautobahn sehen die Christdemokraten vielerorts noch verbaut. „Es gibt zu viele bürokratische Hemmnisse, die verhindern, dass bei uns die Bagger rollen. Von einer guten Breitbandversorgung hängt unsere Industrie ab“, so Konrad Schwan.
Und noch in eine weitere Wunde legte der Kreisbeigeordnete den Finger: „Wir verschludern den Tourismus“, lautete sein ebenso emotionales wie nüchternes Fazit. Dabei sprach er sich dennoch klar gegen einen AK-Alleingang bei der Vermarktung der Region aus. „Die Dachmarke Westerwald kann man bewerben, wir müssen als eine Region auftreten.“ Konkreter wurde der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach. „Wir wären touristisch schon viel weiter, wenn wir endlich den Siegtalradweg fertigstellen und den Stegskopf als eine Art Masterprojekt verstehen.“
 
Quelle: RZ, 6. März 2017

Unverständnis über die Entwicklung des Südknoten an der B62 in Kirchen

MdL Wäschenbach und Maik Köhler vor Ort in Kirchen


„Mit großer Sorge und Enttäuschung verfolgen wir die Entwicklung über die künftige Gestaltung des Südknotens an der B62 in Kirchen/Sieg“, so erklären MdL Michael Wäschenbach und CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Christian Ruf. Gemeinsam mit Ortsbürgermeister Maik Köhler aus Mudersbach traf sich Wäschenbach nochmal vor Ort, um den provisorischen Kreiselverkehr zu beobachten. Der derzeitige Kreisverkehr sollte nach Meinung der CDU und gestützt auf Erfahrungen der Verkehrsteilnehmer in eine dauerhafte Kreisellösung weitergebaut werden.

„Als Abgeordneter ist es mir völlig unverständlich, wieso der LBM sich in dieser Frage so stur stellt. Ich fahre viel durch Rheinland-Pfalz und nehme in anderen Regionen des Landes deutlich mehr Kreiselbauten wahr“, so Wäschenbach in einem Schreiben an den Verkehrsminister des Landes.

Die Antwort aus Mainz auf die dringliche Bitte des Abgeordneten fiel allerdings sehr unbefriedigend aus. Staatssekretär Andy Becht schreibt in Vertretung für Minister Dr. Volker Wissing, dass der Kreisverkehrsplatz am Südknoten nicht gebaut werden könne, da derzeit auf Basis der vorliegenden Verkehrszahlen die Leistungsfähigkeit eines Kreisverkehrsplatzes am Südknoten nicht nachgewiesen und insofern gegenüber dem Bund als Baulastträger fachlich nicht gerechtfertigt werden kann. Weiter heißt es wörtlich in dem Schreiben: „Eine Bewertung der Verkehrssituation in diesem Bereich erfordert eine weiträumigere Betrachtung der Verkehrssituation auf der gesamten Strecke bis Betzdorf einschließlich dem Hellerkreisel. Vor diesem Hintergrund hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) vorgeschlagen, zunächst die Umsetzung der im Bau befindlichen bzw. der geplanten Maßnahmen abzuwarten.“

Allein diese Einschätzung ruft überall Kopfschütteln und Unverständnis hervor. Welcher vernünftige Mensch glaubt tatsächlich, dass der Hellerkreisel an der L288 Steinerother Straße, dessen Bau übrigens nicht absehbar ist, etwas mit dem Südknoten der B62 in Kirchen zu tun hat?

Wäschenbach wundert sich, dass FDP-Minister Wissing diese abstrusen Ausreden der Straßenplanungsbehörde übernimmt, weil doch auch die eigenen Parteifreunde vor Ort  ihm eine Petition zum Erhalt bzw. Probebetrieb des Kreises am Südknoten überreicht haben.
Dass man beim LBM noch nicht einmal dazu bereit ist, die Machbarkeit zu testen, macht sprachlos, so die CDU-Vertreter. Sie hoffen darauf, dass bei der morgigen Kreisbereisung des Ministers dieses Projekt doch noch mal eine Chance durch den Minister bekommt und die Vernunft einkehrt.

Quelle: Wahlkreisbüro, 02.03.2017

 

Energie BUND im Kreis informierte sich im Umspannwerk Dauersberg


Amprion: Netzausbau dringend erforderlich

Dauersberg. Es knistert und rauscht in den Leitungen – „Strom kann man hören“, sagt Gunnar Götz und lächelt. Götz arbeitet für die Firma Amprion. Er ist Leiter des Betriebsbereichs Mitte und somit zuständig für das Umspannwerk in Dauersberg. Die BUND-Kreisgruppe Altenkirchen und die BUND-Kreisgruppe Westerwald beschäftigen sich auch mit Themen wie Energiepolitik und Energietechnik. Und da ist es naheliegend, sich einmal ein Bild davon zu machen, wie der Strom zu den Verbrauchern in die Steckdose kommt.

Der zweite Vorsitzende Hans-Jürgen Lichte hat den Besuch organisiert. So manchen treibe auch die Neugierde um. „Einige, die heute hier sind, fahren 200 bis 300 Mal die Steinerother Straße hoch und fragen sich: Was sind das für Apparaturen hier?“, meint Lichte. Fragen nach der Sicherheit der Stromversorgung und natürlich das Thema Bau neuer Trassen stehen ebenfalls auf der Tagesordnung. Neben dem Leiter Gunnar Götz nahm sich auch Pressesprecher Andreas Preuß Zeit, bei einem Rundgang die Fragen der Naturschützer zu beantworten. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach schloss sich dem Besuch des BUND an.

Das Umspannwerk in Dauersberg, erläutert Götz, ist eine der größten Anlagen in Deutschland. Es ist vergleichbar einem Autobahndrehkreuz – nur dass hier anstelle von Fahrzeugen Strom gebündelt und weiterverteilt wird. Die Besuchergruppe spaziert auf dem riesen Areal durch die Trassen mit den Schaltanlagen links und rechts. Bagger sind zu sehen, denn die „Leistungsstärke“ der Anlage wird erweitert. Die Überwachung, erläutert Götz, erfolgt von der Schaltzentrale in Rommerskirchen aus. „Hier sitzen mehrere Ingenieure vor den Computern zusammen.“ Ein Mann ist vor Ort, um die Baumaßnahmen und Wartungsarbeiten zu begleiten.

Ein Umspannwerk ist Teil des elektrischen Versorgungsnetzes eines Energieversorgungsunternehmens und dient der Verbindung unterschiedlicher Spannungsebenen. Im Umspannwerk erfolgt die Transformation der elektrischen Energie zwischen zwei oder mehreren Spannungsebenen. Der Strom kommt mit einer hohen Spannung an und wird dann mit niedrigerer Spannung in die Netze weitergeleitet. Westnetz als Energieversorger greift in der Anlage in Dauersberg Strom für seine Kunden ab. „Bis der Strom aus der Steckdose kommt, stecken viel Know-how und Technik dahinter“, sagt Pressesprecher Preuß. Er beantwortet Fragen zum Thema Bau neuer Trassen. Momentan verfüge Amprion über ein Netz von 11 000 Kilometern – „das reicht nicht aus“, sagt der Mann für die Öffentlichkeitsarbeit. Der durch Windkraft produzierte Strom im Norden müsse nach Süden transportiert werden. Speicherung sei auf absehbare Zeit keine Alternative, denn es gebe noch nicht die entsprechende Technik, so Preuß. Der Netzausbau sei wichtig für die Netzsicherheit – „die Leitungen sind derzeit schon überlastet“. Auf absehbare Zeit könne auch nicht auf Strom aus Kohlekraftwerken verzichtet werden. Gerade im Winter, vor allem im Januar, wenn viel Strom gebraucht würde, spreche man von einer „Dunkelflaute“. Der Begriff bezeichnet in der Energiewirtschaft den Zustand, dass Windenergie- und Fotovoltaikanlagen in einer Region wegen Flaute oder Schwachwind und zugleich auftretender Dunkelheit insgesamt keine oder nur geringe Mengen elektrischer Energie produzieren. Keine Sonne, kein Wind und Kälte – die Besucher bekamen auch jetzt im Februar noch einen Eindruck von dieser „Flaute“. So wünschenswert „grüner Strom“ auch sei, auf die erneuerbaren Energien sei eben nicht zu allen Zeiten Verlass, so der Pressesprecher.
Vor allen Dingen der Aspekt der Energiesicherheit überzeugte auch BUND-Vorstandsmitglied Lichte: „Die Netze sind bis zum Anschlag belastet. Der Netzausbau ist dringend erforderlich.“ 
 
Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Montag, 13. Februar 2017

Jahresfeier der THW Betzdorf



Jahresfeier Katastrophenschutzorganisation baute Abwassersystem und Empfangstheke auf Stegskopf – Ausbildung wird großgeschrieben

Scheuerfeld. Ein mehr als arbeitsreiches Jahr liegt hinter dem THW Betzdorf. Nicht weniger als 11 171 Stunden leisteten die Aktiven des Ortsverbandes. Am Freitag feierten sie dies verdientermaßen.

Ulrich Weber ist es anzusehen, dass er wirklich stolz ist auf „seine“ Truppe. Circa 70 Menschen machen Dienst, wenn's (technisch) brenzlig wird – und Gelegenheiten boten sich dazu 2016 reichlich. Zur Jahresfeier begrüßte der Ortsbeauftragte in der THW-Unterkunft in Scheuerfeld unter anderem auch MdL Michael Wäschenbach.

Sicherheit im weiteren Sinne ist die Aufgabe des THW. Besondere Aktualität erhalte das Thema „gefühlte Sicherheit“ auch durch die derzeitigen Debatten im Landtag, sagte Wäschenbach. In seinem Grußwort nannte er auch die zunehmende Gewalt gegen Sicherheits- und Hilfskräfte. Den Aktiven versprach er „ein immer offenes Ohr“.

Im Zentrum der Aufgaben in 2016 stand für das THW Betzdorf die Arbeit für die AfA Stegskopf. Hier ging es unter anderem darum, ein provisorisches Abwassersystem aufzubauen. 1,3 Kilometer Schlauchleitungen wurden verlegt. Rund sechs Monate lang liefen die Pumpen nahezu problemlos.

Einige Male setzte man auch die Großpumpe ein. Die alten Kanalverläufe waren unklar, Schächte und Schieber mussten kontrolliert werden. Aber: Am Ende hatte man um die 50 Millionen Liter Abwasser gepumpt.

Weitere Schwerpunkte auf dem Stegskopf waren der Bau und die Montage hölzerner Empfangs- und Ausgabetheken. Durchgänge mussten verschlossen werden, Beleuchtungen im Außenbereich aufgebaut und schließlich ein Regen- und Schneeauffangbecken mit einem Schutzzaun versehen werden.

Jede Menge Fotos zeigte Ulrich Weber im Laufe seines Berichtes, aber auf eines wies er besonders hin: Das Foto zeigt die Fahrzeuge des THW vor dem Mainzer Landtag. In einer großen Aktion hatte man die dortige Küche fachgerecht demontiert und auf den Stegskopf gebracht. „Das war eine interessante Aufgabe“, erinnert sich Weber. Gebraucht wurde die Küche dann dort allerdings nicht mehr.

In einem weiteren Einsatz versah man die Behördenfunk-Relaisstation auf dem Käuser Steimel mit einer Notstromversorgung. Schließlich kamen Wasserschadenpumpe und Stromerzeuger bei Kaub am Rhein zum Einsatz.

Wenn schon die Einsätze des vergangenen Jahres im Mittelpunkt der Betrachtungen standen, geht dem doch immer die Ausbildung voran. So organisierte man eine aufwendige Übung in Grünebach, bei der eine verletzte Person aus einem Stollen gerettet werden musste. Dazu musste auch hier Wasser abgepumpt werden. Außerdem bildete sich die Gruppe „Ortung“ extern an der Mosel weiter, und es fand eine kleine Übung in Lahnstein statt.

Ein Tag der offenen Tür feierte das 40-jährige Bestehen der Jugendgruppe mit verschiedenen Vorführungen der Ortungsgruppe. Froh sei er, dass Helferverein und THW wieder zusammengefunden hätten, betonte Weber und freute sich bereits über „kleine Spendeneingänge“.

Arbeitsreich liegt auch das neue Jahr 2017 vor den Aktiven. Ulrich Weber kündigte Ausbildungen mit technischen Inhalten an, aber ebenso Fortbildungen, die für Auslandseinsätze erforderlich sind. Dazu gehören auch Englischlehrgänge. Darüber hinaus will man Werbung machen und plant dazu eine Filmvorführung im Hachenburger Kino.

Die Fahrzeugflotte soll bald ein Golf Kombi ergänzen und schon jetzt freut man sich über einen neuen 7-Tonnen-Lkw mit Ladebordwand, den der Bund mit rund 120 000 Euro finanziert hat und der einen 20 Jahre alten Vorgänger ersetzt. Das THW hat damit insgesamt acht Fahrzeuge zur Verfügung.
Den aktiven Dienst hat Rettungshund Luk nach 48 Sucheinsätzen mit Hundeführer Markus Jelenowski beendet. 
 
Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Montag, 30. Januar 2017

Bundeswehr-Neujahrsempfang Gastredner Michael Wäschenbach fordert in Rennerod Konzentration der Sicherheitsdienste

Unterzeichneten beim Neujahrsempfang in Rennerod die Partnerschaftsurkunde: Stadtbürgermeister Raimund Scharwat und Hauptmann Dirk Holzhauser. Im Hintergrund: Oberstarzt Fritz Stoffregen. Foto: Röder-Moldenhauer


Er ist schon eine lieb gewordene Tradition: der gemeinsame Neujahrsempfang von Stadt und Garnison in Rennerod. Zum Abschluss des offiziellen Teils unterzeichneten Bürgermeister Raimund Scharwat und Hauptmann Dirk Holzhauser (4. Kompanie des Sanitätsregiments) eine neue Partnerschaftsurkunde.

Auch in diesem Jahr hatten Bürgermeister Raimund Scharwat und Kommandeur Fritz Stoffregen in die Westerwaldhalle eingeladen. Der Empfang wurde dem gerecht, was er bewirken soll: die Verbundenheit zwischen Bevölkerung und Soldaten stärken. So fanden im großen Saal neben vielen Uniformträgern auch lokale Politiker sowie Vertreter von Vereinen und Firmen zusammen. Bürgermeister Scharwat begrüßte besonders den Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach (CDU), den Kreisbeigeordneten Kurt Schüler sowie seine Bürgermeisterkollegen Karl Wilhelm Röttig (Hachenburg), Gerrit Müller (VG Rennerod) und dessen Vorgänger Werner Daum.

Ein herzlicher Gruß ging an die Vertreter der britischen und der US-Armee, die aus Kaiserslautern und Paderborn eigens angereist waren. Im Rahmen des Neujahrsempfangs wurde auch eine neue Patenschaft zwischen der Stadt und dem Sanitätsregiment 2 besiegelt. Scharwat ging kurz auf das Jubiläumsjahr 2017 ein, in dem Rennerod auf 800 Jahre zurückblickt. Die Veranstaltungen sollen das Wir-Gefühl in der Stadt stärken. In die Patenschaftstage am 13./14. Juli ist auch die Bundeswehr eingebunden; zudem wird das Heeresmusikkorps Koblenz ein Konzert geben. Die Wünsche der Stadt für das neue Jahr sind die Westumgehung, die Weiterentwicklung der Innenstadt, der Kita-Ausbau und die Sanierung der Westerwaldhalle. Oberstarzt Fritz Stoffregen freute sich, dass das neue Sanitätsregiment 2 nun vollständig sei. Er stellte in diesem Zusammenhang auch das neue Regimentswappen vor. An den Standorten Rennerod und Koblenz sind nun optimale Voraussetzungen für die medizinische Versorgung und den Transport verwundeter oder kranker Soldaten gegeben. Bei Bedarf kann ein Einsatzlazarett mit 180 Betten zur Verfügung gestellt werden. Stoffregen grüßte besonders die Soldaten des Regiments, die derzeit in Mali, in Afghanistan, im Irak oder auf dem Balkan Dienst tun.

Als Festredner ging MdL Wäschenbach auf die vielfältigen sicherheitspolitischen Aspekte ein. Die Flüchtlingsproblematik sei im Jahr 2016 durch Sicherheitsthemen überlagert worden; insbesondere nach dem Anschlag in Berlin. Er forderte, den Wirrwarr in den Sicherheitsorganen endlich zu beenden und eine Zentralisierung der mehr als 50 Behörden anzustreben. Vor allem die Länder „müssen da über ihre Schatten springen“. Angesichts des islamistischen Terrorismus gelte es ideologiefrei zu diskutieren, „wie wir besser werden können“. Damit der Staat der zentralen Aufgabe Kriminalitätsbekämpfung gerecht werden kann, seien Polizei und Justiz personell angemessen auszustatten. Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang durch das Blechbläserquintett des Heeresmusikkorps Koblenz.

Quelle:
Westerwälder Zeitung vom Samstag, 28. Januar 2017

Dreikönigstreffen des CDU-Kreisverbandes Altenkirchen in Marienthal

Prof. Uwe Jun (vorne, Mitte) beim Dreikönigstreffen mit dem Vorstand des CDU-Kreisverbandes Altenkirchen


Politik Professor Uwe Jun referierte in Marienthal

Kreis Altenkirchen. Beim Dreikönigstreffen des CDU-Kreisverbandes Altenkirchen in Marienthal referierte Politikwissenschaftler Prof. Uwe Jun. Er lehrt an der Universität Trier und ist Sprecher des Arbeitskreises Parteienforschung der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft.

In seiner Begrüßung verwies der CDU-Kreisvorsitzende Dr. Josef Rosenbauer auf die vielfältigen Forschungsschwerpunkte des Gastes. Dazu zählen Parteien- und Vergleichende Parlamentarismusforschung sowie Föderalismus, Politische Kommunikation und Koalitionsforschung. Jun führte zu Beginn aus, dass die CDU als mitgliederstärkste und derzeit in den Umfragen vorne liegende Partei nach wie vor die führende politische Kraft in Deutschland sei. Besonders geprägt durch die Bundeskanzlerin, die nicht nur innenpolitisch, sondern auch im europäischen Rahmen die Richtung vorgebe. Das dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es grundlegende Veränderungen in der Parteienlandschaft und im Wählerverhalten gebe.

Dieser Wandel sei auf gesellschaftliche Veränderung zurückzuführen, die in den 1990er-Jahren ihren Anfang nahm und sich nun zeitverzögert auch in der Parteienlandschaft wiederfindet. So würden entstehende Repräsentationslücken, die von den etablierten Parteien nicht gefüllt werden, durch neue Parteien geschlossen. Beispiele seien die Grünen in den 80er-Jahren, die PDS in den 90er-Jahren und derzeit die AfD. Letztlich erlebe Deutschland eine Normalisierung der Parteienlandschaft.

Besonders erschwerend komme für die beiden großen Parteien hinzu, dass sich ihre traditionellen Wählermilieus änderten und es mehr und mehr zu einer lockeren Wählerbindung komme. Die zunehmende Zahl an Wechselwählern mache es auch der Forschung schwer, verlässliche und beständige Aussagen zur Wahl zu treffen.

Jun zeichnete ein Bild der unterschiedlichen Wählerschichten, die von der Forschung in fünf Gruppen eingeteilt werden, um die die Parteien konkurrieren. Durch die Vergrößerung der Parteienlandschaft komme es zu einer Segmentierung, welche die Bildung von Koalitionen zunehmend schwerer mache.

Dabei besetzten vor allem die kleineren Parteien verschiedene Pole. Eine sozialstaatliche Position werde von der Linken eingenommen, während die FDP einen klaren marktwirtschaftlichen Ansatz vertrete. Die Grünen vertreten laut Jun soziokulturelle Positionen, wohingegen die AfD ganz klar konservativ autoritäre Inhalte vertrete. Die beiden Volksparteien CDU und SPD fänden sich in der Mitte dieser Pole wieder. Dies führe zunehmend zu einem bunten Bild an Koalitionsregierungen in den Ländern und auf Bundesebene zu einer Großen Koalition.
Die politische Stimmung im Land deute auf eine Politisierung der Gesellschaft außerhalb der Parteien und sogar gegen die Parteien hin. Für die Parteien komme erschwerend hinzu, dass der Mitgliederbestand immer kleiner werde und das Image der Politik und Parteien kein gutes sei. Gerade die kleineren Parteien verstünden es, mit Polarisierung und Pointierung zu punkten, da sie zumeist nur ein kleineres Wählerklientel bedienen müssen. 
 
Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Samstag, 21. Januar 2017

Schüler-Union wiederbelebt

Foto: SU


Der CDU-Kreisverband bekommt „Nachwuchs“, und zwar im doppelten Sinne: Bei einem Treffen von politisch interessierten Jugendlichen im Bürgerbüro des Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach wurde nun die Schüler-Union (SU) wiederbelebt. Die SU hat das Ziel, Schüler für politische Themen zu gewinnen und ihnen eine Stimme zu geben, wie aus einem Bericht an die Redaktion hervorgeht.
Bei der Sitzung wurden zunächst die Ziele und Aufgaben der SU von Elias Höfer und dem SU-Landesvorsitzenden Leon Gläßer vorgestellt. Im weiteren Verlauf wurde laut Pressemitteilung ein Kreisvorstand gewählt. Christian Behler ist der neue Kreisvorsitzende, zu seinem Stellvertreter wurde Ian Hannemann ernannt. Helke Weil übernimmt das Amt des Kreisgeschäftsführers. Jan Althof, Hannah Wäschenbach und Caprice Ortel wurden zu Beisitzern gewählt.

Quelle: SZ, 17.01.2017

CDU-Nachwuchs startet „Mobilitätskampagne“: Kreis-JU möchte Nachtbus nach Siegen bis 4 Uhr


Einen Tag vor Heiligabend, als Christkind und Weihnachtsmann im Vollstress durchs Land sausten, lud die Junge Union des Kreises Altenkirchen um 16 Uhr noch schnell zu einem Pressetermin an den Bahnhof Kirchen ein. Wie das auf letzten Drücker besorgte Weihnachtsgeschenk wollten die Jungpolitiker damit der Region noch etwas Gutes bescheren: Eine Aktion, deren Ziel ein Nachtbus zwischen Siegen und dem AK-Land ist. Kreisvorsitzender Justus Brühl sowie seine Stellvertreter Thilo Kipping und Nico Schuhen hatten dazu nicht nur ihre JU-Kollegen an die Gleise geholt, sondern auch Verstärkung in Gestalt von MdL Michael Wäschenbach, MdB Erwin Rüddel und Mudersbachs Orts-Chef Maik Köhler, der auch CDU-Kandidat für die Wahl des Kirchener VG-Bürgermeisters 2017 ist.

Momentan fährt der letzte Zug Richtung AK-Land um Mitternacht – zu früh für Partywillige. Wichtig ist der JU aber nicht nur eine Spaß-Verbindung für junge Leute aus dem Kreis, die in Siegen feiern und zu später Stunde wieder heimfahren möchten, ohne selbst ans Steuer zu müssen – sondern auch ein langfristiges Anliegen für den Wirtschaftsstandort AK: „30 Prozent der jungen Leute“, erklärte Thilo Kipping, „verlassen den Kreis nach ihrem Studium oder nach Abschluss ihrer Berufsausbildung.“ Durch eine stärkere Bindung zur Heimat könne man sie besser an die Region binden: „Sonst gehen sie alle weg.“

Motiv für die JU-Aktion ist auch, dass der Oberkreis mit dem HTS-Anschluss in Niederschelderhütte noch näher an Siegen heranrückt. Dadurch gewinnen die Verbandsgemeinden Kirchen und Betzdorf laut JU insbesondere für Berufstätige und Studenten aus Siegen an Attraktivität. Gleichzeitig pendeln zahlreiche Menschen ins Rheinland, um in Köln und Bonn zu studieren oder zu arbeiten. „Unser Kreis ist von Auspendlern geprägt“, so Vorsitzender Brühl. „Wir setzen daher 2017 verstärkt auf das Thema Infrastruktur und starten eine Mobilitätskampagne – dabei stehen für uns die jungen Menschen im Vordergrund.“ Studenten und junge Leute wollen nicht nur günstig und zentral wohnen, heißt es, sondern auch die Freizeit am Wochenende genießen. Doch wer ins Siegener oder Kölner Nachtleben eintauchen möchte, muss entweder Fahrgemeinschaften bilden oder ein teures Taxi nehmen: „Daher setzt sich die JU für einen Nachtbusverkehr am Wochenende ein, der zwischen 24 und 4 Uhr stündlich von Siegen in den Oberkreis pendelt. Dieser soll die Route der Siegstrecke befahren und bis Betzdorf an allen Bahnhöfen halten. Davon würde nicht nur die Jugend vor Ort profitieren, sondern auch die Gemeinden entlang der Siegstrecke. Da diese dann eine vollständige Anbindung an die Universitätsstadt bieten könnten, würden sie somit auch für Studenten als Wohnort attraktiv.“

Das Einzugsgebiet Siegens geht bis einschließlich Betzdorf. Ab Wissen fahren die Menschen eher nach Köln. Daher sollte auch die aus Köln kommende S 12 verlängert werden – bis Wissen. „Langfristig könnte die S 12 sogar bis Siegen verkehren und somit den Lückenschluss herstellen.“ Die JU will mit ihren Vorschlägen bei der Kreisverwaltung in Altenkirchen Druck machen – parteiübergreifend. Schirmherr der Aktion ist MdB Erwin Rüddel. 
 
Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Mittwoch, 28. Dezember 2016

Faustballer holen Top-Veranstaltung an die Sieg unter Schirmherrschaft von Michael Wäschenbach

Der Schirmherr der DM Männer 35, MdL Michael Wäschenbach, präsentierte gemeinsam mit Nachwuchsspielern und Vorstandsmitgliedern das Plakat zur Veranstaltung. Foto: Frank Schuh



Wieder einmal ist es den Faustballern des VfL Kirchen gelungen, sich erfolgreich um die Ausrichtung einer hochkarätigen Veranstaltung zu bewerben: Der Verein erhielt von der Deutschen Faustball-Liga den Zuschlag zur Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft Männer 35 im Hallenfaustball. Die Meisterschaft wird am 8. und 9. April 2017 in der Molzberghalle in Kirchen ausgetragen.

Die Schirmherrschaft für die Meisterschaft hat MdL Michael Wäschenbach übernommen. Er stattete nun den jüngsten Faustballern einen Besuch im Training ab und informierte sich hierbei auch über den Stand der Vorbereitungen. Diese laufen bereits auf Hochtouren, schließlich gilt es für die Faustballabteilung eines der bundesweit hochkarätigsten Faustball-Events zu organisieren. Erwartet werden die zehn besten Mannschaften der Altersklasse Männer Ü35. Somit werden zahlreiche ehemalige National- und Bundesligaspieler die Reise an die Sieg antreten. Von der hohen Spielqualität konnten sich die Faustballfans der Region bereits im März 2012 überzeugen, als dem VfL schon einmal die Ausrichtung dieser DM übertragen wurde.

Nach der offiziellen Präsentation des Veranstaltungsplakats zeigte sich Schirmherr Wäschenbach überzeugt davon, dass die Ausrichtung dieser Veranstaltung für die Region ein echtes Highlight darstellt. So hofft der VfL Kirchen auch auf ein großes Interesse seitens aller Sportbegeisterten in der Region, um durch Werbung für den schönen Faustballsport die Nachwuchsarbeit nachhaltig zu sichern.

Wäschenbach, der nicht nur als Mitglied des Landtags sondern auch als stellvertretender Vorsitzender des Sportkreises Altenkirchen die lokalen Sportvereine unterstützt, sicherte den Kirchener Faustballern seine Unterstützung bei der Vorbereitung der Meisterschaft zu.
Für das Organisationsteam des VfL Kirchen stehen nun noch einige Monate intensiver Vorbereitungsarbeit an, die am Ende hoffentlich durch großes Zuschauerinteresse am Veranstaltungswochenende (8./9. April 2017) belohnt werden.

Quelle: Tobias Stinner, Verfasser

Schulbesuchtag - Michael Wäschenbach zu Besuch an der Realschule plus Hoher Westerwald in Rennerod


Eine Geschichts- und Sozialkundestunde der besonderen Art und Weise erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9.1B und 9.3S im Rahmen des Besuchstags der Abgeordneten des Landtags von Rheinland- Pfalz. Dieser bundesweit einmalige Aktionstag wurde 2003 erstmalig durchgeführt. Seitdem besuchen die Abgeordneten rund um das historische Datum des 9. November die Schulen ihres Wahlkreises.

So durfte im Namen der Schulleitung Konrektor Andreas Garth den Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach (CDU) in den Räumen der Realschule plus Hoher Westerwald willkommen heißen. Dieser stellte zunächst den Bezug des Besuchstages zum historischen Datum her, in dem er die fünf großen Ereignisse im Rahmen der Geschichte Deutschlands umriss. Einen besonderen Schwerpunkt legte er auf den Fall der Mauer im Jahr 1989. Dieses friedliche Ereignis steht symbolisch für das Ende eines totalitären Staates und eignete sich besonders, den Bezug zum heutigen Demokratieverständnis der Menschen herzustellen. Der Einsatz für die Meinungs- und Pressefreit ist auch heute nicht selbstverständlich. „Engagiert euch für die Gesellschaft und kämpft für die Freiheitsrechte der Demokratie.“, appellierte er an die Jugendlichen. Die Arbeit in den Vereinen hilft, die Meinung anderer zu akzeptieren und sich zu respektieren. Dieses ist, so Wäschenbach, die Keimzelle des demokratischen Staatswesens.
Neben dem Vortrag zum historischen Bezug des 9. Novembers durften die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen an den Abgeordneten des Wahlkreises stellen. Die Wahl von Donald Trump und die Auswirkungen für uns alle wurden ebenso angesprochen, wie die regionale Schwierigkeiten der Bus- und Bahnverbindungen. Auf die Frage nach den Versäumnissen der etablierten Politiker, die das Erstarken von populistischen Kräften erst möglich machten, antwortete Wäschenbach: „Politik muss ehrlich sein.“ Nur wenn man Probleme ehrlich benennt und auch einmal dazu steht, dass es nicht immer direkte und schnelle Lösungen gibt, wird Vertrauen in die Politik möglich.
In diesem Sinne rief Michael Wäschenbach die Schülerinnen und Schüler dazu auf, sich nicht von Politkern beeinflussen zu lassen, die nur mit Hass und Neid Wählerstimmen fangen, sondern die Demokratie täglich ernst zu nehmen und zu verteidigen.

Quelle: Pressemitteilung Realschule plus Hoher Westerwald

Die Würde des Menschen ist unantastbar- MdL Michael Wäschenbach zu Gast an der „Bertha“


Der 9. November ist ein besonderer Tag in der Deutschen Geschichte. Seit vielen Jahren bieten die Parlamentarier des Landtages von Rheinland-Pfalz an, in die Schulen zu gehen und dort mit Schüler und Schülerinnen ins Gespräch zu kommen.
Michael Wäschenbach beleuchtete aus seiner Perspektive dieses Datum 9. November und ging eingehend auf die Reichskristall-nacht und den Fall der Mauer in der „Bertha-von-Suttner-realschule plus“ in Betzdorf ein.
So war der 9. November  der Beginn der systematischen Verfolgung der Juden in Deutschland, dem bis zum Kriegsende 6. Millionen Juden zum Opfer fielen. Synagogen und Gebetshäuser brannten, jüdische Mitbürger wurden auf offener Straße verprügelt, niedergeschlagen und getötet. Die deutschen Sicherheitskräfte (Feuerwehr und die Polizei) hatten die Order, nur nicht-jüdisches Eigentum zu schützen. Juden und ihr Eigentum wurden nicht geschützt. Ein trauriges Kapitel Deutscher Geschichte.
Freudig hingegen war die friedliche Revolution in der Deutschen Demokratischen Republik, die am 9. November 1989 zur Öffnung der deutsch-deutschen Grenze führte und den DDR-Bürgern die langersehnte Reisefreiheit gewährte. Es startete ein Prozess, der in die Deutsche Einheit am 3.10.1990 führte.
Wäschenbach betonte, dass die Demokratie mutige junge Menschen braucht, die sich einbringen und das politische Geschehen im Land mitgestalten wollen. Er verwies darauf, dass es in der komplexen Welt keine einfachen Lösungen mehr gibt und Probleme differenziert betrachtet werden müssen, um tragfähige Entscheidungen zu fällen. Er warnte vor Parteien wie den Nazis, die mit einfachen und brutalen Mitteln die demokratischen Grundrechte aushebelten und ein diktatorisches Herrschaftssystem aufbauten. In der Abschlussrunde betonte Wäschenbach die Vorzüge der demokratischen Grundordnung und die Werte der Meinungs- und Pressefreiheit sowie die Reisefreiheit. „Das sind Werte, die materiell nicht zu beziffern sind. Denkt daran, die Würde des Menschen ist unantastbar!“
Abschließend diskutierten die Abschlussschüler der Realschul-klassen  intensiv mit Herrn Wäschenbach auch Themen aus der Region.
Schülerinnen der Realschulklassen 9 hatten mit ihrer Lehrerin Frau Irma Schwenk-Meinung Plakatwände zum 9. November erstellt. Diese dienen als Informationsquelle für all die anderen Klassen. Der 9. November muss in seiner Vielfalt stets im Gedenken der Deutschen sein, besonders die Jugendlichen müssen diesen Tag verstehen  und angemessene Schlüsse daraus ziehen lernen.

Quelle: Pressemitteilung, Bertha-von-Suttner Realschule plus, Betzdorf

Schulbesuchstag - Michael Wäschenbach zu Besuch an der Bertha-von-Suttner-Realschule plus in Betzdorf

„Diese Nacht wird ewig in Erinnerung bleiben“

„Das war Feindesland. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen“: Als die Mauer fiel, war Michael Wäschenbach noch beim Verfassungsschutz – und hatte daher eine ganz spezielle Beziehung zur DDR. Mittlerweile ist er Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags (MdL) und war in dieser Funktion gestern zu Gast an der Bertha-von-Suttner-Realschule plus in Betzdorf. Dort diskutierte er mit den Schülern der Klassen 10 a und 10 b die Geschehnisse des sogenannten Schicksalstags der Deutschen: den 9. November.

Wäschenbach warf per Beamer gleich fünf Jahreszahlen an die Wand: 1848 (Ende der Märzrevolution), 1918 (Entschluss zur Abdankung Wilhelm II.), 1923 (Hitler-Ludendorff-Putsch), 1938 (Reichspogromnacht) und 1989 (Mauerfall). Es zeigte sich, dass für die 2000er-Generation die ersten vier Ereignisse doch arg weit weg von ihrer Lebensrealität sind. Und selbst seit der Grenzöffnung durch das verwirrte Stottern Günter Schabowskis im TV waren schon rund zehn Jahre ins Land gegangen, als die ersten Schüler, die da gestern Morgen vor dem Landtagsabgeordneten saßen, das Licht der Welt erblickt haben.

Wenn auch so manch einer der Jungs in den hinteren Reihen seine liebe Mühe hatte, im Kampf gegen die Müdigkeit die Oberhand zu behalten: Einige Mädchen beteiligten sich rege am Gedankenaustausch mit dem Parlamentarier – vornehmlich zum Thema Mauerfall und damit verbunden zu den Oberbegriffen Freiheit und Demokratie.

Wäschenbach machte keinen Hehl aus der Tatsache, dass er noch unter dem Eindruck der ersten Morgennachrichten stand. Zu diesem Zeitpunkt stand zwar noch nicht fest, dass der nächste US-Präsident ein Mann sein wird, der im Wahlkampf quasi am laufenden Band durch Geschmacklosigkeiten aufgefallen ist. Es war aber abzusehen, dass sich eben jener Donald (von Wäschenbach ausgesprochen, wie einst die Zeichentrick-Ente bezeichnet wurde) gegen Hillary durchsetzen würde: „Das Ergebnis belastet mich.“ Im Laufe der Diskussion schlug Wäschenbach mehrfach den Bogen zu Trump und begann so: „Ich hoffe nicht, dass dieser Tag so in die Geschichte eingeht, wie der 9. November, über den wir heute sprechen.“

Denn vor allem markiert dieses Datum den Beginn der organisierten Judenverfolgung des Nazi-Regimes. Es ist aber auch – auf das Jahr 1989 gemünzt – für viele Deutsche eines, an das sie mit Freude und Glückseligkeit zurückblicken. „In der Nacht des Mauerfalls hatte ich Gänsehaut“, gab der Abgeordnete zu. Und: „Diese Nacht wird ewig in Erinnerung bleiben.“

Von den Ereignissen rund um den Grenzübergang an der Bornholmer Straße hatte sich der heutige Politiker seinerzeit dermaßen beeindrucken lassen, dass er kaum zwei Wochen später zu einer ersten Erkundungsreise in die damals noch bestehende DDR aufbrach. Ein Land, das Wäschenbach als „wirtschaftlich am Boden“ wahrgenommen hat. Ganz so, wie kürzlich Kuba, wo er eigenen Angaben zufolge „ein kleines Déjà-vu“ erlebt hat. Diese Umstände führten bei Wäschenbach zu einem Fazit, das aus christdemokratischer Sicht wenig überraschend ausfällt: „Der Kommunismus ist weltweit gescheitert.“ Auch in China, wo binnen kürzester Zeit ein Wirtschaftsgigant entstanden sei. „Aber irgendwann werden die Menschen auch dort ihre Rechte einfordern.“

Im Zentrum dieses Komplexes steht die Freiheit. Zu diesem Thema lieferte Lehrer Peter Meinung einen kurzen Beitrag. Seine eigene Familie sei von der deutschen Teilung betroffen gewesen, er selbst im Januar 1989 noch zu Besuch bei der Verwandschaft in Erfurt. Damals sei schon zu spüren gewesen, dass „die Fassaden bröckelten“. Der Mauerfall sei „einer der schönsten Abende in meinem Leben“ gewesen so Meinung, denn: „Wir durften wieder Familie sein.“

Daher kann Wäschenbach diejenigen nicht verstehen, die „sich die DDR wieder zurückwünschen“. Dasselbe gelte für die Anhänger von AfD und Pegida. Man solle aber nicht alle Menschen im Osten über einen Kamm scheren, warf eines der engagierten Mädchen ein: „Denn das machen die Neonazis auch mit den Flüchtlingen.“ Ähnlich sah es auch Wäschenbach. Die Rechtspopulisten böten vermeintlich einfache Lösungen – wie Donald Trump. „Aber Demokratie ist nicht einfach.“

Quelle: SZ, 09.11.2016

SCHULBESUCHSTAG am 09. November 2016

Jedes Jahr findet zum 9. November der landesweite Besuchstag der Abgeordneten statt. Mit der Wahl dieses Termins möchte der Landtag ganz bewusst sowohl an die glücklichen als auch an die tragischen Momente deutscher Geschichte erinnern und anknüpfen, die der 9. November in sich vereint.


So sind mit diesem Datum die Ausrufung der ersten deutschen Republik 1918 durch Philipp Scheidemann und der Fall der Berliner Mauer 1989 als wichtige Meilensteine der demokratischen Entwicklung in Deutschland verbunden, aber auch die Reichsprogromnacht 1938 und den Schrecken der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.


Aus diesem Grund bietet sich dieser Tag besonders an, um mit Jugendlichen ins Gespräch über die Grundwerte, aber auch über die Probleme der Demokratie zu kommen, über die Lehren aus der Geschichte zu diskutieren und für mehr Beteiligung am politischen Leben zu werben. Ziel des Besuchstags ist es, zur Festigung des demokratischen Bewusstseins bei den jüngeren Generationen beizutragen.


2016 findet dieser bundesweit einmalige Besuchstag bereits zum 14. Mal statt.  Seit Einführung des Schulbesuchstags haben rund 76.800 Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen in Rheinland-Pfalz an den Gesprächen teilgenommen.

Michael Wäschenbach besucht folgende Schulen:

Bertha-von-Suttner-Realschule plus
Schützenstraße 62,57518 Betzdorf
Besuch von 08.00 - 09.30 Uhr am 09.11.2016

 

Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
Freiherr-vom-Stein-Straße 25, 57518 Betzdorf
Besuch von:09.50 - 11.15 Uhr am 09.11.2016

 

Realschule plus "Hoher Westerwald"
Kohlaustraße 17, 56477 Rennerod
Besuch von: 08.00 - 10.20 Uhr am 14.11.2016

CDU steht hinter Maik Köhler


Mit 100 Prozent der Stimmen hat der CDU-Gemeindeverband Kirchen am Donnerstag den Mudersbacher Ortsbürgermeister Maik Köhler (40) als Kandidat für die im nächsten Jahr anstehende Wahl zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kirchen und somit als Herausforderer von Jens Stötzel auf den Schild gehoben. Dessen Amtszeit läuft am 31. Dezember 2017 aus. Der CDU-Gemeindeverbandsvorstand hatte Köhler mit „gutem Bauchgefühl“ vorgeschlagen, da er schon bei dessen Vorstellungstour durch die Ortsgemeinden in allen sechs Ortsverbänden große Unterstützung fand. Das eindeutige Ergebnis der Nominierungswahl im Hotel „Zum weißen Stein“, wo alle 69 Stimmberechtigten für den Mudersbacher votierten, führte zu stehenden Ova-tionen. Gemeindeverbandsvorsitzender Christian Ruf: „Mit diesem Rückhalt gehen wir mit purem Optimismus in die Wahl, und ab 2018 geht es mit der Verbandsgemeinde Kirchen sicher wieder aufwärts.“

Maik Köhler sah das Wahlergebnis als „starkes Signal der Geschlossenheit“. Zugleich versicherte er, im Falle seiner Wahl zum VG-Bürgermeister Kirchens allen Fraktionen, Ortsbürgermeistern und dem Stadtbürgermeister – unabhängig von deren Parteibuch – die Hand reichen zu wollen für eine offene, respektvolle und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Köhlers Programm erwies sich sodann in allen wesentlichen Punkten als ein Gegenentwurf zum Kurs des derzeitigen Amtsinhabers – auch wenn der Name Jens Stötzel kein einziges mal fiel: Er sehe die Rolle des Bürgermeisters der VG darin, Lösungen zu suchen und nicht Probleme zu „erfinden“; darin, Teamplayer, Moderator, Kümmerer und letztendlich Dienstleister für Ortsgemeinden, Ratsmitglieder und Bürger zu sein. Der Bürgermeister sei Verwaltungschef, nicht Vorgesetzter der Gemeinden oder Aufsichtsbehörde. Er sei für die Erhaltung der Gemeindebüros und einen respektvollen, aber auch zielorientierten Umgang mit den Verwaltungsmitarbeitern: „Viele gute Mitarbeiter haben der Verwaltung in den letzten Jahren den Rücken gekehrt. Für eine leistungsfähige Verwaltung ist ein gutes Arbeitsklima unabdingbar.“

Maßnahmen zur Energiewende müssten Akzeptanz vor Ort haben, erklärte Köhler. Sinnvoll sei die Vergrößerung des Abstands von Windkraftanlagen (WKA) zur Wohnbebauung. Die Bürgerinitiativen Siegtal und Wildenburger Land forderte er auf, ihr Engagement fortzusetzen. Denn bei derzeitigem Kenntnisstand lehne auch er den Bau von WKA auf Giebelwald, Höhwald und im Wildenburger Land ab: „Das Landschaftsbild, die Wassergewinnung, der Artenschutz und Erholungswert unserer Region müssen erhalten bleiben und auch der Schutzfaktor Mensch berücksichtigt werden.“

Die VG ist Träger der Grundschulen. Köhler gab ein Bekenntnis für wohnortnahe Grundschulen ab, auch für den „unnötig in die Diskussion gebrachten“ Schulstandort Herkersdorf/Offhausen. Er möchte auch die bereits vom VG-Rat angegangene Attraktivierung der Außengelände durch Sport- und Spielfelder weiter verfolgen. Feuerwehren, Vereine und ehrenamtlich Tätige will er „zielgerichtet und unbürokratisch“ unterstützen.

Wohnortnahe Arbeitsplätze und Entwicklungsmöglichkeiten gebe es nur mit Unternehmen und Investoren, die ihrerseits Verlässlichkeit und Vertrauen in die Verwaltung sowie schnelle Entscheidungsprozesse benötigen. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Ortsbürgermeister von Mudersbach kenne er Probleme und Wünsche der Kommunen sowie Stärken und Schwächen der Verwaltung. Köhler möchte, dass die VG Kirchen in der Bevölkerung, aber auch außerhalb der Region wieder mit einem positivem Image verbunden wird. Er will die Zusammenarbeit zwischen Ortsgemeinden und der Verbandsgemeinde wieder verbessern – kurz: Nach einer Ära Stötzel (auch wenn der Name nie fiel) will Köhler einen Neuanfang für Kirchen: „Denn nur so können wir wettbewerbsfähig und erfolgreich sein.“

Er sei mit ganzem Herzen Christdemokrat, sagte der CDU-Kandidat, und trotzdem der Überzeugung, dass man gerade im kommunalen Bereich viel stärker vernetzt, grenz- und auch parteiübergreifend denken muss. Er würde sich freuen, wenn die anderen Parteien beim Ziel der Erneuerung der Verbandsgemeinde mithelfen würden: „Hierzu mache ich auch gerne den ersten Schritt.“
CDU-Kreisvorsitzender Dr. Josef Rosenbauer betonte die Wichtigkeit der VG Kirchen, da sich vor dem Tor zu Siegen und Freudenberg Chancen böten, von denen der ganze Kreis profitieren könne. Das brauche einen VG-Chef, der diese Chancen erkennt und zusammen mit den Ortsbürgermeistern Projekte entwickelt. Die Geschlossenheit bei Köhlers Nominierung komme nicht von ungefähr – doch für den Erfolg bei der Bürgermeisterwahl müssten jetzt alle auch arbeiten. 
 
Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Samstag, 5. November 2016

Kirchen-Mudersbach: Lärmsanierung an Schienenwegen des Bundes

Lärmsanierung an Schienenwegen des Bundes für Ortsdurchfahrten Kirchen-Mudersbach lässt auf sich warten

 

Direkte Anwohnerfamilien der Siegstrecke in Mudersbach wandten sich kürzlich hilfesuchend an den heimischen Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach. „Wenn der Bahnlärm auch noch nicht vergleichbar mit dem Oberen Mittelrheintal sei, so könne man den durch die umgeleiteten Güterzüge verursachten Lärm schon jetzt kaum noch ertragen“, so die betroffenen Anlieger.

 

Wäschenbach leitete die Beschwerden an die zuständige Stelle der Deutschen Bahn AG weiter, um die Möglichkeiten für eine zeitnahe Lärmsanierung entlang der Siegstrecke zu erörtern.

 

Aus dem Antwortschreiben der DB Netz AG geht hervor, dass „für die Ortsdurchfahrt Kirchen-Mudersbach die Planungen noch nicht begonnen haben, da noch andere, höher priorisierte Abschnitte  in der Bearbeitung sind.“ Aufgrund der niedrigen Priorität für diesen Streckenabschnitt, rechnet man seitens der Deutschen Bahn AG „in den nächsten Jahren nicht mit dem Beginn der Planungen“.

 

Eine Vorfinanzierung von Schallschutzfenstern sei zum derzeitigen Zeitpunkt leider noch nicht möglich. Wäschenbach wird die Entwicklung der Siegstrecke mit den zwingend einhergehenden Lärmschutzmaßnahmen weiter sorgsam verfolgen.

Scheuerfelder Flüchtlingsfamilie besuchte den rheinland-pfälzischen Landtag

Scheuerfelder Flüchtlingsfamilie besuchte den rheinland-pfälzischen Landtag und war zutiefst begeistert, einen Blick hinter die Kulissen des Parlaments werfen zu dürfen

 

Auf Einladung von Michael Wäschenbach besuchte die Scheuerfelder Flüchtlingsfamilie Omran gemeinsam mit 45 anderen politisch interessierten aus dem Wahlkreis des CDU-Abgeordneten in den vergangenen Tagen den Landtag Rheinland-Pfalz. Seit November 2015 lebt die vierköpfige Familie Omran, bestehend aus Hanan Omran, ihrem Sohn Ahmad, der Schwiegertochter Alaa sowie deren gemeinsamer 3 Monate alten Tochter Maria, in Scheuerfeld. Begleitet wurden sie während der Fahrt von Nicole Hohmann, die sich in der Flüchtlingshilfe Scheuerfeld als Patin der Familie engagiert.

 

Auf dem Programm dem Programm der Fahrt nach Mainz standen ein Besuch beim SWR, ein gemeinsames Mittagessen in der Innenstadt, der Besuch des Interims-Plenarsaal in der Steinhalle des Landesmuseums Mainz, ein Gespräch mit MdL Michael Wäschenbach und der Besuch der Altstadt.

 

Etwas über die Zusammensetzung, den Aufgaben und den Funktionen des rheinland-pfälzischen Landtags zu erfahren, war insbesondere für die Familie Omran von großem Interesse, denn bisher ist es ihnen in ihrer Heimatstadt Damaskus verwehrt geblieben, ein Parlament zu besuchen geschweige denn ein bürgernahes Gespräch mit einem Abgeordneten zu führen. Die Familie Omran war und ist mit großer Freude erfüllt, mit dem Besuch des Mainzer Landtags einen Ort der deutschen Demokratie kennen gelernt zu haben sowie dabei etwas über die Geschichte des Landes. Die Teilnahme an der Wahlkreisfahrt war auch die Möglichkeit, unkompliziert im Alltag mit anderen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen – wie man während der Fahrt dann auch positiv feststellen konnte.

 

MdL Wäschenbach freute sich sehr über die Mitreise der Flüchtlingsfamilie. Er betonte, dass die Art von Teilhabe auch Integration ist und er deshalb auch die Einladung ausgesprochen hat. Er lobt den Einsatz der vorbildlichen Flüchtlingsarbeit in Scheuerfeld als Musterbeispiel einer gelingenden Integration.

 

Landtagsabgeordnete Wäschenbach und Winter zu Gast bei Arbeitsagentur Neuwied

(vlnr): Karl-Ernst Starfeld, Leiter Neuwieder Arbeitsagentur, Michael Wäschenbach (MdL), Fredi Winter (MdL) und Manfred Plag, Geschäftsführer Jobcenter Kreis AK


Wie können Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert werden? Und was kann gegen Langzeitarbeitslosigkeit getan werden? Nicht nur auf diese Fragen bekamen die beiden Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach (Kreis Altenkirchen) und Fredi Winter (Kreis Neuwied) bei ihrem Besuch zum Arbeitsmarktgespräch in der Neuwieder Arbeitsagentur Antworten. „Wir arbeiten in unterschiedlichen Funktionen oftmals an den gleichen Themen, deshalb ist es wichtig, dass wir uns regelmäßig austauschen“, so Agenturchef Karl-Ernst Starfeld.

Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Altenkirchen, Manfred Plag, gab Starfeld zunächst im Rahmen eines Faktenchecks einen Überblick über die Arbeitsmarktentwicklung der Region im vergangenen Jahr. Neben einem erfreulichen Zuwachs an Beschäftigung in der Gesundheits- und Pflegebranche, maßgeblich unterstützt durch die Qualifizierungsmaßnahmen der Agentur für Arbeit und Jobcenter, konnten die Geschäftsführer von einem erfreulichen Rückgang bei den Schülern berichten, die die Schulzeit ohne einen Abschluss beenden müssen. Auf der anderen Seite bleibt das Ausmaß der Langzeitarbeitslosigkeit in der Region ein hartnäckiges Arbeitsmarktproblem, das sich nicht schnell lösen lässt.

Plag und Starfeld berichteten über die regionale Umsetzung der Bundesprogramme zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit, die in Einzelfällen zwar zur Integration in den Arbeitsmarkt führen, aber keinen durchgreifenden Erfolg beim Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit darstellen.

Michael Wäschenbach forderte mehr Arbeitsgelegenheiten, da sich die sogenannten „1-Euro-Jobs“ vielfach in den Kommunen bewährt haben und den Menschen wieder eine Tagesstruktur vermittelt werden konnte.

Weiterer Schwerpunkt war die Integration der in der Region lebenden Flüchtlinge. Hier mahnten die Teilnehmer weitere Verbesserungen an, um die geflüchteten Menschen schneller beim Erwerb der deutschen Sprache unterstützen zu können. Die Vertreter der Arbeitsmarktbehörden stellten ihre vielfältigen Projekte und Kooperationen zur Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration vor, die auf reges Interesse der Parlamentarier stießen. „Nach unseren bisherigen Erkenntnissen haben viele Flüchtlinge Potenzial für eine betriebliche Ausbildung. Voraussetzung ist allerdings, dass sie gute deutsche Sprachkenntnisse erwerben“, so Starfeld. „Auch müssen sie das System der dualen Ausbildung kennen und verstehen lernen“, ergänzt Manfred Plag, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Altenkirchen.

Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Samstag, 22. Oktober 2016

Wettbewerb zur Energie der Zukunft

 

Peter Bohl aus Herdorf gewinnt 

 

Im Rahmen der Aktionswoche „Ein Land voller Energie“ der Energieagentur Rheinland-Pfalz veranstaltete der Landtagsabgeordnete und energiepolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Michael Wäschenbach, den Wettbewerb „Energie von morgen“ und rief Unternehmen aus der Region auf, ihre Ideen und Konzepte einzureichen. 

 

„Egal ob Blockheizkraftwerk, Brennstoffzellenheizung, Kleinwindanlage oder innovativem Gebäudemanagement. Es ging darum zu zeigen, wie vielfältig unsere heimischen Firmen mit energetischen Herausforderungen umgehen“, so Wäschenbach.

 

Glücklicher Gewinner ist Peter Bohl aus Herdorf. Mit seinem Unternehmen für innovative Heiz- und Energietechnik setzt dieser neue Maßstäbe im Bereich des häuslichen Energiemanagements. So entwickelt und installiert der Meisterbetrieb etwa Systeme, mit denen Privatleute durch Photovoltaik auf dem Dach und intelligente Batteriesysteme im Haus energieautark werden können.

 

Gleichzeitig bildet die Firma in vielfältigen Berufen im Bereich der Energie- und Installationstechnik aus und trägt so dazu bei, dass Know-how und Kompetenzen in der Region bleiben. 

 

Als Preis lud Wäschenbach nun Bohl und seine Mitarbeiter zu einem Ausflug nach Mainz ein, um vor Ort über neueste Entwicklungen der Energiepolitik von unternehmerischer und politischer Seite aus zu diskutieren. 

Parlamentarischer Staatssekretär Norbert Barthle informiert sich über die Kampagne „Anschluss Zukunft“


"
Baureife ist das Zauberwort der Zukunft“, so lautete das Fazit von Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Dieser hatte sich bei der Firma Maschinenbau Böhmer zuvor ausführlich über die Kampagne „Anschluss Zukunft“ informiert sowie den Steinebacher Betrieb besichtigt.

„Wir dürfen nicht auf der Strecke bleiben“, so Christoph Böhmer, im Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär. Weiter unterstrich Böhmer, der Sprecher der Kampagne „Anschluss Zukunft“ die Wichtigkeit der Konzeption für den Ausbau der B8/B414 zu Lückenschluss des Gesamtkorridors zwischen den Autobahnen A3 und A45. Der Sprecher der Kampagne „Anschluss Zukunft“ dankte auch MdB Erwin Rüddel (CDU) für sein starkes Engagement. „Er hat sich mit vollem Einsatz diesem Thema gewidmet und sich dem Straßenbau in unserer Region angenommen.“

Der Bund hat geliefert, nun ist das Land am Zug, so lautete die Forderung der Wirtschaft. Hintergrund ist, dass der rheinland-pfälzische Landesbetrieb Mobilität (LBM) im Auftrag des BMVI die Planungen und später den Bau durchführt. Aus Sicht der Wirtschaft, müssen die Projekte nun schnellstmöglich geplant und auch umgesetzt werden. Sollten nicht genug Planungskapazitäten beim LBM zur Verfügung stehen, sollte die Möglichkeit der Auslagerung der Planungen an externe Ingenieurbüros genutzt werden. „Die Bürger in der Region Westerwald-Sieg haben eine bessere Zukunft verdient – sie hatten bisher immer das Nachsehen, wenn die Gelder für den Ausbau der Straßen verteilt wurden“, so der IHK-Regionalgeschäftsführer Oliver Rohrbach.

Mit der Kampagne „Anschluss Zukunft“ setzen sich mehr als 70 Unternehmer aus der Region Westerwald-Sieg gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Koblenz, der Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen, der Kreishandwerkerschaft und Landrat Michael Lieber seit 2012 für eine bessere Anbindung der Region Westerwald-Sieg an die überregionalen Verkehrswege ein. Über 7600 Unternehmen im Landkreis Altenkirchen, rund 30 000 Pendler sowie der zunehmende Güterverkehr sind von der schlechten Verkehrsanbindung betroffen.

Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Freitag, 7. Oktober 2016

Wäschenbach kritisiert Umbenennung der VG


Glaubt man Goethe, dem alten Dichterfürsten, sind Namen nur Schall und Rauch, also nichts von Wert, nichts Bleibendes. In Daaden und Herdorf sieht man das allerdings anders – jedenfalls, wenn es um die künftige Bezeichnung der noch jungen, gemeinsamen Verbandsgemeinde geht. Die heißt bis dato bekanntlich Herdorf-Daaden, soll aber nach dem Willen der Landesregierung – und dem Gros der Kommunalpolitiker im Daadener Land – aber zum 1. Januar 2017 in Daaden-Herdorf umgetauft werden. Das wiederum dürfte freilich manchem Lokalpatrioten im Hellertal sauer aufstoßen.
Gestern nun befasste sich der Landtag in Mainz in Erster Lesung mit dem „Landesgesetz über Maßnahmen im Zusammenhang mit Gebietsänderungen von Verbandsgemeinden“ – wozu auch die Namensänderung der VG Herdorf-Daaden zählt. Der Gesetzentwurf war im Innenministerium ausgearbeitet worden und wurde jetzt von den drei Regierungsfraktionen SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen in den Landtag eingebracht.

Dem hatte sich die CDU nicht angeschlossen – warum, das erläuterte MdL Michael Wäschenbach (Wallmenroth) gestern im Plenum: „Die von der rot-grünen Landesregierung begonnene und nun von der Ampel weiterpraktizierte Reform ist und bleibt Stückwerk sondergleichen“, wetterte er. „Die bürgerferne Art und Weise im Umgang des Landes bei der Zwangsfusion Herdorf-Daaden haben wir immer abgelehnt.“ Das Thema, so Wäschenbach, sei nun mal mit Emotionen verbunden: „Nomen est Omen – der Name ist ein Zeichen. Dieses Zeichen hat die Landesregierung verkannt. Sie hätte dieses Fass nicht aufmachen müssen, wo doch etwas Ruhe eingekehrt war.“
Die Bezeichnung VG Herdorf-Daaden, so Wäschenbach weiter, habe sich seit der Eingliederung Herdorfs vor zwei Jahren „bewährt und eingebürgert“, zudem habe der Verbandsgemeinderat sie mit eindeutigem Votum bestätigt. Nur durch freiwillige Beteiligung der neun Ortsgemeinden in der Alt-VG Daaden sei dann ein anderes Ergebnis entstanden. „Meine Ortsbürgermeisterkollegen, die die Chance der Stellungnahme ergriffen haben, kann ich verstehen. Ob es aber gerecht ist, neun Dörfer gegen ein Städtchen antreten zu lassen, erschließt sich jeder Jugendmannschaft.“ Aus Wäschenbachs Sicht wäre es naheliegend, dass Herdorf als die mit Abstand größte Kommune im Namen weiterhin vorne steht. Er teilte eine Spitze gegen Innenminister Roger Lewentz (SPD) aus: „Es entsteht der Eindruck, dass Ihnen Parteipolitik für die Parteifreunde im Daadener Land vor vernünftiger Sachpolitik geht.“ Zugleich forderte er für die VG erneut einen finanziellen Ausgleich in Millionenhöhe, wie er Betzdorf und Gebhardshain gewährt wurde: „Vor Ort merkt man, dass der Anlaufprozess mit erheblichen Kosten verbunden ist.“

Die anderen Redner von SPD, FDP, Grünen und AfD verteidigten indes den Gesetzesentwurf. Staatssekretär Günter Kern (SPD) rechtfertigte die Namensänderung mit der Mehrheitsentscheidung der einzelnen Ortsgemeinderäte. Es sei Wunsch vor Ort gewesen, die endgültige Namensgebung aufzuschieben, bis das Urteil des Verfassungsgerichtshofs vorliegt. „Nun muss der nächste Schritt erfolgen.“ Pia Schellhammer (Bündnis 90/ Grüne) erläuterte, es sei Sache des Gesetzgebers, bei einem Konflikt eine Namensgebung herbeizuführen. Auch Monika Becker (FDP) hatte dies zuvor bereits als „völlig logische Geschichte“ bezeichnet. Abgesehen davon, dass Daaden Verwaltungssitz sei, habe die Mehrheit der Räte den Ausschlag gegeben. Und nicht zuletzt sei es auch ihrem Biersdorfer Parteifreund Hans-Artur Bauckhage „durchaus recht, dass die VG künftig Daaden-Herdorf heißt“. Dies wiederum wusste Wäschenbach prompt zu widerlegen: Tatsächlich hatte Bauckhage im Ortsgemeinderat Daaden als einziger gegen eine Namensänderung gestimmt.

Auch wenn gestern noch nicht über das Gesetz abgestimmt wurde, so gilt die Umbenennung dennoch als gewiss. Zunächst wird sich jedoch der Innenausschuss des Landtags noch einmal eingehend mit dem Thema beschäftigen.

Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Donnerstag, 6. Oktober 2016

Besuch der Kirmes in Mudersbach


Sie ist eines der beliebtesten Volksfeste der Siegerländer und war von Freitag bis Montag wieder Treffpunkt aller Generationen: Trotz regnerischen Wetters kamen auch zur 188. Mudersbacher Kirmes Tausende von Besuchern.
Der veranstaltende Bürger- und Verkehrsverein Mudersbach (BVM) sorgt stets für zugkräftige Angebote und hatte wieder ein ansprechendes Programm für Jung und Alt zusammengestellt. Beim Kirmestrubel lockten 40 Stände und 8 Fahrgeschäfte, darunter 3 neue Attraktionen. In der „Rocket“ kamen auch echte Adrenalinjunkies nicht zu kurz: Das gigantische Pendel, an dessen Ende ein um die eigene Achse drehender Kranz mit Sitzgondeln montiert ist, schwingt bis in 24 Meter Höhe.
Freitagabend bei „Rock an der Sieg“ heizte die Band Sidewalk 1000 Besuchern im Kirmeszelt ein. Den Fassanstich am Samstagmittag kündeten die Schützen durch Böllerschüsse an, musikalisch gestalteten diesen die Siegtaler Musikanten und der Chor Neue Töne Birken. BVM-Vorsitzender Uli Merzhäuser begrüßte hierzu auch viele Ehrengäste, allen voran Pfarrer Christoph Kipper, denn: „Ohne die Entstehung der selbstständigen Pfarrei Mudersbach vor 188 Jahren würden wir diese Kirmes nicht so großartig feiern können.“ Wie jedes Jahr war Dr. Axel Haas von der Erzquell Brauerei gekommen, der 1000 Kirmeskrüge und 130 Liter Freibier stiftete.
Zum fünften Mal wurde auf der Kirmes gemeinsam mit der Schützenbruderschaft das Schützenfest gefeiert, sodass ein Gruß auch den Majestäten und Brudermeister Patrick Noppe galt. Zudem begrüßte Merzhäuser die Heimatvereine Brachbach, Niederschelderhütte, Niederschelden, Gosenbach und Oberschelden, die jüngst den Arbeitskreis „Ein Siegerländer Tal“ zur besseren Vernetzung und Vermarktung gebildet haben.

Ortsbürgermeister Maik Köhler dankte den Organisatoren der Kirmes und den vielen beteiligten Vereinen für ihren Einsatz. Er nahm den Fassanstich vor und hatte den Zapfhahn beim zweiten Schlag drin, da sorgte die zu weit vorn sitzende Dichtung für eine kleine Dusche. Abends stieg die Kirmesparty mit den Bands UnArt und Sophie and the Boys, bei der erneut 1000 Besucher das Zelt füllten. Am Sonntag gab’s Kaffee und Kuchen vom Förderverein des Kindergartens. Highlights an diesem Tag waren das Schützenfest mit Umzug, eine Wiener Steffie-Party und abends das Höhenfeuerwerk. Der Montag begann mit einem ökumenischen Erntedankgottesdienst im Festzelt. Fürs anschließende Seniorenfrühstück stiftete die Ortsgemeinde Frühstück für mehr als 300 Personen. Toller Ausklang war der Kirmesstadl.

Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Dienstag, 4. Oktober 2016

CDU besuchte Kocer Industrieservice


Eine Delegation um MdL Michael Wäschenbach und Bürgermeisterkandidat Simon Bäumer besuchte das Unternehmen Kocer-Industrieservice in der Betzdorfer Wiesenstraße. Firmeninhaber Yilmaz Kocer führte über das riesige Areal des Industriedienstleisters in der Nähe des Bahnhofes der Westerwaldbahn und zeigte den Gästen die vielseitigen Aufgaben des Unternehmens. „Von der Reinigung von Industrieanlagen über Konfektionierung bis hin zu Lagerlogistik sind wir ein starker Dienstleistungspartner der Industrie“, so Yilmaz Kocer.
Mit knapp 250 Mitarbeitern in allen Bereichen des Unternehmens am Standort Betzdorf ist Kocer einer der großen Arbeitgeber der Region. „Es ist beeindruckend wie breit gefächert inzwischen die Firma aufgestellt ist.“, so Simon Bäumer und Michael Wäschenbach, die sich an den Anfang des Unternehmens erinnerten. „Die Firma wächst und wächst, das ist eine tolle Entwicklung und eine starke Stütze für die Industrie.“
Seit 2008 befindet sich der Firmensitz in den ehemaligen Werkshallen der Firma Calderys. Das Firmengelände bietet noch interessante Entwicklungsmöglichkeiten.

Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Freitag, 30. September 2016

Projekte stellten sich beim Stiftungsfest in Daaden vor


Grund zur Freude beim evangelischen Kirchenkreis: In Daaden beging er das Stiftungsfest mit insgesamt 16 geförderten Projekten. Es sei „Anlass zum Danken“ und auch dazu, mit dem häufig gehörten „Auf dem Land passiert ja nichts“ aufzuräumen. Dieter Sonnentag, der Vorsitzende des Stiftungsrates, hatte angesichts der vielfältigen Projekte reichlich Anlass zur Gegenrede. Unterstützt vom Stiftungsrat, dem Superintendentin Andrea Aufderheide sowie Anneliese Hess und Paul Seifen angehören, aber auch etlichen anderen Helfern und Wegbegleitern, hat die Stiftung vielfältig gute Arbeit unterstützen können.

Sonnentag betonte vor zahlreichen Vertretern aus Kirchengemeinden, Politik und Verwaltung die vielen kreativen Möglichkeiten der Arbeit, räumte aber auch ein, mitunter ein wenig mutlos angesichts der vielen Herausforderungen zu sein, die sich etwa mit dem demografischen Wandel oder auch der zunehmenden Säkularisierung ergäben. Der Mutlosigkeit trat mit seinem Vortrag Kai Zander energisch entgegen. Zander berichtete beispielhaft vom „Jubilate Forum Lindlar“. Hier entstand zunächst ein umfangreiches Begegnungsangebot in modernen neuen Gebäuden. Damit nahm die eigentliche Arbeit im Viertel oder im „Quartier“ aber erst ihren Anfang. Was sich „Quartiersmanagement“ nennt und ein großes, buntes Netz aus vielerlei Einrichtungen und Aktionen ist, kann sich heute sehen lassen – und es ist auch auf ländliche Räume übertragbar. Zander bot Unterstützung und Beratung an und plädierte dafür, die Herausforderungen als Chancen wahrzunehmen.

Munter begleitet von musikalischen Einsätzen der Daadetaler Knappenkapelle, stellten sich schließlich die 16 Projekte kurz vor, die seit dem letzten Stiftungsfest unterstützt wurden. Sie finden sich quer durch den ganzen Kreis. Unter ihnen: so unterschiedliche Projekte wie die Medienbox für Flüchtlinge, die die Bücherei der Kirchengemeinde Altenkirchen eingerichtet hat, Instandsetzungsarbeiten der Orgel in Weyerbusch, die Arbeit des Männerbeauftragten in der Väter-Kinder-Arbeit oder auch die Unterstützung einer Jugendsegelfreizeit der Kirchengemeinde Daaden. Weiter wurde unter anderem eine Musikanlage für die Band im Jugendverband Birnbach, Flammersfeld, Schöneberg und Mehren angeschafft und das Schulreferat bei der Erstellung des Medienpaketes „Flucht – Asyl – Migration“ unterstützt.

Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Donnerstag, 29. September 2016

Kreisheimattag in Altenkirchen


Der Kreis Altenkirchen – er ist so bunt wie die zahlreichen Luftballons, die die Teilnehmer und Ehrengäste zum Auftakt des Kreisheimattags vor der Christuskirche emporsteigen ließen. Ein schöneres (Sinn-)Bild hätte es kaum geben können. Einen ganzen Tag lang zeigten die Gruppen, Vereine, Firmen und Institutionen zwischen Friesenhagen und Willroth, was der Kreis Altenkirchen im Jahr seines 200. Geburtstags zu bieten hat. Und das sonnige Spätsommerwetter war gewissermaßen das i-Tüpfelchen auf der gelungenen Großveranstaltung.

Alle präsentierten sich: die Landfrauen mit knusprigen Waffeln und einem beeindruckenden Cocktailstand, die Caritas mit ihren vielfältigen Angeboten, der evangelische Kirchenkreis mit einer originellen Fotoaktion („Mach ein Selfie mit Martin Luther“) oder die historische Feuerwehr aus Elben, bei der auch der uralte Spritzenwagen nicht fehlen durfte.

Auf insgesamt sechs Bühnen ging es zudem kulturell Schlag auf Schlag zu. Im ehrgeizigen Halbstundentakt drückten sich die Musiker und Chöre quasi die Klinke in die Hand. Da folgte der Musikverein Brachbach auf das Akkordeonorchester der Kreismusikschule. Da sang der Frauenchor Hilgenroth nach dem Männergesangverein Hüttenhofen. Flamencotänzerin Sigrid war nach der Marschtanzgruppe des Herkersdorfer Carnevals-Clubs an der Reihe, und die Big Band der Kreismusikschule wurde von der Big Band des Partnerkreises Krapkowice/Polen abgelöst.

Bevor sich dieses vielfältige Schaufenster des Landkreises öffnete, galt es, in einem ökumenischen Gottesdienst noch einmal innezuhalten und einen Blick zurückzuwerfen. Pfarrer Bruno Nebel erwähnte etwa die große Schlacht bei Altenkirchen, und Superintendentin Andrea Aufderheide war es, die während ihrer Predigt die Lebenswirklichkeit der Menschen vor 200 Jahren in den Mittelpunkt rückte. 1816, als der Kreis Altenkirchen in der Folge des Wiener Kongresses aus der Taufe gehoben wurde, war das „Jahr ohne Sonne“, wie die evangelische Pfarrerin in Erinnerung rief. Es war das Jahr von Missernten und großer Hungersnot. Wilhelm Koch, der erste Landrat des Kreises, rief seinerzeit den Notstand aus, und Andrea Aufderheide erklärte: „Die Bevölkerung spürte kaum Erleichterung durch die Kreisgründung.“ Und sie machte darauf aufmerksam, dass es in der Geschichte immer wieder Initiativen „von unten“ gewesen seien, durch die die Menschen entscheidende Hilfe erfahren hätten. Beispielhaft nannte sie die Initiativen von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und von Altenkirchener Frauen, die seinerzeit die erste Suppenanstalt gründeten – vergleichbar mit den Tafeln, die es heutzutage gibt.

Diese Erinnerung war sicher gerade im Jubiläumsjahr des Landkreises noch einmal hilfreich, bevor dann der Kreisheimattag mit einem Fassanstich und drei Böllerschüssen lautstark eröffnet wurde. Altenkirchens Bürgermeister Heijo Höfer und Landrat Michael Lieber freuten sich, auch Gäste aus Polen, Frankreich und Spanien begrüßen zu können. Maciej Sonik, Landrat aus Krapkowice, lobte die enge Kooperation zwischen den beiden Landkreisen und erinnerte daran, dass es Polen im Jahr 1816 auf der Landkarte nicht mehr gab. „Aber wir haben überlebt“, sagte Sonik.

Landrat Michael Lieber nutzte bei der Eröffnung die Gelegenheit, allen, die zum Gelingen des Kreisheimattags beigetragen haben, zu danken. „Wir feiern für und mit dem Bürger“, gab er als Losung des Tages aus und betonte: „Ich bin froh und dankbar für unsere schöne Heimat.“

Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Montag, 12. September 2016

Tisch der Generationen „Jung und Alt in der Politik“

JU-Kreisvorsitzender Justus Brühl, SU-Kreisvorsitzender Karin Giovanella, Simon Bäumer, MdL Michael Wäschenbach


„Es muss drüber gesprochen werden!“, so sind sich Karin Giovanella und Justus Brühl, die Kreisvorsitzenden von Senioren- und Junger Union im Kreis Altenkirchen einig. Die beiden Verbände luden erneut zum Tisch der Generationen. Dieses Mal ging es um Jung und Alt in der Politik. Als Diskussionspartner wurden dazu Bürgermeisterkandidat Simon Bäumer und MdL Michael Wäschenbach herangeholt. „Das Thema ist aktuell wie nie“, bestätigte einer der Gäste. Gerade in Zeiten der Landflucht der Jugendlichen und des Immer-Mehr-Werdens der Älteren müsse auch darüber gesprochen werden, aus welchen Personen und Eigenschaften sich politischen Mandatsträger zusammensetzen sollen. Auch aktuelle Geschehnisse wie das Brexit Ergebnis bewiesen dies. „Während die Alten in großen Teilen anders abgestimmt haben als die junge Generation, sind diese zu einem kleineren Teil wählen gegangen“, stellte Karin Giovanella fest. Doch nicht nur in Großbritannien, seien solche Phänomene zu beobachten. Während es unterschiedliche Lebenslagen gäbe, wären die Interessen von Jung und Alt teilweise ähnlich. „Man merkt, dass sich beide Gruppen oft zurückgelassen fühlen“, schilderte Simon Bäumer aus seinen Erfahrungen im Wahlkampf. „Für junge Menschen fehle es an attraktiven Freizeitangeboten. Auch Mobilität und Anbindung sei ein großes Thema“, bestätigte Justus Brühl, „alte Leute werden bei den gleichen Themen nicht genug berücksichtigt.“ Die Versammlung stellte fest, dass auch viele Strukturen vor Ort politisch nicht genügend gefördert werden. Es gäbe tolle Einrichtungen von Ehrenämtlern die sich um Jung und Alt kümmern, aber keinen großen Rückhalt durch die Politik fänden. „Allein darüber kann vieles gelöst werden“, erklärte Bäumer.
MdL Wäschenbach resümierte die anderthalbstündige Diskussionsrunde: „Die Alten haben wichtige Erfahrungen im Leben und in der Politik, aber die Jüngeren müssen auch mal ran, sonst gibt es zu wenig Veränderung.“

Gesamte CDU stärkt Bäumer den Rücken


Es sind noch zwei Wochen, dann steht am Sonntag, 18. September, die Wahl des neuen Verbandsgemeinderates Betzdorf-Gebhardshain und die Wahl des neuen Bürgermeisters an. Hier treten Bernd Brato (SPD) und Simon Bäumer (CDU) an. Der Wahlkampf nimmt nun nach den Sommerferien Fahrt auf.

Sehr prominenten Besuch hatte da der CDU-Kandidat Simon Bäumer am Donnerstagabend im Autohaus Bald in Betzdorf. Julia Klöckner, CDU-Landesvorsitzende und Fraktionssprecherin im Landtag, war zu Gast. In ihrer lockeren Art sprach sie zu den Besuchern.

Themen wie Flüchtlinge, natürlich der Flughafen Hahn, die Finanzlage des Landes etc. waren angesagt. Landespolitik. Aber auch die Verhältnisse vor Ort kennt sie. „Das ist da, wo die Schlaglöcher in den Straßen sind“, hat CDU-Kreisvorsitzender Dr. Josef Rosenbauer ihr einmal gesagt.

Klar, hier werden wesentliche Verbesserungen gefordert. Überlebenswichtig für die Region. Da hakte auch Kandidat Bäumer ein. In Sachen Umgehung muss etwas geschehen. Das Thema kann man nicht einfach zur Seite legen, verwies er in Richtung Brato.

Das Thema Schulen wurde aufgegriffen. Bernd Brato hat eine Integrierte Gesamtschule für Gebhardshain vorgeschlagen. Die CDU will in Betzdorf und Gebhardshain jeweils die Realschule plus erhalten.

Und mit Simon Bäumer, so Klöckner, habe man nicht nur einen netten jungen Mann. „Er hat auch was zu sagen. Er spricht die Sprache der Menschen. Er hat Visionen.“ Das fanden alle Besucher der Veranstaltung. Da waren alle CDU-Größen aus der Region, von Abgeordneten bis hin zum Landrat, viele Ratsmitglieder und andere vertreten. Alle wollen natürlich nur eins: Simon Bäumer als Bürgermeister und die CDU-Mehrheit im neuen Verbandsgemeinderat. Entscheiden wird das der Wähler. 
 
Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Samstag, 3. September 2016

Einjähriges Bestehen der „Bürgerinitiative Wildenburger Land“


Am Sonntag, dem 26. Juni, wurde mit einem Familientag das einjährige Bestehen der „Bürgerinitiative Wildenburger Land“ im Bürgerhaus Friesenhagen-Steeg gefeiert. „Ruhe vor dem Sturm“ – so könnte man die derzeitige Situation in Sachen Windkraftanlagen im Wildenburger Land bezeichnen. Den Organisatoren der BI ging es darum aufzuzeigen, dass man auf den Sturm vorbereitet sei und im Protest und Einsatz gegen die geplanten Windindustrieanlagen nicht nachlassen werde.

Die BI-Sprecher Christoph Gehrke und Udo Otterbach stellten den aktuellen Planungsstand vor, gaben einen Rückblick auf die Aktivitäten des letzten Jahres und einen Ausblick auf die kommenden Monate. Um den Gästen einen Eindruck davon zu verschaffen, wie sich das Landschaftsbild mit den Windkraftanlagen verändern würde, wurde ein Film über das Wildenburger Land, fotorealistische Bilder der WEA sowie eine 3-D-Animation über den Schattenwurf und die Nachtbeleuchtung der geplanten Windräder bei Steeg vorgeführt.

„Nachts braucht man in Steeg keine Straßenbeleuchtung mehr, wenn die Nachtbeleuchtung der Windräder eingeschaltet ist“, merkte Udo Otterbach an. Zukünftig sind massivere Schritte geplant: „Wir müssen in die Öffentlichkeit gehen“, so Christoph Gehrke in seiner Ansprache. Die BI-Mitglieder wollen demnächst auch mit Demonstrationen und Protestmärschen um den Erhalt ihrer Heimat kämpfen. Ebenso bietet man verschiedene Arbeitskreise zu aktiven Mitarbeit an.

Verstärkt wurde auch die Zusammenarbeit mit den befreundeten Bürgerinitiativen aus den Nachbargemeinden. Dass es den Mitgliedern der BI nicht nur um die Schönheit der Landschaft geht, konnte man den Aussagen des Sprechers des Arbeitskreises Natur- und Landschaftsschutz, Horst Braun, entnehmen. Dieser informierte über Windräder als Gefahrenquellen für gefährdete Tierarten.

Eine besondere Verantwortung habe man in der hiesigen Region für den Rotmilan und den Schwarzstorch, deren Lebensraum nicht negativ beeinträchtigt werden sollte. Erst kürzlich wurde ein Rotmilan als „Schlagopfer“ unter einem Windrad bei Wendershagen gefunden. In Deutschland leben 60 Prozent des Weltbestandes des streng geschützten Rotmilans, etwa 12 000 bis 13 000 Brutpaare. An einem Infostand sowie der „Rollenden Waldschule“ konnten sich die Gäste und deren Kinder über die heimische Tierwelt informieren.

Zum einjährigen Bestehen der BI verlas Udo Otterbach ein Grußwort von Enoch zu Guttenberg. Der Freiherr zollte der BI für die bisherige Arbeit seinen tiefsten Respekt und forderte alle Bürger des Wildenburger Landes auf, die Arbeit der BI aktiv zu unterstützen.

In seinem Grußwort erinnerte der Freiherr auch daran, dass niemand die Familie Hatzfeld zwingen oder verpflichten könne, in ihre Wälder 200 Meter hohe Windradmonster zu installieren. Im Gegenteil, mit einer einzigen Pressemitteilung könne Graf Hatzfeldt seine Aussage im SWR, nicht gegen den Willen der Bürger handeln zu wollen, bestätigen und die Verschandelung seiner Wälder, der Heimat der Menschen im Wildenburger Land, ein für alle Mal beenden. Außer, er möchte aus seinem, wie sagte doch sein Betriebsleiter Dr. Straubinger, „Dauerwald“ auf Dauer doch dauerhaft mehr Geld verdienen, als mit dauernd Holz machen.

Weitere Infos zu den Veranstaltungen und Aktivitäten sowie Bilder, 3-D-Animationen und das Grußwort von E. zu Guttenberg finden Sie unter www.bi-wildenburgerland.de

Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Freitag, 15. Juli 2016

Erlebnistag Siegtal Pur - Radfahrer erobern die Siegstrecke

Der offizielle Start erfolgte diesmal an der Landesgrenze in Niederschelderhütte – mit viel Prominenz.


Acht Kilometer sind es von Wissen bis nach Au, acht von insgesamt 130 Kilometern, auf denen man beim Erlebnistag „Siegtal pur“ den Fahrtwind im Gesicht und die Sonne auf der Haut spüren konnte. Mehr noch: Ungestört von Motorengeräuschen ließen sich von der Siegquelle bis zur Mündung Vogelgezwitscher und das Plätschern des Flusses hören und der Duft der blühenden Natur riechen. Tausende von Radfahrern und Inlineskater hatten sich auf den Weg gemacht, um die 21. Auflage des autofreien Siegtals zu genießen.

Nasse Füße bekam niemand, denn rechtzeitig zur Radveranstaltung hatten beispielsweise die Bauhöfe in Hamm und Wissen Überquerungen über den Holperbach angelegt, der sich in seinem Bett in den vergangenen Tagen etwas breitgemacht hatte. Etwas aufwendiger ging es kurz vor Etzbach über die Sieg. Hier hatten Helfer des Technischen Hilfswerkes eine Tagesbrücke errichtet. Wer die überquert hatte, hörte schon von Weitem: „Hier gibt es leckere Waffeln“ – mit diesen Worten luden die Mitarbeiterinnen der Etzbacher Kindertagesstätte Eulennest die Radler zu einer Rast ein. Gut gelaunt schienen an diesem Tag alle zu sein, die entlang der Sieg unterwegs waren. Da begegneten sich jene, die sportlich auf Rennrädern unterwegs waren, Familien und E-Biker, die ohne Stress einfach die Landschaft genießen wollten diesen Sonntag zu einem gemeinsamen Ausflug auserkoren hatten.

Egal, wo die Vereine der angrenzenden Ortschaften Stände mit Getränken, Kuchen oder Würstchen aufgeschlagen hatten, überall fanden sich Radfahrer ein, fast schien es so, als fände entlang der Sieg ein großes Familientreffen statt.
Partystimmung herrschte übrigens auch in Wissen. In und um das Gartencafé „Der Garten“ konnten es sich die Radfans so richtig gut gehen lassen. Auf Liegestühlen beispielsweise und bei Livemusik. Etwas ruhiger ging es derweil an einem Rastplatz in den Siegauen zu: Pirtzenthaler Nachbarn bewirten dort schon seit vielen Jahren die Radler von Siegtal pur. An der Fischerhütte bieten sie traditionell Erbsensuppe, Waffeln und Kaffee zur Stärkung an.

Zum Bild von Siegtal pur gehören zunehmend auch E-Bikes. Zahlreiche Menschen waren mit den Rädern unterwegs, die ein wenig Unterstützung bieten, sollte es doch mal einen Anstieg geben oder die Ausdauer nicht ausreichen. 
Der Verkehrsverein Wisserland hatte extra zu Siegtal pur fünf zusätzliche E-Bikes geordert, um sie an Interessierte zu verleihen.
 
Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Montag, 4. Juli 2016

Empfang der Wirtschaft bei der Firma Dalex in Wissen


Die Stimmung bei den Unternehmern im Kreis Altenkirchen ist gut. Das hat der Empfang der Wirtschaft gezeigt, der am Dienstag in den Räumen der Firma Dalex in Wissen über die Bühne ging. Mehrere Hundert Geschäftsführer, Firmeninhaber, Filialleiter und leitende Angestellte waren der Einladung der Industrie- und Handelskammer, der Wirtschaftsförderung, der Kreishandwerkerschaft und der Wirtschaftsjunioren gefolgt. Dalex-Geschäftsführer Friedrich Mayinger konnte dabei eindrucksvoll erläutern, wie innovativ das Unternehmen auch mehr als 100 Jahre nach seiner Gründung ist. Die Gäste erhielten eine ungefähre Ahnung davon, was es mit Widerstandsschweißtechnik auf sich hat. Im Mittelpunkt stand aber der Vortrag von Vinzenz Baldus zur „Aktivzone Westerwald-Sieg“. 

Quelle:
RZ Kreis Altenkirchen vom Mittwoch, 29. Juni 2016

Dauersberger feiern 725 Jahre Dorfgeschichte


Die Dauersberger bekennen sich zu ihrem Dorf. Das hob Ortsvorsteher Georg Groß beim Festakt „725 Jahre Dauersberg“ hervor. Hierzu begrüßte er am Samstagabend viele Gäste im Festzelt, darunter die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Groß schlug den Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart und zitierte, was ein Amtschreiber 1741 konstatierte: „In Dauersberg gibt es 14 Räuche. Die Einwohner sind Ackersleute und katholischer Religion – es ist der beste Fruchtort im Amt Freusburg.“

Vor 65 Jahren war die Kirchweih der in Eigenleistung gebauten Marienkapelle, was in diesem Jahr ebenfalls gefeiert wird. Zudem besteht die Freundschaft zwischen Dauersberg und dem österreichischen Fresen seit 40 Jahren – zum Ortsjubiläum war eine große Schar aus der Steiermark gekommen. „Dauersberg feiert gemeinsam und mit Freunden“, lautete das Motto. Groß betonte: „Unsere 1969 erfolgte Eingemeindung in die Stadt Betzdorf empfinden wir als wohltuende Umarmung – Anliegen von uns werden da meist wohlwollend mitgetragen.“ Zugleich hob er hervor, dass junge Leute im Dorf Häuser gebaut oder übernommen haben: „Neun Kinder sind vergangenes Jahr bei uns zur Welt gekommen – wir stellen die Generation unseres Dorfes sicher!“ Augenzwinkernd sagte er: „Wir haben die niedrigste Scheidungsrate im Kreis Altenkirchen und in Rheinland-Pfalz. Unsere Frauen haben ihren Männern alle Trecker gekauft und schicken sie in der Freizeit in den Wald Holz holen.“

Fakt ist, dass die Dauersberger im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ oft den Kreis-Sieg und auf Landesebene zweimal Silber holten. Landrat Michael Lieber sagte, es sei ein schönes Gefühl, vor 25 Jahren als Betzdorfer Bürgermeister beim Dorfjubiläum dabei gewesen zu sein – und nun als Schirmherr: „Der 200-jährige Landkreis grüßt das 725-jährige Dauersberg.“ Da die letzte Teilnahme am Dorfwettbewerb schon länger zurückliegt, bat er: „Macht noch mal mit! Ihr habt so viele Potenziale, auch touristische. Dauersberg hat Zukunft – gute Zukunft!“

Betzdorfs Bürgermeister Bernd Brato überbrachte Grüße von Stadt und Verbandsgemeinde: „Wir wissen, was wir an Dauersberg haben: nicht nur eine grüne Lunge, sondern ein Stück Kulturgut.“ Er überreichte zur Vollendung der am Siegsteig neu angelegten Sitzecke eine Geldspende für eine Panoramatafel. Ebenfalls ein Kuvert dafür und eine Tafel alter Karten von Dauersberg aus dem Jahr 1831 überreichte – als ehemaliger Dauersberger – Steinebachs Ortsbürgermeister Hans-Joachim Greb im Namen aller Ortsbürgermeister aus dem Gebhardshainer Land. Sie hatte Groß alle eingeladen. Das fand Greb wegen der anstehenden Fusion toll: „So können wir auf neutralem Ort zwischen Sieg und Westerwald die Verbindung mit Betzdorf beschließen.“ Ein Grußwort im Namen der vier Ortsgemeinden der VG Betzdorf sprach als dienstältester Ortschef Michael Wäschenbach (Wallmenroth) und für Fresen Gemeinderätin Christel Doppelhofer, die auch Präsente überreichten. Gerd Bäumer vom Betzdorfer Geschichtsverein trug viel Interessantes über Dauersberg aus einer Chronik von Betzdorf vor. Vom Kloster der Heiligen Familie sprach Pater Hans Günther Beßler einen Segensgruß und sicherte Dauersberg weiter seelsorgerische Betreuung zu.
Das i-Tüpfelchen des Abends war eine spontane Schilderung der 88-jährigen Dauersbergerin Lydia Wisser, die 1948 aus Mecklenburg kam und bei Bauer Groß gearbeitet hat. Für die Kartoffelernte sollte sie einen „Mann“ aus der Scheune holen: „Ich hab keinen gefunden und dachte, die wollen mich veräppeln, weil ich nicht wusste, dass man hier die Kiepe so nennt.“ Dafür hat sie übern Zaun ihren Jupp (heute 96) kennen gelernt, geheiratet und mit ihm fünf Dauersberger in die Welt gesetzt. Musikalisch wurde der Festakt von der Stadtkapelle Betzdorf umrahmt und anschließend mit der Band De Pänz gefeiert. 
 
Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Montag, 27. Juni 2016

THW feiert 40. Geburtstag der Jugendgruppe


In großem Stil wurde am Samstag das 40-jährige Bestehen der Jugendgruppe des THW-Ortsverbands Betzdorf gefeiert. THW-Ortsbeauftragter Ulrich Weber begrüßte etwa Bürgermeister Bernd Brato, die Ortsbürgermeister Harald Dohm (Scheuerfeld) und Michael Wäschenbach (Wallmenroth), politische Mandatsträger und Vertreter aller Hilfsorganisationen, allen voran Kreisfeuerwehrinspekteur Dietmar Urrigshardt. Weber sagte: „40 Jahre ist kein richtiges Jubiläum, wird aber in der Tradition des THW gefeiert, denn die Jugendhelfer sind wichtig, Potenzial für die Zukunft muss gefördert werden.“

Mit der Chronik der THW-Jugendgruppe Betzdorf führte Christine Marczak, die hier seit 2000 Jugendbetreuerin ist, die Entwicklung seit den Anfängen vor Augen. Ziel war damals wie heute, bei jungen Menschen Interesse für die Arbeit des THW zu wecken und sie in spielerischer Form an die Technik heranzuführen. Mehrfach nahm die Jugendgruppe an Landeswettbewerben und Bundeswettkämpfen teil, wurde 1991 und 1997 Landessieger. Auch Freizeiten schaffen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Spiel und Spaß. Anfangs gehörte ein Dutzend Jugendlicher der Gruppe an, in den 90er-Jahren gab es einen Boom mit 30 Mitgliedern, heute sind es 16 junge Menschen, die Mädchen sind zu zehnt in der Überzahl.


THW-Bundesjugendleiter Ingo Henke hob hervor, dass die THW-Jugendarbeit immer schon etwas Besonderes war und die Betzdorfer vor 40 Jahren mit zu den Vorreitern zählten. Er dankte Weber, der auch 18 Jahre lang Landesjugendleiter war. Hinsichtlich der Satzung des THW gehe es in den Diskussionen derzeit darum, Partizipation von Kindern und Jugendlichen zuzulassen. Wenn diese von 6 bis 18 Jahren in der Jugendgruppe seien, sei das eine lange Zeit, um sie ans THW und den Katastrophenschutz zu binden und die Übertrittsquote von etwa 60 Prozent zu verbessern. Er sprach auch den Integrationsgedanken an und sieht großes Potenzial darin, Asylbewerbern den Geist des Katastrophenschutzes für ihr Land mitzugeben. Weber sagte: „Bei uns klappt der Zusammenschluss von THW- und THW-Jugend hervorragend – wir haben eine Übergangsquote von mehr als 90 Prozent.“

Da die Hilfsorganisationen von der Mitarbeit ihrer Mitglieder leben, ehrte Weber mit Geschäftsführerin Anja Baerwindt (Koblenz) besonders engagierte Helfer, die großteils in der THW-Jugend waren: Jugendbetreuerin Christine Marczak erhielt das Helferzeichen in Gold mit Kranz. Für 20 Jahre Mitgliedschaft erhielten Frank Eckhart sowie für 30 Jahre Mitgliedschaft Christoph Behner und Andreas Marczak Ehrennadeln. Für ihren Einsatz beim Hochwasser 2014 in Bosnien erhielten die Helfer Michael Lokay und Tobias Klein eine Einsatzurkunde für Technische Hilfe im Ausland. Bürgermeister Bernd Brato lobte, dass das THW Grundwerte für das gesamte Leben vermittelt. Dohm dankte für die gerade in Scheuerfeld enge Zusammenarbeit auch bei Festen: „Das THW ist immer Gewehr bei Fuß und schnell zur Stelle.“

Quelle: RZ, 20.06.2016

Ausreise einer fünfköpfigen Familie abgewendet


Von den Missständen im albanischen Gesundheitssystem könnte die Familie Mecaj ein Lied singen – ein trauriges mit vielen Strophen. Zwei ihrer drei Kinder sind chronisch krank: Der achtjährige Emanuel leidet an Diabetes, die 16-jährige Elizabeta an einem Hüftschaden. Nun ist es in dem südosteuropäischen Staat keineswegs leicht, an die nötigen Medikamente für den kleinen Jungen zu kommen – wenn es sie überhaupt gibt, dann nur gegen Bares. Und gegen Elizabetas chronische Schmerzen hat in Albanien noch kein Arzt etwas Wirkungsvolles unternehmen können.

Zwei leidende Kinder und wenig Aussicht auf Besserung: Das war für Violica und Pashko Mecaj Grund genug, ihrer Heimat den Rücken zu kehren und sich auf den Weg nach Deutschland zu machen. Vor knapp einem Jahr kam die fünfköpfige Familie in Bielefeld an; nach einem kurzen Aufenthalt in einem Flüchtlingslager ging ihre Reise weiter in die Erstaufnahmeeinrichtung in Trier und schließlich nach Herkersdorf. Dort leben die Mecajs in einer Wohnung in der Ortsmitte.

Bereits während ihrer Zeit in der Erstaufnahmeunterkunft haben die Eltern den Asylantrag gestellt. Gut für sie, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge recht zügig entschieden hat. Schlecht für sie, dass die Behörde ihren Antrag abgelehnt hat.

Das Bundesamt verweist darauf, dass Albanien als sicheres Herkunftsland eingestuft worden ist. Dass die Eltern in ihrem Heimatland bereits einen Kredit aufnehmen mussten, um die Medikamente für ihren Sohn bezahlen zu können, und dass sie große Angst um das Wohlergehen ihrer Kinder haben: Das hat das Bundesamt nach eigenen Angaben nicht berücksichtigen können. Ergo sollte die Familie die Rückreise antreten.

Und das wurde vor einigen Tagen ganz konkret: Im Briefkasten fand die Familie ein amtliches Schreiben, in der der Flugtermin mitgeteilt wurde. Wäre es nach Behörde gegangen, wären die Eltern und ihre Kinder gestern um 17 Uhr in Köln ins Flugzeug nach Tirana gestiegen.

An dieser Stelle kommt aber Manfred Haas ins Spiel – und mit ihm noch ein paar andere engagierte Helfer. Ihre Geschichte zeigt, dass vieles möglich ist, wenn die richtigen Personen zur richtigen Zeit das Richtige tun.

Haas kennt die Familie Mecaj seit einigen Monaten. Er wohnt selbst in Herkersdorf, und als er eines Tages mit seinem Auto nach Hause fuhr, bemerkte er eine fünfköpfige Familie, die schwer bepackt mit Einkaufstüten in Richtung Herkersdorf marschierte. Haas hielt an, nahm die fünf Leute an Bord und fuhr sie nach Hause. Seit diesem Tag hilft er den Mecajs regelmäßig.

Und so streckte er bereits vor vielen Wochen die Fühler aus, was die medizinische Versorgung der Kinder angeht. Zumindest für Emanuel wurde einiges erreicht: Er wurde im Kirchener Krankenhaus untersucht und medikamentös eingestellt.

Was Elizabetas Hüfte angeht, hatte sich aber noch nicht viel getan. Und so fiel Haas aus allen Wolken, als ihm die Mecajs vergangene Woche den Brief mit dem Ausreisetermin zeigten. „Das war am Donnerstag, und dann habe ich schnell gehandelt.“

Haas suchte den Kontakt zur Politik: zu seinem Beinahe-Nachbarn Dr. Josef Rosenbauer und zu dessen Nachfolger im Landtag, Michael Wäschenbach. Dass er beide am vergangenen Donnerstag nicht ans Telefon bekam, konnte Haas nicht aufhalten. Er brachte schließlich in Erfahrung, dass beide Politiker bei einer CDU-Veranstaltung in Kirchen saßen. Dass es sich um eine geschlossene Versammlung der Christdemokraten handelte, war Haas egal. „Ich bin da regelrecht eingeschlagen“, erzählt er mit einem Schmunzeln. Und er fand Gehör. „Dr. Rosenbauer hat mir versichert, er werde sich kümmern und am nächsten Tag melden.“

Der versprochene Anruf kam, zwar nicht von Rosenbauer, aber eben von seinem Nachfolger in Mainz. Wäschenbach hatte sich des Falles angenommen. Und er hat für die Familie Mecaj Entscheidendes erreicht: Der Ausreisetermin wurde abgeblasen, die Familie darf bleiben, bis Elizabetas Therapie vollendet ist.

„Dazu war schon ein Bohren dicker Bretter nötig“, berichtete Wäschenbach gestern auf Nachfrage der SZ. Schließlich sei die Ausländerbehörde der Kreisverwaltung an geltendes Recht gebunden und müsse Vorgaben von übergeordneten Behörden wie dem Bundesamt umsetzen. Aber: „Mir war es einfach ein Anliegen, dass dem Mädchen ein schmerzfreies Leben in seiner Heimat ermöglicht wird.“ Also spielte Wäschenbach die Karte „Menschlichkeit“ aus – mit Erfolg: „Die Kreisverwaltung hat hier sehr humanitär entschieden.“

Dazu war aber auch nötig, dass Elizabeta zeitnah die nötige medizinische Behandlung zuteil wird. Und hier kommen Dr. Volker Thielmann und Dr. Markus Wingendorf ins Spiel. Thielmann, den Haas auf den Fall aufmerksam gemacht hatte, untersuchte Elizabeta. Er bescheinigte dem Mädchen eine „schwergradige Veränderung am Hüftgelenk“, die zu einem „starken Schmerzsymptom“ führe. Um eine exakte Diagnose stellen zu können, sei eine fachärztliche und radiologische Untersuchung nötig, hielt Thielmann fest. Mehr noch: Sein Attest endet mit dem Appell, die Ausreise zu verschieben, bis die Therapie vollendet ist.

Thielmann hat aber nicht nur ein Schreiben aufgesetzt und dieses der Kreisverwaltung zukommen lassen: Er hat zugleich seine Kontakte genutzt, um Elizabeta rasch einen Termin bei einem Orthopäden zu verschaffen. Dr. Wingendorf spielte sofort mit: Statt in ihrer Heimat wird Elizabeta am kommenden Donnerstag in seiner Praxis sein.

Haas freut sich über die Hilfsbereitschaft aller Beteiligten: „Das war super, wie sich die Leute hier ins Zeug gelegt haben.“ Auch die Familie ist allen Akteuren dankbar für ihr Engagement. Und schön, dass Pasho und Violica Mecaj in ihrem traurigen Lied über die Leiden ihrer Kinder zumindest eine Strophe nicht in Moll singen müssen.

Quelle: SZ, 28.05.2016

IHK-Vortrag informierte über neue gesetzliche Möglichkeiten

(von links) Oliver Rohrbach (IHK), MdL Michael Wäschenbach, MdL Hendrik Hering, Nina Häder (BID Hamburg), Holger Caspers (BID Diez), Volker Hammer (Aktionskreis Altenkirchen), Patric Raeschke, IHK Koblenz


In einer gut besuchten Veranstaltung der IHK Altenkirchen wurde im AWZ Wissen das rheinland-pfälzische BID-Gesetz (Business Improvement District) vorgestellt und in seinen möglichen Umsetzungen erläutert. Knapp 40 Teilnehmer aus der Region informierten sich über dieses Instrument der Bürgerbeteiligung.

Referent Patric Raeschke von der IHK Koblenz stellte zunächst das im Juli 2015 verabschiedete Gesetz vor. Im Kern geht es darum, innerstädtische Quartiere einzurichten, um deren Entwicklung zu fördern. Dabei sollte die Initiative aus den räumlich fest umrissenen Stadtteilen und von den Anliegern selbst kommen. Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Gewerbezentren in Innenstädten könnten solche Gebiete sein. Vorteil solcher BID-Initiativen, die sich über einen Zeitraum von fünf Jahren erstrecken können, ist gegenüber den Werbegemeinschaften, dass alle Grundstückseigentümer einbezogen werden, die dann auch zur Beitragszahlung verpflichtet sind.

Holger Caspers aus Diez berichtete aus der Praxis des ersten und bisher einzigen rheinland-pfälzischen BIDs, welches dort im Zeichen der Stadtentwicklung vor fünf Jahren eingerichtet wurde. In der Stadt Hamburg, wo es bereits mehrere BIDs gibt, ist Geografin Nina Häder im Management des BID Tibarg engagiert. Sie berichtete aus ihrem reichen Erfahrungsschatz in der Praxis. Die Frage aus der Runde, ob es vor der Einrichtung des BID dort Leerstände gegeben habe, musste sie allerdings verneinen.

Wiederholt auftauchende Fragen zielten auf das Problem bestehender und drohender Leerstände in den Innenstädten. In der Diskussionsrunde sagte MdL Hendrik Hering, dass BIDs den Anliegern eine größere Kompetenz gegenüber den Kommunen bei der Entwicklung ihrer Quartiere zumessen. Für die Abgaben sind Grundbesitz und Einheitswert der Maßstab. Andere Faktoren, wie Schaufensterfläche oder Straßenanlieger-anteil, brächten keine gerechte Kostenverteilung. MdL Michael Wäschenbach stellte fest, dass es für das relativ junge BID-Gesetz noch Diskussionsbedarf gibt. Das Pro und Kontra konnten die Gäste, darunter Oliver Rohrbach (IHK Altenkirchen), Volker Hammer (Werbegemeinschaft Altenkirchen) und Mitglieder der Wissener Werbegemeinschaft, anschließend in geselliger Runde vertiefen.
 
Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Freitag, 27. Mai 2016

Brandbrief des Personalrats des MDK an die Gesundheitsministerin

Michael Wäschenbach: Frau Bätzing-Lichtenthäler muss ihre Rechtsaufsicht effektiv wahrnehmen

Der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach fordert Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler auf, ihre Rechtsaufsicht über den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) effektiv wahrzunehmen. Hintergrund ist ein mehrseitiger Brandbrief des Personalrats des MDK an die Ministerin. Darin wird u.a. kritisiert, dass der MDK plane, „externe Gutachter im Bereich der Einzelfallbegutachtung einzusetzen“. Dem Personalrat des MDK sei „bekannt, dass externe GutachterInnen bei einem Konkurrenzunternehmen und bei Leistungserbringern in Rheinland-Pfalz beschäftigt sind und die Gutachtenerstellung für den MDK RLP in Nebentätigkeit ausüben wollen“. Dies bedeute „einen erheblichen Konflikt in Bezug auf die gesetzlich gebotene Unabhängigkeit und Neutralität des Medizinischen Dienstes“, so der Personalrat.

„Wenn der Personalrat in so scharfer Form Kritik geltend macht, besteht offensichtlich Handlungsbedarf. Die Landesregierung muss gewährleisten, dass wichtige Personalentscheidungen im Bereich der Pflegebegutachtung nach Recht und Gesetz vollzogen werden. Hier darf auf keinen Fall der Eindruck entstehen, dass die gesetzlich vorgeschriebene Unabhängigkeit und Neutralität des MDK nicht sichergestellt ist. Wir werden diese Problematik parlamentarisch aufgreifen.“

Wäschenbach erinnert daran, dass im Zusammenhang mit dem MDK bereits in der Vergangenheit immer wieder Widersprüche aufgetreten seien. Nicht zuletzt im Kontext der Kündigung eines früheren Geschäftsführers und der sich anschließenden Prozesse habe die Landesregierung keine gute Figur gemacht:

„Das hat die Versicherten viel Geld gekostet. Es ist nicht akzeptabel, dass Frau Bätzing-Lichtenthäler, wie schon ihre Vorgänger Frau Dreyer und Herr Schweitzer, in Sachen MDK ständig den Kopf in den Sand steckt und untätig bleibt anstatt einen Ausgleich zu vermitteln. Für die Versicherten wäre im Übrigen schon interessant zu erfahren, was sie die Prozesswelle gekostet hat. Das dürfte sich auf einen sechsstelligen Betrag belaufen. Aber hier mauert die Landesregierung.“

Quelle: CDU-FRaktion RLP, 23.05.2016

http://www.cdu-fraktion-rlp.de/aktuell/pressemeldung/?tx_news_pi1[news]=1809&tx_news_pi1[controller]=News&tx_news_pi1[action]=detail&cHash=f0e93569b7003699c4545403c52d8de7

Tag der Kinderbetreuung am 9. Mai


Als Mitglied im Sozialpolitischen Ausschuss des Rheinland-Pfälzischen Landtags unterstützt der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach den Tag der Kinderbetreuung. Seine Ansicht teilt er wie folgt mit: Kinder sind unsere Zukunft, es liegt in unserer Verantwortung, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Geborgenheit, Anerkennung, Liebe und bedingungslose Annahme lassen Kinder zu aufrichtigen Menschen werden.  


Eine gute Kinderbetreuung und die frühkindliche Bildung sind eine wichtige Zukunftsaufgabe für uns alle. Die große Herausforderung für Familien ist es, ihren Kinderwunsch und die beruflichen Ziele gleichzeitig verwirklichen zu können.

Familien sollten neben der Erziehung zu Hause die Wahlfreiheit zwischen einem Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung und der Betreuung des Kindes bei einer Tagespflegeperson haben. Dabei sind bedarfsgerechte Betreuungsangebote, gute Qualität und Trägervielfalt besonders wichtig, genauso wie eine flexible und familiennahe Betreuungsform.

Die Kinderbetreuung ist die Ergänzung der elterlichen Erziehung, daher muss die Attraktivität der Betreuung und die Qualifikation der Tagespflegepersonen stetig weiterentwickelt werden.

Wäschenbachs große Wertschätzung haben die Erzieherinnen und Erzieher, denn der Aufgabenbereich des Berufsfeldes hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Mit der Betreuung von schon 1 bis 2-jährigen Mädchen und Jungen hat sich der Anspruch auf eine flexible Betreuung, die besonders gut auf die individuellen Bedürfnisse von Familien eingeht, verstärkt.

„Liebe Betreuerinnen und Betreuer, Sie haben unser aller Lob und Anerkennung verdient. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und auch Freude bei der Durchführung Ihrer neuen Herausforderungen. Für Ihre Anregungen stehe ich gerne zu einem Meinungsaustausch zur Verfügung“, so der Abgeordnete Wäschenbach abschließend.

Ehemaliges Schützenhaus in Wingendorf wurde in Begegnungsstätte umfunktioniert


Schön ist sie geworden, die neue Bürgerbegegnungsstätte im ehemaligen Schützenhaus in Wingendorf. Am Freitagabend wurden die Räumlichkeiten offiziell der Öffentlichkeit übergeben. Der Unternehmer Rüdiger Brauer hatte nach der Auflösung des Schützenvereins 2013 das Vereinsheim erworben und nach einer umfangreichen Sanierung an die Stadt Kirchen verpachtet.

Die Zeit der Vakanz, in der die Wingendorfer keinen zentralen Treffpunkt mehr im rund 600 Einwohner zählenden Kirchener Stadtteil hatten, sei eine schmerzliche Erfahrung gewesen, so Ortsvorsteher Torsten Schmidt. „Man weiß erst etwas zu schätzen, wenn man es nicht mehr hat.“ Mit einer Unterschriftenaktion hatten sich die Bürger für einen Erhalt des Schützenhauses eingesetzt. Zu den Unterstützern gehörte auch der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach, dessen Elternhaus ein Steinwurf weit entfernt liegt.

Wäschenbach bedankte sich in seinem Grußwort beim neuen Besitzer Rüdiger Brauer, „dass er den Wingendorfern eine neue Heimat gegeben hat“. Der Malermeister hat das Haus komplett renoviert, die sanitären Anlagen überholt, eine neue Küche, eine neue Theke eingebaut und die Stühle neu polstern lassen. Auch Kirchens Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen ist vom Ergebnis begeistert:„Es ist gut, dass wir eine Bleibe für die Dorfgemeinschaft gefunden haben.“

Die neue Begegnungsstätte wird vielfältig genutzt. Der Ortsbeirat tagt hier, die Häkelfrauen treffen sich hier, ebenso wie die Sänger und der örtliche Kaffeeklatsch. Außerdem können die Wingendorfer den Raum für ihre Familienfeiern, wie Kommunion oder sonstige Jubiläen, mieten. Partys sollen hier mit Rücksicht auf die Nachbarn nicht gefeiert werden, betonen die Verantwortlichen.

Bei der Einweihung mit Getränken und Imbiss wollte es die Dorfgemeinschaft aber dennoch einmal „richtig krachen“ lassen, wie es Ortsvorsteher Schmidt formulierte.

Quelle: 
RZ Kreis Altenkirchen vom Montag, 25. April 2016

Rotary Club seit 50 Jahren aktiv - Festakt auf Schloss Hachenburg


Mit zahlreichen Freunden aus dem In- und Ausland haben die 59 Mitglieder des Rotary Clubs (RC) Westerwald auf Schloss Hachenburg das 50-jährige Bestehen ihrer Gemeinschaft gefeiert. Prominentester Gast beim Festakt im voll besetzten Vortragssaal war der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach, der den Besuchern auf unterhaltsame Weise Neuigkeiten aus Berlin überbrachte.

Dem Ehren- und Gründungspräsidenten Edgar Georg war es vorbehalten, an die Anfänge des RC Westerwald zu erinnern. Dabei blickte er nicht nur dankbar zurück, sondern auch hoffnungsvoll in die Zukunft. Die Geschichte des Clubs begann 1965 mit einem Brief von Georgs verstorbenem Schwiegervater Alfred Flender aus Bocholt an den RC Neuwied. Flender war Gründungspräsident des Bocholter Clubs und der Meinung, dass sein Schwiegersohn ein guter Rotarier werden könnte. Daraufhin wurde Georg mehrfach in die Deichstadt eingeladen, und irgendwann wurde ihm zugesagt, dass man plane, im Raum Altenkirchen-Hachenburg einen Club zu gründen. Den Auftrag zu diesem Vorhaben erhielt der inzwischen verstorbene Rotarier Paul Reuther, aktiv unterstützt von Georg. Nachdem beide genügend Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik ausfindig gemacht hatten, die geeignet waren, Gründungsmitglieder zu werden, fand am 16. Mai 1966 die Gründungsversammlung des RC Altenkirchen-Hachenburg statt. 1989 erfolgte die Umbenennung in RC Westerwald.

Freundschaft nach innen und soziale Verantwortung nach außen sind laut Georg die Pfeiler, die den Club tragen. Dem RC Westerwald sei es gelungen, Brücken nach Belgien, nach Großbritannien und in die neuen Bundesländer zu schlagen. Zudem hat sich der RC Westerwald um die Gründung des RC Montabaur verdient gemacht. Der amtierende Präsident Hans-Theo Macke nannte das Jubiläum ein „herausragendes Ereignis“ für eine Gemeinschaft, die sich aus Menschen unterschiedlichster Berufe zusammensetzt und im Sinne Rotarys die Freundschaft pflegt. Wöchentliche Treffen, Vorträge und Diskussionen zu aktuellen Themen, hohes Engagement im internationalen Jugendaustausch und die Übernahme sozialer Verantwortung – etwa durch den Einsatz im Rotary-Hilfswerk – zeichneten den Club aus.

Dass auch Macke selbst großen Anteil an der positiven Entwicklung des Clubs hat, verdeutlicht die Tatsache, dass er während des Festaktes für seinen Einsatz – etwa für ein Projekt zur Sprachförderung für Flüchtlingskinder, für die Vorbereitung des Jubiläums und für die Öffnung des Clubs für Frauen unter seiner Amtsführung – mit der Paul-Harris-Fellow-Medaille mit Saphir ausgezeichnet wurde. Die gleiche Ehre wurde auch Günter-Heinz Walter zuteil, der seit 1999 im Club-Vorstand für den Bereich Gemeinwesen zuständig und zudem, seit dessen Gründung im Jahr 2000, Vorsitzender des Rotary-Hilfswerks ist. Glückwünsche zum Club-Jubiläum überbrachte Michael Lieber (Landrat des Kreises Altenkirchen). Er dankte den Mitgliedern für ihr großes soziales Engagement in der Region. Jörg Dienenthal, Governor im Rotary-District 1810, sagte, die Westerwälder Rotarier würden seit 50 Jahren Menschen helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Für rund eine halbe Million Euro seien Projekte im In- und Ausland finanziert worden.

Während einer Talkrunde, die von den beiden Rotarierinnen Dagmar Buchen und Susanne Szczesny-Oßing moderiert wurde, hoben Vertreter der befreundeten Clubs aus Overpelt-Noord-Limburg (Belgien), Montabaur, Neuwied/Andernach, Bad Salzungen und Chepstow (Wales) die gute Beziehung zu den Westerwäldern hervor. Als herausragendes Geschenk überreichte Christine Winters, Präsidentin des RC Overpelt-Noord-Limburg einen Scheck über 5000 Euro, die in das Westerwälder Sprachförderprojekt für Flüchtlingskinder fließen sollen.
Unterhaltsam, meist heiter, manchmal nachdenklich, spannte Wolfgang Bosbach abschließend einen großen politischen Bogen vom Nachkriegsdeutschland bis in die Gegenwart. Dabei legte er ein klares Bekenntnis zu Europa ab. Ziel der EU sei es, dafür zu sorgen, dass es nie wieder zu einer Situation wie während der Weltkriege kommt. Zur Verständigung der Völker trügen vor allem persönliche Kontakte der Menschen bei, wie sie auch von Rotariern gepflegt werden. Bosbach kritisierte Teile Europas für ihr passives Verhalten in der Flüchtlingsfrage, forderte Investitionen in die Bildung und sagte, dass Sicherheit und Freiheit zwei Seiten einer Medaille seien. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von der Konzertpianistin Justina Lisson, deren Beiträge von der Musikwissenschaftlerin und Rotarierin Gabriele Faust erläutert wurden. 

Quelle:
RZ Kreis Altenkirchen vom Dienstag, 19. April 2016

marienthaler forum: E I N L A D U N G zum Strategischen Politikmanagement

E I N L A D U N G zum Strategischen Politikmanagement

Am Donnerstag, 14. April um 18 Uhr, Kulturhaus Hamm, (Scheidter Straße 11 - 13, 57577 Hamm)

Mit Jens Bullerjahn, scheidender Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt und Dr. Michael Schädlich, Geschäftsführer des isw Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung GmbH in Halle.

Öffentliche Haushalte im Lot zu halten, ist eine der schwierigsten Aufgaben von Politik. Ob Gemeindehaushalt oder Haushalt des Bundes, demokratisch verfasste Gemeinwesen sind unentwegt den Anforderungen vieler Interessen ausgesetzt. Die ständige Abfolge von Wahlen erschwert dazu eine eigentlich notwendige finanzpolitische Kontinuität.
Das Bundesland Sachsen-Anhalt stand vor Jahren mitten in einer desolaten Haushaltssituation, der seit 2006 bis in diese Wochen amtierende Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) startete einen konsequenten Sanierungskurs, auch mit Blick auf die 2020 auslaufende Sonderförderung für die neuen Bundesländer. Dabei hatte er nicht nur die Landesfinanzen im Blick, sondern bedachte immer auch die kommunale Seite, die Pensionsverpflichtungen und den Abbau des aufgelaufenen Schuldenbergs. Zum Ende seiner Amtszeit titelte die FAZ im Februar d. J.: „Ein Sozialdemokrat, der mit Geld umgehen kann“.
Als Partner für das schwierige Unterfangen holte er sich u. a. das isw Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung GmbH in Halle ins Boot, dessen Geschäftsführer Dr. Michael Schädlich ebenso wie der Minister selbst unser Gast ist.
Beide werden von ihren Aufgaben berichten, es bleibt aber genügend Zeit für Diskussionen und den Blick auf unsere eigene Region, stehen wir doch vor einem landespolitischen Neustart für die nächsten fünf Jahre.

Herzliche Einladung & freundliche Grüße,

Urich Schmalz, marienthaler forum
Telefon: 02742 72 39 23

Telefax: 02742 37 20

ulrichp.schmalz@t-online.de
www.schmalz-wissen.de

Wäschenbach: Planung für Straßenbau angemahnt

Landtagsabgeordneter Michael Wäschenbach freut sich, dass der Kreis Altenkirchen im neuen Bundesverkehrswegeplan so gut berücksichtig wird. „Mein gebetsmühlenartiger Einsatz in Mainz und in Richtung Berlin hat sich gelohnt“, meint der CDU-Politiker. Die mit der Initiative „Anschluss Zukunft“ geforderten Projekte B 414 und B 8 Richtung Hennef wurden in den vordringlichen Bedarf aufgenommen. „Das ist ein gutes Zeichen für die Unternehmer und Pendler in der Region, die nun zu Recht erwarten, dass das Land unverzüglich die Personalkapazitäten beim LBM schafft und mit den Arbeiten zur Erlangung der Baureife beginnt“, so Wäschenbach. Dass die B 62 in der Fortführung der HTS nicht berücksichtigt wird, bedauert er. Dem Land sei es bisher nicht gelungen, eine vor Ort akzeptierte Gesamtlösung zu erarbeiten, die zudem über Mudersbach hinaus Richtung Betzdorf betrachtet werden müsse. „Diese planerische Aufgabe muss zielgerichtet fortgeführt werden“, fordert der Landtagsabgeordnete. 

Quelle:
  RZ Kreis Altenkirchen vom Montag, 21. März 2016

Julia Klöckner zu Besuch auf dem Betzdorfer Wochenmarkt


Merke: Auch ältere Semester haben inzwischen ihr Smartphone immer am Mann – schließlich kann einem in diesen Tagen jederzeit Polit-Prominenz für ein Selfie über den Weg laufen. Das geschah gestern auf dem Betzdorfer Wochenmarkt:
CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner war mit ihrem Bus erneut ins AK-Land gekommen, um Argumente und Flyer zu verteilen. Ob Apotheke oder Marktstand, Otto Normalverbraucher oder politische Kontrahentin in Person von Anna Neuhof: Berührungsängste sind Klöckner fremd, und so blieb auch kein Wunsch nach einem Foto unerfüllt.
Gemeinsam mit Michael Wäschenbach fand anschließend eine kleine Diskussionsrunde im „LaKö“ statt. Hierbei stellte die Landesvorsitzende kurz die Eckpunkte ihrer Politik vor. So warb sie für ein differenziertes Bildungssystem und mehr Polizei. Durchaus kritisch hinterfragt wurde ihre Haltung in der Flüchtlingsfrage. Dabei verteidigte Klöckner ihre Überzeugung, dass Deutschland nicht jeden aufnehmen könne und Menschen aus sicheren Herkunftsländer anders zu behandeln seien als aus Kriegsgebieten. Dann war die Zeit auch schon rum: Zurück in den Bus und zum nächsten Termin.

Quelle: SZ, 27.02.2016

Michael Wäschenbach für Sie im Landtag


Seit 2012 sitzt Michael Wäschenbach im Landtag. Dort will er die Arbeit als Abgeordneter fortsetzen und im Land gerne dabei sein, wenn ein Regierungswechsel stattfindet. „Viele Anliegen von Bürgern konnte ich erledigen oder voranbringen und will bis zur Umsetzung weiter dafür kämpfen. Zudem bin ich der einzige Abgeordnete, der heimatverbunden im Wahlkreis 1 wohnt und die Chance auf einen Einzug ins Parlament hat.“

Bei seiner Tätigkeit als Landtagsabgeordneter sind ihm besonders nützlich seine berufliche und persönliche Lebenserfahrung. „Das hilft mir, Dinge vom Ende her zu denken und nicht nur kurzfristigen einfachen Lösungen hinterherzulaufen. Zudem wissen die Menschen, dass ich mich nicht nur als Ortsbürgermeister einsetzen und anpacken kann. Und ich versuche dabei immer gerecht zu sein. Die uneingeschränkte Überzeugung von Grundwerten unseres Lebens wie Sicherheit, Freiheit und Demokratie prägt mich und trägt mich. Nach mehr als 35 Jahren Verfassungsschutz weiß ich nur zu gut unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zu schätzen und vor den Feinden zu schützen.“

Mehrere Maßnahmen sieht Wäschenbach, die das Land in den nächsten fünf Jahren in der Region fördern soll: Zügiger Ausbau der Infrastruktur gemäß den Projekten der Initiative „Anschluss Zukunft“ und bessere Verkehrsverbindungen (zum Beispiel Zugfahrt eine Stunde von Siegen nach Köln); leistungsstarke Breitbandversorgung auch im öffentlichen Raum (WLAN); Sicherstellung der Gesundheitsversorgung; Verbesserung der „Inneren Sicherheit“ durch Ausstattung bei Polizei und Gericht.

Für drei Projekte will sich Wäschenbach besonders stark machen:

1. Stärkung des ländlichen Raumes allgemein (u.a. Verhinderung der Landflucht). 2. Partnerschaftliche und unterstützende Zusammenarbeit mit den Kommunen als „Keimzelle der Demokratie“ für eine umfassende Verwaltungsreform und eine angemessene Finanzausstattung zur Selbstverwaltung. 3. Unterstützung von Familien, damit Eltern Wahlfreiheit haben und Kinder gut erzogen und gebildet werden können und so Familie und Beruf stressfrei in Einklang zu bringen sind.

Spricht man Wäschenbach auf eine Entscheidung des Landes an, die für den Wahlkreis negative Auswirkungen hatte, so sagt er spontan: „Nur eine Entscheidung? Diese Beschränkung fällt sehr schwer.“ Er fasst zusammen: Mangelnder Respekt vor dem Bürgerwillen bei Großprojekten wie Windkraftanlagen im Wald, Höchstspannungsmasten in Wohngebieten (SGD Nord/Amprion), Fusionen sowie (Nicht-)bau von Umgehungsstraßen.

Nach der Wahl am 13. März wäre für Wäschenbach eine Regierungskoalition von CDU und FDP am besten fürs Land.

An Malu Dreyer schätzt er ihre Freundlichkeit. An Julia Klöckner Humor, Wissen, Schlagfertigkeit, Motivationsgabe, Konfliktlösungskompetenz und ihren Schick.

Quelle:RZ
, 17. Februar 2016

Forum für Kreis-, Infrastruktur & demografische Entwicklung


Unsere Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach und Dr. Peter Enders informieren:

Der Stadtverband der Jungen Union in Wissen lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zum Forum für Kreis-, Infrastruktur & demografische Entwicklung

am 27.02.2016 in der Arche Noah Marienberge (Albert-Schmidt-Weg 1, Katzwinkel-Elkhausen) um 10 Uhr  ein.

Mit dabei sein werden mehrere Experten, darunter auch die Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders und Michael Wäschenbach.
Im Rahmen eines Podiums werden unsere Gäste über aktuelle Projekte berichten und einen Ausblick auf den geplanten Ausbau der Infrastruktur im Kreis geben.
Außerdem soll es um die notwendige Erweiterung der Siegstrecke und die bessere Anbindung an die Städte Köln, Bonn und Siegen sowie um die Erreichbarkeit von Bildungsangeboten und Arbeitsplätzen und die Minimierung von Bildungsabwanderung gehen. Unser Ziel ist es im Diskurs mit den Bürgerinnen und Bürgern positive und negative Aspekte der Kreisentwicklung zu beleuchten um den Experten konstruktive Impulse mit auf den Weg zu geben.

Der Eintritt ist frei und jeder ist herzlich eingeladen.

Betzdorfer CDU bestätigte Vorsitzenden Simon Bäumer


Mit einem sozialistisch anmutenden Ergebnis von 100 Prozent wurde Simon Bäumer bei der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbands Betzdorf am Freitagabend als Vorsitzender bestätigt. Seit 2009 arbeitet der 25-jährige Theologie- und Politikstudent bereits im geschäftsführenden Vorstand.

In seinem Rückblick bescheinigte er seiner Mannschaft und den Fraktionen eine geschlossene Teamleistung: „Wir haben in einer wunderbaren Atmosphäre hart gearbeitet, um jeden Tag unsere Stadt und Verbandsgemeinde ein weiteres Stück nach vorne zu bringen.“ Einer der Erfolge dürfte die Entscheidung des Stadtrates zur Erschließung weiterer Gewerbeflächen in Dauersberg sein, heißt es in einem Bericht an die Redaktion. „Dafür haben Vorstand und Fraktion jahrelang gekämpft“, pflichtete ihm Stadtratsfraktionssprecher Werner Hollmann bei. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit war und ist die Zusammenlegung der Verbandsgemeinden Betzdorf und Gebhardshain, die auch auf die Parteienstrukturen Auswirkungen haben wird.

Im Amt bestätigt wurden auch Bäumers Stellvertreter: Michael Werthebach und Maren Mühlon werden weiterhin das Vorsitzenden-Trio komplettieren. Als Kassierer wurde Hubert Bleeser bestätigt. Auch Reinhold Wichmann als Schriftführer wird weiterhin mitarbeiten. Neu in den Vorstand wurde Werner Witjes als stellvertretender Kassierer gewählt. Als Beisitzer fungieren Inge Fischer, Hans Werner Werder, Michael Mies, Hans Bernhardt, Michael Neuhaus, Werner Neuhaus und Svenja Wittwer, die ebenfalls neu im Vorstand ist.

Glückwünsche überreichten dem Vorstand nicht nur Landrat Michael Lieber sondern auch Landtagsabgeordneter Michael Wäschenbach, der kurz über den aktuellen Stand in Sachen Landtagswahlkampf berichtete. Neben den inhaltlichen Schwerpunkten wie der Aufstockung der Polizei, den notwendigen Investitionen in alte und neue Infrastruktur oder dem Umgang mit befristeten Lehrerverträgen war vor allen Dingen die Nachricht von Interesse der anwesenden Christdemokraten, dass CDU-Landes-Chefin Julia Klöckner am kommenden Freitag zum Betzdorfer Wochenmarkt kommen wird.

Quelle: SZ, 22.02.2016

Michael Wäschenbach kämpft für das Direktmandat - Wahlkampf bis zuletzt


Für Michael Wäschenbach und die CDU ist es gestern auf dem Wochenmarkt in Betzdorf gut gelaufen. Das Wetter war passabel, sogar die Sonne ist zeitweise durchgekommen. Das bedeutet, dass viele Händler da sind und damit auch viele Besucher aus nah und fern. „Gut und gerne 500 Tüten haben wir unters Volk gebracht“, freut sich der Landtagsabgeordnete aus Wallmenroth.

Die Tüten gehören zum Wahlkampf dazu. Jede Tüte enthält etwas für Körper und Geist. „Für gesunde Politik“ liest man auf einem kleinen Aufkleber, der einen rotwangigen Apfel ziert. „Michael Wäschenbach, CDU“. In einem Plastikdöschen findet man außerdem ca. 70 Menthol-Pastillen „für frischen Schwung und neue Kraft“, einen Kugelschreiber mit ausziehbarem Werbefähnchen, darüber hinaus einen Standpunkte-Flyer, einen Abrissblock mit kariertem Papier, dessen Titelbild ihn mit CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner zeigt sowie eine dezidiert aufgebaute Broschüre zum Thema Windkraft. „Stopp! So geht es nicht weiter! Gegen den unkoordinierten Ausbau der Windkraft in unserer Region“.
Kein Wunder, dass eine Abordnung der Bürgerinitiative Siegtal gerade den CDU-Stand umlagert. Die BI will unbedingt verhindern, dass weitere Windkraftanlagen in den Wäldern der Mittelgebirge gebaut werden. Wäschenbach will das auch. Gleichzeitig, betonen beide, sei man nicht prinzipiell gegen alternative Energien.
„Marktstände sind Klassiker, ich bedaure, dass einige Geschäfte das nicht mehr erlauben“, meint der CDU-Mann zu der neuen Gepflogenheit, dass Supermärkte Politikerstände von ihren Parkplätzen verbannen wollen. „Ich finde, dass ist doch das Salz in der Suppe. Das schreckt doch die Kunden nicht ab.“
Etliche Bürger wünschten sich längere Gespräche mit ihm, aber er könne sich auch nicht zerteilen. Wäschenbach sagt, dass die Medien das Eine seien. „Ich kann aber Wahlkampf nicht nur über die Medien machen.“ Unter „normaler Kommunikation“ fasst er Gespräche mit Bürgern zusammen. „Wie soll man denn sonst an die Menschen herankommen?“
Auf dem Betzdorfer Wochenmarkt herrscht daran wahrlich kein Mangel. „Demokratie und Deutschland, das bewegt unheimlich viele“, hat er beobachtet. Fakt sei aber leider auch, dass viele das Vertrauen in den Staat verloren hätten. Während ein Teil der Leute, die er anspreche, sehr gut informiert sei, treffe das auf einen anderen Teil nicht zu.
Im Gegenteil: „Es ist unglaublich, was derzeit an Gerüchten im Umlauf ist.“ Ein Beispiel: Ein Mann habe sich darüber beklagt, dass er sich ein neues Fahrrad für seinen Enkel nicht leisten könne. Er sehe aber nicht ein, dass die Flüchtlingskinder auf dem Stegskopf allesamt neue Fahrräder bekämen. Wäschenbach: „Wo hat er das denn her? Diese Info ist grundfalsch.“ Auch die Tendenz, Politiker für alles
und jedes verantwortlich zu machen, stellt er immer wieder fest. „Da beschwert sich einer über das angeblich schlechte Essen im Kirchener Altenheim und schanzt die Verantwortung dafür der Politik zu.“
Doch Wäschenbach bekommt auch viel Bestätigung und Lob. Nicht nur am Stand, auch an den Haustüren. Kante zeigen gegen die Populisten von der AfD, zum Beispiel. Fürs eigene Programm und die eigenen Köpfe werben.
Der Häuser-Wahlkampf führt ihn in 44 Orte des gesamten Wahlkreises 1, zu dem jetzt neuerdings auch die Verbandsgemeinde Rennerod zählt. Das will gut vorbereitet sein, deshalb ist er in den Häuser-Wahlkampf bereits vor einem Jahr eingestiegen. „Tausend Türen“ nennt er das Programm. Dazu verteilt er insgesamt 5000 Tüten. „Die Tour geht so lange, bis alles weg ist.“
Dabei greift Wäschenbach auf die Hilfe seines Teams zurück. Ist er in einem bestimmten Ort unterwegs, weisen an den Ortseingängen große Plakate darauf hin, dass er heute an den Türen klingelt.
Unterstützt wird er dabei von der örtlichen CDU. „Kann ja sein, dass mich da wenige kennen“, meint Michael Wäschenbach. „Da ist es besser, wenn mich Leute begleiten, die in dem jeweiligen Ort bekannt sind.“ In Rennerod wird er von Robert Fischbach von der örtlichen Jungen Union begleitet. Auch Angehörige des Ortsvereins Lasterbach sind dabei. Wäschenbach bekommt dadurch auch ein Gefühl für die Dimension des Wahlkreises.
„Ich will das Direktmandat holen“, sagt er, wenn er nach seinem Wahlziel befragt wird. Jede zusätzliche Partei im Landtag würde die CDU Sitze kosten. Zwar hat er für einen relativen Neuling, der er ist, keinen
schlechten Platz auf der Liste bekommen, aber die ihm Nachfolgenden könnten mit möglichen Direktmandaten an ihm vorbeiziehen.
„Deshalb setze ich voll auf die Karte Direktmandat.“ Um dieses konkurriert er mit Sabine Bätzing-Lichtenthäler von der SPD, wahrlich keine Unbekannte in der Region.
41 Abgeordnete stellt derzeit die CDU. Sollten tatsächlich sechs Parteien in den Landtag einziehen, werden die Karten neu gemischt. Bis zum 12. März will sich Wäschenbach für die CDU ins Zeug legen. Zu Hause weiß man und hat akzeptiert, dass der Papa bzw. der Ehemann bis dahin nur zur Stippvisite heimkommt. Die ganz heiße Phase kommt erst noch. Wäschenbach kann dem Riesenstress trotzdem positive Seiten abgewinnen. „Wahlkampf“, meint er, „muss doch auch Spaß machen“.

Wahlkampf lebt vom Wahlkampf-Team

Nach der Wahl ist vor der Wahl, so besagt es eine dem Fußball abgeschaute Binsenweisheit. Ist was dran, meint auch Michael Wäschenbach. Wahlkampf ist eigentlich immer. Mal mehr, mal weniger. Im Augenblick mehr. Er ist vor allem eine Gemeinschaftsleistung des Teams. „Ohne mein Team bin ich nichts“, ist er sich sicher. Auch seine Mitarbeiterinnen zählt er natürlich dazu, in diesem Falle Karina Sahm, Manuela Meyer und Andrea Birk. Zum engeren Team, das mit ihm die Strategie entwirft, gehören B-Kandidat Tobias Gerhardus sowie Thilo Kipping und Justus Brühl, beides ehemalige Teilnehmer des Nachwuchsförderprogramms der CDU. Beide haben das Landesprogramm als Beste abgeschlossen. Hinzu kommt Michael Mies als Gemeindeverbandsvorsitzender der CDU Betzdorf und Robert Fischbach von der Jungen Union Rennerod. Bis auf Gerhardus sind alle in der JU, so fällt auf. Hat der Wahlkampf deshalb eine überwiegend jugendliche Note? Das sei wohl nicht ganz von der Hand zu weisen, entgegnet Wäschenbach und lobt im gleichen Atemzug die sprudelnden Ideen der jungen Leute. „Die haben wirklich tolle Ideen, ohne das auf die leichte Schulter zu nehmen.“ Verraten wolle er aber nicht alles. Das Kern-Team kommuniziert in erster Linie über WhatsApp. Eigentlich sollte auch Bernd Rödder mit dabei sein. „Den vermisse ich sehr“, sagt Wäschenbach über den plötzlich verstorbenen 1. Beigeordneten der Verbandsgemeinde. „Der hatte eine ungeheure Erfahrung und war immer ein sachliches Regulativ. Er fehlt mir total – auch menschlich.“

Quelle: Siegener Zeitung vom 13.02.2016

Die Klasse 9 a der „Bertha“ zu Besuch im Wahlkreisbüro


Der Termin ist von langer Hand geplant gewesen und zählt auch nicht zum Wahlkampf. Freitag Mittag platzt das CDU-Büro an der Betzdorfer Wilhelmstraße aus allen Nähten, als die Klasse 9 a der Bertha-von-Suttner-Realschule plus Betzdorf dem Landtagsabgeordneten auf den Zahn fühlt.

Lehrerin Irma Schwenk-Meinung unterrichtet in der Klasse 9 Gesellschaftslehre. Der Besuch im Büro Wäschenbach bietet den Schülern die Gelegenheit, mal über reines Bücherwissen hinauszugehen und einen Abgeordneten sozusagen live mit Fragen zu löchern.
Was sind die Aufgaben eines Abgeordneten? Wie wird man überhaupt Politiker? Was hat es mit der Erst- und der Zweitstimme auf sich? Was ist denn der Unterschied zwischen einer Fraktion und einer Partei?
Fragen haben die Jugendlichen reichlich, und flink notieren sie die Antworten, denn die Lehrstunde ist auch Teil der Hausaufgaben. Natürlich kommt auch die Frage nach dem Gehalt. Das wollen Jugendliche immer wissen. „Ein Landtagsabgeordneter verdient ungefähr so viel wie ein Schulleiter – A 16“, sagt Wäschenbach diplomatisch. „Diät“ nenne man das, und die Summe sei steuerpflichtig. Anders als die fixe Aufwandsentschädigung, denn jeder Abgeordnete hat Mitarbeiter und Ausgaben für Material. „Ein Bundestagsabgeordneter“, sagt Wäschenbach augenzwinkernd, „verdient natürlich viel mehr als ich.“
Einige wollen auch wissen, was die Voraussetzungen sind, um in die Politik zu gehen und ob das nicht bestimmte Leute seien, die diesen Beruf wählten. In der Tat sei in den Parlamenten leider kein Querschnitt der Bevölkerung zu finden, bedauert auch der Gastgeber. „Es sind viel zu wenig Handwerker drin oder auch Hausfrauen.“
Er wünschte, es wäre anders, nicht so akademikerlastig, sagt er. Überhaupt. Eine vernünftige Berufsausbildung vor dem Gang in die Berufspolitik, das halte er einfach für besser.
Den politisch interessierten Schülern gibt er den Tipp, mal in die Politik hineinzuschnuppern. „Alle Parteien haben Jugendorganisationen, weil die Parteien natürlich auch wollen, dass junge Leute später die Aufgaben übernehmen.“ Wenn jemandem eine bestimmte Partei zusage, dann soll er dort am besten mal vorbeigehen. Mit etwas Erfahrung habe man auch gute Chancen, in einen Gemeinderat gewählt zu werden.
Dass Berufspolitiker aber auch ein sehr anstrengender Job ist, glauben die Jugendlichen gerne, nachdem Wäschenbach eine „typische Abgeordnetenwoche“ geschildert hat. Er könne etwas länger schlafen als in seinem früheren Beruf als Beamter, räumt er ein. „Aber dafür geht es abends sehr viel länger.“ Mit viel Fahrerei ist die Abgeordnetentätigkeit verbunden zwischen Mainz und dem heimischen Wahlkreis.
„Schwänzen“ wird nicht gern gesehen. Es gibt viele Arbeitskreise und Ausschüsse, die tagen. „Mittwochs trifft sich die Fraktion zur Sitzung. Da darf keiner fehlen.“
Zum Abschluss will einer wissen, ob es denn stimme, dass die CDU eine Unternehmerpartei sei. Sein Vater sage das immer.
Wäschenbach muss lächeln und holt aus zu einem längeren Vortrag über soziale Marktwirtschaft. Das sei sozusagen ein Kernbereich der CDU. „Jemand, der etwas unternehmen will, der eine Firma gründen will, der findet immer unsere Unterstützung. Gleichzeitig setzen wir uns aber auch für die Rechte der Arbeitnehmer ein, das ist das Soziale in der Marktwirtschaft.“

Quelle: Siegener Zeitung vom 13.02.2016
 

 

Früherer Präsident des Verfassungsschutzes, Eckart Werthebach, gab seine Einschätzung zur Gefahr des islamistischen Terrors


Die Jahre des gemütlichen Zurücklehnens bei gleichzeitiger Betrachtung des dynamischen Weltgeschehens scheinen für uns Deutsche vorbei zu sein, glaubt man dem Verfassungsschützer Dr. Eckart Werthebach, der gestern auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach in Betzdorfs „guter Stube“ das sperrige Thema „Die islamistischen Terroristen und ihre deutschen Helfer“ aufgriff und aus Sicht eines „Geheimen“ mit reichlich Zugang zu exklusiven Quellen durchleuchtete.

Es kann einem schon angst und bange werden, wenn ein Experte wie Werthebach, von 1991 bis 1995 Präsident des Verfassungsschutzes, die Enden der Entwicklungsstränge zusammenführt und seine Einschützung der Situation wiedergibt. Denn: Die BRD wird zusehends zu einem Akteur in der immer bitterer werdenden Auseinandersetzung im Nahen Osten, wo ganze Staaten zerfallen und der sog. „Islamische Staat“ neue Strukturen aufbaut.

Der in Essen geborene, aber in Betzdorf aufgewachsene Sicherheitsexperte Werthebach sagte auch: „Ich bin nicht zu Ihnen gekommen, um Ihnen Angst zu machen. Aber ich bin heute Abend auch nicht hier, um die Dinge schönzureden.“

So unterstützt Deutschland nicht nur die kurdischen Peschmerga mit Waffen und unterweist sie im Gebrauch, es unterstützt die Feinde des IS jetzt mit Aufklärungsflügen. Da will einem nicht recht einleuchten, dass der jüngste Terroranschlag auf die Gruppe der deutschen Touristen in Istanbul ein Zufallsereignis sein soll. In Deutschland seien inzwischen 150 Versuche von Salafisten registriert, im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften Sympathisanten zu rekrutieren; 760 Deutsche seien ausgereist, um für den IS zu kämpfen, erschreckend hoch sei auch die Zahl der an Selbstmordanschlägen direkt beteiligten (jungen) Deutschen.

Der Referent, der von Wäschenbach, der selbst Jahrzehnte bei Verfassungsschutz gearbeitet hat und unter Werthebach arbeitete, sowie von Michael Mies als Vorsitzendem des CDU-Gemeindeverbands und Simon Bäumer als Vorsitzenden des CDU-Ortsvereins begrüßt wurde, schlug einen weiten Bogen, um die Situation, in der man sich befinde, zu erklären. Das könne er den Zuhörern, die so zahlreich erschienen waren, dass viele stehen mussten, nicht ersparen, „weil die Welt so kompliziert geworden ist“.

Werthebach erklärte zunächst die „konfessionelle“ Situation im Nahen Osten, die Unterschiede zwischen Sunniten und Schiiten sowie dem Wahabismus Saudiarabiens. Nicht genug, dass sich der schiitische Iran und das Gegengewicht Saudiarabien zusehends bekämpften, auch alle anderen Kriegsteilnehmer verfolgten unterschiedlichste Interessen in der Region, sodass sich die Konflikte in Syrien und Irak zum Schauplatz eines Krieges mit diametralen Verwerfungen und schrecklichen Folgen für die Bürger dieser Landstriche entwickelten.

Es seien insbesondere kriegswütige junge Nordafrikaner, die hinzustießen und durch extreme Gewaltbereitschaft auffielen. Die Dschihadisten setzten alles daran, den Krieg in die Welt zu tragen. „Unbesiegbar ist der IS aber nicht“, folgerte Werthebach. „Er hat in letzter Zeit einige empfindliche Niederlagen erlitten.“

Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident ging auch auf die Finanzierung des IS ein und kam schließlich auf die viele besonders interessierende Situation in Deutschland zu sprechen.

So gebe es etwa 43 000 Islamisten in Deutschland, davon gelten etwa 420 als sog. Gefährder“, also Menschen, denen der Staat schwere Straftaten zutraut. Hinzu kommen die „Rückkehrer“, wo man nicht so genau wisse, ob diese Menschen „Zeitbomben“ seien oder ob sie enttäuscht und frustriert seien ob der Erlebnisse beim IS. Nach neuen Erkenntnissen des BKA, so Werthebach, sei der Zulauf zum IS aus Deutschland in letzter Zeit nicht mehr so stark wie zuvor. Die jungen Menschen, das sei sicher, würden jedenfalls als Kanonenfutter verheizt.

Werthebach machte deutlich, dass zur Terrorabwehr vieles verbessert werden müsste. Man müsse sich der Tatsache stellen, dass die Staatsmacht in manchen Kiezen gar nicht mehr präsent sei.

Es sei ein großer Fehler gewesen, bei der Polizei in so großem Stile Stellen abzubauen. Zwar halte er das Einsatzkonzept der Kölner Polizei an Silvester für fehlerhaft, gleichwohl sei der Personalmangel insgesamt ein gravierendes Problem. „Vielleicht hat der Mob von Köln der Politik jetzt Nachhilfe gegeben.“

Vermutlich seien in Europa Tausende unterwegs, die keine Papiere – oder falsche – dabeihätten und/oder als Illegale gar nicht registriert seien. Auch dies sei unhaltbar, so der Referent. Laut Werthebach sind die Befugnisse der Sicherheitskräfte in Frankreich und Großbritannien viel weitreichender als hierzulande und er frage sich, ob es erst eines Terroranschlags in Deutschland bedürfe, um ein Umdenken herbeizuführen.

Eckart Werthebach forderte eine bessere Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden in Deutschland als auch in Europa (und den USA). Großbritannien habe seit den Anschlägen 2005 über 40 Anschläge verhindern können. Es sei aber ein Geben und Nehmen. Wer nur nehmen wolle, aber selbst nichts zu geben bereit sei, der dürfe sich nicht wundern, wenn er bald auf Granit stoße.

Auch die geforderte Abschaffung der V-Leute halte er für schlecht. Öffentliche Plätze müssten mit Videokameras überwacht werden. „Es kann doch nicht angehen, dass die Polizei, wie bei der Kofferbombe von Bonn, bei einem Schnellrestaurant anfragen muss, of sie deren Videoaufzeichnungen einsehen darf.“

Quelle: SZ, 19.01.2016

CDU-Ortsverband auf Winderwanderung


Zahlreiche Mitglieder und auch Nichtmitglieder folgten der Einladung zur diesjährigen Winterwanderung des CDU-Ortsverbandes Mudersbach. Zur traditionellen Wanderung zu Beginn des Jahres konnte der CDU-Vorsitzende Maik Köhler, auf dem Wanderparkplatz Wittersbachstraße in Niederschelderhütte, die Teilnehmer begrüßen. Ein herzlicher Gruß galt dem Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach und dem Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Kirchen Christian Ruf. Unter der fachkundigen Leitung des Wanderführers Karl Zimmermann begab sich die Gruppe auf einen Rundweg über den Giebelwald. Nach gut einstündiger Wanderung kehrten die Christdemokraten wieder wohl behalten zurück und kehrten ins Bürgerhaus nach Birken ein. Hier stießen dann noch weitere Mitglieder und Gäste hinzu und ließen den Nachmittag in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen ausklingen. 
 
Quelle: Rhein-Zeitung vom Freitag, 22. Januar 2016

Sächsischer Ministerpräsident hilft der Union im Kreis Altenkirchen im Wahlkampf

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (3. von links) mit (von links) Tobias Gerhardus, Michael Wäschenbach, Peter Enders, Jessica Weller und Josef Rosenbauer. Foto: Markus Döring


Er ist der dienstälteste Ministerpräsident Deutschlands, führt in Sachsen eine Große Koalition und hat als amtierender Bundesratspräsident einen Wunsch: Er will im kommenden November das Amt des Bundesratspräsidenten am liebsten an Julia Klöckner abgeben. Das zumindest erklärte Stanislaw Tillich beim Neujahrsgespräch des CDU-Kreisverbands im Breidenbacher Hof. Tillich hatte am Freitag auf seinem Weg zur CDU-Bundesvorstandssitzung in Mainz Station in Betzdorf gemacht, um Wahlkampfhilfe zu leisten.

Landtagskandidat Michael Wäschenbach hatte zur Begrüßung erklärt, man sei in Rheinland-Pfalz regelrecht neidisch auf die Erfolge der sächsischen Landesregierung. Zu Neid bestehe allerdings kein Anlass, erwiderte Tillich, aber er lobte die Rheinland-Pfalz-CDU: „Sie verkörpern eine Geschlossenheit, wie Sie sie schon lange nicht mehr hatten.“ Dies sei die beste Voraussetzung, um die Landtagswahl am 13. März zu gewinnen. SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer bezeichnete Stanislaw Tillich als „nette Frau“. Doch Julia Klöckner habe eine Jugendhaftigkeit, die auch für Tatendrang stehe. „Den sehe ich bei Frau Dreyer nicht.“

Die Mainzer Finanzpolitik kann der sächsische Regierungschef nur mit einem gewissen Kopfschütteln betrachten: „Sie geben 1 Milliarde Euro nur für Zinsen aus. Was man damit alles machen könnte...“ Breiten Raum in Tillichs Rede nahm die Bildungspolitik ein: „Wir haben unser Schulsystem seit 1990 nicht geändert.“ In Rheinland-Pfalz hingegen sei dies ein Experimentierfeld, hatte zuvor schon Michael Wäschenbach kritisiert. Tilli konnte mit Stolz darauf verweisen, dass das sächsische System bei allen Rankings bundesweit als das beste anschneide. Und was die Diskussion um Kindergartenbeiträge angeht, so warb der Sohn einer sorbischen Familie für gestaffelte Beiträge, so wie es die von Julia Klöckner geführte Union vorschlägt. „40 bis 55 Prozent der Eltern sind bei uns vom Beitrag befreit“, stellte er mit Verweis auf die Einkommensabhängigkeit heraus. Und: Wer einen Beitrag zahle, habe dadurch auch ein Mitsprechrecht.

CDU-Kreisvorsitzender Josef Risenbauer hatte zu Beginn die Mitglieder auf den Wahlkampf eingestimmt, der jetzt Fahrt aufnimmt. „Wir müssen wieder beide Wahlkreise im Kreis Altenkirchen gewinnen“, betonte er. Außerdem müsse die Union stärkste Fraktion werden, um die Regierung ablösen zu können. 2011 sei man kurz davor gewesen. „Aber diesmal schaffen wir es.“

Quelle:
RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Samstag, 9. Januar 2016

Ministerpräsident von Sachsen zu Gast bei Kreis-Union


Stanislaw Tillich kommt zum CDU-Neujahrsgespräch

Betzdorf/Kreisgebiet. Der CDU-Kreisverband Altenkirchen lädt ein zu einem Neujahrsgespräch mit dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich, MdL. Am Freitag, dem 8. Januar 2016, besucht der CDU-Spitzenpolitiker die Union des Kreises, die für 16.30 Uhr in den Breidenbacher Hof (Tenne) nach Betzdorf einlädt.

Tillich ist auch Landesvorsitzender der CDU in Sachsen. Er gehörte 1990 der ersten frei gewählten DDR-Volkskammer an. Seit 2004 sitzt er im sächsischen Landtag und vertritt den Wahlkreis Bautzen. Bevor er 2008 zum Ministerpräsidenten gewählt wurde, war er unter anderem sächsischer Finanzminister sowie Umwelt- und Landwirtschaftsminister. Seit 2010 ist der Sorbe Präsidiumsmitglied des CDU.

Die Veranstaltung in Betzdorf ist öffentlich. Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen.

Stanislaw Tillich, Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzender von Sachsen (Foto: CDU Sachsen/Laurence Chaperon)

Enders und Wäschenbach auf der Landesliste


Top-Ergebnisse für die heimischen CDU-Kandidaten zur Landtagswahl 2016:

In Koblenz nominierte die CDU Rheinland-Pfalz die Bewerberliste, an deren Spitze die Christdemokraten mit 99,6 Prozent Julia Klöckner wählten. Mit 90,3 Prozent wurde MdL Dr. Peter Enders auf Platz 15 der Landesliste nominiert.
MdL Michael Wäschenbach erhielt 87,8 Prozent, er kandidiert auf Platz 36. CDU-Kreisvorsitzender Dr. Josef Rosenbauer zeigte sich zuversichtlich, dass beide Abgeordnete ihre Wahlkreismandate erneut erringen und somit ihren Teil zum Regierungswechsel in Mainz beitragen werden.
Auch die Ersatzbewerber aus dem Kreis Altenkirchen, Jessica Weller und Tobias Gerhardus, wurden auf der Landesliste berücksichtigt

Bundesweiter Vorlesetag - „Vorlesen passt in jedem Alter“

 
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leich mehrere Vorlesetermine nahm der Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach am bundesweiten Vorlesetag wahr. Nachdem er den Kindern in seinem Heimat-Kindergarten Zauberwald in Wallmenroth spannende Geschichten überbracht hatte, erfreute er noch zwei Kindergärten in der Verbandsgemeinde Rennerod mit dem Vorlesen von schönen Geschichten.
„Weil das Vorlesen in jedem Alter passt“, so der Abgeordnete, besuchte er am Nachmittag die Wohn- und Pflegeeinrichtung Haus St. Klara in Friesenhagen.

Bei Kaffee und Kuchen präsentierte Wäschenbach das Buch: „Die 100 beliebtesten Deutschen Gedichte“  und trug  den Seniorinnen und Senioren deren Lieblingsgedichte, wie z.B. „Der Erlkönig“ von Goethe, oder „Was soll es bedeuten“ von Heinrich Heine und kleine Geschichten aus der früheren Landwirtschaftsarbeit vor. Die nette Runde war sehr angetan und einige Senioren konnten die alten Gedichte sogar noch in und auswendig.

Bei netten Gesprächen mit den Anwohnern des Seniorenheimes ließ Michael Wäschenbach den besonderen Nachmittag ausklingen.

Bundesvorlesetag in der KITA Elsoff

Foto: Wolfgang Gerz


Michael Wäschenbach, CDU-Landtagsabgeordneter im neuen Wahlkreis Betzdorf/Rennerod, kam aus Anlass des Bundesvorlesetages zum Vorlesen in die Katholische Kindertagesstätte Elsoff. Er hatte einen großen Koffer mitgebracht, aus dem er die verschiedensten Bücher „zauberte“: Ganz dicke, ganz kleine, ganz alte und sogar ein goldenes Buch. Die Kinder staunten nicht schlecht. Wäschenbach betonte, wie wichtig das Vorlesen sei und dass die Kinder ruhig Mama, Papa, Opa und Oma um eine Geschichte „anbetteln“ dürften. Er selbst las den Kindern eine Nikolausgeschichte vor. Der Politiker machte in jeder Gruppe Station und nahm sich Zeit für Gespräche mit den Kindern sowie den Erzieherinnen.

Jugendarbeit beim Angelsportverein Nistertal-Emmerichenhain 1969 e.V.

vlnr.: Gerrit Müller, Burkhard Ullrich, Rolf Koch und Michael Wäschenbach


Der Angelsportverein Nistertal-Emmerichenhain ist sehr engagiert in der Jugendarbeit. Neben der Betreuung einer großen Jugendgruppe von 25 Kindern und Jugendliche, veranstaltet man regelmäßig Schnupper- und Angeltage für Kinder in den Schulferien. Außerdem finden regelmäßig Veranstaltungen speziell für und mit Jugendlichen statt, wie Nachtangeln, Jugendangelschnuppertage, der Tag der Angeljugend oder die Aktion „Saubere Landschaft“.
Allgemein hat Umwelt- und Naturschutz einen hohen Stellenwert in der Jugendarbeit des Vereins. Teilweise mehrfach im Jahr veranstaltet der Verein Jugendreisen, wie bspw. Angelbiwak am Edersee oder Hochseeangeln in Holland. Zusätzlich bietet der Verein Kindergärten und Schulen Besuchstage am Vereinsgewässer an, welche allein aus den Mitteln des Vereins finanziert werden.

HAUSARZT 4.0 - DIE ZUKUNFT DER HAUSÄRZTLICHEN MEDIZIN IN DER DIGITALEN WELT

Kreis-CDU und Landtagsabgeordnete laden zur Info-Veranstaltung nach Hamm - Wie profitieren Patient und Arzt vom Einsatz der Telemedizin?

Hamm/Kreisgebiet. Die ambulante Medizin im ländlichen Raum steht vor enormen Herausforderungen: Eine älter werdende Gesellschaft, immer mehr chronische Erkrankungen, weniger Hausarztpraxen, steigender Bedarf für Hausbesuche. Gleichzeitig entwickelt sich die Telemedizin rasant. Welche Möglichkeiten die Digitalisierung für den Hausarzt der Zukunft und für den Patienten bringt, darüber wollen die CDU im Kreis Altenkirchen und die beiden Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders und Michael Wäschenbach informieren und laden ein zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema: „Hausarzt 4.0 - Die Zukunft der hausärztlichen Medizin in der digitalen Welt“.
Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 25. November 2015, 16 Uhr, Kulturhaus Hamm
(Scheidter Straße 11 - 13).


Die Referenten der Veranstaltung sind Dr. Erich Gehlen, Vorstand der DURIA eG in Düren, Thomas Simon von der Koblenzer CompuGroup Medical AG, Admir Kulin, VITAPHONE GmbH, Mannheim, Dr. Burkhard Zwerenz, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Rheinland-Pfalz, Prüm, und Dr. Thomas Aßmann, niedergelassener Arzt aus Lindlar. „Unsere Gäste werden Einsatzmöglichkeiten moderner Technologien für Patienten und Arzt vorstellen“, so die MdLs Enders und Wäschenbach. Dr. Thomas Aßmann beispielsweise ist Initiator des bundesweiten Modellprojekts „TeleArzt“ im oberbergischen Kreis. Das Konzept setzt für Routineuntersuchungen auf den videounterstützten Patienten-Besuch der so genannten Versorgungsassistentin - ausgestattet mit Dreikanal-EKG, Blutdruck- und Blutzuckermessgerät, Pulsoximeter und Tablet-PC.

Flyer Einladung:

Diskussion über Pflegekammer im Alten- und Pflegeheim St. Barbara in Mudersbach


Eine freundliche Atmosphäre in einem professionell geführten Haus empfing den CDU- Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach und CDU-Mitglieder des Gemeinderates im Alten- und Pflegeheim St. Barbara in Mudersbach.

Die Einrichtungsleiterin Frau Maria Pfeiffer-Keysers stellte das Haus und seine Bewohner und Mitarbeiter vor und begann mit einem Rundgang durch die Küchen- und Arbeitsbereiche, Cafeteria und Speiseraum, Aufenthaltsräume, Bewohnerzimmer und den besonderen Snoozelraum. Das Haus steht außer den ständigen Bewohnern ebenfalls für Tages- und Kurzzeitpflege zur Verfügung.
Nach dem Rundgang blieb ausreichend Zeit, um mit Pflegekräften zu diskutieren. Die Einrichtung der Pflegekammer auf Landesebene und die zur Zeit im Bund debattierte generalistische Ausbildung hinterfragte der Abgeordnete bei den Pflegekräften. Er stellte die Vorteile der Pflegekammer vor und verwies auf die im Dezember stattfindenden Wahlen der Vertreterversammlung. Ausführlich wurde über die Petition und die Gründe gegen die Pflegekammer gesprochen. Wäschenbach bezog klar Stellung für die Pflegekammer, die der Landtag im Dezember 2014 im Heilberufegesetz einstimmig beschlossen hat. Die Politik erwartet von der Kammer eine Besserstellung der Pflegeberufe gegenüber den anderen Heilberufen. Mit der Kammer werde eine gewichtige Stimme für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege geschaffen. Die Höhe des Kammerbeitrages, die jede einzelne Pflegefachkraft zu entrichten hat, steht noch nicht fest. Sie wird durch das Selbstverwaltungsorgan der Pflegefachkräfte bestimmt. Dieser Beitrag wird sozialverträglich gestaltet und wohl von den Tarifparteien bei den nächsten Lohnverhandlungen berücksichtigt, so Wäschenbach.

Als Wunsch an die Ortsgemeinde würde es sich das Altenheim wünschen, wenn sich neben den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, wieder ein Freundeskreis oder ein Förderverein, vergleichbar wie im Haus Mutter Teresa in Niederfischbach, etablieren würde. Die Ratsmitglieder aus Mudersbach könnten sich in diesem Zusammenhang auch eine größere Verbundenheit mit dem örtlichen Heim vorstellen.

Vortrag über die Zukunft der ärztlichen Versorgung im Kreis


Die Zukunft der ärztlichen Versorgung war das Thema eines Vortrages im katholischen Pfarrheim in Wissen. Eingeladen hatten der CDU-Kreisverband Altenkirchen und die beiden Landtagsabgeordneten Enders und Wäschenbach. Fachkundige Referentin war Dr. Sigrid Ultes-Kaiser, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz.

Unter den 70 Besuchern, die Dr. Peter Enders begrüßen konnte, waren zahlreiche Arzte, Zahnärzte und Apotheker. Gespannt erwarteten sie den Vortrag von Dr. Ultes-Kaiser. Eine kurze Verspätung der Referentin gab MdL Enders Gelegenheit, die momentane Situation im Kreis Altenkirchen und darüber hinaus zu schildern. „Allein zwischen November 2014 und Juni 2015 stieg landesweit die Zahl der offenen Hausarztsitze von 82,5 auf 93, hinzu kommen 50 offene Facharztsitze“, sagte Enders. Für den Kreis Altenkirchen nannte Enders die bedenkliche Zahl von 50 Prozent der Hausärzte, die das 55. Lebensjahr überschritten haben. Ein Blick auf die Altersstruktur des Kreises zeige, so Enders weiter, dass 25 Prozent der Einwohner über 60 Jahres alt sind. Dabei sei der Kreis im Bezug auf Hausärzte, Notfallversorgung und Krankenhäuser zurzeit noch gut aufgestellt.

Diesem Zahlenbild schloss sich der Vortrag der KV-Vorsitzenden Dr. med. Sigrid Ultes-Kaiser an. Sie nannte Zahlen des statistischen Haus- und Facharztbedarfs bis zum Jahr 2020 und hatte auch die Zahlen für den Kreis Altenkirchen zur Hand. So sei die Arztdichte mit 183,6 Ärzten je 100 000 Einwohnern im Kreis Altenkirchen höher als im Landesdurchschnitt, wo sie bei 158,4 liegt. Erschwerend ergebe sich jedoch die Konstellation, dass für zwei ausscheidende Hausärzte in Zukunft drei junge Ärzte gebraucht werden, da viele der jungen Ärzte nicht bereit seien, das Pensum an Arbeit, welches eine ländliche Hausarztpraxis verlangt, zu leisten.

Was die Häufigkeit von Arztbesuchen betrifft, so gab Ultes-Kaiser zu bedenken, sei womöglich vielen Patienten das Gefühl abhanden gekommen, in welcher privilegierten Gesellschaft sie im Bezug auf ärztliche Versorgung leben.

Die anschließende lebhafte Diskussion währte weit länger als der Vortrag selbst. Dazu trug auch bei, dass einerseits enge fachliche Fragen erörtert wurden, andererseits manche Bürger mehr perspektivische Antworten wünschten. Letztlich konnten bei weitem nicht alle Sorgen der Menschen um die ärztliche Versorgung in Zukunft aufgelöst werden.

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Freitag, 13. November 2015

DOWNLOAD VORTRAG DR. ULTES-KAISER vom 05.11.2015

application/pdf Vortrag Dr. Ultes-Kaiser_Dr Enders 5. 11. 2015.pdf (425,0 KiB)

Michael Wäschenbach besucht die Realschule plus in Rennerod

Schulleiterin Antje Hentrich, MdL Michael Wäschenbach, Marius Maurer und die Klasse 10.1S


Im Jahre 2003 wurde auf Initiative des damaligen Landtagspräsidenten Christoph Grimm im Rahmen der Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ein Schulbesuchstag für die Abgeordneten des rheinland- pfälzischen Landtags eingeführt. Dieser findet seit einigen Jahren als bundesweit einmalige Aktion jeweils am 9. November, einem besonders geschichtsträchtigem Tag der deutschen Geschichte statt. Gedacht wird einmal der Ausrufung der ersten deutschen Republik im Jahre 1918, dem Fall der Berliner Mauer und der Reichsprogromnacht 1938 mit den damit verbundenen schrecklichen Ereignissen des Nationalsozialismus. 

In diesem Sinne durfte die Klasse 10.1S mit ihrem Klassenlehrer Marius Maurer den Abgeordneten des neu geschaffenen Wahlkreises 1 Herrn Michael Wäschenbach (CDU) in ihrem Klassenraum begrüßen. Schon im Vorgespräch mit der Schulleitung fand der erste Kontakt und gute Austausch mit dem für den Schulstandort Rennerod neuen Ansprechpartner im Landtag statt, in dem Wäschenbach betonte, dass er sich im nun neu geschaffenen Wahlkreis wohl fühlt und sich für alle Bürgerinnen und Bürger einsetzt, auch wenn er um die Schwierigkeiten des Zuschnitts dieses Wahlbezirks weiß.

Er betonte auch, dass es ihm auch gerader das Gespräch mit den jungen Menschen sehr am Herzen liegt. Das durften die Schülerinnen und Schüler schnell feststellen, denn der Abgeordnete erwies sich als kompetenter und angenehmer Gesprächspartner. Neben dem historischen Anlass des Schulbesuchs stand die aktuelle Politik und der Austausch zur Flüchtlingsthematik schnell im Mittelpunkt der Gesprächsrunde. Hätte nicht das Klingelzeichen den Unterrichtstag beendet, so hätte man gerne noch mehr Zeit miteinander verbracht.

Flüchtlinge – Wie schaffen wir das? Michael Wäschenbach diskutierte


Das Thema Flüchtlinge wird derzeit überall diskutiert. Der Wallmenrother Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach (CDU) wollte einmal hören, was die Bürger bei dem Thema für konkrete Anliegen haben. So stand er am Freitag gemeinsam mit dem Betzdorfer CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Michael Mies auf dem Betzdorfer Wochenmarkt.

„Die Ängste und Sorgen der Bürger zu hören, das war mein Ziel“, so Wäschenbach. Die Politik müsse hier Flagge zeigen. Der Abgeordnete bekam viel zu hören. „Das war nicht einfach, aber wichtig“, kommentiert der Wallmenrother. Leute seien verunsichert und hätten Zukunftsängste. Ältere Bürger sorgten sich um die Zukunft ihrer Enkelkinder. Konsequentes Handeln (Abschiebung nach Ablehnung des Asylantrags) wurde eingefordert. Alle europäischen Länder sollten Flüchtlinge aufnehme, Obergrenzen für Flüchtlinge müsste es geben, waren einige Punkte, die Wäschenbach zu hören bekam. Viel hat er sich notiert. Das eine oder andere will er in die Politik einbringen.
Am Freitag ging es ihm ums Zuhören. „Denn Lösungen konnte ich hier vor Ort nicht anbieten.“ Manche Bürger, so berichtet der Abgeordnete auch, äußerten auch ihre Erfahrungen, dass man sich manchmal nicht mehr traue, Ängste und Sorgen zu benennen. Denn zu schnell werde man dann in die rechte Ecke gestellt.

Quelle: RZ 25.10.2015


Justus Brühl nun an der Spitze der Jungen Union


Nach vier Jahren als Vorsitzender der Jungen Union (JU) im AK-Land stellte sich der Alsdorfer Malte Kilian beim Kreistag der JU in der Betzdorfer Stadthalle nicht mehr zur Wahl. „Ich blicke auf eine schöne Zeit zurück, in der wir vieles geschafft haben.“, resümierte er. „Durch die Neugründung von JU-Verbänden im Kreis konnten wir viele engagierte Mitglieder gewinnen.“

Kilians Nachfolger wurde laut Pressemitteilung Justus Brühl aus Scheuerfeld, der wesentliche Bestandteile der künftigen Arbeit definierte. „Wir müssen noch mehr junge Menschen für Politik und Ehrenamt begeistern“, forderte der neue Vorsitzende demnach. Gerade angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation zeige sich, wie wichtig Engagement sei. „Auch wir als Junge Union müssen mit unserem Verständnis von Nächstenliebe bei der Integration von Flüchtlingen helfen.“ Außerdem wolle die JU bei der Landtagswahl im nächsten Jahr aktiv werden. Den beiden CDU-Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach und Dr. Peter Enders sicherte man Unterstützung zu: „Der Kreis Altenkirchen braucht eine starke, solide Stimme in Mainz.“ Die „desaströse“ Politik der SPD-geführten Landesregierung müsse ein Ende haben, so Brühl.

Als neue stellvertretende Vorsitzende wurden Nicolas Schuhen aus Altenkirchen sowie der Kirchener Thilo Kipping gewählt. Neuer Schatzmeister ist Marcus Rommel aus Hamm. Den Vorstand ergänzen elf Beisitzer: Simon Bäumer, Michael Mies, Carina Mies (alle Betzdorf), Chris Lichenthäler, Andreas Wollenweber, Max Schneider (alle Daaden), Gloria Roth (Dickendorf), Delilah Dech (Altenkirchen), Sarah Bonn (Wissen), Arabella Geimer (Freusburg) und Christoph Schneider (Wissen).

Die Landtagsmitglieder Wäschenbach und Enders freuten sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Vorstand. Auch sie betonten die Wichtigkeit des Engagements für Flüchtlinge, heißt es in dem Schreiben. „Die Ausweisung des Stegskopfs als Erstaufnahmeeinrichtung ist der richtige Weg“, bemerkte Wäschenbach. Landrat Michael Lieber bestätigte dies: „Große Herausforderungen brauchen pragmatische Lösungen.“ Weiterhin stellte er das Breitbandkonzept des Kreises Altenkirchen vor. Die „weißen Flecken“, in denen schnelles Internet nur begrenzt zur Verfügung stehe, würden damit endlich von der Karte verschwinden. CDU-Kreisvorsitzender Dr. Josef Rosenbauer bestärkte die JU, sich für den Ausbau der B 8 und B 62 einzusetzen: „Ansonsten verpassen wir hier in der Region den Anschluss!“

Beim Schlusswort unterstrich Brühl die Wichtigkeit der Arbeit der JU. Viele ältere Kommunalpolitiker blendeten die Wünsche der jungen Menschen aus. „Wir wollen Perspektive und sichere Arbeitsplätze in der Region. Aber auch Freizeitangebote und eine gute Anbindung an die größeren Städte gehören dazu!“ Die Aussagen von so manchen Politikern in jüngster Vergangenheit zeigten nur, wie entfernt diese von der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen seien. „Wir müssen den Anwalt unserer Generation spielen“, bekräftigte Brühl.

Quelle: SZ vom 30.09.2015


Oktoberfest des CDU-Gemeindeverband Betzdorf


Beste Stimmung beim Oktoberfest des CDU-Gemeindeverbandes Betzdorf in der Alsdorfer Grillhütte: Erstmals hatte die Union das Oktoberfest für den gesamten Landtagswahlkreis 1, zu dem mittlerweile bekanntlich auch die Verbandsgemeinde Rennerod gehört, angeboten. Mit von der Partei waren zudem die CDU-Freunde aus dem Gebhardshainer Land. Ihnen galt ein besonderer Gruss des Betzdorfer Gemeindeverbandsvorsitzenden Michael Mies und des Alsdorfer Ortsverbandsvorsitzenden Markus Stangier, der außerdem MdB Erwin Rüddel, MdL Michael Wäschenbach und den CDU-Kreisvorsitzenden Dr. Josef Rosenbauer und den frisch gebackenen neuen Kreisvorsitzenden der Jungen Union (JU), Justus Brühl, begrüßen konnte. Für die  musikalische Begleitung zeichnete die Jagdhornbläsergruppe Alsdorf-Hachenburg verantwortlich.

CDU Kreisgeschäftsstelle, 26.09.2015

In Betzdorf viele Unterstützer zum Weltfriedenstag mobilisiert

Zum Weltfriedenstag am 21. September hatte der Weltladen Betzdorf an seinen Stand auf dem Wochenmarkt eingeladen. Viele Bürger und Vertreter von Parteien etc. folgten der Einladung. Die Landtagsabgeordneten Anna Neuhof (Bündnisgrüne), Michael Wäschenbach (CDU), Vertreter von DGB, Arbeiterwohlfahrt, Kolping Gebhardshain, Marita Ganser als Beigeordnete der Stadt Betzdorf, ein Vertreter der Moschee Betzdorf, vom Dekanat Kirchen etc. waren gekommen.
Hermann Reeh (Weltladen Betzdorf) betonte, dass der Weltladen Betzdorf mit dem Motto „Frieden beginnt mit gerechter Weltordnung“ auf den Zusammenhang zwischen Gerechtigkeit und Frieden hinweisen wolle. Denn Friedenspolitik sei eng verbunden mit dem „Einsatz für eine gerechte Weltordnung, die eine gleichberechtigte Teilnahme aller Menschen an den Gütern der Erde ermöglicht“.
„Die Idee der Gerechtigkeit“, so Reeh, „gehört zum Wertvollsten und Schönsten, was die Menschheit hervorgebracht hat, sie ist aber immer wieder bedroht von Wirtschaftsinteressen, politischen Machenschaften und Gleichgültigkeit“. Aber aus der theoretischen Überzeugung, dass es gerecht zugehen soll, folge oft kein praktisches Handeln. „Der Weg vom Hirn zur Hand scheint sehr weit zu sein.“ Reeh verweist hier auf den Anteil des Fairen Handels am gesamten Handel in Deutschland. Der betrage gerade einmal drei Prozent. So zeige sich, dass eine gerechte Weltordnung immer wieder erstritten und durchgesetzt werden müsse. „Der faire Handel ist für uns ein wichtiges Instrument, um einer gerechten Weltordnung ein wenig näher zu kommen und soziale Menschenrechte und Kinderrechte zu sichern. Faire Preise für Produkte sind keine Almosen, sondern schaffen Strukturen für einen gerechten Handel weltweit. So wird das Überleben von benachteiligten Produzenten vor allem im Süden gesichert und damit auch Fluchtursachen beseitigt“, blickt Reeh auf die aktuelle Situation.
Essen und Trinken seien keine reine Privatsache, sie hätten Auswirkungen auf das Leben anderer. Wer sich für mehr Fairness und Gerechtigkeit weltweit einsetze, könne mit seiner Entscheidung für fair gehandelte Produkte ein starkes und glaubwürdiges Zeichen setzen. „Das Kaufen“, sage Papst Franziskus, „ ist nicht nur ein wirtschaftlicher Akt, sondern immer auch eine moralische Handlung.“ Fairer Handel, findet Reeh, sei ein wichtiger Baustein für eine gerechte und friedliche Welt. Das allein reiche aber nicht aus, die Politik sei gefragt. „Sie muss in den Markt eingreifen und für Mindestpreise zugunsten von Kleinbauern sorgen sowie soziale und ökologische Mindeststandards festlegen.“
Die jetzige Generation entscheide durch ihr Verhalten, welche Lebenschancen die Menschen in den Ländern des Südens und die künftigen Generationen haben. Noch einmal wird auf den Appell von Papst Franziskus verwiesen: „Lasst uns unsere Zeit so gestalten, dass man sich an sie erinnern wird als eine Zeit, in der eine neue Ehrfurcht vor dem Leben erwachte, als eine Zeit, in der das Streben nach Gerechtigkeit und Frieden neuen Auftrieb bekam.“

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Mittwoch, 23. September 2015

Michael Wäschenbach organisiert Tag der E-Mobilität


Einen Tag der E-Mobilität organisierte der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach am Freitag in Betzdorf.
Auf dem Parkplatz an der Gontermannstraße ging es um Elektromobilität. Bürger konnten dort auch Fahrräder selbst testen. E-Bike, E-Roller und E-Auto standen im Mittelpunkt. Wäschenbach warb für diese Art der Fortbewegung.

Unterstützt wurde er dabei von Händlern aus der Region. Umweltfreundlich, so der Abgeordnete, sei diese Fortbewegung aber nur, wenn sie mit Ökostrom erfolge oder am besten mit Solarstrom vom Dach der eigenen Garage. Hier sei ein Feld, wo auch die Kommunen aktiv werden könnten, um etwa E-Tankstellen vor Ort anzubieten. 

Quelle:
RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Samstag, 19. September 2015

Betzdorf feiert das 147. Schützenfest


Gut beschirmt mussten die neuen Majestäten, der Hofstaat, die Kapellen und die Gastvereine den großen Umzug in Betzdorf antreten. Denn vor der Krönung gestern Nachmittag auf dem Rathausbalkon setzte der Regen ein.

Aber, die Betzdorfer sind, was schlechtes Wetter am Schützenfestwochenende angeht, ja Kummer gewohnt. So hatten sich dennoch Schaulistige aufgemacht, die Zeremonie, musikalisch umrahmt von der Stadtkapelle Betzdorf unter Leitung von Sascha Becher, zu verfolgen. Sabina Kniep, die Vorsitzende des Schützenvereins, begrüßte die Besucher, unter ihnen die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) und der heimische Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach (CDU).

Die Betzdorfer Schützen werden in diesem Jahr von zwei Frauen regiert: Kniep krönte Katja Lück (38) mit der Kette zur neuen Königin und Eva Schumacher zur Jungschützenkönigin. Bürgermeister Bernd Brato überreichte der gebürtigen Chemnitzerin, die seit einigen Jahren im Verein aktiv ist, ein Collier, das Geschenk der Stadt Betzdorf. Der Regentin steht Ehemann Alexander als Prinzgemahl zur Seite, und sie hatte Sohn Jan und seine kleine Freundin mit zur Krönung genommen. Den Hofstaat, der vor dem Balkon Spalier stand, führte das Kaiserpaar Hubert und Karin Bleeser an.

Bürgermeister Brato dankte in seinem Grußwort zunächst der Stadtkapelle für ihr Engagement am Schützenwochenende. Vom Zapfenstreich, über das Ständchenspielen bis hin zur Krönung und den Umzug ist die Kapelle voll im Einsatz – „ich bin stolz, Vorsitzender dieses tollen Vereins zu sein“, so Brato. Er dankte dann den neuen Majestäten, das sie die Verantwortung nicht scheuen: „Es ist heute nicht mehr selbstverständlich, dieses Amt zu übernehmen. Dabei ist es traditionsreich.“

Betzdorf feiert in diesem Jahr sein 147. Schützenfest. „Das 150. naht“, blickte das Stadtoberhaupt auf das Jubiläum in drei Jahren. Die Vorbereitungen laufen bereits an. Brato bat Kandidaten, die im Jubiläumsjahr Schützenkönig werden möchten, sich zu melden. „Damit wir das 150. Schützenfest mit Freude angehen können.“ Sabina Kniep lud die Bürger ein, am heutigen Montag zum Frühschoppen ab 13.30 Uhr ins Festzelt zu kommen, getreu dem Motto „Freunde unter Freunden“. Und als befreundete Gastvereine marschierten am Sonntag der Musikverein Scheuerfeld und der Spielmannszug Gosenbach sowie die Schützenvereine aus Alsdorf, Weitefeld, Gebhardshain, Hamm, Scheuerfeld, Struthütten und Königsdorf gut beschirmt zum Schützenplatz mit.

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Montag, 14. September 2015

40 jähriges Bestehen des Altenschutzbund Solidar

Getreu seinem Motto „Miteinander – Füreinander“ setzt sich der Erste Deutsche Altenschutzbund „Solidar“ Betzdorf/Kirchen seit vier Jahrzehnten auf vielfältige Weise ehrenamtlich für die Belange älterer Mitbürger ein. Sein 40-jähriges Bestehen feierte er am Freitag in der Stadthalle Betzdorf. Dazu begrüßte Vorsitzender Frank-Ulrich Kron rund 200 „Geburtstagsgäste“.

Der kirchliche Rektor Hans Scholl hatte den Altenschutzbund 1975 als ersten seiner Art gegründet. Er arbeitete im Vorstand mit, bis er 2003 verstarb. Kron hatte seine erste Begegnung mit Scholl, als der Verein noch in der Entwicklungsphase war. Seitdem hat sich der Bund kontinuierlich weiterentwickelt. Er hat heute 314 Mitglieder.

Landrat Michael Lieber betonte, dass Scholl stets Wert auf die Bezeichnung Erster Deutscher Altenschutzbund „Solidar“ gelegt habe. Es war damals ein modellhaftes Projekt, das seine Aufgabe auch im Brückenbau zwischen Jung und Alt sah, das sich bis heute bewährt habe und beispielgebend sei – in anderen Verbandsgemeinden haben sich ähnliche Strukturen entwickelt. Betzdorfs Bürgermeister Bernd Brato betonte, dass der Bund auch die Einsamkeit vieler allein stehender älterer Menschen bekämpfe, Räume zum Treffen schaffe, die Senioren mit dem Stammtisch „4711“, Computerkursen und Reisen aus ihren Häusern hole und einen fixen Punkt biete, auf den sie sich freuten. „Sie schaffen damit Gemeinschaft. Arbeiten Sie mit gleicher Konstanz weiter“, rief er den ehrenamtlichen Helfern zu.
Schriftführerin Rebecca Weber machte in einem Rückblick deutlich, dass der Altenschutzbund schon vor 40 Jahren seiner Zeit voraus war. Von Anfang an waren Aufgaben und Ziele in der Satzung genau definiert. Dazu zählen etwa das Eingreifen bei unwürdiger Behandlung alter Menschen, die Vermittlung von Hilfen bei wirtschaftlicher Not und Pflegebedürftigkeit, Beratungsgespräche, die Förderung von kulturellen Veranstaltungen, Einflussnahme auf die Gesetzgebung und kommunale Strukturpläne. Allein in den vergangenen fünf Jahren wurden rund 500 Hilfesuchende betreut und etwa 250 Hausbesuche veranstaltet, wobei die ehrenamtlichen Helfer mehr als 15 000 Stunden im Einsatz waren.
Zum Ehrenmitglied wurde in der Feierstunde Christel Scholl ernannt, die Witwe des ASB-Gründers. Einen Blumenstrauß erhielt Agnes Kneip, die seit mehr als 20 Jahren die Wassergymnastik- und Schwimmgruppe leitet. Für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden Dr. Gertrud Fleckner, Marianne Wroblewski, Paul Volk und Erika Hölzemann. Für die Musik sorgten die Gruppe „Captain Cook“ aus Weilburg und der heimische Singkreis „CHORage“ unter der Leitung von Gerd Pfeiffer.Eva-Maria Stettner

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Montag, 14. September 2015

75 Lehrer ohne Vertrag im Kreis Altenkirchen


Alle Jahre wieder: „Lehrer im gesamten Kreis Altenkirchen verlieren seit Jahren zu Beginn der Sommerferien ihren Arbeitsvertrag“, erklären die CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders (Eichen) und Michael Wäschenbach (Wallmenroth). Wie das Land mit seinen befristet beschäftigten Lehrern umgehe, sei schockierend. „Die Landesregierung will Kosten sparen und setzt viele Lehrer über die Sommerferien auf die Straße. Viele, vor allem junge Lehrkräfte, leben nur noch von Kurzzeitvertrag zu Kurzzeitvertrag, Planungssicherheit sieht anders aus.“

Die Abgeordneten hatten über eine Kleine Anfrage an die Landesregierung die Situation im Kreis Altenkirchen ermittelt. „Bei uns endete zum Beginn der Sommerferien für 75 Lehrer jeweils ihr Vertretungsvertrag.“ Weil es sich dabei teilweise um Teilzeitstellen handelt, ergibt sich umgerechnet eine Zahl von 58 Vollzeitstellen. „Für die meisten bedeutet das, dass sie für die Zeit der Sommerferien arbeitslos sind und von ihren Rücklagen oder von Sozialleistungen leben müssen“, erklärten Enders und Wäschenbach. 42 Lehrer mit einem befristeten Arbeitsvertrag im Kreis arbeiten nach Angaben der Landesregierung bereits seit mehreren Jahren auf Basis befristeter Verträge. Lehrer, die als „moderne Leiharbeiter“ arbeiten, seien verständlicherweise oft mehr mit eigenen Sorgen beschäftigt, was sich auch auf die alltägliche Arbeit auswirke.

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Donnerstag, 3. September 2015

Betriebsbesichtigung der Firma Bartolosch GmbH Co. KG in Daaden


Landtagsabgeordneter Michael Wäschenbach besucht gemeinsam mit Vertretern des CDU-Ortsverbandes Daaden und der CDU-Verbandsgemeinderatsfraktion Herdorf-Daaden das familiengeführte Unternehmen Bartolosch in Friedewald.

Heike Geisler, Geschäftsführerin des mittelständischen Unternehmens, das sich seit nun mehr 75 Jahren zu einem führenden Zulieferer von montagefertigen Maschinenteilen und Baugruppen entwickelt hat, führte die interessierten Besucher durch den Betrieb mit seinen rund 200 Mitarbeitern. Im Anschluss fand ein reger Austausch zwischen Politik und Wirtschaft statt. Ein wichtiges Thema war die Suche nach Facharbeitern. Dabei kamen auch Überlegungen hinsichtlich der schnelleren Integration von Asylbewerbern in den heimischen Arbeitsmarkt zur Sprache.

Die Teilnehmer dankten den Firmeninhabern für das regionale Bekenntnis und die Standorttreue. Sie zeigten sich auch beeindruckt vom steten großen Engagement als Ausbildungsbetrieb für junge Menschen. Wäschenbachs Dank gilt der Geschäftsführerin der Firma Bartolosch GmbH & Co. KG Heike Geisler, Dorothea Hess vom CDU-Ortsverband Daaden, dem Stadtverbandsvorsitzenden Tobias Gerhardus und Gemeindeverbandsvorsitzenden Chris Lichtenthäler für die Organisation des Firmenbesuches. 

 
Quelle; RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Freitag, 28. August 2015

 

Erweiterung der Postdienstleistungen in der Postagentur Flade in Betzdorf

Seit einigen Wochen können in der Postagentur Udo Flade an der Kölner Straße 130 weitere Postdienstleistungen genutzt werden.

So ist z.B. die Nutzung der Postcard bzw. Postpartnercard jetzt möglich. Des Weiteren können Handys aller gängigen Anbieter aufgeladen werden. Auch der Postbusfahrkarten können erworben werden.

Die Anregung zur Angebotserweiterung habe das Büro von MdL Michael Wäschenbach an den Verantwortlichen, Bernd Dietrich (Regionaler Politikbeauftragter), gegeben. Wäschenbach, heißt es in einer Notiz aus dessen Büro, habe diese Informationen auch dem Stadtmarketing Betzdorf und der Regionalen Entwicklungsgesellschaft zur Verfügung gestellt.

Quelle: Siegener Zeitung, 27.08.2015

Wäschenbach fragt in Mainz erneut wegen barrierefreiem Bahnhofsausbau


Die Bundesregierung plant ein neues Sonderprogramm zur Förderung kleinerer Bahnhaltestellen: 50 Millionen Euro will Berlin bis 2018 bereitstellen, um Barrieren für Senioren und Menschen mit Behinderung zu beseitigen. Das hat der heimische Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach (CDU) erfahren – und einen Brief an den Mainzer Staatsminister Roger Lewentz geschickt, in dem er fragt, ob durch dies Förderprogramm nicht auch der Bahnhof Brachbach – wenn er bald modernisiert wird – vollständig barrierefrei ausgebaut werden könnte.

Das hatte der Wallmenrother Ortsbürgermeister erstmals Anfang des Jahres versucht, doch Lewentz hatte ihm wenig Hoffnung gemacht: „Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und aus zeitlichen Gründen (geringe Bauzeit) haben sich die Beteiligten darauf verständigt, dass zunächst ein Neubau des Mittelbahnsteigs und eine Ertüchtigung der Personenunterführung inklusive der Treppenhäuser erfolgen soll. Die Möglichkeit einer späteren barrierefreien Erschließung der Bahnsteige mittels Rampe ist dabei gegeben.“

Lewentz hatte vor allem auf den Kostenfaktor hingewiesen: Wo der nicht barrierefreie Ausbau 2,6 Millionen Euro gekostet hätte, wäre die von Wäschenbach und den Brachbachern und Mudersbachern geforderte barrierefreie Sanierung auf fast das Doppelte gekommen: 4,4 Millionen. Die Kosten könnten nun eventuell nicht mehr entscheidend sein. Daher schreibt Wäschenbach nach Mainz, in Brachbach sei man nach wie vor besorgt, „dass die Modernisierung des Bahnhaltepunkts nur eingeschränkt barrierefrei“ gestaltet werden könnte: „Dies würde der gesellschaftlichen Debatte und auch dem politischen Willen der vollständigen Teilhabe behinderter oder mobilitätseingeschränkter Menschen widersprechen.“

Und er führt als weiteres Argument an, dass der Ort an der Rhein-Sieg-Strecke liege, „die von allen politischen Akteuren als bedeutsame Verkehrsachse eingestuft wird und auch für Investitionen im Bundesverkehrswegeplan angemeldet wurde“. Auch das bisherige Argument, dass für kleine Bahnhöfe wie Brachbach mit seinen nicht einmal 1000 Fahrgästen hohe Fördergelder nicht in Frage kommen, wird durch das Berliner Programm hinfällig: Es ist ausdrücklich für Haltestellen unter 1000 Gäste vorgesehen.

Wäschenbach schlägt eine Rampenlösung für die Außenbahnsteige und einen Aufzug für den mittleren Bahnsteig vor: „Ein barrierefreier Bahnhof ist für die Entwicklung des ländlichen Raumes unumgänglich“, betont er. Brachbach wie Mudersbach hätten sich zudem bereits finanziell an dem Projekt beteiligt und könnten ihre Haushalte darüber hinaus nicht mehr stärker belasten.

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Mittwoch, 5. August 2015

Wäschenbach und Enders wollen ein Betreuungsgeld auf Landesebene


Seit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Betreuungsgeld häufen sich die Zuschriften und Anrufe aus der Bevölkerung an die CDU-Landtagsfraktion in Mainz und auch an die Büros der CDU-Abgeordneten im Kreis Altenkirchen. Der Tenor: Das Betreuungsgeld soll weiterhin gezahlt werden. Welche staatliche Ebene hierfür formal zuständig ist, ist demnach zweitrangig.

Das Bundesverfassungsgericht hatte festgestellt, dass nicht der Bund, sondern die Länder zuständig sind. „In den letzten Tagen haben sich viele Eltern an uns gewandt und deutlich gemacht, dass sie sich sehr bewusst dafür entschieden haben, ihr Kind zu Hause zu betreuen und erst im vierten Lebensjahr in eine Kindertagesstätte zu geben, wobei das Betreuungsgeld diese Leistung ein Stück weit unterstützt“, berichten die heimischen Abgeordneten Dr. Peter Enders (Eichen) und Michael Wäschenbach (Wallmenroth). Der Versuch von Rot-Grün, das Betreuungsgeld auch sprachlich als „Herdprämie“ zu diffamieren, sei gescheitert.

Enders und Wäschenbach verweisen auf die Landtagsdebatte in der vergangenen Woche, bei der deutlich geworden sei, „dass 23 000 Anträge auf Betreuungsgeld landesweit eine deutliche Sprache sprechen und die Lebenswirklichkeit der hier lebenden Familien spiegeln.“ Weder gehe es darum, Kleinkinder um frühkindliche Bildungschancen zu bringen, noch dürfe man das Betreuungsgeld und die Verfügbarkeit von Eltern für den Arbeitsmarkt gegeneinander aufrechnen. „Es geht um die Wahlfreiheit, wie Kinder in der wichtigen Phase unter drei Jahren aufwachsen. Und wenn Eltern uns darlegen, dass niemand anders als sie selbst darüber entscheiden, wann es aus ihrer Sicht für ihre Kinder gut und richtig ist, von anderen Menschen als von ihnen selbst betreut zu werden, ist das nicht nur zu respektieren, sondern ebenso zu unterstützen wie die Betreuung in einer unserer Kitas“, unterstreichen die CDU-Politiker. Deshalb werbe die CDU-Landtagsfraktion für ein Landesfamiliengeld, das die bisherige Leistung des Betreuungsgeldes von Bundesseite ersetze und eben diese Wahlfreiheit stärke.

CDU-Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner hatte im Landtag sogar eine verbesserte finanzielle Anerkennung der Erziehungsleistung der Eltern gefordert, damit sie die notwendige gesellschaftliche Würdigung finde. Das, so die beiden heimischen Parlamentarier, sei die Weiterentwicklung einer gestärkten Familie: „Unsere Haltung ist klar: Familien müssen sich darauf verlassen können, dass sie unabhängig von ihrer Lebensentscheidung die Rückendeckung der Landespolitik haben.“

In diesem Zusammenhang kritisieren Michael Wäschenbach und Peter Enders Äußerungen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie hatte erklärt, Familien, die ihre unter dreijährigen Kinder bisher daheim betreut und nicht in eine Kita gegeben hätten, würden diese von frühkindlicher Bildung fernhalten. Deshalb sei der Wegfall des Betreuungsgeldes ein guter Tag für die Kinder. „Kinder müssen doch nicht vor ihren Eltern geschützt werden, welches Familienbild hat denn unsere Ministerpräsidentin?“, fragen die beiden CDU-Abgeordneten.

Weiter heißt es: „Die Ministerpräsidentin teilt damit unsere Familien ein in erwerbstätige, gute Familien und in schlechte Familien – jene Familien, die ihren Kindern frühkindliche Bildung angeblich vorenthalten, weil sie sie in den ersten zwei Jahren zu Hause betreuen. Hier geht es um Ein- und Zweijährige und es geht nicht um ein jahrelanges Fernhalten vom Arbeitsmarkt der Mütter.“

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Donnerstag, 30. Juli 2015

Erdverkabelung in Alsdorf als Pilotprojekt ? Wäschenbach schreibt an Minister Gabriel und die Bundesnetzagentur


Michael Wäschenbach lässt beim Thema Stromtrasse nicht locker. In Briefen an Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und an den Präsidenten der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, hat der CDU-Landtagsabgeordnete angefragt, inwieweit es noch möglich ist, auf die von Amprion in Mudersbach/Brachbach und Alsdorf geplanten 380-kV-Höchstspannungsfreileitungen zu verzichten und stattdessen Erdkabel zu verlegen.

Wie berichtet, liegt für die Freileitungen inzwischen ein Planfeststellungsbeschluss der SGD Nord vor. Vor diesem Hintergrund hatte Wäschenbach vor Tagen bereits eine Anfrage im Landtag gestellt. Von der Landesregierung wollte er wissen, wie sie dem aktuellen Eckpunktepapier Energiewende der Bundesregierung gegenübersteht, wonach bei neuen Gleichstromtrassen Erdkabel Vorrang vor Freileitungen erhalten sollen.

Mit dieser Frage hat Wäschenbach nun auch Bundeswirtschaftsminister Gabriel und die Bundesnetzagentur konfrontiert. In den Schreiben nach Berlin und Bonn heißt es wörtlich: „Leider ist inzwischen ein Planfeststellungsbeschluss der Landesbehörde ergangen, der die kommunalen Alternativtrassen nicht berücksichtigt und die von Amprion vorgeschlagenen Trassen festschreibt. Die Menschen hier vor Ort sind sehr enttäuscht. Zwei der betroffenen Kommunen werden gegen den Feststellungsbeschluss klagen. Geblieben ist die Ohnmacht. Nun hat sich eine Bürgerinitiative gegründet.“
Hoffnung, so Wäschenbach weiter, schöpfe man nun noch aus den jüngsten Entscheidungen auf Bundesebene – zumal es sich bei den vorgeschlagenen Alternativtrassen um vergleichsweise kurze Abschnitte handele. In Mudersbach/Brachbach sei sie ungefähr gleich lang wie die Antragstrasse, läge jedoch etwa 100 Meter weiter weg von der Wohnbebauung. Im Bereich Alsdorf wäre die Alternativführung um etwa 1500 Meter länger als die von Amprion geplante Trasse (circa 3000 Meter). Dort, so Wäschenbachs Vorschlag an den Bundeswirtschaftsminister, könnte man doch eventuell eine Erdverkabelung als Pilotprojekt durchführen. 
 
Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Mittwoch, 22. Juli 2015

 

Kreis-CDU fordert mehr Straßenplanung - Ausbau der Siegstrecke als Chance sehen


Die Arbeiten am Bundesverkehrswegeplan 2015 laufen. Voraussichtlich im Herbst werden die Bewertungen der rund 2000 vorgeschlagenen Projekte vorliegen. Die CDU im Kreis Altenkirchen hatte nun den zuständigen Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für den Bundesverkehrswegeplan, MdB Patrick Schnieder (Bitburg), eingeladen, um den Handlungsbedarf vor Ort zu verdeutlichen.

In Mudersbach stellten sich die CDU-Vertreter die Frage, wie die B 62 im Kreis weitergeführt werden soll, wenn die Hüttentalstraße (HTS) auf NRW-Seite demnächst fertig ist. Verschiedene Varianten einer Ortsumgehung, so CDU-Kreisvorsitzender Dr. Josef Rosenbauer, würden diskutiert. Die laut Landesbetrieb Mobilität effizienteste und aussichtsreichste sei eine 2,8 Kilometer lange Trasse, die die B 62 parallel zu Bahn und Sieg führen und in Büdenholz enden soll.

Mudersbachs Ortsbürgermeister und CDU-Ortsvorsitzender Maik Köhler betonte, dass die B 62 im Bereich Mudersbach den gesamten Kreis bis Wissen erschließe. Dies müsse im neuen Bundesverkehrswegeplan berücksichtigt werden, und zwar im sogenannten vordringlichen Bedarf – wie bisher. „Das muss auch so bleiben, damit wir nicht abgehängt werden“, erklärte MdL Michael Wäschenbach.

Schnieder machte deutlich, wie wichtig ausgereifte Planungen vor Ort und durch das Land seien, damit eine Maßnahme aufgenommen werde – so wie es mit der HTS-Verlängerung nach Niederschelder-hütte gewesen sei. Hier setzt die Kritik der CDU an – und nicht nur mit Blick auf die Fortführung der B 62 über Mudersbach in den Kreis, sondern auch mit Blick auf den Ausbau der Bundesstraßen B 8 und B 414 als großräumige Querverbindungen zwischen den Autobahnen A 3 und A 45. Rosenbauer: „Um dritte Spuren als Überholspuren zu bauen, stellt der Bund den Ländern unabhängig vom Bundesverkehrswegeplan Gelder zur Verfügung, die aber nicht zu uns gelangen. Das Land hat außerdem schlichtweg keine Ausbauplanungen und zieht sich darauf zurück, dass man nicht über die entsprechenden Planungskapazitäten verfügt.“

Ein weiteres Projekt will die Kreis-CDU im Verkehrswegeplan dringend berücksichtigt wissen: Die Bahnstrecke zwischen Köln und Siegen als eine der „Lebensadern für die Region“. Landrat Michael Lieber und CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Michael Wagener machten deutlich, dass der Kreis sich seit Jahren vor allem für den Ausbau der seit dem Zweiten Weltkrieg eingleisigen Abschnitte auf NRW-Seite einsetzt, um die gesamte Strecke bis Siegen und weiter nach Gießen aufzuwerten. Mit der absehbaren Zunahme des Güterverkehrs sehe man hier nun eine Chance. „Wenn die Bahn“, so Wagener, „die Siegstrecke für den umsatzstarken Güterverkehr auf die Sieg-Strecke sowie auf die Ruhr-Sieg-Strecke setzt – auch als Ausweichroute für das Mittelrheintal – muss sie zwangsläufig zuerst den Knoten Köln und dann auch die Siegstrecke ertüchtigen, und zwar mit allen modernen Lärmschutzmaßnahmen, die erforderlich sind. In der Folge könnte auch der ÖPNV gesichert und verbessert werden, weil es dann keine eingleisigen Abschnitte mehr gibt.“ Wagener wertet die jüngsten Aussagen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und Landesinfrastrukturminister Roger Lewentz als positives Signal.

Das Fernziel, so Wagener und MdL Wäschenbach, könnte eine durchgängige S-Bahn-Linie von Köln bis Siegen sowie eine Sprinterverbindung für die Pendlerströme in der Hauptverkehrszeit sein. Tausende Pendler und Schüler seien auf schnelle und moderne Verbindungen angewiesen, insbesondere an die Wachstumsregion Köln-Bonn. Umgekehrt müsse die Region, wenn sie auf Tourismus setze, von den Ballungsgebieten aus gut erreichbar sein.

Dessen ungeachtet werde der Güterverkehr auch ohne Umleitungen auf der mehr als 100 Jahre alten und reparaturbedürftigen Bahnstrecke stark zunehmen. Ohne Ausbau der eingleisigen Abschnitte und dringend notweniger Reparaturen an den Brücken würden Pendler aus dem AK-Land weiter mit Dauerverspätungen rechnen müssen. Die CDU erinnert an Studien der Universität Siegen und des Beratungshauses SMA (Zürich) sowie die „Korridorstudie Mittelrhein“ des Bundesverkehrsministeriums, die diese Analysen und Überlegungen stützen. Sie befürwortet weiterhin das Ansinnen des Landkreises, die Siegstrecke in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans sowie in das Lärmschutzprogramm des Bundes aufzunehmen. 

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Dienstag, 21. Juli 2015, Seite 15

Abgeordnete Michael Wäschenbach und Dr. Peter Enders: „Mindestlohn muss alltagstauglicher werden“


Seit Einführung des Mindestlohn vor gut vier Monaten ist deutlich geworden, dass es bei der Umsetzung der Verordnung in vielen Bereichen große Probleme gibt. Gerade in der Landwirtschaft haben sich die Ausführungsbestimmungen als praxisfern und unpraktikabel erwiesen.  Dazu erklären die örtlichen Abgeordneten:

„Die Vorstellungen von Bundesarbeitsministerin Nahles haben nichts mit der Wirklichkeit in landwirtschaftlichen Betrieben zu tun. Mit den Regelungen ist sie weit übers Ziel hinausgeschossen. So führt beispielsweise die Umrechnung des üblichen Akkordlohns in den Mindestlohn zu einer ungerechten, der Leistung nicht entsprechenden Bezahlung der Saisonarbeitskräfte. Auch die strengen Vorschriften für mitarbeitende Familienangehörige sind schlicht realitätsfern.

Diese Belastungen für die Landwirte in Rheinland-Pfalz wollen wir als Christdemokraten nicht hinnehmen. Unser Ziel ist es, bürokratische Hürden abzubauen und auf eine alltagstaugliche Anpassung der Verordnung hinzuarbeiten. Da nehmen wir auch die Ministerpräsidentin und die Landwirtschaftsministerin dieses Landes in die Pflicht.
Und wir bedanken uns für die nachvollziehbaren Hinweise und Vorschläge aus dem Berufsstand zu Arbeitszeiten, zur Dokumentation oder zur Auszahlung des Lohnes bei Saisonarbeitskräften.
Wir werden bei diesem Thema nicht locker lassen, weil es um die Existenz unserer Betriebe in Rheinland-Pfalz geht.“

Klöckner unterstützt die Kampagne "Anschluss Zukunft"


Vertreter der Initiative „Anschluss Zukunft“ haben der Oppositionsführerin im Mainzer Landtag, Julia Klöckner (CDU), das Anliegen der Kampagne erläutert. Der Beiratsvorsitzende Christoph Böhmer warb um die Unterstützung der Politik für ein ganzheitliches Konzept zur Verbesserung der Infrastruktur im nördlichen Rheinland-Pfalz. Vor allem der Lückenschluss B 8/B 414/B 62 soll im Fokus stehen, um eine leistungsfähige Ost-West-Achse zwischen Bonn (A 3) und Herborn (A 45) zu realisieren. Die Vorratsplanung ist für diese Streckenrealisierung ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg, um die zur Verfügung stehenden Gelder aus der Zusage des Bundes, die sogenannten „Mobilitätsmilliarden“, zielgerichtet einzusetzen.

„Die Hüttentalstraße im Raum Siegen wäre ohne eine vorhandene Vorratsplanung unseres Nachbarlandes NRW nicht realisiert worden“, erklärte Christoph Böhmer. Julia Klöckner sicherte am Rande eines Betriebsbesuchs in Langenbach bei Kirburg ihre Solidarität zu, die Kampagne zu unterstützen und so den Ausbau der dritten Spuren weiter voran zu treiben. „Die CDU aus dem Kreis Altenkirchen begrüßt, dass die Initiative jetzt eine neue Kampagnenoffensive angekündigt hat. Wir dürfen nicht locker lassen, unser Ziel, den vordringlichen Ausbau der B 8 und B 414 im Bundesverkehrswegeplan zu verankern, zu erreichen.

„Das Land ist in der Pflicht, die Planungen in einen baureifen Status zu bringen, damit es bei möglichen Geldzuweisungen wie bei der HTS fertige Pläne in der Schublade liegen hat“, meinte Michael Wäschenbach (MdL). Sein Kollege Dr. Peter Enders berichtete: „Wir haben eine kleine Anfrage an den Bund gestellt, welche Mittel in diesem und dem vergangenen Jahr für Bundesstraßen zur Verfügung gestellt und welche Maßnahmen hiervon realisiert wurden.“ Nachdem die Bewertung des Bundes durch den Bundesverkehrswegeplan vorliegt (geplant ist diese für Herbst/Winter 2015) wird sich Julia Klöckner auch weiterhin für den Ausbau der Infrastruktur im Landkreis Altenkirchen sowie des Westerwaldkreises einsetzen, dann sollen erneut Gespräche aufgenommen werden. 

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom 10.07.2015

„Empfang der Wirtschaft“


Welch ein Aufstieg: vom Ein-Mann-Betrieb zu einem Global Player. Die „Group Schumacher“, Gastgeber für den „Empfang der Wirtschaft“ im Kreis Altenkirchen (die RZ berichtete), ist der führende Anbieter von Komponenten und Systemen für Erntemaschinen, wie der Geschäftsführer der Gebr. Schumacher GmbH, Fred Schumacher, in Eichelhardt vor über 400 Gästen in einer der großen Werkshallen ausführte. „Wir kümmern uns um Halme; Halme, die bei der Getreideernte geschnitten werden müssen, um das Korn vom Acker zu holen; Halme, die gehäckselt werden müssen, wenn das Stroh auf dem Acker verbleibt; Halme, die geborgen, also in Ballen gepresst und umwickelt werden, wenn sie transportiert und gelagert werden, um weiter genutzt zu werden.“ So einfach ist das Betätigungsfeld.

Was inzwischen zu einem rund um den Globus tätigen Unternehmen mit Dependancen in Brasilien, den USA und Russland geworden ist, hat seinen Ursprung auf einem Bauernhof in Eichelhardt. Schneiden und Dreschen von Getreide: Das war das Metier von Gustav Schumacher, dem Vater des heutigen Geschäftsführers Fred Schumacher. Als „Chef“ eines landwirtschaftlichen Betriebes hatte er sich zunächst auf das Dreschen in Scheunen, später auf den sogenannten Lohndrusch mit einem Mähdrescher spezialisiert. Aus diesen Kenntnissen heraus entwickelte er den ersten Ährenheber, auf den er 1965 ein Patent anmeldete. Ein Jahr später verkaufte Gustav Schumacher beinahe Knall auf Fall Tiere und Gerätschaften und gründete den Ur-Betrieb. Fred Schumacher erinnerte sich: „Ich sehe heute noch meine Mutter am Küchentisch weinen, als mein Vater ihr den Verkauf eröffnete und sie praktisch am nächsten Tag arbeitslos war, weil sie keine Kühe mehr melken konnte.“

Am 1. Januar 1968 stieß Gustavs Bruder Günter hinzu, ein gelernter Maschinenschlosser – die Firma Gebr. Schumacher war am Markt. 1978 wurde ein Unternehmen hinzugekauft, das fortan als EWM (Eichelhardter Werkzeug- und Maschinenbau) firmiert. „Wichtig für das Geschäftswachstum war die Spezialisierung und Entwicklung weiterer Verbesserungen für Mähdrescherschneidwerke, die zur damaligen Zeit schon revolutionär waren“, blickte Fred Schumacher zurück und nannte die Zahl von über 300 Patenten bis heute. Als weiteren Meilenstein bezeichnete er die Übernahme der in die Insolvenz gegangenen Firma Rasspe mit rund 1000 Mitarbeitern im Jahr 2000. Mit deren Produkten wie Garnknoter, Strohhäckselmesser und landwirtschaftlichen Ersatzteilen bauten die Schumachers ihre Marktposition im Bereich Schneiden und Stroh bergen weltweit aus. 1994 kam das Standbein in den USA, 1995 das in Brasilien und 2001 das in Russland hinzu.

Welchen Drive die Entwicklung in den vergangenen Jahren nahm, verdeutlichte Fred Schumacher an Zahlen: „In den späten 1950er-Jahren schafften Mähdrescher zwei bis fünf Tonnen pro Stunde. Heute sind es bis zu 60 Tonnen pro Stunde.“ Bei der Unternehmensgründung waren die Schneidwerke 1,80 bis 2,10 Meter breit: „Das längste Schneidwerk mit unserer Ausstattung fährt in Brasilien mit 16 Metern!“

Ein ganz besonderes Lob hatte Fred Schumacher für die Mitarbeiter parat: „Auf diese sind wir ganz besonders stolz. Der Stamm ist in der Region verwurzelt.“ Die nachrückende Generation lernt bei Schumacher. „Derzeit haben wir in technischen und kaufmännischen Berufen eine Ausbildungsquote von 10 Prozent. Und viele haben gute Chancen, übernommen zu werden.“ Volker Held

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Mittwoch, 8. Juli 2015

5. Wildkatzenakademie für Kinder und Jugendliche


Am Samstag, 4. Juli, findet wieder die Wildkatzakademie für Kinder und Jugendliche von der zweiten bis zur 13. Klasse statt. Eine Gemeinschaftsveranstaltung des Bund Westerwald mit dem Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg und der Naturschutzinitiative Westerwald. Eine Anmeldung ist noch bis zum 28. Juni möglich.


Bereits zum 5. Mal veranstaltet der BUND Westerwald, diesmal in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg, Erlenweg 5, und der Naturschutzinitiative Westerwald eine Wildkatzenakademie für Kinder und Jugendliche. Angesprochen sind Schüler der Klassen 2 bis 13. Die Veranstaltung findet am Samstag, dem 4. Juli von 11 Uhr bis 16 Uhr im Evangelischen Gymnasium in Bad Marienberg unter Leitung der Wildkatzenexpertin Gabriele Neumann statt.
Schirmherr und Unterstützer dieser Veranstaltung ist Landtagsabgeordneter Michael Wäschenbach.


Auf dem Programm stehen spannende Workshops zur Biologie und Genetik der Wildkatze, zur Nahrungskette, zum Lebensraum und ihrem Schutz als streng geschützte Art. Ebenso ein Wildkatzenquiz und Wildkatzen-Memory, Wildkatzenmasken bemalen, das Rettungsnetz für die Wildkatze sowie ein „Lebensraum- und Trittsteinspiel“. Die Jugendlichen lernen die Lockstockmethode kennen, um Wildkatzen nachweisen zu können, erstellen einen Wildkatzensteckbrief und werden durch Wildkatzenbilder aus dem Westerwald und einem informativen Film in das Thema eingeführt.


Mitzubringen sind ein Schreib- und Malblock, Buntstifte, Schere, Kleber, brauner Fotokarton, festes Schuhwerk und angemessene Kleidung für das Gelände. Für einen kleinen Imbiss und Getränke ist gesorgt. Dieser wird für alle Teilnehmer vom Bioladen Westerburg gesponsert. Der Kostenbeitrag beträgt sieben Euro. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Anmeldungen bis zum 28. Juni an: bund.westerwald@harry-neumann.de oder Telefon 02626-926 441. Weitere Infos unter http://westerwald.bund-rlp.de

Julia Klöckner wurde in Betzdorf herzlich empfangen

Julia Klöckner im Wahlkreisbüro bei Michael Wäschenbach


Am Freitag, den 26.06.2015 stattete Julia Klöckner der Stadt Betzdorf einen Besuch ab. Nachdem Michael Wäschenbach sie in seinem Wahlkreisbüro in der Wilhelmstraße begrüßt hatte, ging es weiter zm Betzdorfer Wochenmarkt.
Keine Berührungsängste kannte Julia Klöckner, Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag Rheinland-Pfalz und CDU-Landesvorsitzende. Ein Gruß hier und eine herzliche Umarmung dort, mit den Marktbesuchern kam die Politikerin schnell ins Gespräch und plauderte zwanglos. Qualität und ein annehmbarer Preis, diese Faktoren seien den Menschen heute beim Einkauf von Lebensmitteln und täglichen Verbrauchsgütern wichtig, verdeutlichte Klöckner. Dabei erfüllten regional erzeugte Produkte hierbei meist beide Kriterien hervorragend. Davon konnte sich Julia Klöckner bei dem Rundgang über den Betzdorfer Wochenmarkt überzeugen. Sie gab bereitwillig Autogramme oder ließ sich gerne zusammen mit den Marktbesuchern ablichten. Natürlich waren auch die Verkehrsprobleme und die Infrastruktur der Region dabei Themen.
Begleitet wurde Julia Klöckner dabei von zahlreichen regionalen CDU-Politikern. Nach dem Besuch des Wochenmarktes war dann Lady's Lunch bei Feinkost Kirschbaum im Dauersberger Gewerbepark angesagt. Unter dem Motto „Frauen gestalten unsere Gesellschaft“ wurde bei einem gemeinsamen Mittagessen unter Frauen über Quote, Familie oder Bildung diskutiert.


Quelle:
RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Samstag, 27. Juni 2015, Seite 28

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Julia Klöckner zu Besuch in Betzdorf


Zu Gast im Kreis Altenkirchen ist die CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner. Am Freitag, 26. Juni, besucht sie den Betzdorfer Wochenmarkt und trifft sich zum Essen mit Frauen.

Regionale Lebensmittel sind von 9.40 bis 10.40 Uhr Thema von Klöckner auf dem Wochenmarkt. „Qualität und ein annehmbarer Preis. Diese Faktoren sind den Menschen heute beim Einkauf von Lebensmitteln und täglichen Verbrauchsgütern wichtig. Regional erzeugte Produkte erfüllen hier meist beide Kriterien hervorragend“, findet die CDU-Landesvorsitzende. Bei einem Rundgang über den Markt wird sich Klöckner nicht nur vom Lebensmittelangebot überzeugen, auch steht der Markt als Ort des Miteinanders im Mittelpunkt.

Treffpunkt Ladys' Lunch ist von 11 bis 12.45 Uhr bei Feinkost Kirschbaum im Gewerbepark Dauersberg angesagt. Frauen sind hier Thema. „Frauen: Starkes oder schwaches Geschlecht? Egal, die Zeiten der alten Schubladen sind vorbei: Frauen gestalten unsere Gesellschaft, diskutieren über Quote, Familie, Bildung, Wirtschaft. Frauen denken Neues und anders. Das macht Spaß, vor allem bei einem gemeinsamen Mittagessen unter Frauen“, heißt es in einer Ankündigung.

Anmeldung zum Lunch unter info@cdu-kreisverband-altenkirchen.de oder per Fax unter 02742/911 50 70.

Der Stegskopf wird ins Nationale Naturerbe Deutschlands aufgenommen


Totholz liegt auf dem mit Moos überwucherten Waldboden, die Luft riecht feucht. Die Baumkronen der hochgewachsenen Buchen werfen ihre Schatten über die Wandergruppe. Eine Lerche singt. Hier, mitten ins Gebiet des ehemaligen Truppenübungsplatzes Stegskopf, führten Bundesförster Christof Hast und der Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe Westerwald, Harry Neumann, am Samstag eine Gruppe heimischer Naturfreunde.


Ein pockenartiges Geflecht an den Baumstämmen scheint nicht ins idyllische Landschaftsbild zu passen. „Das ist kein Pilz“, erklärt Hast und deutet auf die tiefen Einkerbungen, die sich bis zum Blätterdach ausbreiten. „Das sind Schüsse.“ Mehr als 200 Jahre alt ist der Edellaubholz-Buchenbestand des sogenannten „Schusswaldes“, der dazu diente, die Schüsse der Soldaten abzufangen. Mehrere Hundert Einschlagslöcher erinnern an die militärische Nutzung, die 2013 eingestellt wurde. Jahrzehntelang wurden hier Soldaten an der Waffe und an Sprengmitteln geschult.

Militärische Nutzung war hilfreich

Bei der gemeinsamen Veranstaltung der Naturschutzinitiative Westerwald, der BUND-Kreisgruppen Altenkirchen und Westerwald, des Nabu Kroppacher Schweiz und der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie (GNOR) Westerwald ging es querfeldein durch das Gelände, das in Kürze auch ganz offiziell ins Nationale Naturerbe aufgenommen werden soll. Der Schießbetrieb am Stegskopf habe in der Natur keinen Schaden hinterlassen, sagt Harry Neumann vom BUND: „Ganz im Gegenteil. Die lange militärische Nutzung war für den Naturschutz von Vorteil.“ Durch die Beschießung konnte das Holz nicht mehr verwendet werden, was dazu führte, dass alte, wertvolle Bäume nicht abgeholzt wurden. So auch eine etwa 70 Jahre alte Fichte, die mit ihren mächtigen Ästen die Gruppe überragt. Einst diente sie dazu, Mensch und Tier während der Weidezeit Schatten zu spenden.

Durch die militärische Nutzung ist auch viel Totholz entstanden. Umgefallene Bäume bieten neue Lebensräume für eher unscheinbare Tiere. „Und die sind so wichtig“, betont Neumann. „Bis zu 3000 Käfer und Insekten finden in einem morschen Baum Schutz.“

Weiterhin Risiken durch Munition

Vom Schusswald geht es in das ehemalige Übungsdorf „Wisselsgrund“. Hier baute die Bundeswehr einst mehrere Holzhütten auf, um Häuserkampf, Rettungsübungen und Bergungsarbeiten zu üben. Am Rand einer Schießbahn wird die Wandergruppe auf das Projektil einer Panzerfaust aufmerksam. „Das ist jetzt harmlos“, so Hast, „doch ist das Gebiet hier nicht ungefährlich.“ Insgesamt sei hier 70 Jahre lang geschossen, das Gebiet aber nicht komplett geräumt worden. Auf 150 Kubikmeter fanden sich innerhalb der Schießbahnen 150 Kilogramm Munition, so Hast. Eine gründliche „Entmunitionierung“ des gesamten Stegskopfs würde mehrere Millionen Euro verschlingen und aus den grünen Flächen eine Kraterlandschaft machen. Nicht umsonst ist das Gebiet weiterhin gesperrt und nur mit Sondergenehmigungen zu betreten. 20 Schießbahnen waren auf dem 2000 Hektar großen Areal verteilt.

Zwischen Stegskopfer Bach und Schwarzer Nister ging es für die 120 Teilnehmer querfeldein, vorbei an Quellen, Felskuppen, artenreichen Magerweiden und Wiesen – in die „Steiner Hecke“, ein alter Biotopwald, in dem auf 80 Hektar bis zu 200 Jahre alte Buchen und Bergahorne stehen. „Das ist Wildnis“, sagt Neumann, „hier haben wir urwaldähnliche Bestände, die sehr wertvoll sind.“

Diese Wildnis zu bewahren, ist ein Ziel des Nationalen Naturerbes. Bereits jetzt ist der Stegskopf Teil des FFH-Gebiets „Feuchtgebiete und Heiden des Hohen Westerwaldes” sowie des Vogelschutzgebiets Westerwald. Hier finden sich neben vielfältigen Pflanzenwelten und Lebensräumen wie dem „Derscher Geschwämm“ auch zahlreiche geschützte Tierarten, darunter Vogelarten wie das Braunkehlchen, der Wachtelkönig, das Haselhuhn oder der Schwarzstorch, der dieses Jahr wieder brütet, oder Schmetterlinge wie der Blauschillernde Feuerfalter. Aber auch die Wildkatze ist mit 60 bis 100 Tieren vertreten. „Auf kleinem Raum haben wir einen unglaublichen Schatz“, bilanziert Neumann, „ich bin froh, wenn wir es schaffen , dass er Nationales Naturerbe wird.“

Spendenkonto „Erhaltet den Stegskopf“: Stichwort „Stegskopf“ BUND Westerwald,
Westerwaldbank (BLZ 573 918 00), Kontonummer 171 85 09

 

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Mittwoch, 17. Juni 2015

Michael Wäschenbach als Landtagskandidat der CDU im Wahlkreis 1 nominiert

Werden gemeinsam die CDU-Lore im Wahlkreis 1 Richtung Landtagswahl 2016 schieben: Michael Wäschenbach (l.) und sein B-Kandidat Tobias Gerhardus. Foto: SZ


Eigentlich gab es gestern Abend bei der Mitgliedervollversammlung der CDU im Wahlkreis 1 nur eine Überraschung: Niemand der Redner kam auf die Idee, ein mehr oder weniger gelungenes Wortspiel zu kreieren, dabei boten sich Alliterationen in diesem Fall doch geradezu an: „Wallmenrother wünscht Wechsel“, „Wäschenbach würde Wechsel wählen“ – oder ganz einfach: „Michael Wechselbach“. Seine Person und der gerade mehrfach genannte Begriff prägten die Kandidatenkür der Christdemokraten im Knappensaal. Dabei wurde der Landtagsabgeordnete, der vor fast dreieinhalb Jahren als B-Kandidat das Erbe von Dr. Josef Rosenbauer angetreten hatte und sich nun erstmals dem Votum der Basis stellte, mit einem deutlichen Vertrauensbeweis ausgestattet: 83 von 85 Delegierte stimmten für den 60-Jährigen. Wie berichtet, ist seine Herausforderin auf SPD-Seite Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Die aber wurde gestern nahezu ignoriert
.

Als Ersatzkandidat wurde der Herdorfer Stadtverbandsvorsitzende Tobias Gerhardus gewählt. Er hätte seine Ambitionen zurückgestellt, wenn denn der CDU-Gemeindeverband Rennerod einen eigenen Kandidaten hätte aufstellen wollen – doch der lehnte ab und will stattdessen an der Seite des Duos Wäschenbach/Gerhardus kämpfen, wie Vorsitzender Gerrit Müller erklärte.

Überhaupt Rennerod: Wie schon die Kollegen der SPD fahren die Christdemokraten im Oberkreis einen Kuschelkurs gegenüber den Parteifreunden aus dem Westerwald, weiß man doch sehr wohl darum, dass sich die Begeisterung über den Anschluss an den Wahlkreis ganz, ganz stark in Grenzen hält. Kreisvorsitzender Rosenbauer hatte in seiner Begrüßung extra betont, dass dieser neue Zuschnitt nicht die Schuld der CDU sei: „Wir machen aber jetzt das Beste draus.“

Seinem Nachfolger im Landtag bescheinigte Rosenbauer, einen „tollen Job“ zu leisten: „Du bist immer da und ansprechbar“, lobte er die Arbeit Wäschenbachs in Mainz und im Wahlkreis. Und dann verdeutlichte Rosenbauer, warum die CDU den Wechsel-Begriff so inflationär einsetzt wie einst ein gewisser Mr. Obama. Die Bilanz von Rot-Grün sei „einfach schlechte Politik“, geprägt von Pleiten, Pech und Pannen. „All die schlimmen Befürchtungen sind eingetreten.“ Rosenbauer benannte die beiden Ziele für die Landtagswahl im nächsten Jahr: „Wir müssen die CDU zur stärksten Fraktion machen, nur dann wird sich etwas ändern.“ Und: „Wir müssen beide Wahlkreise direkt gewinnen. Das wird uns auch gelingen.“

Wäschenbach selbst listete zu Beginn seiner Rede eine Minute lang die (aus seiner Sicht) vorliegenden Versäumnisse und Verfehlungen der Landesregierung auf, angefangen beim wohl unvermeidlichen Nürburgring bis zur Kommunalreform. „Die Fakten beweisen, dass der Wechsel längst überfällig ist“, sagte der Abgeordnete. Er habe die Entscheidung, das Mandat zu übernehmen, keinen Tag bereut. In Mainz habe er schnell seinen Platz und im Wahlkreis offenen Türen gefunden. Als Abgeordneter werde er täglich mit der „Trickserei“ der Landesregierung konfrontiert, die eigentlich nur noch mit sich selbst beschäftigt sei. Statt in Straßen werde in Nationaparks investiert, so der Wallmenrother, ohnehin klinge der angebliche sozial-ökologische Wandel von Rot-Grün für den aufgeklärten Bürger inzwischen wie eine Drohung. Doch bei aller Kritik trete man vonseiten der CDU auch mit klaren Alternativen inhaltlicher und personeller Art an.

Ebenso ausführlich wie die Fehler der Koalition sprach Wäschenbach sein Engagement vor Ort an, hier einige Beispiele: Er sei Anhänger der BI Siegtal und gegen den „wilden Ausbau der Windenergie“, kämpfe seit 2012 gegen die Amprion-Trassen und für ein verbessertes Angebot auf der Siegstrecke einschließlich eines barrierefreien Bahnhofs Brachbach – und er fordere den Erhalt und die Stärkung des Krankenhaus-Standortes Kirchen.

An Lokalmatador Tobias Gerhardus war es, etwas zur Kommunalreform und dem Urteil des Verfassungsgerichts zu sagen, das man im Städtchen mit verhaltenem Optimismus registriert habe. Auch in Herdorf wisse man, dass man Reformen benötige. Die aber müssten vernünftig und nicht gegen den Bürgerwillen gestaltet werden, betonte der 35-Jährige. In Herdorf sei man an die „Willkür und Ignoranz“ der Politik aus Mainz gewöhnt. So habe Innenminister Roger Lewentz die Reform bis heute nicht persönlich vor Ort erklärt. Gerhardus: „Bürgerbeteiligung ist der Landesregierung nur opportun, wenn es den eigenen Interessen nutzt.“ Der kämpferische Auftritt wurde honoriert: Der Herdorfer erhielt bei der Abstimmung 78 Mal ein „Ja“ und nur drei Mal ein „Nein“.

Quelle: Siegener Zeitung, 13.06.2015

erneute Kandidatur von Michael Wäschenbach

Die CDU lädt ihre Mitglieder in den VGs Betzdorf, Herdorf-Daaden, Kirchen und Rennerod ein zur Aufstellung des Wahlkreisbewerbers und eines Ersatzbewerbers im neu gebildeten Wahlkreis 1. Die Mitglieder tagen am Freitag, 12. Juni, 18 Uhr, im Knappensaal in Herdorf. Die CDU-Vorstände der beiden Kreisverbände haben sich für eine erneute Kandidatur von Michael Wäschenbach ausgesprochen. 

Quelle: RZ Altenkirchen, 06.06.2015

Nationales Naturerbe Stegskopf - „Exkursion in die Wildnis“

Eine Gemeinschaftsveranstaltung von BUND WW und BUND AK, NABU Kroppacher Schweiz, GNOR Westerwald, Naturschutzinitiative Westerwald am Sa, 13.06.2015, 11.00 Uhr – 16.00 Uhr

Treffpunkt: Parkplatz Lager Stegskopf (Zufahrt von der B 54)

Der Stegskopf ist ein einzigartiges „ökologisches Juwel“ und wird daher in das Nationale Naturerbe Deutschlands aufgenommen. Er ist Teil des großflächig ausgewiesenen FFH-Gebietes“ Feuchtgebiete und Heiden des Hohen Westerwaldes” und des ebenso großflächigen Vogelschutzgebietes “Westerwald”.
Dieses kostbare Gebiet zeigt im Charakter noch die Landschaft
vor 100 bis 200 Jahren auf. Unter der meist naturverträglichen militärischen Nutzung konnte sich eine Natur erhalten, die äußerst vielgestaltig ist: Kommen Sie mit in dieses Juwel im Hohen Westerwald!

Eine Anmeldung ist erforderlich unter: bund.westerwald@harry-neumann.de

Versorgung: Getränke (Saft & Wasser) und eine kleine Rucksackverpflegung (Äpfel und Müslikekse) für alle Teilnehmer werden gesponsert vom Bioladen Westerburg! V www.bioladen-westerburg.de

Genehmigung: Die Ausnahmegenehmigung für diese Exkursion durch die ADD und die BIMA liegt uns vor. Jeder Teilnehmer muss eine Haftungsverzichtserklärung unterschreiben.

Nationales Naturerbe Stegskopf - „Exkursion in die Wildnis“ Flyer

application/pdf Stegskopf_Exkursion_2015.pdf (894,2 KiB)

Frauen-Union diskutiert über Flüchtlinge


Eine vertiefende Sprachförderung für Flüchtlinge und eine konsequente Abschiebung abgelehnter Asylbewerber – dies sind zwei Forderungen der CDU im Land Rheinland-Pfalz an die Landesregierung. MdL Michael Wäschenbach stellte den Elf-Punkte-Katalog in der Kreisversammlung der Frauen-Union am Samstag in der Bürgergesellschaft in Betzdorf vor. Die CDU lädt am 16. Juni zu ihrem zweiten Flüchtlingsgipfel nach Mainz ein. Wäschenbach erläuterte das Anliegen seiner Partei. Dazu gehört auch, das Asylverfahren zu beschleunigen. Außerdem sollten die Kommunen bei der Betreuung der Flüchtlinge entsprechend finanziell ausgestattet werden. Das Land solle zudem nachweisen, dass die vom Bund bereitgestellten Mittel eins zu eins an die Gemeinden weitergegeben werden.

Die CDU, so Wäschenbach, spricht sich zudem für die Einrichtung einer Erstaufnahmestelle am Flughafen Hahn aus. Die Erstaufnahmestellen sollten ebenso wie das Bundesamt für Migration außerdem angemessen personell ausgestattet werden. Flüchtlinge, die aus sicheren Herkunftsländern nach Deutschland kommen, sollten nach Auffassung der CDU nicht an Kommunen weitergeleitet werden. Ein Asylverfahren dürfe nicht länger als drei Monate dauern. Außerdem sollten Ehrenamtliche, die sich um Flüchtlinge kümmern, stärker unterstützt werden. Zudem setzen sich die Christdemokraten für eine gerechtere Verteilung in Europa ein.

Der Maßnahmenkatalog diente als Grundlage der Diskussion zwischen den Teilnehmerinnen und ihrem Parteikollegen. Wäschenbach hob dabei die humanitäre Seite der Flüchtlingshilfe hervor: „Von meinem christlichen Selbstverständnis her ist es nicht in Ordnung, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken.“ Er lobte die Kreisverwaltung, die Kommunen und die Wohlfahrtsverbände im AK-Land: „Hier wird hervorragende Flüchtlingsarbeit geleistet.“ Derzeit leben nach Angaben des Abgeordneten 703 geduldete Flüchtlinge, deren Asylverfahren laufen, im Kreisgebiet. 500 seien erwartet worden. Wäschenbach appellierte an die Bürger, Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

In der Diskussion zeigten sich die zwiespältigen Gefühle, die das Thema Flüchtlinge begleitet. Einig sind sich Frauen-Union und Abgeordneter, dass Menschen, die verfolgt werden und Schutz benötigen, diese Hilfe in Deutschland auch bekommen sollen. „Wirtschaftsflüchtlinge“ und „Illegale“ sollten dagegen, so die Meinung einiger CDU-Frauen, konsequent zurückgeschickt werden. Für Wäschenbach ist das Thema „Wirtschaftsflüchtlinge“ nur eine Marginalie und verkraftbar: „Deutschland ist ein reiches Land.“ Soll es auch offiziell ein Einwanderungsland werden und Zuwanderung per Punktesysteme geregelt werden? Auch in dieser Frage gehen die Meinungen auseinander. „Ein Einwanderungsgesetz löst nicht das Flüchtlingsproblem. Die Menschen kommen mit und ohne Punkte“, meint eine Teilnehmerin. Vor Ort, in der Heimat der Flüchtlinge, müsse mehr getan werden: „Die Länder bluten aus.“ In einer Anfrage hat sich die CDU in Rheinland-Pfalz speziell mit der Situation von Frauen beschäftigt, die als Flüchtlinge beziehungsweise als Asylbewerberinnen nach Deutschland kommen. Die Antwort des zuständigen Ministeriums, so Wäschenbach, hat ergeben, dass es hier keine speziellen Angebote oder Betreuung gibt.

Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 13. März 2016 wirft ihre Schatten voraus. Am 26. Juni wird die CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner den Westerwaldkreis und den Kreis Altenkirchen besuchen. Die Frauen-Union wird zu einem „Ladies Brunch“ einladen, informierte Kreisvorsitzende Jessica Weller die Teilnehmerinnen. Einzelheiten stehen noch nicht fest. Die Frauen-Union im AK-Land zählt aktuell 351 Mitglieder.

Quelle: RZ, 19.05.2015

Willi Kölschbach hält CDU seit 62 Jahren die Treue

Als Willi Kölschbach 1953 Mitglied der CDU im Kreis Altenkirchen wurde, steckte die Republik selbst noch in den Kinderschuhen. Es waren die Jahre des Aufbaus, der Improvisation, aber auch der Hoffnung, die ihn zum politischen Engagement bewegte. 62 Jahre sind vergangen, in denen Kölschbach unter anderem auch den Vorsitz der CDU in Mudersbach führte und seiner Partei stets die Treue hielt. Hierfür dankten ihm jetzt der stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende und MdL Michael Wäschenbach sowie der Mudersbacher CDU-Ortsverbandsvorsitzende Maik Köhler.

„Wir haben im Rahmen unseres Kreisparteitags im März die Gründergeneration unserer Kreispartei ausgezeichnet. Leider konnten nicht alle Mitstreiter, die mehr als 60 Jahre CDU-Mitglied sind, teilnehmen. Deshalb möchten wir auf diesem Weg Dankeschön sagen“, so Wäschenbach. Zusammen mit Maik Köhler überreichte er Willi Kölschbach, Jahrgang 1928, neben einem Präsent eine Urkunde und einen Gruß der CDU-Landesvorsitzenden Julia Klöckner.

Quelle: RZ, 19.05.2015

Landeszuschüsse - Nachfrage beim Innenministerium


Vergangene Woche wurde auf der Internetseite des Innenministeriums die Meldung über die Bewilligung von 24 Millionen Euro für die Investitionsstock-Anträge der Kommunen veröffentlicht. Das Gesamtvolumen der zuwendungsfähigen Investitionen beläuft sich demnach auf über 70 Millionen Euro in Rheinland-Pfalz.

Da nach Informationen der Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach und Peter Enders (beide CDU) die Förderbescheide bisher vor Ort noch nicht angekommen sind, fragte Wäschenbach schriftlich beim Innenminister nach. Die Abgeordneten interessiert insbesondere, was vor Ort konkret ankommt. Sie wollen unter anderem wissen, wie viele Mittel für welche konkreten Projekte in den Kreis Altenkirchen beziehungsweise in die Wahlkreise 1 (einschließlich Rennerod) und 2 fließen. Von Bedeutung für die Kommunen ist auch der Zahlungsfluss (Teilzahlungen) für die 221 Projekte in den Jahren nach 2015 und welcher Vorfinanzierungsbetrag sich dadurch für die Kommunen ergibt.

Quelle: RZ, 19. Mai 2015

Glockenturm in Grünebach eingeweiht


Es ist ein stolzer Moment für den kleinen Ort Grünebach: Als der Bollnbacher Musikverein aus Herdorf „Lobet den Herren“ anstimmt und das Geläut des neuen Glockenturms zum ersten Mal offiziell erklingt, richten die Besucher von unten, von der Bürgerstube, ihre Blicke nach oben. Auch auf der Anhöhe haben sich Gäste eingefunden, um die Einweihung des mit Fahnen und einem kleinen Maibaum geschmückten Glockenturms mitzufeiern. Unter ihnen sind der Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach, Bürgermeister Bernd Brato und Rudolf Staudt, Ortsbürgermeister der Nachbarn aus Alsdorf. Sie allen werden von Grünebachs Ortsbürgermeister Mike Pfeifer begrüßt. „Es gibt denkwürdige und historische Tage“, sagt Pfeifer in seinem Grußwort. „Dies“, fährt er fort, „ist ein historischer Tag für Grünebach.“ Drei Jahre Planung haben zu einem erfolgreichen Ende geführt: „Nun thront unser Türmchen über dem Hellertal.“

Pfeifer bedankt sich bei einem Mann, ohne dessen Engagement es keinen Turm geben würde: Siegfried Eicher. Der Altbürgermeister steht in der Bergmannsuniform der Bollnbacher Musikanten neben seinem Nachfolger im Amt. Für ihn ist der 1. Mai 2015 aus zwei Gründen ein ganz besonderer Tag. Er darf nicht nur die Verwirklichung eines Lebenstraums genießen, sondern feiert auch noch seinen 74. Geburtstag. Der Senior bekommt Beifall für seine Leistungen als nimmermüder „Turmbaumeister“ und für seinen Jubeltag.

Die Einsegnung nehmen Pfarrer Gerhard Stenz von der katholischen und Pfarrer Markus Aust von der evangelischen Kirchengemeinde vor. „Glocken machen uns wach für das Leben. Glocken verbinden und stiften Gemeinschaft“, sagt Aust. Er freue sich, hier zu sein und die schöne Aussicht zu genießen. Ein Besucher habe zu ihm gesagt, er könne eine Bergpredigt halten. „Das ist gar keine schlechte Idee“, meint Aust und zitiert aus der Seligpreisung, einem bekannten Abschnitt aus der Bergpredigt. „Glocken haben in einer Gemeinde eine wichtige Bedeutung“, sagt Pfarrer Stenz. Sie verkünden freudige, aber auch traurige Ereignisse.
Die Glocke im über neun Meter hohen Glockenturm in Grünebach schlägt täglich um 6, 14 und 18 Uhr. Der Bau wurde weitestgehend durch Spenden der Ortsvereine und Bürger finanziert. „Das ist ein tolles Engagement“, lobt Pfeifer.
Mit einem Ständchen des MGV Grünebach geht der offizielle Teil zu Ende. Am Fuß des Turms feiern die Besucher beim Frühschoppen. Wer Interesse hatte, konnte im Versammlungsraum der Bürgerstube eine Bilderausstellung zur Geschichte Grünebachs besuchen.

Quelle: RZ, 04.05.2015

Jahreshauptversammlung der CDU-Ortsverband Mudersbach

Hermann Klöckner (M.) wurde für seine 25-jährige Mitgliedschaft in der CDU geehrt. Zu den Gratulanten gehörten (v. l.): Dr. Josef Rosenbauer, Christian Ruf, Maik Köhler und Michael Wäschenbach. Foto: CDU


Dass es in der Ortsgemeinde derzeit an Themen nicht mangelt, wurde bei der Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbands deutlich. Zahlreiche Berichte prägten die Zusammenkunft der Christdemokraten. Zudem wurde Hermann Klöckner für 25-jährige Mitgliedschaft durch den Vorsitzenden Maik Köhler, den Kreisvorsitzenden Dr. Josef Rosenbauer, den Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach und den CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Christian Ruf ausgezeichnet. Köhler blickte in seiner Ansprache auf die geschichtliche und politische Bedeutung des Jahres 1990 zurück. Der Jubilar wurde mit Urkunde und Ehrennadel geehrt. Erhard Hüsch, ebenso seit 25 Jahren Mitglied der Union, konnte nicht an der Versammlung teilnehmen. Maik Köhler wird die Ehrung persönlich nachholen. Das berichtet der Ortsverband in einem Schreiben an die Redaktion.
Michael Wäschenbach berichtete aus der Landespolitik. Mit der Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2016, Julia Klöckner, sei die CDU hervorragend aufgestellt. Köhler bedankte sich beim Abgeordneten für dessen Unterstützung in Sachen Neubau einer 380-kV-Höchstspannungstrasse durch die Firma Amprion. Wäschenbach setze sich im Sinne der Beschlüsse des Gemeinderats Mudersbach und der Bürger für alternative Trassenvorschläge vor, schreibt die CDU. Ortsbürgermeister Köhler betonte in diesem Zusammenhang einmal mehr, dass eindeutig bessere Varianten vorliegen würden.
Der CDU-Fraktionssprecher im Ortsgemeinderat, Manfred Nebeling, informierte über das Förderprogramm „Ländliche Zentren“ und die damit beabsichtige Behebung von städtebaulichen Missständen im Bereich der Ortsdurchfahrt in Niederschelderhütte. Am 20. Mai, 18 Uhr, ist dazu eine Bürgerversammlung im Bürgerhaus Birken geplant.
Vom 1. Beigeordneten Bernhard Steine kam ein kleiner Sachstandsbericht über die Anbindung der HTS an den „Mudersbacher Kreisel“ in Niederschelderhütte. Noch 2015 sei der Bau des Kreisels vorgesehen. Was die Ortsdurchfahrt in Niederschelderhütte angehe, liefen derzeit die notwendigen Abstimmungen mit dem Landesbetrieb Mobilität in Diez bezüglich Planung und Erlangung von Baurecht. Aus dem Verbandsgemeinderat hörten die Anwesenden einen „Stimmungsbericht“ von Elisabeth Röttgen, sie betonte dabei die ausgesprochen sachliche Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen, heißt es in der Pressemitteilung. Röttgen referierte zu den Themen Siegtalradweg sowie Fortschreibung des Flächennutzungsplans hinsichtlich Windenergie.
Von Ortsbürgermeister Köhler kamen noch Informationen über den Weiterbau und die bevorstehende Fertigstellung des Sportplatzes „Dammicht“ sowie die geplante Neugestaltung der Ortsdurchfahrt Birken (K 97). Der LBM Diez befinde sich momentan im Abstimmungsverfahren mit den Anliegern. Köhler bittet hier um Zustimmung zu den Planungen, damit eine zeitnahe Umsetzung und somit eine Aufwertung der Ortsdurchfahrt erfolgen könne.

Quelle: SZ, 04.05.2015

Windkraft im Wald - Presseerklärung der Interessengemeinschaft „Farbe für Neunkhausen“

Altholzsicherung eines alten Baumes am Hartenfelser Kopf


Immer wieder wird von Windkraftbefürwortern der Klimawandel in die Waagschale geworfen, wenn es darum geht, die sog.Energiewende zu forcieren. Als Bewohner eines hochindustrialisierten Landes sei es sozusagen unsere Pflicht, eine Art Vorreiterrolle zu übernehmen, damit das Weltklima gerettet wird. Und angeblich trüge zu dieser Rettung der Neubau von Tausenden von Windindustrieanlagen bei.

In Rheinland-Pfalz werden immer mehr dieser Windindustrieanlagen in Wäldern projektiert und gebaut: Im Jahre 2014 waren es immerhin 310 Anlagen, wie eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach ans Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten bestätigt. Und hier offenbart sich ein großes Dilemma: Auf der einen Seite wird verlangt, in globalen Strukturen zu denken (Weltklima retten), auf der anderen Seite schreckt man nicht davor zurück, Hunderte von Industrieanlagen in unsere Wälder zu bauen mit allen erdenklichen negativen Auswirkungen auf das Ökosystem Wald. Und hier denkt man dann keineswegs mehr global, sondern nur noch lokal. Eingriffe werden als „nicht bedeutend“ abgetan oder behauptet, man tue der Natur ja schließlich noch etwas Gutes, weil andernorts Ausgleichsmaßnahmen zum Naturschutz beitrügen. Dies ist irreführend, denn nicht erwähnt bleibt die Empfehlung von Frau Staatsministerin Höfken in einem Rundschreiben an die Forstämter „beim Aufbau von Windrädern in waldreichen Regionen in der Regel keine Ersatzaufforstungen mehr vorzunehmen“ (www.agrarheute.com/hoefken-aufforstungsgebot).Vergessen wird dabei allerdings, dass dieser Ausgleich gar nicht notwendig sein müsste, ließe man den Wald intakt. Vergessen wird ebenso, dass riesige bisher unzerschnittene Waldflächen in einen löchrigen Mosaikteppich verwandelt werden, wie aus der Luft deutlich zu erkennen ist.

Ferner wird immer wieder gern von „naturfernen Fichten- und Kieferforsten“ (s. Drucksache 16/4726 des Landtag Rheinland-Pfalz) oder „minderwertigem Wald“ geredet, die durchaus ohne Einschränkung für die Nutzung der Windindustrie zur Verfügung stehen sollen. Dem können und wollen wir uns nicht anschließen. Denn selbst ein Fichten- oder Kieferbestand, der Teil eines unzerschnittenen Waldgebietes ist, ist ein wichtiges Puzzleteil im Gesamtökosystem Wald und trägt zu einem nicht unerheblichen Teil zum Gesamtsystem bei. Das Gesamtökosystem ist unserer Ansicht nach werthaltiger als die Summe seiner Teile!

Wie wollen wir unserer Vorreiterrolle eines Industriestaates denn gerecht werden, wenn wir zwar gegen die Abholzung der ach so wichtigen Regenwälder protestieren, unseren eigenen Waldbestand aber ebenfalls nennenswert dezimieren. Wenn wir 2 % der Gesamtfläche in Rheinland-Pfalz für Windenergienutzung bereitstellen (zum Vergleich: der Anteil der Naturschutzgebiete beträgt 1,9 % wie das Bundesamt für Naturschutz für 2012 angibt), dann entspricht das bei einem Waldanteil von ca. 40 % einer Dezimierung des Waldflächenanteils von ca. 5 %. Dies ist in unseren Augen mehr als unerheblich.

Ebenso unverständlich ist es, dass zwar von Bundesseite Auflagen hinsichtlich von Umweltverträglichkeitsprüfungen gemacht werden, den Landesbehörden bzw. der Landesregierung diesbezüglich keine Angaben vorliegen, bei welcher Windindustrieanlage eine solche notwendig wurde (s. Drucksache 16/4726 vom Landtag Rheinland Pfalz).

Wie zu einer weiteren Anfrage des Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach (Drucksache 16/4727 des Landtages Rheinland-Pfalz) von Frau Staatsministerin Höfken ausgeführt wurde, ist vor fast zwei Jahrzehnten 1996 die Regelung von Windenergieanlagen (§ 35BauGB) in die BauGB-Novelle eingefügt worden. Unserer Ansicht nach ist mit Hilfe dieses Paragraphen eine sinnvolle Steuerung von Windindustrieanlagen nicht möglich, da nach diesem Gesetzestext die Windenergiebauvorhaben gegenüber anderen Bauvorhaben privilegiert sind. Die damals gebauten Anlagen hatten z.B. Nabenhöhen von (40 - 50) m, während eine der heutigen modernen Anlagen die 3,5-fache Nabenhöhe von über 140 m erreicht. Die Rotorblattlänge einer typischen damaligen Anlage betrug ca. 15 m, während sie heute 60 m erreicht; d.h. die Abmessungen der Anlagen haben sich max. vervierfacht, währenddessen sich die Massen verachtfacht bzw. verzwölffacht haben. Mit dieser immensen Größen- und Massenzunahme gehen aber ebenso weitere Nachteile, wie z.B. der enorme Flächenverbrauch für das Stellen dieser Anlagen und das Auftreten von Infraschall, einher, die unserer Meinung nach die Privilegierung dieser Bauvorhaben unmöglich machen, da sie vor allem den Gesundheitsschutz der Menschen missachten.

Dr. Julia Uwira, Interessengemeinschaft „Farbe für Neunkhausen“ im Bündnis „Energiewende für Mensch und Natur“

 

„TTIP als Chance sehen“ - Wirtschaftsrat der CDU hörte BASF-Manager zum Thema


Das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) zwischen der Europäischen Union und den USA, käme es denn, würde die größte Freihandelszone der Welt schaffen. 46 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts werden von diesen Handelspartnern erwirtschaftet. Die genauen Vertragsbedingungen werden seit Juli 2013 ausgehandelt, allerdings wird dieser Prozess vielfach als intransparent kritisiert.

„Wir haben es leider versäumt, in der Diskussion die Themen-Hoheit in der Hand zu behalten“, bedauerte am Montag der BASF-Manager Jan von Herff. Der Ludwigshafener in Diensten des Chemieriesen referierte auf Einladung des Wirtschaftsrats der CDU in den Räumen des Westerwälder Eisenwerks (WEW) zu dem brisanten Thema. Begrüßt wurde er von WEW-Geschäftsführer Jan Gerhard-de Fries und Christoph Held, dem Sprecher der Sektion Altenkirchen-Betzdorf des Wirtschaftsrats.

Es sei dringend angezeigt, so Jan von Herff, die Diskussion wieder zu versachlichen. Er streifte die Entstehungsgeschichte von TTIP, erörterte die Motive dahinter, zeigte den aktuellen Verfahrens- und Diskussionsstand auf und wagte „einen Blick über den Tellerrand“. Unterstützt wurde er von Dipl.-Ing. Susanne Romanus, die sich bei WEW u. a. mit Handelsvorschriften und ihrer Bewältigung beschäftigt. Sie berichtete von Hemmnissen, die im Handel mit Gefahrstofftanks, die WEW baut und weltweit vertreibt, bestehen.

Jan von Herff sah eine gewisse Ironie in dem Umstand, „dass ausgerechnet im Land des Exportweltmeisters die größten Vorbehalte gegen TTIP bestehen“. Vom Himmel gefallen sei TTIP nicht, Vorläufer hätten seit Langem existiert. Aber man sei nicht vorangekommen. 2011 habe man eine kritische Analyse vorgenommen, daraus sei TTIP entstanden, bereichert um das Feld Zollerleichterung.

TTIP diene nicht nur dem Zweck, Handelsbarrieren an der Grenze abzubauen (Zölle, Zollabwicklung), mindestens ebenso spannend seien die Barrieren hinter der Grenze. Jedes Land habe eigene Ansprüche an bestimmte Produkte.

Aus der Perspektive von WEW konnte das Susanne Romanus nur bestätigen. Das Eisenwerk stellt Tankcontainer für den internationalen Gefahrgut-Transport her. Die Container können alle möglichen Flüssigkeiten fassen, wobei die ätzenden noch die geringsten Ansprüche stellen. Die Produktpalette reicht bis hin zu komplexen Systemen für radioaktive Stoffe aus Atomkraftwerken.

Viele nationale Gesetze gilt es zu beachten. „Fakt ist, mit einem europäischen Tank kann ich nicht in die USA einreisen.“ Sämtliche Werkstoffe hätten Doppelatteste und Doppelzulassungen, berichtete die Managerin. So müssten alle Nähte doppelt geröntgt werden – nach deutschem und nach amerikanischem Standard, und entsprechend doppelt qualifiziert seien die Schweißer.


So etwas führt naturgemäß zu erhöhten Kosten: Das mache einen 80 000-Euro-Tank zwischen 2400 und 6400 Euro teurer, hieß es. Romanus sagte deutlich: „Wir wollen in keiner Weise die Sicherheitsstandards senken; wir wollen aber das Überflüssige streichen.“ Denn das seien oft die Kostentreiber.

Bei BASF plagt man sich mit ähnlichen Problemen herum. Gefahrgut, erläuterte der Gast, müsse sowohl mit einem europäischen Label als auch mit einem amerikanischen gekennzeichnet werden. „Und der eine will es vertikal, der andere horizontal.“ Dieses Klein-Klein verästele sich in Abertausenden Bestimmungen. Die Industrie, führte von Herff weiter aus, wolle einen Wettbewerb der Ideen „und nicht einen Wettbewerb des Protektionismus“.

Von Herff geht davon aus, dass, sollte TTIP in Kraft treten, das Abkommen große Auswirkungen auf weitere multilaterale Verhandlungen habe. „Wir haben ein Riesen-Knäuel von 150 Staaten.“

TTIP festige darüber hinaus den Investitionsschutz, „damit Firmen im Ausland die gleichen Rechte haben wie einheimische Betriebe“. In krassen Fällen seien entschädigungslose Enteignungen vorgekommen. Hinsichtlich der neutralen Schiedsgerichte, wo Betriebe klagen können, bat von Herff darum, „die Kirche im Dorf zu lassen“. Da zögen Länder mit unterentwickeltem Rechtssystem stets den Kürzeren. Das sei ein Randnischen-Problem des internationalen Völkerrechts, urteilte der Gastredner. „Deutschland hat da noch nie einen Prozess verloren.“

Jan von Herff streifte auch das Thema Schutz des geistigen Eigentums. TTIP biete nach seinem Dafürhalten in diesem Bereich viel mehr Rechtssicherheit, als dies bisher der Fall sei.

Der Referent machte keinen Hehl aus seiner Ansicht, dass es ein Fehler gewesen sei, die Verhandlungen längere Zeit hinter den Kulissen geführt zu haben und nun mit dem Vorwurf der Intransparenz dazustehen. Doch anders als China, meinte von Herff, vertrete die USA ähnliche Werte wie Deutschland. Die Sorge, dass durch TTIP die Sozialstandards verwässert werden könnten, teilte er nicht. Da gebe es viel größere Unterschiede innerhalb der EU. „Sie werden niemals etwas akzeptieren müssen, wo Sie der Meinung sind, dass Sie es nicht wollen.“ Er verwies ferner auf die Möglichkeit langer Übergangsfristen.

Dass Kanzlerin Angela Merkel das Thema „Ende des Jahres vom Tisch haben will“, wie kolportiert werde, bereite ihm Sorge, gestand der Ludwigshafener. Es werde wohl nicht das Riesen-Abkommen werden, das man sich erhofft habe: „Aber bis zum Jahresende wird das nichts.“ Am Ende stünden internationale völkerrechtliche Verträge. Industrie und Wirtschaft bräuchten aber mehr als eine Light-Version. „Für uns als Industrie ist es wichtig, dass es umfangreich wird.“

Ende vergangenen Jahres sei ein Freihandelsvertrag zwischen Japan und Australien in Kraft getreten, in dessen Nachgang Toyota die Preise für seine Autos in Australien um 3 Prozent gesenkt habe. Das sei eine Facette solcher Verträge. „Ein Freihandelsabkommen ist aber nie eine Einbahnstraße“, schloss von Herff. „Natürlich werden dann auch die Amerikaner besser im Wettbewerb.“

Quelle: SZ, 28.04.2015

Kreis braucht eigenen Stützpunkt in der ambulanten Palliativversorgung

Die Expertenrunde bei der Diskussion in der Cafeteria des DRK-Krankenhauses in Kirchen (von links): Dr. Klaus Kohlhas, Karin Klos, Elisabeth Vetter, Erika Gierich, Dr. Günter Bamberg, Dr. Katrin Salveter und Pfarrerin Jutta Braun-Meinecke.


Die Arbeit als Palliativmedizinerin in der ambulanten Patientenversorgung ist für Dr. Katrin Salveter eine befriedigende Tätigkeit. „Man ist nah dran am Patienten und den Angehörigen“, sagt sie. Die Hausärztin aus Wissen hat eine zusätzliche Qualifikation im Bereich Palliativmedizin erworben. Sie arbeitet zusammen mit sieben Kollegen und vier Schwestern in der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV). Der Dienst hat seinen Hauptsitz in Westerburg, deckt aber auch den Kreis Altenkirchen ab.

Ein großes Einzugsgebiet – ein zu großes, findet die Ärztin: „Wir brauchen mindestens einen weiteren Stützpunkt.“ Mit dieser Meinung steht die Medizinerin aus Wissen nicht alleine da. Dies zeigte die Podiumsdiskussion zum Thema Palliativmedizin und Hospiz am Freitagabend in der Cafeteria des DRK-Krankenhauses in Kirchen. Eingeladen hatte der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach. Er erhofft sich wichtige Impulse für politische Entscheidungen und den konkreten Ausbau von Palliativ- und Hospizangeboten im Kreis Altenkirchen.

Wäschenbach und sein CDU-Landtagskollege Dr. Peter Enders haben in dieser Thematik bei der rheinland-pfälzischen Landesregierung vorgefühlt. Das Ergebnis der Anfrage ist ernüchternd: Denn mit knapp 130 000 Einwohnern ist das AK-Land nach Angaben des Gesundheitsministeriums nicht groß genug für eine eigenständige ambulante Palliativversorgung. Allerdings wäre ein Stützpunkt denkbar, so das Ministerium.

Unterversorgt ist das AK-Land auch auf dem Gebiet der stationären Hospiz. Ein stationäres Hospiz soll aus „Qualitätsgründen“ acht Betten vorweisen. Dem Kreis Altenkirchen stehen nach Angaben des Ministeriums statistisch gesehen aber nur 2,84 Hospizbetten zu. „Hier drehen wir uns im Kreis“, kommentiert Wäschenbach die Antwort aus Mainz.

In die Bresche springen Menschen wie Elisabeth Vetter von der Ökumenischen Sozialstation, tätig im ambulanten Pflegebereich sowie aktiv in einer ehrenamtlichen Hospizgruppe, oder auch Erika Gierich, engagiert im Hospizverein Altenkirchen beim Hospiz- und Palliativberatungsdienst. Neben der Betreuung der Schwerstkranken ist ihr Hauptanliegen die Beratung und Begleitung der Angehörigen. „Wir bereiten auf das vor, was kommen könnte“, berichtet Gierich. Auch sie würde einen Ausbau der allgemeinen Palliativversorgung begrüßen: „Es gibt noch viel zu tun.“ Eine Aufgabe der beiden Frauen liegt auch darin, den Patienten die Angst vor der Palliativstation im Kirchener Krankenhaus zu nehmen. Vetter drückt die Vorbehalte deutlich aus: „Viele verbinden sie mit einer Sterbestation. Dabei bedeutet Palliativ wörtlich genommen Ummantelung. Es geht um Schutz und Fürsorge.“

Schutz und Fürsorge – trefflicher hätten auch Karin Klos und Dr. Günter Bamberg das Anliegen der Palliativstation im DRK-Klinikum nicht ausdrücken können. Um wie Klos als Pflegerin auf einer Palliativstation arbeiten zu dürfen, bedarf es einer zusätzlichen Qualifikation. Wichtig für die Patienten sei eine „Rundumbetreuung“ für den Körper, aber auch für Geist und Seele. „Unser Ziel ist es, den Patienten so gut es geht von seinen Beschwerden, die ihn quälen, zu befreien“, sagt Chefarzt Dr. Bamberg. Der Patient soll möglichst so stabilisiert werden, dass er wieder nach Hause in seine gewohnte Umgebung zurück kann. Denn die meisten Menschen wollen, trotz ihrer schweren Krankheit, zu Hause bleiben und dort gegebenenfalls eben auch „in Würde“ sterben.

Das erfahren Dr. Klaus Kohlhas, Obmann der Kreisärzteschaft, und die evangelische Pfarrerin und Krankenhausseelsorgerin Jutta Braun-Meinecke in den Gesprächen mit Patienten. Und diese Versorgung zu Hause soll so lang wie möglicher erfolgen – „bis ambulante Möglichkeiten erschöpft sind“, so Dr. Kohlhas. Dann würde er Patienten eine Behandlung auf der Palliativstation „nahelegen“.
Dort werden die Patienten eng begleitet, beispielsweise von der Seelsorgerin im Krankenhaus. „Ich möchte den Menschen die Angst nehmen, sagt sie. Denn ein Satz von Schwerstkranken, erzählt Pfarrerin Braun-Meinecke, begleitet sie seit 16 Dienstjahren: „Ich möchte nicht an Schläuchen hängen.“ Sterben in Würde sieht anders aus, weiß auch die Seelsorgerin: „Auf der Palliativstation können Angehörige da sein, auch einmal über Nacht bleiben. Es herrscht eine positive Atmosphäre für die, die Abschied nehmen müssen.“ 
 
Quelle RZ, 27.04.2015

Podiumsdiskussion zum Thema Palliativ- und Hospizversorgung


Bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Palliativ- und Hospizversorgung wurde gestern Abend im Kirchener Krankenhaus deutlich: Trotz aller guten Angebote gibt es noch viel zu tun, um Menschen das letzte Stück ihres Wegs erträglicher zu machen.

Es ist eine Frage der Menschlichkeit, wie eine Gesellschaft mit ihren Todkranken, mit ihren Sterbenden umgeht. Und so kommt dem Thema Hospiz- und Palliativversorgung eine große Bedeutung bei: Das wurde gestern Abend bei einer Podiumsdiskussion im Kirchener Krankenhaus einmal mehr deutlich.

E
ingeladen hatte MdL Michael Wäschenbach, der das Thema nicht nur im Nachgang der Bundestagsdebatte im Herbst zum „Sterben in Würde“ besetzt hat – er selbst hat schon verzweifelte Menschen in seiner Sprechstunde erlebt, die bitterlich das Fehlen von Hospizplätzen beklagt haben. Und so hat sich Wäschenbach mit einer Anfrage an die Landesregierung über den Stand der Versorgung in der Region informiert. Seine Bilanz: Ein Hospiz fehlt gänzlich, und auch bei der Palliativversorgung gibt es – trotz einer gut arbeitenden Station im Kirchener Krankenhaus – noch spürbaren Verbesserungsbedarf.

Diese Einschätzung bekräftigten die Diskussionsteilnehmer auf dem Podium. Dort bildeten Ärzte, Vertreter der stationären und ambulanten Pflege, ehrenamtlich Tätige und eine Seelsorgerin sehr umfassend die Landschaft des „Palliative Care“ im AK-Kreis ab. Durch deren unterschiedlichen Zugang zum Thema traten viele Punkte zutage, an denen es lohnt, weiter zu arbeiten:

Dr. Günter Bamberg, der als Chefarzt der Inneren in Kirchen auch für die sechs Betten der Palliativstation zuständig ist, betonte die Notwendigkeit, das Thema noch mehr in die Öffentlichkeit zu bringen. Denn vielen Betroffenen sei nicht bewusst, dass die Station keineswegs ein Hospiz ersetzen will – und das schüre Ängste: „Diese Station ist mein Ende, da komme ich nicht mehr weg.“ Das sei aber falsch – schließlich gehe es darum, die Patienten so weit wie möglich von ihren Beschwerden zu befreien, um sie rasch wieder nach Hause zu bringen.

Aber auch dieser Übergang zwischen stationärer und ambulanter Versorgung sei nicht immer leicht zu organisieren: „Oft mahlen die Mühlen sehr langsam, bis das ,Paket Zuhause’ geschnürt ist“, erklärte Karin Klos, die als Pflegefachkraft auf der Station arbeitet.

Weil zudem nicht alle Patienten zuhause versorgt werden können, ist das Fehlen eines Hospizes ein großes Problem. Hier scheint sich aber am Horizont eine Lösung abzuzeichnen: So berichtete Erika Gierich vom Hospizverein Altenkirchen, dass dessen Vorsitzender bereits im Dialog mit Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler stehe. Sollten sich die Pläne, in der Kreisstadt ein Hospiz zu errichten, zerschlagen, könnte die Anregung von Dr. Klaus Kohlhas eine Option sein: Der Obmann der Kreisärzteschaft plädierte dafür, dezentral im Kreis je zwei Hospizbetten in Pflegeheime zu integrieren.

Weil das Gros der Todkranken dennoch den erklärten Wunsch hegt, zuhause sterben zu dürfen, kann aber auch ein Hospiz nicht alle Probleme lösen. Vielleicht das drängendste überhaupt ist nach Meinung der Diskussionsteilnehmer das Fehlen eines SAPV-Teams. Die vier Versalien stehen für „Spezialisierte ambulante Palliativversorgung“; diese Teams widmen sich vor allem den sehr aufwändigen Fällen. Der nächste SAPV-Stützpunkt befindet sich in Westerburg. Dort arbeiten entsprechend qualifizierte niedergelassene Ärzte eng mit spezialisierten Pflegekräften zusammen – erklärtes Ziel: Fachkompetenz dahin zu bringen, wo sie gewünscht und gebraucht wird, nämlich in den eigenen vier Wänden, und zwar zu jeder Zeit. Zwar werden punktuell auch Patienten im AK-Kreis vom Westerburger Stützpunkt aus mit versorgt, aber: „Wir brauchen für den Kreis AK einen weiteren Stützpunkt“, betonte Dr. Karin Salveter vom SAPV-Stützpunkt Westerburg.

Wünschenswert wäre auch, wenn in den Pflegeheimen flächendeckend Personal mit einer Palliative-Care-Qualifikation beschäftigt würde. Diesen Aspekt brachte eine Zuschauerin in die Diskussion ein.

Und so fällt das Fazit nach der Veranstaltung ähnlich aus, wie es Organisator Michael Wäschenbach vorher prognostiziert hat: Es gibt im Kreis durchaus gute und wichtige Angebote. Aber auch noch viel zu tun.

Quelle: SZ, 25.04.2015

Besuch in der Jungenthaler Möbelbörse in Kirchen


Der Jahresbericht der Caritas wirft einmal mehr einen anderen Blick auf die Wohlstandsgesellschaft

Es sind 174 Seiten, von denen man gut und gerne auf die Hälfte verzichten möchte. Und wer nur auf DAX-Werte, Arbeitslosenstatistiken und volle Rolltreppen in den Konsumtempeln schaut, der wird genau diese Hälfte auch ignorieren, vielleicht sogar verleugnen. Denn es ist eine unangenehme Hälfte. Zu finden ist sie einmal mehr im Jahresbericht des Caritasverbands Rhein-Wied-Sieg. In vielen Kapiteln wird dem Leser vor Augen geführt, dass es abseits von Wohlstand und Wachstum noch eine andere Realität gibt. Wäre in diesem Land und dieser Region alles in bester Ordnung, hätten die verschiedenen Fachdienste der Caritas deutlich weniger zu tun – und der Bericht fiele entsprechend dünner aus.

Mit dieser Realität wurden am Donnerstagabend auch Landrat Michael Lieber und Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion konfrontiert, die Caritas-Direktor Rudolf Düber zur Vorstellung des Berichts in der Jungenthaler Börse in Kirchen begrüßte. Gänzlich unvorbereitet waren die Kreispolitiker nicht, merken sie doch Jahr für Jahr bei den Haushaltsberatungen, dass steigende Sozialausgaben nichts Gutes bedeuten. Doch während es im Kreistag oft nur um Zahlen geht, dreht sich bei der Caritas alles um Menschen und Schicksale von der „kalten Seite der Wohlstandsgesellschaft“. Der Besuch war aber nicht zufällig: Während der Bund seine Zuschüsse für manche Projekte radikal gekürzt hat, kann sich die Caritas zumindest noch auf den Kreis verlassen. So wird nun auch die Arbeit der Möbelbörse gefördert, laut Landrat Lieber mit einem jährlichen Betrag von knapp 35 500 Euro.

Denn auch wenn man Fördermittel kürze: „Die Leute sind noch da“, sagte Düber. Und für die bzw. deren „verfestigten“ Probleme „müssen wir uns interessieren“. Sicherlich hätten die Reformen unbestreitbar positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt gehabt, doch es gebe auch viele Menschen, die nicht davon profitierten. Bundesweit seien es rund acht Millionen, die entweder arbeitslos oder in irgendeiner anderen Form durchs Netz gefallen seien, sodass Unterstützung gewährt werden müsse. Darauf immer wieder hinzuweisen, ist für Düber eine Verpflichtung, schließlich ist er nicht nur Diakon und Direktor, sondern auch ein politisch denkener Mensch. So gehe es in der täglichen Arbeit allzu oft um Armutsbekämpfung und soziale Teilhabe. Daher sei man dankbar für die Förderung durch den Kreis, sagte Düber.

Für Landrat Lieber geht es bei dieser Hilfe um Perspektiven, und zwar für jene Menschen, „die wir nicht in den ersten Arbeitsmarkt bekommen“. Der Kreis unterstütze insgesamt sieben Projekte mit einem jährlichen Budget von mehr als 100 000 Euro. Von den freien Trägern würden passgenaue Hilfen angeboten, und die Caritas sei ein Partner, „der weiß, worum es geht“, so der Landrat. Kreistagsmitglied und Landtagsabgeordneter Michael Wäschenbach begrüßt in diesem Zusammenhang die Bemühungen der Caritas, einen dritten Arbeitsmarkt einzurichten: „Jeder hat das Recht auf Arbeit. Wir müssen Angebote für jeden finden, der arbeiten möchte.“

Düber informierte die Besucher auch kurz über die weitere Arbeit der Caritas, die sich stets am Sozialraum orientiere: „Wir gehen raus zu den Menschen.“ Das gelte durchgängig für alle Fachteams und Dienste. Dabei würden die Ressourcen vor Ort bewusst mit einbezogen, damit keine Doppelstrukturen entstünden.

Auch der demografische Wandel ist inzwischen ein wichtiges Thema bei der Caritas, was schon das Jahresmotto „Stadt – Land – Zukunft“ ausdrückt. Doch Düber wäre nicht Düber, wenn er in einem Editorial von „Caritas concret“ nicht von „(Land)Lust und Frust“ geschrieben hätte. Denn auch hier ärgert ihn manches, geschlossene Dorfläden ebenso wie ein ausgedünnter ÖPNV.

Das abschließende Lob kam von Wäschenbach: Er entdecke bei der Caritas alle sozialen Themen, die auch im Landtag besprochen würden: „Ich bin immer wieder begeistert.“ Denn mit reiner Nachbarschaftshilfe oder der Hoffnung auf massenweise sozial engagierte Rentner komme man auch im Kreis Altenkirchen nicht weiter. Wäschenbach: „Das ist Gefühlsduselei.“

Quelle: SZ, 18.04.2015

Wirtschaftsrat der CDU besuchte die Fa. Alho in Friesenhagen


Der Wirtschaftsrat der CDU besuchte gestern Nachmittag die Fa. Alho in Friesenhagen. Die Geschäftsführer Horst-Günter Schmidt (3. v.r.), der Sohn des Unternehmensgründers Albert Holschbach, Achim Holschbach (r.), sowie Marco Grisse (nicht im Bild) zeigten den Gästen die Produktion.

Ein ökonomisches Schwergewicht im äußersten Norden des Landes Rheinland-Pfalz lernte gestern Nachmittag der Wirtschaftsrat der CDU (Landesverband RLP) näher kennen: die Firma Alho mit ihrem Stammsitz in Friesenhagen. Zur Betriebsbesichtigung empfingen geschäftsführender Gesellschafter Achim Holschbach, Geschäftsführer Horst-Günter Schmidt und Geschäftsführer Marco Grisse die Gäste. Die zeigten sich nach einem virtuellen Streifzug durch die Firmengeschichte und einem realen Gang durch die über 200 Meter lange Produktionshalle, wo gerade die Spätschicht bei der Arbeit an den Gebäudemodulen zu sehen war, sichtlich beeindruckt.

Gebäude aus modularen Einheiten, also aus einzelnen Stahlmodulen, die nach den Wünschen der Kunden konzipiert, industriell vorgefertigt und dann in relativ kurzer Zeit zusammengefügt werden können, sind das Markenzeichen des 1967 von Albert Holschbach gegründeten Unternehmens.

So zählt Alho heute mit inzwischen über 800 Mitarbeitern zu den Marktführern im Modul- und Containerbau. Aufgeteilt in 18 Einzelgesellschaften, erstreckt sich das „Imperium“ auf Deutschland und die südwestlichen Nachbarn, wie Frankreich, Schweiz, Luxemburg, Holland und Belgien.

Achim Holschbach verblüffte mit einigen Zahlen: Auf über 64 000 Quadratmeter erstreckt sich die Produktionsfläche, 10 000 einzelne Module werden jedes Jahr hergestellt, das sind 180 000 Quadratmeter Fläche. 15 000 Tonnen Stahl werden dazu benötigt, 560 000 Quadratmeter Gipskartonplatten, 500 Lkw-Ladungen Dämm-Material – in einem Jahr.

Eingesetzt werden die Einheiten vor allem bei Büroimmobilien, im Schul- und Universitätenbau und im Bau von Krankenhäusern etc. Aber auch bei temporären Einsätzen, etwa im Messebau, greift man gern auf Alho-Module zurück. Der Pressemappe lag ferner eine Hochglanz-Broschüre bei, die zurzeit viele Kommunen interessieren dürfte: die Errichtung von Asylbewerberheimen. Schnell Wohnraum schaffen, der später womöglich noch anders genutzt werden kann, etwa als Altenheim, das hat seinen Reiz auch für die öffentliche Hand. Eine eigens gegründete „Soko“ kümmert sich um diesen Geschäftszweig.

Holschbach erwähnte in diesem Zusammenhang, dass Städte und Gemeinden hier oft auf hochwertige Varianten zurückgriffen, weil die Nachnutzung bereits Teil des Konzepts sei.

Der Vorteil der Alho-Gebäude besteht nach Auskunft der Geschäftsführer zum einen in der kurzen Bauzeit. Die Bauzeit im Vergleich zur Massivbauweise reduziere sich um bis zu 70 Prozent. „Außerdem haben wir Festpreise und stehen zu dem, was wir im Vorfeld angeben“, erklärte Horst-Günter Schmidt. Als Generalunternehmer begleite Alho den Bau von der Beratung über die Vorfertigung, den Transport und die Montage bis zum Innenausbau und der endgültigen Fertigstellung des Gebäudes.

Gut nachvollziehen konnte man den schnellen Baufortschritt in einem Zeitrafferfilm, den die Fa. Roche von der Errichtung ihres Laborgebäudes mit 12 500 Quadratmetern in Basel durch die Fa. Alho erstellen ließ. In nur neun Monaten Bauzeit entstand das Haus als erstes in einem Häuser-Ensemble. Architektonisch, berichtete Holschbach nicht ohne Stolz, hätten sich alle folgenden Gebäude in dem geplanten Park daran zu orientieren.

Während man bei Containergebäuden den Rahmen der Module noch erkennen könne, sei dieser im Modulgebäudebau nicht mehr sichtbar, weil sich deren „Hülle“ individuell gestalten lasse, sei es mit Holz, Putz, Alu-Kassetten, Trespa oder Alu-Wellen.

Bis zu sechs Stockwerke hoch ließen sich Gebäude in Modulbauweise errichten, danach werde es unwirtschaftlich, erklärte Schmidt. Die Wände der Module besitzen keine tragende Funktion, Stabilität verleihen dem Baukörper allein die Rahmen. Referenzobjekte im Siegerland sind beispielsweise das Studenten-Servicecenter oder das Kreisklinikum Siegen, wo Alho zwei Geschosse in Massivbauweise mit fünfen in Modulbauweise erweiterte.

Zur Landesgrenze NRW ist es nur ein Katzensprung, weshalb Alho den größeren Nachbarort Morsbach im Adresskopf führt. Erwartungsgemäß wird mit dem Lkw viel Material mit Übermaßen bewegt. „21 Meter lange und 6 Meter breite Module bekommen wir noch aus dem Tal“, schilderte Horst-Günter Schmidt die manchmal etwas abenteuerlich anmutenden Schwertransporte mit Polizeieskorte ab 21 Uhr in Richtung Autobahn.

Das sei gar nicht das große Problem, hieß es. Stichwort Unwägbarkeiten. Übler dran sei man mit den Transporten über die A 45 mit ihrer Tonnage-Beschränkung auf den Brücken. Die sind bekanntlich alle in keinem guten Zustand mehr und müssen eine nach der anderen saniert werden. „Das wird Jahrzehnte dauern“, prognostizierte Achim Holschbach illusionslos. Und kein heimischer Unternehmer wisse, wann die nächste Gewichtsbeschränkung komme. Eine Umfahrung der Sauerlandlinie würde 180 zusätzliche Kilometer kosten. „Und dann wäre die Reichweite in einer Nacht auch nur noch 300 Kilometer.“

Dass die Nachfrage nach Modulgebäuden nachlässt, steht nicht zu erwarten. „Auch wenn Billiganbieter aus Südosteuropa immer mal wieder für schlechte Presse sorgen“, wie Achim Holschbach anmerkte. Alho setze dagegen auf Qualität. Man sei zertifiziert und halte sämtliche Vorschriften bezüglich Standsicherheit, Brand-, Schall- und Gesundheitsschutz ein. Auch auf Umweltschutz achteten Auftraggeber naturgemäß. Ein Kindergartengebäude, das die Firma in Mainz errichtet hat, habe man nach DGNB auditieren lassen und auf Anhieb ein Silber-Zertifikat dafür bekommen.

Das Unternehmen verdient sein Geld vor allem mit drei Marken. Neben Alho als Alternative zum Massivbau sind dies die Fa. Fagsi, die Systemgebäude vertreibt und vermietet, sowie die Fa. ProContain, die solche Systemcontainer an Händler und Vermieter abgibt. Denn nichts hält bekanntlich länger als ein Provisorium. Fünf Jahre lernen die Studenten schon in dem riesigen Containerbau aus Friesenhagen mit eigenen Hörsälen, weil ein Massivbau der FH Mülheim Zeit braucht.

Interessant war’s allemal: Man habe von dem Besuch sehr viel mitgenommen und einen höchst informativen Nachmittag verbracht, lobte der Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrats, Joachim Prümm, zum Abschluss.

Quelle: SZ, 16.04.2015

Sterben in Würde - CDU will Palliativmedizin verbessern


Die palliativmedizinische Versorgung im Land und in der Region war Thema einer Sitzung der CDU-Kreistagsfraktion und des CDU-Kreisvorstandes. Hintergrund war eine große Anfrage der CDU-Landtagsfraktion zum Thema „Sterben in Würde“. Schwerkranke und sterbende Menschen, so die Überzeugung bei den Christdemokraten, müssen in der letzten Phase ihres Lebens bestmögliche menschliche Zuwendung, Versorgung, Pflege und Betreuung erhalten.

„Das Wichtigste ist, dass Menschen am Ende ihres Lebens in ihren Wünschen begleitet werden. Das erfordert eine Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung. Es gibt zu viele weiße Flecken in der Versorgungslandschaft. Ziel muss die Verwirklichung eines landesweit flächendeckenden Hospiz-Palliativ-Angebotes sein“, unterstreicht Landtagsabgeordneter Dr. Peter Enders, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Die Regierungskoalition in Berlin habe im Koalitionsvertrag festgehalten, dass Hospize weiter unterstützt und die Versorgung mit Palliativmedizin weiter ausgebaut werden sollen. Der damit verbundene politische Auftrag richte sich auch an das Land Rheinland-Pfalz.

Nach Ansicht der CDU muss man die Aus-, Weiter- und Fortbildung der Ärzteschaft in der Palliativmedizin konsequent verbessern, ferner die Palliativmedizin im Rahmen der Krankenhausplanung berücksichtigen sowie die Versorgung mit der Spezialisierten Ambulanten Palliativmedizin flächendeckend ausbauen. Auch die Zahl der Hospizbetten müsse optimiert werden.

Die Kreistagsfraktion hat die Abgeordneten Peter Enders und Michael Wäschenbach gebeten, über eine Anfrage bei der Landesregierung die spezielle Situation im Kreis Altenkirchen aktuell zu erfragen. 

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Mittwoch, 15. April 2015

Mitmachen lohnt sich


Der Landespreis für die Beschäftigung Schwerbehinderter wird zum 18. Mal vergeben. Die Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders und Michael Wäschenbach rufen zur Teilnahme auf. Die Vorschlagsfrist endet am 31. Mai.

 

Kreis Altenkirchen/Mainz. Bereits zum 18. Mal lobt das Land Rheinland-Pfalz in diesem Jahr den Landespreis für beispielhafte Beschäftigung schwerbehinderter Menschen aus. Dabei werden Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, die in vorbildlicher Weise die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am ersten Arbeitsmarkt ermöglichen, gewürdigt.

 

Auf den laufenden Wettbewerb weisen die CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders (Eichen) und Michael Wäschenbach (Wallmenroth) hin. „Der Preis soll dazu beitragen, ermutigende Beispiele für die berufliche Integration von Schwerbehinderten bekannter zu machen. Für die ausgezeichneten Unternehmen bedeutet der Preis nicht nur Anerkennung für ihr Engagement, sondern auch Prestigegewinn in den Geschäftsbeziehungen“, so die beiden CDU-Politiker.

 

Der Preis wird in vier Kategorien für Klein-, Mittel- und Großbetriebe sowie Dienststellen des öffentlichen Dienstes mit Hauptsitz in Rheinland-Pfalz vergeben. Zudem kann ein Sonderpreis verliehen werden. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 3.000 Euro in jeder Kategorie dotiert. Die Entscheidung über die Preisträger fällt eine Jury, bestehend aus Vertretern der Arbeitgeber, von Gewerkschaften, Behindertenverbänden und der Bundesagentur für Arbeit.

 

Bis zum 31. Mai können Vorschläge einreicht werden. Die Wettbewerbsunterlagen können online beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (www.lsjv.rlp.de) abgerufen werden. Ansprechpartnerin ist Alexandra Großekettler (Telefon: 06131 967166, E-Mail: landespreis@lsjv.rlp.de).

 

Quelle: AK Kurier vom 17.03.2015

VERNISSAGE zur FOTOAUSSTELLUNG „WILDKATZENSPRUNG“


Die Sonderausstellung „Wildkatzensprung − Rückkehr auf leisen Pfoten“ des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wird am Freitag, 10. April um 19.30 Uhr, im  Wildparkhotel Bad Marienberg feierlich eröffnet.

Die Ausstellung wird eröffnet mit einem Multivisionsvortrag von Gabriele Neumann, „Auf den Spuren der Wildkatze“.
Mit 23 großformatigen und eindrucksvollen Bildern entführt die Ausstellung „Wildkatzensprung – Rückkehr auf leisen Pfoten“ die Besucher in die heimliche Welt der Wildkatzen. Einzigartige Tierfotografien, Landschaftsbilder und Portraitaufnahmen wecken Neugierde und das Interesse für das sympathische Tier und das wichtige Thema Waldverbund.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung von BUND Westerwald, BUND Altenkirchen, Naturschutzinitiative Westerwald unter der Schirmherrschaft von Michael Wäschenbach, MdL.
 

Widerstand gegen Amprion geht weiter


Bürgerzorn Ortsbürgermeister und MdL Wäschenbach: Kommunale Selbstverwaltung gefährdet – Briefe an Lemke und Gabriel

Ein bisschen erinnern die Herren an die unbeugsamen Gallier aus dem Dorf von Asterix und Obelix – bloß haben sie keinen Zaubertrank. Was bei Asterix die Römer sind, das ist für den Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach und die Ortsbürgermeister Maik Köhler (Mudersbach), Josef Preußer (Brachbach) und Rudolf Stadt (Alsdorf) sowie den Brachbacher Beigeordneten Wolfgang Stinn der Dortmunder Netzbetreiber Amprion, der in den Gemeinden die dort stehenden 30-Meter-Strommasten durch doppelt so hohe 380-Kilovolt-Höchstspannungs-Freileitungen ersetzen will. Prinzipiell wehren sich Bürger und Räte dagegen nicht – wohl aber möchten sie die Stahlriesen weiter weg von den Wohnhäusern wissen. Für Wäschenbach & Co. steht fest, dass Amprion die Masten problemlos um 80 oder 100 Meter verlegen könnte, doch auch gut durchdachte Alternativpläne bewegen die Dortmunder seit vielen Monaten nicht zum Einlenken. Der Riese Amprion denkt genauso wenig daran, seine Trassenplanung zu ändern, wie sich Julius Cäsar wegen Asterix und seinen Kumpels aus Gallien zurückgezogen hätte.


Auf Briefe, die Wäschenbach vor einigen Wochen an die Mainzer Wirtschaftsministerin Eveline Lemke und an ihren Amtskollegen Sigmar Gabriel in Berlin geschickt hatte, kamen freundliche – aber keineswegs unterstützende Antworten. Wäschenbach bezweifelt auch, dass die Bundesnetzagentur im Sinne der drei Orte auf Amprion einwirken könnte. „Es bleibt die Frage“, sagt er, „ob die SGD Nord, die die Planungshoheit hat, die Konzernpläne von Amprion einfach übernimmt oder ob sie auch unsere Alternativtrassen ernsthaft prüft.“

Als „sehr wütend“ beschreibt der Wallmenrother Orts-Chef seine Gefühlslage angesichts der leeren Worte aus Mainz und Berlin und der Machtlosigkeit der hiesigen Räte. Die viel beschworene Basisdemokratie werde mit Füßen getreten; er könne „jedes Ratsmitglied verstehen, das sich nun fragt: Warum sitze ich eigentlich noch hier?“ Durch die „Arroganz der Macht“ sei die kommunale Selbstverwaltung gefährdet. Auch die anderen vier sind empört. Mudersbach will definitiv vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig klagen, betont Maik Köhler, sobald ein Planfeststellungsbeschluss auf seinen Schreibtisch flattert, der für die Amprion-Trasse grünes Licht gibt. Die Räte von Brachbach und Alsdorf müssen sich noch entscheiden, ob sie den Rechtsanwalt einschalten. Denn bisher, sagt Staudt, habe die SGD vor allem diejenigen Pluspunkte berücksichtigt, die für die Amprion-Trasse sprechen. Ministerin Lemke hatte hervorgehoben, dass die bereits vorhandenen Trassen „als Vorbelastungen zu werten“ sind, was Preußer angesichts von Bürgern, auf deren Grundstücken seit Jahren Strommasten stehen und denen jetzt noch größere zugemutet werden sollen, „ein starkes Stück“ nannte; Renaturierungen der alten Trasse seien möglich.

Die fünf Kommunalpolitiker wollen den Widerstand nicht aufgeben. Neben rechtlichen Schritten erwägen sie Unterschriftenlisten und Petitionen. Keiner widerspricht Rudolf Staudt, als er angesichts der geringen Erfolgsaussichten sagt: „Die Hoffnung stirbt zum Schluss.“

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Donnerstag, 2. April 2015

AJB zum Gespräch bei MdL Michael Wäschenbach


Eine kleine Abordnung der Aktiven Jugend Betzdorf (AJB) und die Vorsitzende des Vereins Ehrensache: Betzdorf e.V., Ines Eutebach, trafen sich auf Einladung von MdL Michael Wäschenbach zu einem allgemeinen Meinungsaustausch in dessen Wahlkreisbüro in Betzdorf. Die Jugendlichen stellten unter anderem ihre nächsten Projekte vor und erhielten von MdL Wäschenbach interessante Informationen aus dessen politischer Arbeit im Parlament und in Ausschüssen. Zum Abschluss der Begegnung lud MdL Wäschenbach die AJB zu einem Besuch des Landtages nach Mainz ein. Eva Maria Schumacher und Susanne Scharrenbach bedankten sich namens der AJB für die Einladung und für das angenehme und informative Gespräch.

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Donnerstag, 2. April 2015

Kreisparteitag - die Christdemokraten wählen Dr. Josef Rosenbauer erneut zum Vorsitzenden


Mit altbewährten Kräften an der Spitze will die CDU im Kreis Altenkirchen in den kommenden Jahren ihre Politik gestalten. Beim Kreisparteitag in Rosenheim wählten die Christdemokraten am Samstag erneut Dr. Josef Rosenbauer zum Vorsitzenden. Der 49-Jährige erzielte bei der Abstimmung überzeugende 95,6 Prozent. 131 der 137 anwesenden Stimmberechtigten votierten für den Arzt aus Kirchen, der das Amt bereits seit 1998 innehat.

Erneut hatte die Kreis-CDU ihren Parteitag nicht nur für Delegierte aus den 23 Ortsverbänden, sondern für alle Mitglieder geöffnet. Diejenigen, die am Samstag nach Rosenheim gekommen waren, sprachen auch den drei Stellvertretern Rosenbauers mit eindeutigen Ergebnissen ihr Vertrauen aus: Die Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders (Eichen) und Michael Wäschenbach (Wallmenroth) wurden mit jeweils 93,9 Prozent ebenso wiedergewählt wie Lydia Weiland (Seelbach) – die 28-jährige Promovendin der Informatik erhielt 88,6 Prozent Zustimmung.

Einen personellen Wechsel im CDU-Vorstand gab es aber dann doch: Hermann-Josef Selbach (Wissen), der 28 Jahre lang für die Finanzen der Kreispartei verantwortlich war, stellte sich nicht erneut zur Wahl. „Mit ihm geht ein wichtiger Eckpfeiler von Bord“, würdigte Rosenbauer den scheidenden Schatzmeister und bescheinigte ihm eine „stets vorbildliche Kassenführung“. Zu Selbachs Nachfolger wurde mit 99,2 Prozent Uwe Geisinger (Herdorf) gewählt.


Landtagswahl im Blick

Der alte und neue Vorsitzende dankte seinen Parteifreunden „für den großen Vertrauensvorschuss“. Rosenbauer versprach, sich weiterhin mit ganzer Kraft für die Arbeit der Christdemokraten im Kreis einzusetzen. Die jüngsten Erfolge bei der Bundes-, Europa- und Kommunalwahl nannte er „ein Ergebnis unserer Entschlossenheit und Geschlossenheit“. Im Kreistag sei man weiterhin stärkste Kraft, habe sogar einen Sitz hinzugewinnen können. Landrat Michael Lieber habe erneut ein starkes Resultat eingefahren. „Mancherorts gab es bei der Kommunalwahl aber auch Ergebnisse, die richtig wehgetan haben“, räumte Rosenbauer ein, „die gilt es aufzuarbeiten und sich vor Ort wieder aufzurichten.“

Dann lenkte Rosenbauer den Blick nach vorn, denn auch 2016 stehen Wahlen an – diesmal auf Landesebene. Für ihn steht fest: „Unsere beiden Wahlkreise müssen wieder direkt gewonnen werden. Peter Enders und Michael Wäschenbach sollen auch in den nächsten Jahren die Stimmen unserer Region im Landtag sein.“

Nach 25 Jahren SPD-Regentschaft will die CDU auch im AK-Land eine Wechselstimmung erzeugen. „Diese Landesregierung muss endlich abgewählt und durch eine Regierung unter Führung von Julia Klöckner ersetzt werden“, so Rosenbauer kämpferisch. Die SPD habe das Land „abgewirtschaftet und nahezu in die Pleite geführt. Der Nürburgring ist da nur der Anfang.“ Rosenbauer weiter: „Wir müssen den Menschen hier klarmachen, dass diese Politik die Zukunft unserer Heimat stark negativ beeinflusst.“ Die Finanzlage der Kommunen sei schlecht, bei für die Region wichtigen Infrastrukturprojekten kaum ein Fortkommen erkennbar. „Was passiert denn an der B 8? Nichts. Gerade beim Thema Straßen müssen wir mehr Druck aufbauen.“ Dass immerhin der Weiterbau der B 62 voranschreite, sei der Verdienst von CDU-Politikern beiderseits der Landesgrenze. Stärker noch als bisher müsse die CDU auf die Unternehmen zugehen, forderte Rosenbauer. „Eine prosperierende Wirtschaft, Arbeitsplätze und eine hohe Wohnqualität sind die Grundlagen dafür, dass die Menschen hier bleiben.“ Als weitere wichtige Zukunftsaufgaben nannte Rosenbauer zudem den Breitbandausbau und die medizinische Versorgung.

Und auch parteiintern dürfe man die Hände nicht in den Schoß legen, mahnte der Vorsitzende. Zwar habe man den personellen Wechsel im Vorstand nach dem Parteitag 2012 gut gemeistert. Allerdings sank die Zahl der CDU-Mitglieder im Kreis seit 2011 um weitere rund 250 Mitglieder auf nun 1593. Neben dem hohen Altersdurchschnitt sieht Rosenbauer ein „gesellschaftliches Problem“ als Ursache: „Die grundsätzliche Bereitschaft, dauerhafte Bindungen einzugehen, hat dramatisch nachgelassen. Das trifft aber längst nicht nur die Parteien.“ Man müsse wieder mehr diskutieren, über Lösungswege streiten und um neue Mitglieder werben.


Plädoyer für beide Krankenhäuser

Michael Wagener, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, sprach einige kreispolitische Themen an. Zum Aus für die Müllumladestation meinte er: „Wenn man erkennt, dass ein Vorhaben bei den Bürgern absolut nicht auf Zustimmung stößt, ist es vernünftig, darauf keine weitere Energien zu verpulvern.“ Bei der Westerwaldbahn werde bald ebenfalls eine Entscheidung anstehen. „Auch hier wird die CDU klar Flagge zeigen.“ Die Siegstrecke der Bahn dürfe nicht „missbraucht“ werden, indem mehr Güterverkehr dorthin verlagert wird, vielmehr gelte es die Linie weiter für hiesige Pendler zu optimieren.

Wagener, wie auch der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel, gaben die Richtlinie vor, man müsse sich für beide Krankenhäuser im Kreis starkmachen. „Mir wird zu wenig positiv über das Krankenhaus Kirchen geredet“, so Wagener, „wir müssen dem Träger deutlich machen, dass uns beide Standorte am Herzen liegen.“

Einen besonderen Moment hatte der Parteitag gleich zu Beginn mit der Ehrung langjähriger Parteimitglieder: Acht Männer berichteten in teils emotionalen Gesprächen von ihren Erlebnissen beim Wiederaufbau Deutschlands und den Anfängen der CDU im Kreis (ein Bericht hierzu folgt). 


Quelle: RZ, 23. März 2015

Internationale Wochen gegen Rassismus - Sport und Jugendarbeit fördern Integration

MdL Michael Wäschenbach hatte zum Gespräch über Rechtsextremismus eingeladen

Vorbehalte gegen Ausländer ist unter Jugendlichen in Betzdorf sicher ein Thema, aber es scheint aktuell kein großes Problem darzustellen.

„Es gibt soziale, ländliche intakte Strukturen. Man kennt sich“, so lautet das Fazit von Michael Wäschenbach nach einer Gesprächsrunde am Montagabend im Bürgerbüro der CDU in Betzdorf. Der Landtagsabgeordnete wollte sich ein Bild über Rassismus unter Jugendlichen machen. Anlass, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, sind die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ vom 16. bis 29. März.

Wäschenbach hatte diverse Gesprächspartner eingeladen, darunter Wolfgang Stock (BUND), Ingo Molly (Jugendpfleger), Dirk Spornhauer (Lehrer an der IGS und Trainer der SG 06 Betzdorf), Andre Hachenberg (Vorsitzender Spf. Wallmenroth), Ahmet Öcal (Moscheegemeinde), Necmettin Aydin (Intergrationsbeirat), Athar Iqbal (Ahmadiyya Muslim Jamaat), Simone Löcherbach und Fabienne Häßler (beide Verbindungslehrerinnen am Gymnasium Betzdorf-Kirchen) sowie einen Vertreter des Beratungsnetzwerks Rechtsextremismus Rheinland-Pfalz, Regionalstelle Westerwald, Altenkirchen, Rhein-Lahn. Aus Sicherheitsgründen möchte der Gast seinen Namen nicht veröffentlicht haben.

Die Mitarbeiter des Netzwerks gehen beispielsweise in Schulen, um präventiv zu arbeiten. Vorurteile, da ist sich die Runde einig, lassen sich am besten durch Kontakte abbauen. Ein positives Beispiel sind das Internationale Freundschaftsfest und auch das Sommerfest der Moscheegemeinde. Molly betont die Bedeutung der Jugendarbeit als wichtiges Mittel der Integration. Eine ebenso große Bedeutung kommt dem Sport zu. Denn dort zählt Leistung und nicht die Herkunft.

Spornhauer und Hachenberg sehen gerade im Fußball einen Motor der Integration. 40 Prozent der jungen Kicker bei der SG 06 Betzdorf haben einen Migrationshintergrund. 
 
Quelle: RZ, 18. März 2015

Dialog zu Rassismus im Alltag – MdL Michael Wäschenbach lädt am 16.03. ein ins Bürgerbüro


MdL Michael Wäschenbach (CDU) diskutiert im Rahmen der internationalen Aktionswoche gegen Rassismus mit Experten über Rassismus unter Jugendlichen. Wie begegnet man Rassismus im Alltag am besten und wo kann die Politik noch nachsteuern? Diese und ähnliche Fragen sollen am Montag, dem 16. März, um 17 Uhr im Bürgerbüro Betzdorf (Wilhelmstraße 5) beleuchtet werden. Vertrauenslehrer verschiedener Schulen, die Jugendpfleger der Verbandsgemeinden sowie Verantwortliche von örtlichen Sportvereinen sollen einen ungeschönten Blick auf ihre Erlebnisse mit Rassismus unter Jugendlichen geben.

Michael Wäschenbach erhofft sich von dem Dialog neue Impulse für die Politik. „Rassismus gehört leider oft immer noch zum Alltag vieler Jugendlicher. Doch gerade Schulen und Sportvereine können einen erheblichen positiven Beitrag leisten, um das Zusammenleben und Zusammenhalten von Jugendlichen zu verbessern.“

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen der Diskussion beizuwohnen.
Auf Grund der begrenzten Teilnehmerzahl wird jedoch um Anmeldung im Bürgerbüro gebeten.
(Telefon: 02741/9365400, Mail: info@michael-waeschenbach.de, Weitere Informationen unter
www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de)

Einstimmig für Wäschenbach und Enders - CDU stellt Weichen für die Landtagswahl 2016

Die CDU im Kreis Altenkirchen stellt die Weichen für die Landtagswahl im kommenden Jahr. Kreisvorstand und Kreisparteiausschuss haben einstimmig die beiden derzeitigen Wahlkreisabgeordneten Michael Wäschenbach (Wallmenroth) für den Wahlkreis 1 und Dr. Peter Enders (Eichen) für den Wahlkreis 2 nominiert. Beide sollen zudem weiterhin in der Kreispartei Verantwortung tragen, wie Vorsitzender Dr. Josef Rosenbauer mitteilt.

Die aktuellen Umfragewerte auf Landesebene stimmen die Christdemokraten im Kreis Altenkirchen derzeit sehr optimistisch. Zehn Prozent macht der Vorsprung vor der SPD in der Sonntagsfrage zurzeit aus. Außerdem verweist Rosenbauer darauf, dass die Regierungsumbildung keinen rot-grünen Befreiungsschlag zur Folge hatte. „Seit mittlerweile zwei Jahren liegt die CDU alleine in allen Umfragen auf Augenhöhe mit Rot-Grün, nämlich bei 42 bis 43 Prozent. SPD und Grüne haben im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl 15 Prozent verloren, die CDU hält stabil ihre sehr guten Werte. Die Tendenz seit 2011 ist weiterhin sehr positiv“, erklärt CDU-Kreisvorsitzender Rosenbauer.

Die gute Stimmung will die Union im Kreis nun nutzen und in Wählerstimmen umwandeln. Die Vorbereitungen für die Landtagswahl, die mittlerweile auf den 13. März 2016 terminiert wurde, laufen, für die wesentlichen Personalentscheidungen sind die Weichen gestellt. Rosenbauer (58) will nach dem Votum der Gremien auf dem Kreisparteitag am 21. März in Rosenheim erneut als Kreisvorsitzender antreten. Wäschenbach (60) und Enders (55) werden als stellvertretende Parteivorsitzende kandidieren.

Die Nominierungsveranstaltungen für die Landtagswahlen finden für den um die Verbandsgemeinde Rennerod erweiterten Wahlkreis 1 am 12. Juni, für den Wahlkreis 2 am 29. Mai statt. Für den Wahlkreis 1 hat auch die Kreis-CDU im Westerwaldkreis ihre Unterstützung für Michael Wäschenbach versichert. „Die sachbezogene und auf die Sorgen der Menschen vor Ort ausgerichtete Arbeit unserer beiden Landtagsabgeordneten spricht für Peter Enders und Michael Wäschenbach. Ich bin sicher, dass wir mit ihnen die beiden Wahlkreise erneut gewinnen und unseren Teil zum Wechsel in Mainz beitragen“, so Rosenbauer. Da beide auch Verantwortung als Ortsbürgermeister ihrer Gemeinden tragen, sind sie laut Rosenbauer auch mit den Problemen der Kommunen und der Menschen in der Region vertraut. „Sie erleben tagtäglich, wo die Landesregierung die Gemeinden im Stich lässt – ob bei der Flüchtlingspolitik, dem Landesstraßenbau oder der Unterrichtsversorgung.“ Der Parteichef kritisiert, wie das Land mit den Kommunen umgeht: „Es klingt wie Spott, wenn die Ministerpräsidentin neuerdings, wie unlängst in Daaden, ein besseres Miteinander von Land und Kommunen fordert.“ 
 
Quelle: RZ 03.03.2015

Dankgottesdienst in der Kreuzkirche zum zehnjährigen Bestehen der Betzdorfer Tafel


Die „Warme Stube“ in Betzdorf ist mehr als nur eine Essensausgabe für Menschen, denen es finanziell nicht gut geht. Für viele ist sie ein „Zuhause“, eine „Arche Noah“ geworden – dies wurde beim Dankgottesdienst aus Anlass des zehnjährigen Bestehens deutlich. Dieser Zusammenhalt wird sichtbar durch den „Tafelchor“, der am Sonntagvormittag beim Gottesdienst in der evangelischen Kreuzkirche seine Premiere vor Publikum feierte.


Pfarrer Markus Aust freute sich über ein voll besetztes Gotteshaus. „Wir wollen den Tag dankbar begehen und um den Segen für unsere Arbeit bitten“, sagte der Seelsorger. Er begrüßte zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Landrat Michael Lieber, die Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach und Thorsten Wehner sowie die Beigeordneten aus der Verbandsgemeinde und der Stadt Betzdorf, Bernd Rödder, Marie Therese Ganser sowie Barbara Wickler.

Die heimische Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler musste kurfristig absagen. Dabei hätte Aust auch gerne an sie, wie an die anderen Politiker, folgende mahnende Worte in seiner Predigt gerichtet: „Denkt an die Situation der Menschen, die in Armut leben.“ Alleinerziehende, Flüchtlinge, Langzeitarbeitslose Mitte 50, die keine Perspektiven mehr haben, oder auch Witwen, die von ihrer Rente nicht leben können, „das ist hart“. Dennoch sind, so Aust, zehn Jahre „Warme Stube“ in Betzdorf auch ein Grund zu feiern. „Kümmert euch um die Armen“, so habe er vor zehn Jahren den Auftrag Gottes in einem „hörenden Gebet“ verstanden, berichtet der Pfarrer und Initiator der Tafel. Er sei, bekennt Aust, in den vergangenen Jahren durch eine Schule gegangen, offener und toleranter geworden. Viele der ehemaligen und aktuellen ehrenamtlichen Helfer sind in den Gottesdienst gekommen. Ihre Arbeit ist für Aust die Erfüllung einer Botschaft Jesu: die Menschen anzunehmen, wie sie sind, und sie stark zu machen. Ohne Übertreibung kann der Pfarrer nach zehn Jahren froh bilanzieren: „Wir sind gewachsen und zu einer großen Familie geworden.“

Dies unterstreichen auch eine Bilderschau über den Alltag der Tafel und die Wortbeiträge von Frauen und Männern, die mittwochs die „Warme Stube“ im evangelischen Gemeindezentrum besuchen. Sie habe sich erst geschämt, gesteht eine Betroffene, dort sei sie „aufgenommen und getröstet“ worden: „Hier fühle ich mich nun zu Hause. Danke für deinen wunderbaren Traum“, sagte sie an die Adresse von Pfarrer Aust gerichtet. Dieser Dank gilt auch den Teamleitern, der Chorleiterin, dem Koch und der Caritas, die die „Warme Stube“ unterstützt. Lieber hebt das Engagement von Pfarrer Aust, dem „Motor“ der Betzdorfer Tafel, hervor: „Die Warme Stube wird auch in Zukunft gebraucht .“


Quelle: RZ 02.03.2015

Girl´s Day am 23. April


Zum 15. Mal findet am 23. April der Zukunftstag für Mädchen, bekannt als Girl´s Day statt.
Im Mittelpunkt stehen da meistens techniknahe Berufe. Wer in das Arbeitsfeld einer Politikerin hereinschnuppern will, kann sich bei Michael Wäschenbach, Mitglied des Landtags anmelden.

Am 23. April findet der Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag, der mittlerweile bundesweit eine fest etablierte Marke in der Berufsorientierung junger Mädchen ist, bereits zum fünfzehnten Mal statt. Betriebe, Forschungseinrichtungen, Rathäuser, Medienanstalten und viele mehr öffnen an diesem Tag ihre Türen speziell für Mädchen, um ihnen insbesondere techniknahe Berufsfelder zu präsentieren. Dabei können Mädchen Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führen und technische wie handwerkliche Tätigkeiten selbst ausprobieren. Das Angebot richtet sich an Mädchen aus allen Altersgruppen und allen Schularten. Der Girls’Day soll dazu beitragen, das Berufswahlspektrum von Mädchen und jungen Frauen zu erweitern und sie über berufliche Chancen in technischen und naturwissenschaftlichen Ausbildungen und Studiengängen zu informieren. Damit ist der Girls’Day eine sinnvolle Ergänzung zu bereits bestehenden Projekten und Maßnahmen zur Berufswahlorientierung in den Schulen. Die Teilnahme am Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag in Rheinland-Pfalz, auch für einzelne Schülerinnen, ist als Schulveranstaltung zu werten, zu der die teilnehmenden Schülerinnen durch die Schulleitung freigestellt werden können und damit versichert sind. Weitere Informationen für interessierte Mädchen, Schulleitungen und Lehrkräfte finden sie im Internet unter www.girls-day.de. Obwohl Politik schon längst keine Männerdomäne mehr ist, eröffnet Abgeordneter Wäschenbach interessierten Mädchen die Möglichkeit, einen Tag in das Berufsfeld „Politiker“ reinzuschnuppern.

Gerne können sich interessierte Schülerinnen in seinem Wahlkreisbüro melden.

Michael Wäschenbach, MdL Mitglied im Sozialpolitischen Ausschuss Mitglied im Petitionsausschuss Bürgerbüro: 57518 Betzdorf Wilhelmstraße 5 Telefon (02741) 93 65 400 Telefax (02741) 93 65 401

MdL Michael Wäschenbach besuchte das Seniorenheim Haus Dickmann in Rennerod


Im Vorfeld einer Änderungsinitiative zum Landeswohnformen- und Teilhabegesetz (LWTG) besuchte der Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach das Seniorenheim Dickmann in Rennerod.
Wäschenbach ist Mitglied im Sozialausschuss und dort vor allem für Seniorenpolitik und Suchtfragen zuständig. Vor dem Einstieg in die parlamentarischen Beratungen zum neuen Gesetz wollte er sich praxisnah über die Arbeit in einer solchen Einrichtung informieren und auch Anregen von Heimleitung und Pflegepersonal gewinnen. Geschäftsführer Frank Dickmann begrüßte den MdL und freute sich über das Interesse an der Einrichtung.


Das neue Gesetz liegt inzwischen in einer ersten Fassung vor, den das zuständige Ministerium erarbeitet hat. Es gilt nun diesen Entwurf mit den Anregungen und Wünschen der Betroffen „anzureichern“ und damit zu verbessern. Sowohl Dickmann, wie auch die Einrichtungsleiterin Regina Wiederstein wünschten eine Eindämmung der Dokumentationsvorgaben und Qualitätsberichte. Wiederstein wörtlich: „Unser Haus wird inzwischen von sieben Institutionen überprüft; nach dem Mindestlohngesetz kommt noch eine weitere Prüfinstanz hinzu. Das ist einfach zuviel und nicht effektiv“. Frank Dickmann würde die Zeit, die der Verwaltungsaufwand verschlingt, lieber in die Betreuung der Bewohner investieren. Die Kontrollen könnten ohne Einbußen der Qualität zurückgeführt werden.


In die gleiche Kerbe schlug Gabriele Pfeil, die im Hause Dickmann als Sozialbetreuerin tätig ist. Auch sie wird von der ausufernden Dokumentation zeitlich erschlagen: „Ich würde lieber und sinnvoller diese Zeit mit den Bewohnern verbringen“. Auch die Vielzahl der Qualitätssiegel nütze den Einrichtungen wenig. In Rennerod hat man sich für den „Grünen Haken“ entschieden, weil hier die Qualitätskontrolle nachvollziehbar und transparent ist. Die geschilderten Eindrücke konnte Wäschenbach nur bestätigen. Er will sich dafür einsetzen, dass Regulierung und Dokumentation auf ein vernünftiges Maß zurückgeführt werden. Zudem regelt der freie Markt sich selbst: „Wenn alle Ihre 59 Zimmer belegt sind und zudem noch eine Warteliste geführt wird, dann ist das aussagekräftiger als jedes Qualitätssiegel.“

Bevor Wäschenbach sich mit den Bewohnern bei Kaffee und Kuchen traf, nahm er noch das Haus in Augenschein. Er überzeugte sich von den Leistungen der hauseigenen Küche, lobte den Gemeinschaftsraum, die eigene Wäscherei und die großzügig angelegte Freifläche. Er gewann den Eindruck einer sehr familiär geführten Einrichtung, in der nirgends Klinikatmosphäre herrsche. Worauf die große Nachfrage zu Heimplätzen im Haus Dickmann zurückzuführen sein, konnten Frank Dickmann und Pflegedienstleiterin Ute Schulte-Stahl im Gleichklang beantworten: Familiärer Charakter und freundliches Personal.

Quelle: Wochenkurier VG Rennerod 07/2015

CDU-Landtagsabgeordnete Enders und Wäschenbach rufen zur Teilnahme am Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ auf

"Stadt, Land, Netz! Innovationen für eine digitale Welt.“ Unter diesem Jahresthema startet der diesjährige Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“.

„Die digitale Vernetzung schreitet immer schneller voran und führt zu einem tief greifenden Wandel in allen Lebensbereichen. Das gilt für den Beruf wie für das Privatleben“, erläutern die beiden heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders (Eichen) und Michael Wäschenbach (Wallmenroth), die den Wettbewerb unterstützen. „Überall gestalten kreative Köpfe mit Ideen für eine vernetzte Welt ein wettbewerbsfähiges Land. Wie können beispielsweise Kultur- und Bildungsangebote an die Bedürfnisse der sogenannten Digital Natives angepasst werden, wie bürgerschaftliches Engagement in den Gemeinden neu organisiert werden, wie setzen Unternehmen die Digitalisierung für ihr internes Wissensmanagement ein?“ Die CDU-Politiker rufen kreative Köpfe, die den Möglichkeiten der digitalen Welt mit Mut und Neugier begegnen und Impulse setzen, zur Teilnahme am Wettbewerb auf.

Bis zum 15. März 2015 läuft der Bewerbungszeitraum für Projekte aus Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Umwelt, Bildung und Gesellschaft, die Digitalisierung und Vernetzung vorantreiben sowie deren Potenziale erkennen, nutzen und gestalten. Unternehmen, Forschungsinstitute, Start-ups, Projektentwickler, Kunst- und Kultureinrichtungen, Universitäten, soziale und kirchliche Einrichtungen, Initiativen, Vereine, Verbände, Genossenschaften sowie private Initiatoren können Bewerbungen einreichen.

Eine hochkarätige Jury, unterstützt durch einen Fachbeirat, wählt die besten 100 Ideen für Deutschland. „Wir erleben es ja tagtäglich: Die digitale Vernetzung ist zu einem zentralen Erfolgsfaktor unserer Gesellschaft und unserer Unternehmen auch im Kreis Altenkirchen geworden. Der diesjährige Wettbewerb sucht daher bewusst Ideen und Projekte, die die Chancen des digitalen Wandels für die Gesellschaft deutlich machen“, so Enders und Wäschenbach.

Informationen zu den Teilnahmebedingungen sowie das Onlinebewerbungsformular sind online unter
www. ausgezeichnete-orte.de verfügbar.
Aktuelles zum Wettbewerb gibt es natürlich auch über Social Media: facebook.com/ deutschland.landderideen, twitter.com/Land_der_Ideen und www.youtube.com/ user/landderideen 
 
Quelle: RZ, 23.01.2015

Ausstellung "Herz verschenken" - Michael Wäschenbach sprach vor Schülerinnen und Schülern der IGS Betzdorf-Kirchen

Die Organspende-Ausstellung "Herz verschenken" im Dezember im DRK-Krankenhaus Kirchen hatte eine zufriedenstellende Resonanz. Besonders erfreulich: auch Jugendliche der IGS Betzdorf-Kirchen ließen sich informieren, MdL Michael Wäschenbach ging in die Schule zum Vortrag. Viele wissen nicht, dass bereits 16-Jährige frei entscheiden dürfen, ob sie Organspender sein wollen oder nicht. 

Vom 1. bis zum 19. Dezember zeigten Bilder des Hamburger Fotografen Michael Hagedorn, die auf Initiative vom heimischen Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach im Forum des DRK-Krankenhauses Kirchen ausgestellt waren, die menschlichen Schicksale, die hinter den Statistiken von Organspendern, Transplantationen und Wartelisten stehen. Gezeigt wurden zwanzig Portraits von Menschen, die persönlich von dem Thema Organspende betroffen sind.

Die Ausstellung sollte dazu beitragen, Vorurteile und Berührungsängste abzubauen und die Menschen in der Region für die Dringlichkeit des Themas Organspende zu sensibilisieren. Insbesondere wollte Wäschenbach auch Jugendliche informieren, der aktuell tragische Fall der Studentin Tugce in Offenbach war da ein wichtiger Anknüpfungspunkt. Die Homepage und Facebookseite junge-helden.org bietet viele Informationen.

Über das Interesse von Lehrerinnen und Lehrern der ortsansässigen Integrierten Gesamtschule Betzdorf-Kirchen Geschwister Scholl (IGS), die die Ausstellung zusammen mit einigen Klassen besuchten, freute sich Wäschenbach besonders. Laut dem Transplantationsgesetz gilt, dass Minderjährige ab dem 16. Geburtstag erklären dürfen, ob sie für oder gegen eine Organspende sind. Widerspruch bekunden können sie bereits ab 14 Jahren. „Um sich jedoch zu entscheiden, muss man sich persönlich mit dem Thema auseinandersetzen“, so der CDU-Abgeordnete.

MdL Wäschenbach stellte der Schule weiterführende Vorträge zur Nachbereitung im Unterricht zur Verfügung. „Es ist schon ein Erfolg an sich, dass die Lehrerinnen und Lehrer das Thema mit den Schülerinnen und Schülern einfühlsam besprechen und somit auch zur Selbstbestimmung und eigenverantwortlichem Handeln der Jugendlichen beitragen,“ sagte Wäschenbach.

Positiv zu dem Ausstellungsangebot äußerten sich auch die Vertreter der „Selbsthilfegruppe Niere“ Dieter Hoffmann, sowie Christa und Udo Conrad, die mit einem zusätzlichen Infostand für Organspende warben, um den rückläufigen Organspenden durch Aufklärung entgegenzuwirken. Während der dreiwöchigen Ausstellungsdauer verteilten die engagierten Mitglieder der SHG Niere zahlreiche Informationsbroschüren und über 400 Organspendeausweise.

Die Wanderausstellung „Herz verschenken“ wurde von der Initiative Organspende Rheinland-Pfalz unter Federführung der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) realisiert. Sie wurde ermöglicht durch die Unterstützung des Gesundheitsministeriums, verschiedener Krankenkassen, der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) sowie des Paritätischen Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. 

 

Quelle: AK-Kurier vom 02.01.2015    

Ausstellung zum Thema Organspende erfolgreich


Mehr als 400 Organspenderausweise wurden im Rahmen der Ausstellung "Herz verschenken" am DRK-Klinikum Kirchen verteilt. Die Selbsthilfegruppe für Nierentranspantierte und Dialysepatienten Siegerland und Olpe begleitete die Ausstellung und diskutierte auch mit Schülern. 

Der Abschluss der Wanderausstellung „Herz verschenken“ der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz, in der Zeit vom 1. bis 19. Dezember im DRK-Klinikum Kirchen/Sieg zeigte erfreuliche Resultate.

Dank der Initiative des Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach (CDU), wurde der Selbsthilfegruppe für Dialysepatienten und Nierentransplantierte Siegerland und Olpe (SHG Niere) die Möglichkeit eröffnet, die Wanderausstellung „Herz verschenken“ mit einem Info-Stand zu begleiten.

Anhand der Vielzahl der ausgelegten Informationsbroschüren zum Thema Nierenerkrankungen und Dialyse, insbesondere aber zum Thema Organspende und Transplantation, hatten die Besucher der Ausstellung die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren. Von diesem Angebot machten auch mehrere Schulklassen im Rahmen ihres Religions- und Ethikunterrichts Gebrauch, so auch zwei Schulklassen der IGS Kirchen.

Michael Wäschenbach stellte die wichtigsten Eckpunkte der Organspende dar. Dabei wurde deutlich, welche herausragende Bedeutung das Thema Organspende in unserer Gesellschaft hat. Denn immer noch sterben statistisch gesehen drei Patienten pro Tag, weil für sie kein Spenderorgan zur Verfügung steht.

Unter die Haut ging der Bericht von Christa Conrad, Niederfischbach, die davon erzählte, was 10 Jahre an der Dialyse und das Warten auf ein Spenderorgan bedeutet. Sie berichtete aber auch wie dankbar sie ist, vor vier Jahren eine Spenderniere erhalten zu haben und dass es Menschen gibt, die ihre Organe nach ihrem Tode spenden, damit andere Menschen weiterleben können. Die Bedeutung einer Organspende wurde durch die Schilderung des Erlebten von Christa Conrad für die Schülerinnen und Schüler Realität.

Die drei Wochen, in denen sich die SHG Niere in der Wanderausstellung „Herz verschenken“ präsentieren durfte, führte im Ergebnis dazu, dass neben einer Vielzahl von Informationsbroschüren über 400 Organspenderausweise verteilt werden konnten. Deshalb gilt der Dank an alle Beteiligten, die diese Präsentation ermöglicht haben, in der Hoffnung dazu beigetragen zu haben, dass sich einige Mitmenschen entschließen konnten, Organspender zu werden. 

Quelle: NR-Kurier, 21.12.2014

CDU-Wirtschaftsrat besucht die Firma Alho in Friesenhagen


Ein ökonomisches Schwergewicht im äußersten Norden des Landes Rheinland-Pfalz lernte gestern Nachmittag der Wirtschaftsrat der CDU (Landesverband RLP) näher kennen: die Firma Alho mit ihrem Stammsitz in Friesenhagen. Zur Betriebsbesichtigung empfingen geschäftsführender Gesellschafter Achim Holschbach, Geschäftsführer Horst-Günter Schmidt und Geschäftsführer Marco Grisse die Gäste. Die zeigten sich nach einem virtuellen Streifzug durch die Firmengeschichte und einem realen Gang durch die über 200 Meter lange Produktionshalle, wo gerade die Spätschicht bei der Arbeit an den Gebäudemodulen zu sehen war, sichtlich beeindruckt.

Gebäude aus modularen Einheiten, also aus einzelnen Stahlmodulen, die nach den Wünschen der Kunden konzipiert, industriell vorgefertigt und dann in relativ kurzer Zeit zusammengefügt werden können, sind das Markenzeichen des 1967 von Albert Holschbach gegründeten Unternehmens.

So zählt Alho heute mit inzwischen über 800 Mitarbeitern zu den Marktführern im Modul- und Containerbau. Aufgeteilt in 18 Einzelgesellschaften, erstreckt sich das „Imperium“ auf Deutschland und die südwestlichen Nachbarn, wie Frankreich, Schweiz, Luxemburg, Holland und Belgien.

Achim Holschbach verblüffte mit einigen Zahlen: Auf über 64 000 Quadratmeter erstreckt sich die Produktionsfläche, 10 000 einzelne Module werden jedes Jahr hergestellt, das sind 180 000 Quadratmeter Fläche. 15 000 Tonnen Stahl werden dazu benötigt, 560 000 Quadratmeter Gipskartonplatten, 500 Lkw-Ladungen Dämm-Material – in einem Jahr.

Eingesetzt werden die Einheiten vor allem bei Büroimmobilien, im Schul- und Universitätenbau und im Bau von Krankenhäusern etc. Aber auch bei temporären Einsätzen, etwa im Messebau, greift man gern auf Alho-Module zurück. Der Pressemappe lag ferner eine Hochglanz-Broschüre bei, die zurzeit viele Kommunen interessieren dürfte: die Errichtung von Asylbewerberheimen. Schnell Wohnraum schaffen, der später womöglich noch anders genutzt werden kann, etwa als Altenheim, das hat seinen Reiz auch für die öffentliche Hand. Eine eigens gegründete „Soko“ kümmert sich um diesen Geschäftszweig.

Holschbach erwähnte in diesem Zusammenhang, dass Städte und Gemeinden hier oft auf hochwertige Varianten zurückgriffen, weil die Nachnutzung bereits Teil des Konzepts sei.

Der Vorteil der Alho-Gebäude besteht nach Auskunft der Geschäftsführer zum einen in der kurzen Bauzeit. Die Bauzeit im Vergleich zur Massivbauweise reduziere sich um bis zu 70 Prozent. „Außerdem haben wir Festpreise und stehen zu dem, was wir im Vorfeld angeben“, erklärte Horst-Günter Schmidt. Als Generalunternehmer begleite Alho den Bau von der Beratung über die Vorfertigung, den Transport und die Montage bis zum Innenausbau und der endgültigen Fertigstellung des Gebäudes.

Gut nachvollziehen konnte man den schnellen Baufortschritt in einem Zeitrafferfilm, den die Fa. Roche von der Errichtung ihres Laborgebäudes mit 12 500 Quadratmetern in Basel durch die Fa. Alho erstellen ließ. In nur neun Monaten Bauzeit entstand das Haus als erstes in einem Häuser-Ensemble. Architektonisch, berichtete Holschbach nicht ohne Stolz, hätten sich alle folgenden Gebäude in dem geplanten Park daran zu orientieren.

Während man bei Containergebäuden den Rahmen der Module noch erkennen könne, sei dieser im Modulgebäudebau nicht mehr sichtbar, weil sich deren „Hülle“ individuell gestalten lasse, sei es mit Holz, Putz, Alu-Kassetten, Trespa oder Alu-Wellen.

Bis zu sechs Stockwerke hoch ließen sich Gebäude in Modulbauweise errichten, danach werde es unwirtschaftlich, erklärte Schmidt. Die Wände der Module besitzen keine tragende Funktion, Stabilität verleihen dem Baukörper allein die Rahmen. Referenzobjekte im Siegerland sind beispielsweise das Studenten-Servicecenter oder das Kreisklinikum Siegen, wo Alho zwei Geschosse in Massivbauweise mit fünfen in Modulbauweise erweiterte.

Zur Landesgrenze NRW ist es nur ein Katzensprung, weshalb Alho den größeren Nachbarort Morsbach im Adresskopf führt. Erwartungsgemäß wird mit dem Lkw viel Material mit Übermaßen bewegt. „21 Meter lange und 6 Meter breite Module bekommen wir noch aus dem Tal“, schilderte Horst-Günter Schmidt die manchmal etwas abenteuerlich anmutenden Schwertransporte mit Polizeieskorte ab 21 Uhr in Richtung Autobahn.

Das sei gar nicht das große Problem, hieß es. Stichwort Unwägbarkeiten. Übler dran sei man mit den Transporten über die A 45 mit ihrer Tonnage-Beschränkung auf den Brücken. Die sind bekanntlich alle in keinem guten Zustand mehr und müssen eine nach der anderen saniert werden. „Das wird Jahrzehnte dauern“, prognostizierte Achim Holschbach illusionslos. Und kein heimischer Unternehmer wisse, wann die nächste Gewichtsbeschränkung komme. Eine Umfahrung der Sauerlandlinie würde 180 zusätzliche Kilometer kosten. „Und dann wäre die Reichweite in einer Nacht auch nur noch 300 Kilometer.“

Dass die Nachfrage nach Modulgebäuden nachlässt, steht nicht zu erwarten. „Auch wenn Billiganbieter aus Südosteuropa immer mal wieder für schlechte Presse sorgen“, wie Achim Holschbach anmerkte. Alho setze dagegen auf Qualität. Man sei zertifiziert und halte sämtliche Vorschriften bezüglich Standsicherheit, Brand-, Schall- und Gesundheitsschutz ein. Auch auf Umweltschutz achteten Auftraggeber naturgemäß. Ein Kindergartengebäude, das die Firma in Mainz errichtet hat, habe man nach DGNB auditieren lassen und auf Anhieb ein Silber-Zertifikat dafür bekommen.

Das Unternehmen verdient sein Geld vor allem mit drei Marken. Neben Alho als Alternative zum Massivbau sind dies die Fa. Fagsi, die Systemgebäude vertreibt und vermietet, sowie die Fa. ProContain, die solche Systemcontainer an Händler und Vermieter abgibt. Denn nichts hält bekanntlich länger als ein Provisorium. Fünf Jahre lernen die Studenten schon in dem riesigen Containerbau aus Friesenhagen mit eigenen Hörsälen, weil ein Massivbau der FH Mülheim Zeit braucht.

Interessant war’s allemal: Man habe von dem Besuch sehr viel mitgenommen und einen höchst informativen Nachmittag verbracht, lobte der Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrats, Joachim Prümm, zum Abschluss.

Quelle: SZ, 18.12.2014

„Herz verschenken“ Ausstellung im DRK-Krankenhaus in Kirchen

Werben für Organspenden: Apothekerin Claudia Henkel, Kaufmännischer Krankenhausdirektor Klaus Schmidt, Landrat Michael Lieber, Geschäftsführer der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in RLP Dr. Mattias Krell, CDU MdL Michael Wäschenbach


Organspende kann neues Leben schenken - Eröffnung der Ausstellung "Herz verschenken" im Krankenhaus Kirchen

Organspende ist ein Thema, bei dem „Leben und Tod dicht beieinander stehen“, so Michael Wäschenbach. Der Wallmenrother CDU-Landtagsabgeordnete erzählt von einem Kollegen im Landtag, der nach einer Lebertransplantation seine Arbeit wieder aufgenommen hat. „Es ist ein tolles Gefühl, dass er wieder hier sitzt.“  

Organspende ist ein Thema, das auch Emotionen hervorruft. Der Hamburger Fotograf Michael Hagedorn hat Menschen porträtiert, die mit einem Spenderorgan weiterleben dürfen. Er hat Angehörige von Organspendern vor der Kamera gehabt und auch Patienten, die auf eine Transplantation warten. Seine Fotos sind bis zum 19. Dezember unter dem Titel: „Herz verschenken“ in einer Ausstellung im DRK-Krankenhaus in Kirchen zu sehen.  
Die Ausstellung geht auf eine Initiative von Michael Wäschenbach zurück. Er möchte, dass sich möglichst viele Besucher mit diesem Thema auseinandersetzen. Er appelliert auch an die Schulen, die Ausstellung anzuschauen und sich mit dem Thema Organspende im Unterricht zu beschäftigen. Der Abgeordnete begrüßte bei der Eröffnung gestern Vormittag auch Landrat Michael Lieber und Kirchens Bürgermeister Jens Stötzel.   „Organspende ist ein sehr sensibles Thema“, betonte Klaus Schmidt, der Kaufmännische Direktor, in seinem Grußwort. Die Bereitschaft zur Spende sei gesunken. „Es ist schwierig, die Bevölkerung zu überzeugen.“  
Die Wanderausstellung „Herz verschenken“ wurde von der Initiative Organspende Rheinland-Pfalz unter Federführung der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz realisiert. Dr. Matthias Krell (Betzdorf) ist der Geschäftsführer. Er dankte Wäschenbach für seine Initiative und dem Krankenhaus für die Durchführung. „Es ist ein sehr gut gewählter Ort für eine solche Ausstellung.“ „Aufklärung und Information sind notwendig“, betonte Krell. Zwar stehen laut Umfragen über 70 Prozent der Menschen in Deutschland einer Organspende positiv gegenüber. Doch nur schätzungsweise 20 bis 25 Prozent haben einen Spenderausweis. „Das ist viel zu wenig.“ In Deutschland, so Krell, stehen aktuell 11 000 Menschen auf einer Warteliste. Jeden Tag würden drei Menschen sterben, weil sie kein lebensrettendes Organ bekommen würden. „Wir wollen keinen Druck ausüben“, betont Krell, „aber wir möchten mit der Ausstellung die Besucher dazu bewegen, eine Entscheidung Pro oder Contra Organspende zu treffen“.  
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel sprach in seinem Grußwort die negativen Schlagzeilen rund um das Thema Organspenden an. „Es sind Fehler gemacht worden“, räumte er Ungerechtigkeiten auf den Wartelisten ein. Allerdings gab der Bundespolitiker zu bedenken, dass mit „diesen Organen Leben gerettet wurden und die Spende an sich nicht nutzlos gewesen ist“. Eine Ausstellung wie in Kirchen könne dazu beitragen, wieder Vertrauen in der Bevölkerung aufzubauen.  

Quelle: RZ, 02.12.2014

Während der Ausstellung zum Thema Organspende im DRK-Krankenhaus in Kirchen informiert eine Selbsthilfegruppe von Dialysepatienten, Nierentransplantierten und Angehörigen, Sektion Siegerland und Olpe, über ihre Arbeit. Udo und Christa Conrad aus Niederfischbach (im Bild) betreuten am Eröffnungstag den Stand. Aufklärungsarbeit, so das Ehepaar, ist ein wichtiges Anliegen, gerade vor dem Hintergrund sinkender Spendenbereitschaft. Die „SHG Niere“, so nennt sich die Gruppe, trifft sich jeden zweiten Donnerstag im Monat, 19 Uhr, im Kolpinghaus in Geisweid, in der Weidenauer Straße 27. Gäste, die sich über die Tätigkeit der Gruppe unverbindlich informieren möchten, sind hier jederzeit willkommen. Zur Arbeit gehört der Kontakt zu Experten, Austausch von Erfahrungen, aber auch gemeinsame Unternehmungen.

 

Weitere Informationen zur Organspende gibt es hier:

Deutsche Stiftung Organtransplantation

Junge Helden

Initiative Organspende RLP

 

Vorlesetag 2014 - Michael Wäschenbach liest in der kita Sonnenschein in Niederfischbach vor


Die Kinder der „Mäuse-Gruppe“ in der kommunalen Kita „Sonnenschein“ in Niederfischbach staunten gestern nicht schlecht: Da kam ein Mann in ihren Gruppenraum, und der hatte eine Kiste voller Bücher dabei – da gab es ganz große und schwere, einige uralte oder auch ein klitzekleines Büchlein. Michael Wäschenbach (MdL) hatte mit der Vorstellung seiner Bücherkiste direkt die volle Aufmerksamkeit der Kinder. Er war auf Einladung der katholischen öffentlichen Bücherei (KÖB) Niederfischbach in die Kita gekommen – aus terminlichen Gründen einige Tage vor dem bundesweiten Vorlesetag am 21. November. Wäschenbach hatte zunächst einige Fragen an die Kinder. Zum Beispiel, welches Lieblingsbuch sie haben. Die Antwort aus der ersten Reihe kam schnell: „Alle Bücher auf der Welt!“ Während abends vor dem Schlafengehen normalerweise Mama, Papa oder die Großeltern tolle Geschichten vorlesen, durften die Kinder gestern zwischen zwei Büchern wählen, die Wäschenbach mitgebracht hatte. Die „Mäuse“ entschieden sich für „Wie der Schneemann einen Freund bekam“: Ein kleiner Bär erwacht viel zu früh aus seinem Winterschlaf und sieht zum ersten Mal Schnee. Er will sich einen Schneemann als Freund bauen. Die Geschichte begeisterte die Kinder auf Anhieb: Als Wäschenbach vorlas, wie der kleine Bär durch den Schnee tobt, leuchteten die Augen der Kleinen. „Au ja, Schnee…“, tönte es im Auditorium.


Quelle: SZ, 19.11.2014

Besuch des Infostandes von Altenpflegerin Vanessa Schmidt auf dem Betzdorfer Wochenmarkt


MdL Wäschenbach setzt sich dafür ein, dass zu pflegende Menschen möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben können. „Dafür müssen jedoch die räumlichen, finanziellen und persönlichen Rahmenbedingungen stimmen“, so der seniorenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion.
In einem Belastungstest, den die Altenpflegeschülerin Vanessa Schmidt im Zuge ihrer Abschlussarbeit auf dem Betzdorfer Wochenmarkt mit einem Fragebogen durchführte, wurde schnell deutlich, dass sowohl körperliche als auch seelische Belastung bei pflegenden Angehörigen oftmals zu Überforderung führt.
Franz-Josef Heer, Leider des Pflegestützpunktes Kirchen, appelliert an die Pflegenden, sich frühzeitig bei den Pflegestützpunkten und ambulanten Diensten über die Möglichkeiten der Unterstützung zu informieren.
Für Wäschenbach steht fest: „es ist dringend notwendig, dass es genügend professionelle Unterstützung durch ambulante Pflegedienste gibt, und da haben wir einen Mangel an Fachkräften.“
Wäschenbach gibt noch einen Tipp für einen Ratgeber, der sowohl im Internet zu finden ist oder bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisation e.V. (BAGSO) bestellt werden kann (Tel. 0228 / 2499930).

Ausstellung Herz verschenken im DRK Krankenhaus Kirchen

Ab dem 1. Dezember gibt es eine Ausstellung im Forum des DRK-Krankenhauses in Kirchen zum Thema Organspende. Die Ausstellung "Herz zu verschenken" will für das Thema sensibilisieren und Menschen ermutigen einen Organspendeausweis auszufüllen. MdL Michael Wäschenbach holte die Ausstellung nach Kirchen.

 

Kirchen. Eine Organspende kann das Wertvollste retten, was ein Mensch besitzt – das Leben. Damit sich mehr Menschen mit der Möglichkeit einer Organspende nach dem Tod befassen und sich dafür entscheiden, einen Organspendeausweis auszufüllen, ist Information nötig. 
Die Initiative Organspende Rheinland-Pfalz geht mit einer Fotoausstellung über die reine Wissensvermittlung hinaus: Bilder des Hamburger Fotografen Michael Hagedorn zeigen die menschlichen Schicksale, die hinter den Statistiken von Organspendern, Transplantationen und Wartelisten stehen. Die Ausstellung besteht aus zwanzig Portraits von Menschen, die persönlich von dem Thema Organspende betroffen sind. Eine begleitende Broschüre vermittelt Details zu den Biographien der Portraitierten und fasst wichtige Fragen und Antworten zum Thema Organspende zusammen. 
Eine der Portraitierten ist Alexandra Winter aus Mainz. Die junge Frau erhielt ein neues Herz, weil eine Herzmuskelentzündung ihr Leben bedrohte. Sie hatte Glück, denn ein geeignetes Spenderherz konnte gefunden werden, bevor es zu spät war. Alexandra Winter führt heute ein unbeschwertes Leben als Studentin – die Organspende hat ihr die Chance auf ein zweites Leben geschenkt. Ihr Bild ziert das Titelblatt der Begleitbroschüre zur Ausstellung und steht stellvertretend für alle, die sich zur Mitarbeit an dem Projekt bereit erklärt haben: Neben Organempfängern sind dies Angehörige von Organspendern, Patienten, die noch auf ein Organ warten sowie Menschen, die beruflich mit dem Thema befasst sind. 
Mehr als 500 Menschen in Rheinland-Pfalz stehen zurzeit auf der Warteliste für ein Spenderorgan, in ganz Deutschland sind es rund 10.700. Jeden Tag sterben durchschnittlich drei Patienten, weil sie nicht rechtzeitig ein Organ erhalten konnten. Die Frage nach der eigenen Spendebereitschaft ist sehr persönlich – jeder Mensch kann sie nur für sich selbst beantworten. Die Ausstellung „Herz verschenken“ kann dazu beitragen, sich Klarheit über die eigene Haltung zu dem Thema zu verschaffen und eine Entscheidung zu fällen. 
Die Wanderausstellung „Herz verschenken“ wurde von der Initiative Organspende Rheinland-Pfalz unter Federführung der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) realisiert. Sie wurde ermöglicht durch die Unterstützung des Gesundheitsministeriums, verschiedener Krankenkassen, der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) sowie des Paritätischen Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. 
Vom 1. bis 19. Dezember 2014 ist die Wanderausstellung im Forum des DRK Krankenhauses, Bahnhofstraße 24, in Kirchen zu sehen. Die Ausstellungseröffnung findet am Montag, den 1. Dezember um 11 Uhr mit einem kleinen Imbiss statt. 
Am Nachmittag können sich um 17 Uhr Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Vortrags- und Informationsveranstaltung zum Thema Organspende informieren. Uwe Heck, Vertreter der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), wird aus der fachmedizinischen Perspektive über die Organspende referieren. Hans-Peter Wohn von der Initiative Organspende Rheinland-Pfalz wird als Betroffener berichten, was es heißt, auf ein Spenderorgan hoffen und warten zu müssen. 
Um die Veranstaltungen besser zu planen bittet der heimische Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach um Anmeldung in seinem Wahlkreisbüro unter der Telefonnummer 02741 / 9365400 oder per Email unter info@michael-waeschenbach.de. 
Neben der Ausstellung der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. werden Vertreter der Selbsthilfegruppe Siegerland-Olpe, die dem Landesverband „IG Niere NRW e.V.“ angehört mit einem Informationsstand vor Ort sein. Die Selbsthilfegruppe wurde als Zusammenschluss von Dialysepatienten, Transplantierten und deren Familienangehörigen gegründet. Sie entstand unter anderem aus dem Grund, die dringend erforderliche Werbung für Organspende durchführen zu können. 
Wäschenbach freut sich zur Eröffnung den neuen Geschäftsführer der LZG, Dr. Matthias Krell anlässlich dieser Veranstaltung in seiner Heimatregion begrüßen zu können.

 

Quelle: AK Kurier, 13.11.2014

 

Im Mittelpunkt des Demografiekongresses stand die ärztliche Versorgung des ländlichen Raums


Noch findet jeder Bürger im Kreis Altenkirchen in erreichbarer Nähe einen Hausarzt. Wenn sich allerdings nichts tut, dann schrumpft die Zahl der Allgemeinmediziner in den nächsten zehn Jahren etwa in den Verbandsgemeinden Altenkirchen, Wissen und Herdorf-Daaden auf null. Die Zeit drängt also, Lösungen müssen her. Beim großen Demografiekongress in der Betzdorfer Stadthalle am Donnerstagabend war daher nicht durch Zufall die ärztliche Versorgung das Top-Thema.
„Wir können uns zwar keine Hausärzte backen“, räumte Moderator Berno Neuhoff ein. Doch im Rahmen einer Podiumsdiskussion ging es um Lösungsansätze.   Die Situation ist jetzt schon dramatisch: Thomas Christ von der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz spricht von einem „drängenden Problem“, und Dr. Thomas Urbach von der kassenärztlichen Bundesvereinigung kann aus eigener Erfahrung berichten, wo der Schuh drückt. Der 56-Jährige kam vor einigen Jahren aus Erfurt nach Daaden, um dort eine große Einzelpraxis zu führen. Als er merkte, dass die Arbeit alleine nicht mehr zu schaffen ist, da suchte er per Zeitungsanzeige in ganz Europa nach Assistenten – vergeblich: „Es hat sich niemand gemeldet“, berichtet Urbach. Also zog er die Konsequenz, gab die Daadener Praxis ab und wechselte nach Bad Marienberg, wo er mit einem Kollegen eine Gemeinschaftspraxis führt und dort vier angestellte Ärzte beschäftigt.   Ähnliches weiß Dr. Klaus Kohlhas, der Obmann der Altenkirchener Kreisärzteschaft, zu berichten: Der als Allgemeinmediziner in Gebhardshain niedergelassene Arzt hat bundesweit nach Medizinern gesucht, die bei ihm an der Verbundweiterbildung teilnehmen wollen. Auch hier: Fehlanzeige: „Es hat sich kein Assistent gemeldet“, so Dr. Kohlhas. Damit nicht genug: Wie Thomas Christ ergänzt, sind im Kreis Altenkirchen einige Facharztbereiche deutlich unterbesetzt. So fehlen beispielsweise Hals-, Nasen-, Ohrenärzte sowie Hautärzte. „Hier ist die Besetzungsquote im Kreis Altenkirchen sehr gering“, weiß Christ.  
Was also kann man tun, um Absolventen nach dem Medizinstudium für eine Tätigkeit im ländlichen Bereich zu gewinnen? Tom Rutert-Klein vom Mainzer Gesundheitsministerium, dessen Führung am Mittwoch Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) aus Forst übernehmen wird, wirbt dafür, den Medizinstudenten „die Schönheit des Berufs“ vor Augen zu führen. Vor Ort müssen sie seiner Meinung nach in Hausarztpraxen den Charme einer Tätigkeit als Landarzt kennenlernen. Außerdem tritt Rutert-Klein für eine Willkommenskultur ein: Gemeinden sollten beispielsweise bei der Suche nach Wohn- und Praxisräumen behilflich sein.  
Studenten möglichst früh zu erreichen, hat sich auch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) auf die Fahnen geschrieben, wie Thomas Christ festhält. Dabei will die KV für den Hausarztberuf werben. Immerhin wird laut Christ zwar die Bevölkerungszahl abnehmen, doch die Patientenzahl in etwa konstant bleiben – vor allem aufgrund er alternden Bevölkerung.  
Ein Schlüssel zur Lösung des Problems könnte nach Auffassung von Dr. Klaus Kohlhas in der Einrichtung eines akademischen Lehrkrankenhauses im Kreis Altenkirchen liegen. Sollte es gelingen, zum Beispiel das DRK-Krankenhaus in Altenkirchen als akademisches Lehrkrankenhaus zu installieren, dann besteht Hoffnung, dass die Studierenden, die dort lernen, auch in der Region ihre Blockpraktika absolvieren. Derzeit gehen hierbei die örtlichen Praxen in der Regel leer aus, wie Kohlhaus berichtet: „Wir sind eine Weiterbildungspraxis, aber haben nun schon im vierten Jahr hintereinander keine Blockpraktikanten erhalten.“ Das Land kann hierbei nur mittelbar helfen, wie Tom Rutert-Klein vom Ministerium informiert: „Das Verfahren läuft über die jeweilige Universitätsmedizin.“ Aber: „Ich kann nur dazu ermutigen, dass sich Krankenhäuser aus dem Landkreis dort bewerben.“  
Wie vertrackt die Situation ist, macht ein anderer Aspekt deutlich: „Der Numerus clausus für Medizin liegt derzeit bei 1,1“, wie Dr. Thomas Urbach unterstreicht. Sein Sohn (Abischnitt: 1,9) wollte eigentlich sehr gerne ebenfalls Hausarzt werden; doch ihm ist der Weg durch diese Hürde verbaut. Urbach: „Der Numerus clausus ist einfach nicht mehr zeitgemäß.“ Eine andere Entwicklung führt ebenfalls zu Engpässen: Viel mehr Frauen als Männer drängen ins Medizinstudium. Und die Frauen, die dann den Arztberuf ergreifen, haben nicht vor, 60 bis 80 Stunden pro Woche zu arbeiten, sondern streben oft Teilzeitmodelle an. Thomas Christ von der Kassenärztlichen Vereinigung: „Wir haben zwar mehr Ärzte, aber dadurch weniger Vollzeitstellen.“  

Quelle: RZ, 08.11.2014

Wissener Jahrmarkt feierlich eröffnet


Rudolf Scheurer eröffnete den 45. Jahrmarkt der katholischen Jugend.  Fotos: Linda Weitz Wissen. Zahlreiche Gäste waren zur feierlichen Eröffnung des 45. Jahrmarktes der katholischen Jugend erschienen:
Michael Wäschenbach MdL, Sabine Bätzing-Lichtenthäler MdB, Landrat Michael Lieber, Thorsten Wehner MdL, Dr. Peter Enders MdL, der katholische Pfarrer Martin Kürten, Bürgermeister Michael Wagener, der evangelische Pfarrer Marcus Tesch sowie Vertreter des Rotary Club Westerwald und des Lions Club Altenkirchen. Als Ehrengast konnte der Sprecher des Jahrmarktes, Johannes Bender, den ehemaligen Wissener Pfarrer i. R. Msgr. Rudolf Scheurer begrüßen.

Was vor 45 Jahren als spontane Hilfsaktion mit einem Reisverkauf vor dem Rathaus begann, hat sich mittlerweile zu einem großen Markt entwickelt, wusste Johannes Bender stolz zu berichten. Wichtig war den Beteiligten immer, dass ein konkretes Projekt unterstützt wurde. In diesem Jahr wird der Erlös an ein Kinderrehabilitationszentrum in San Carlos/Bolivien fließen. Zusammen mit den Salesianern Don Boscos und den Schwestern der Vorsehung soll hier geholfen werden.   Pfarrer i. R. Msgr. Rudolf Scheurer erinnerte sich in seiner Ansprache an seine Zeit in Wissen. Vor zehn Jahren sei er das letzte Mal hier gewesen, berichtete er: „Es ist immer wieder faszinierend, wie es möglich ist, dass so viele Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und aus unterschiedlichen sozialen Schichten gemeinsam so viel Gutes tun.“ Er lobt den großen Anklang, den das Projekt von Beginn an bei der Bevölkerung gefunden hatte. Ein sehr wichtiger Aspekt sei es, so betonte er, dass der Erlös immer wieder gezielt und kontrolliert eingesetzt werde. „Wir Wissener können mit einem Jahrmarkt zwar nicht alle Not der Welt lindern. Aber wer Not sieht und hilft, der zeigt Dankbarkeit und Nächstenliebe.“  
Claudia Ebinger von Don Bosco Mondo erklärte den interessierten Zuschauern, was mit dem gespendeten Geld passieren wird. Über 50.000 Kinder sterben in Bolivien, bevor sie das fünfte Lebensjahr erreicht haben. Im Kinderrehabilitationszentrum werden 53 Kinder im Alter von bis zu fünf Jahren beherbergt, das Zentrum umfasst ein Einzugsgebiet von rund 300 Kilometern.

„Die größte Motivation ist die Dankbarkeit der Menschen, denen geholfen wird“, so Landrat Michael Lieber. Er überreichte ebenso einen Scheck wie Bürgermeister Michael Wagener. Dieser sprach von einer guten Tradition, einer Idee, die es verdient, getragen zu werden. Auch der evangelische Pfarrer Marcus Tesch unterstützte das Projekt und zeigte sich beeindruckt von der vielen Arbeit, die Jahr für Jahr von Ehrenamtlichen geschultert wird.   Der Lions Club Altenkirchen, vertreten durch Dr. Friedhelm Birger Flohr überreichte einen großzügigen Scheck, ebenso wie der Rotary Club Westerwald.

Im Anschluss begann das abwechslungsreiche Bühnenprogramm, welches die Zuschauer in den beiden Tagen des Jahrmarktes unterhalten wird. Der neu gegründete Jahrmarkts-Projekt-Kinderchor 2014 unter der Leitung von Dipl.-Musikpädagogin Simone Bröhl zeigte nach nur vier Proben mit den ersten Liedern sein Können auf der großen Bühne.

Que
lle: AK-Kurier 04.11.2014

Herbstfest des DRK-Kreisverbandes in Betzdorf


Unterhaltsame Stunden wurden beim Herbstfest des DRK-Kreisverbandes geboten. Aus dem gesamten Kreis Altenkirchen kamen am Sonntag Bürger zur Stadthalle nach Betzdorf. So war zum Beispiel das DRK Brachbach mit rund 70 Leuten vor Ort. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des DRK hatten die Veranstaltung vorbereitet. Es ist bereits das 29. DRK-Herbstfest. Landrat Michael Lieber, der auch Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes ist, begrüßte die zahlreichen Gäste. Zur Einstimmung trug Lieber drei Herbstgedichte vor.

Unter den Ehrengästen weilten neben den Landtagsabgeordneten Thorsten Wehner und Michael Wäschenbach auch Betzdorfs Bürgermeister Bernd Brato und DRK-Kreisgeschäftsführer Alfons Lang. Zum Auftakt des Festes gab es musikalische Unterhaltung mit der Bindweider Bergkapelle. Durch das anschließende Programm führte Birgit Schreiner. Dabei gab es Darbietungen von folgenden Gruppen: DRK-Gymnastikgruppen Brachbach (Leitung Marita Scheurer), DRK-Tanzgruppe Betzdorf (Roswitha Hammer), DRK-Gymnastikgruppe Weiterfeld (Irmgard Stötzel), DRK-Gymnastikgruppen Mehren (Dagmar Hallberg), DRK-Tanzgruppe Flammersfeld (Monika Horn) und die DRK-Gymnastikgruppe „Außer Atem“ aus Brachbach (Marita Scheurer). Für gesangliche Beiträge sorgte der Chor Heimatklänge aus Dickendorf.

Quelle:
RZ 3.11.2014

Deutscher Studienpreis 2015 - Promovierte aus der Region mit Dissertationen im Jahr 2014 können Nachwuchspreis erlangen


Die CDU-Abgeordneten Wäschenbach und Enders rufen die qualifizierten Nachwuchswissenschaftler unserer Region zur Wettbewerbsteilnahme auf und weisen darauf hin, dass Bundestagspräsident Norbert Lammert als Schirmherr den Wettbewerb um den Deutschen Studienpreis 2015 offiziell gestartet hat.

Mit dem Preis zeichnet die Körber-Stiftung junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für fachlich herausragende Forschungsarbeiten aus, die zugleich von besonderer gesellschaftlicher Relevanz sind. An der aktuellen Ausschreibung können Promovierte teilnehmen, die im Jahr 2014 ihre Dissertation mit exzellentem Ergebnis abschließen. Einsendeschluss ist der 1. März 2015. Der Deutsche Studienpreis zählt zu den höchstdotierten Auszeichnungen für Nachwuchswissenschaftler in Deutschland: Die drei Spitzenpreisträger aus den Sektionen Sozialwissenschaften, Geisteswissenschaften sowie Natur- und Technikwissenschaften erhalten jeweils 25.000 Euro.


»Unser Land ist dringend auf den Ideenreichtum und die Innovationskraft von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern angewiesen«, sagt Bundestagspräsident Norbert Lammert. »Dabei brauchen wir Forscherinnen und Forscher, die nicht nur fachlich Exzellentes leisten, sondern die zugleich die gesellschaftliche Bedeutung ihrer Tätigkeit im Blick haben.« Der gesellschaftliche Wert einer Forschungsarbeit kann für den Wettbewerb in einem konkreten Anwendungsbezug bestehen – etwa einer neu entwickelten medizinischen Therapie oder einem innovativen Gesetzesvorschlag. Ebenso willkommen sind beim Deutschen Studienpreis Forschungsbeiträge, die Orientierungswissen bieten.

Die kompletten Teilnahmebedingungen und weitere Informationen finden Sie unter www.studienpreis.de.

Natursteig-Wanderung - die längste Etappe führte von Kirchen nach Mudersbach



Die Wanderschuhe sind geschnürt, der Rucksack gepackt, die Sonne scheint: Es kann also losgehen – ab auf die letzte Etappe des Natursteigs Sieg. Mehr als 60 RZ-Leser kann Wanderführer Andreas Hof bei angenehmem Laufwetter am Kirchener Bahnhof begrüßen. Darunter mit Landtagsabgeordnetem Michael Wäschenbach und Kirchens Bürgermeister Jens Stötzel ein wenig Prominenz – und mit der munteren Gruppe „Wandern im Gebhardshainer Land“ Läufer aus Leidenschaft.  

Der ansteigende Weg auf der Brückenstraße, vorbei an der Pfarrkirche St. Michael, gibt schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf das Höhenprofil, mit dem die Gruppe heute zu tun haben wird: Es geht teilweise steil bergauf. Etliche T-Shirts und Unterhemden werden im Lauf des Tages durchgeschwitzt sein. Aber: alles kein Problem.   Weil irgendwie alle gut drauf sind und die Sonne die Wanderer verwöhnt, erlaubt sich Andreas Hof einen kleinen Schlenker: Er führt die Gruppe zum Ottoturm. „Bei unserer Tour am vergangenen Dienstag hat es so geregnet, dass wir eine Besichtigung ausfallen lassen mussten“, erklärt er. Alle sind einverstanden. Doch bevor es auf dem Kahlberg die stählernen Stufen hinaufgeht, entledigen sich fast alle erst einmal ihrer Jacken. 18,6 Meter hoch ist der 2010 errichtete neue Ottoturm. Hochoben erwartet die Besucher ein atemberaubender Ausblick. Andreas Hof erklärt genau, was man wo erkennt und zeigt auch schon mal Richtung Freusburg: das Ziel für die Mittagsrast.  
Doch das liegt noch in weiter Ferne. Zunächst geht's weiter Richtung Katzenbach. Da findet sich die Gruppe mit einem Mal auf einem Rasenweg, der am Waldrand vorbei an lauter hübschen Häusern vorbeiführt und wo mancher Anlieger fröhlich grüßt. Unten angekommen, queren die Teilnehmer die Straße, bevor es auf dem Wanderweg weitergeht und man die Freusburg schon vor Augen hat.  
Hier irgendwo, weiß ein Mitwanderer, muss der Schwedengraben liegen. Ganz richtig: Während des 30-jährigen Kriegs, erläutert Wanderführer Hof, hat es hier unten Stellungen gegeben, von denen aus die Schweden die Freusburg beschossen.  
Bevor es hinauf zur Freusburg geht, kommt die Gruppe an der Freusburger Mühle vorbei. Das Efeu am Gebäude der ehemaligen mit Wasserkraft betriebenen Kornmühle (1978 wurde der Mahlbetrieb eingestellt) präsentiert sich herbstlich bunt gefärbt – eine wahre Augenweide an diesem Tag, der etwas von Indian Summer hat.  
Ein Stückchen verläuft der Natursteig nun an der Bundesstraße 62 entlang, bevor es etwas später links auf dem Backhausweg weitergeht. Und weil offenbar der Hunger ruft und das Café auf der Freusburg nicht mehr fern ist, wählt die Gruppe kurz entschlossen den steilen, etwas kürzeren Weg hinauf. Das zieht sich ob der beachtlichen Steigung ganz schön. Immer schön langsam, bald ist es geschafft, und die leckere Kartoffelsuppe aus der Freusburg-Café-Küche von Regine Bleicher entschädigt für die Anstrengung.  
Gut gestärkt machen sich die RZ-Wanderer nach der Mittagsrast auf in Richtung Mudersbach. Wer nach dem Freusburg-Aufstieg denkt, das Schlimmste in Sachen Steigung läge hinter einem, der irrt. Durch den herbstlich hübsch verfärbten Giebelwald sind noch einige Höhenmeter bis fast hinauf auf den Giebelberg zu überwinden, der immerhin auf 527 Metern liegt. Das verlangt den Teilnehmern einiges ab – das Läuferfeld zieht sich merklich auseinander. Am Ende schaffen es alle: auch „Alterspräsident“ Adolf Richter mit seinen 83 Jahren. Der Natursteig führt auch an den Soldatengräbern vorbei und verläuft einige Zeit auf dem Grubenwanderweg. Auch der Schiefer-Erz-Eisen-Weg gesellt sich noch dazu.  
Dann startet glücklicherweise der Abstieg, und von Ferne ist bereits der Erzquell-Stollen zu erkennen, wo schon der Mudersbacher Ortsbürgermeister Maik Köhler und eine Abordnung des Bürger- und Verkehrsvereins Mudersbach auf die Gruppe wartet. Sie begrüßen alle mit kühlen Getränken aus der Erzquell-Brauerei. Wie Ulrich Merzhäuser vom Bürgerverein berichtet, führt heute noch die vier Kilometer lange Wasserleitung vom Erzquell-Stollen bis hinunter zur Brauerei in Niederschelderhütte direkt in den Braukessel. Merzhäuser gewährt später auch noch einen Blick in das von einem Verein betriebene Wasserwerk, das 700 Haushalte in Mudersbach versorgt.  
Apropos versorgen: Mit Würstchen und Steaks vom Grill klingt der Wandertag an der Gaststätte Zur Linde aus. Schön war's. Und anstrengend.  

Quelle: RZ, 27.10.2014

Wahlkreisänderung - Neue Zuständigkeit für Rennerod



Sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner in der Verbandsgemeinde Rennerod,

wie Sie aus der Presse in den letzten Monaten entnehmen konnten, wurde der Wahlkreis 5 (Bad Marienberg (Westerwald) / Westerburg) geändert, in dem die Verbandsgemeinde Rennerod dem Wahlkreis 1 (Betzdorf/Kirchen) durch Gesetz zugeordnet wurde. Ich habe also Rennerod von Herrn Ralf Seekatz „übernommen“.
Mir ist es wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Rennerod auch weiterhin im Landtag durch einen direkt gewählten Wahlkreisabgeordneten vertreten werden. Dafür setze ich mich gerne ein. Einige von Ihnen konnte ich in den letzten Wochen schon kennenlernen, u.a. beim Besuch des Weihnachtsmarktes auf dem St. Hubertus-Platz in Rennerod oder bei der Einweihung des Gemeindezentrums in Westernohe.
Ich bin sehr zuvorkommend empfangen worden, dafür bedanke ich mich.
In Mainz bin ich Mitglied des Sozialausschusses und des Petitionsausschusses. Für meine Fraktion bin ich Sprecher für Seniorenpolitik und Suchtfragen. Gerne würde ich mit Ihnen als Fachpolitiker über diese Themen, aber auch als Wahlkreisabgeordneter über alle anderen landespolitischen Themen mit Ihnen ins Gespräch kommen, wie z.B. den Straßenbau.
Ich freue mich darauf, viele neue Menschen bei dieser Arbeit kennenzulernen und biete Ihnen eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle der Verbandsgemeinde Rennerod und ihrer Bürgerinnen und Bürger an.

Für eine Kontaktaufnahme stehen mein Team und ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung: Michael Wäschenbach, MdL, Wilhelmstraße 5, 57518 Betzdorf, Tel. 02741/9365400, Fax: 02741/9365401

„Besuchen“ Sie uns auch digital unter www.michael-waeschenbach.de oder in den sozialen Medien z.B. https://www.facebook.com/BurgerburoMichaelWaschenbach.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Michael Wäschenbach

Quelle: PM für Hoher Westerwald - Wochenkurier für die Verbandsgemeinde Rennerod, Ausgabe 2015/06

Wahlkreisänderung: Oberkreis plus Rennerod


Der Wahlkreis 1 erhält Zuwachs: Gestern beschloss der rheinland-pfälzische Landtag mit den Stimmen von Rot-Grün eine Änderung des Landeswahlgesetzes, das den Neuzuschnitt des Großteils der 51 Wahlkreise regelt.
Die wichtigste Nachricht für das AK-Land: Während der Wahlkreis 2 (Verbandsgemeinden Gebhardshain, Wissen, Hamm/Sieg, Altenkirchen und Flammersfeld) unverändert bleibt, stößt zum bisherigen Wahlkreis 1 (Verbandsgemeinden Betzdorf, Kirchen, Herdorf-Daaden) die Verbandsgemeinde Rennerod aus dem Westerwaldkreis hinzu.
Somit wächst der Wahlkreis 1 auf knapp 69 000 Personen – und ist nah am landesweiten Mittel von 72 600. Der Wahlkreis 5 (bislang die WW-Verbandsgemeinden Bad Marienberg, Hachenburg, Selters, Westerburg und eben Rennerod) schrumpft analog dazu auf 77 500 – und nähert sich damit dieser Marke von der anderen Seite.
Hintergrund ist das Bundeswahlgesetz und eine entsprechende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, dass Wahlkreise von ihrer Einwohnerzahl her generell nicht mehr als 25 Prozent vom Durchschnitt entfernt sein sollten. Dieses Unterfangen wäre der Landesregierung mit ihrer Mehrheit im Deutschhaus geglückt. Denn der Wahlkreis 1 wird damit von -26,7 auf -4,7 korrigiert, der Wahlkreis 5 im Westerwaldkreis von + 29,1 auf +7,1.
Die CDU-Fraktion stimmte gestern gegen den Gesetzesentwurf – und führte verfassungsrechtliche Bedenken an. Deren Parlamentarischer Geschäftsführer, Hans-Josef Bracht, wird in einer Pressemitteilung folgendermaßen zitiert: „Bei der Neugliederung der Wahlkreise stehen für die CDU-Fraktion auch die Kontinuität der Bürger, der räumliche Zusammenhalt und die kommunalpolitischen Grenzen im Vordergrund – keine wahltaktischen Motivationen.“
Denn genau diese vermutet die Opposition in dem neuen Gesetz. Der Vorwurf: Die SPD lege sich die Wahlkreise so zusammen, dass sozialdemokratische Kandidaten bei der Landtagswahl – die nächste steht in anderthalben Jahren an – noch bessere Chancen auf ein Direktmandat haben werden als bislang.
Nun, für den Wahlkreis 1 trifft dies aber gerade nicht zu. Bei der vergangenen Wahl im Frühjahr 2011 zog CDU-Kandidat Dr. Josef Rosenbauer das Ticket nach Mainz und setzte sich damit gegen seinen SPD-Konkurrenten Dr. Matthias Krell durch. Weil jetzt die VG Rennerod hinzukommt, dürften die Chancen für Michael Wäschenbach, der Rosenbauer nach dessen Rückzug aus der Landespolitik beerbt hatte, 2016 noch größer sein als bisher. Denn in Rennerod wird durchaus gerne schwarz gewählt.
Dahinter aber vermuten Kritiker Kalkül. Denn mit dem neuen Gesetz ist SPD-Fraktionsvorsitzender Hendrik Hering in seinem Wahlkreis 5 die VG Rennerod los – und kann damit auch auf ein noch stärkeres Gewicht der (roten) Verbandsgemeinden Hachenburg und Bad Marienberg innerhalb seines Wahlkreises bauen. Ein weiterer Kritikpunkt: Im Gesetz zieht man die Zahl der Staatsbürger als entscheidende Größe heran. Allerdings hatte der Wissenschaftliche Dienst des Landtags dazu geraten, die Zahl der wahlberechtigten Personen zugrunde zu legen. In der Verbandsgemeinde Rennerod stößt die Entscheidung in Mainz nicht gerade auf Gegenliebe. In einem Bericht der Siegener Zeitung von Juni befürchtete Bürgermeister Werner Daum (CDU), seine Kommune werde zu einem „Anhängsel“ in einem „schlauchartigen Gebilde“.

MdL Michael Wäschenbach (CDU) stimmte zwar gegen das Gesetz, sagte aber gestern gegenüber der SZ: „Ich nehme die Herausforderung an, die der Gesetzgeber getroffen hat. Ich werde jetzt Kontakte in die Verbandsgemeinde Rennerod knüpfen.“

Quelle: SZ, 16.10.2014

Wachstumskritiker Prof. Niko Paech referiert vor rund 200 Gästen in Bad Marienberg


Rund 200 Zuhörer wurden in Bad Marienberg Zeugen eines interessanten Vortrags: Prof. Dr. Niko Paech, einer der bedeutendsten deutschen Wachstumskritiker, referierte auf Einladung des BUND Westerwald, des BUND Altenkirchen, des Evangelischen Gymnasiums Bad Marienberg sowie des Fördervereins der Schule zum Thema „Befreiung vom Überfluss – Das Märchen vom grünen Wachstum“.  
In seinen Ausführungen ging Paech, der an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg am Lehrstuhl für Produktion und Umwelt tätig ist, auf drei wesentliche Dinge ein, die ein Mensch seiner Einschätzung nach wissen muss, um gut zu leben: Was ist für ihn zu viel, was ist für ihn zu wenig, was ist genau richtig? Dabei kritisiert Paech eine Maßlosigkeit und ein grenzenloses Wachstum unserer schnelllebigen Zeit. Ihm zufolge gilt ein sogenannter nachhaltiger Konsum mittlerweile als Königsweg. Doch dies hält er für Augenwischerei. „Wer hat noch ein unbebautes Flächenstück, das sich verhökern lässt, um durch Windturbinen, Fotovoltaikfreiflächenanlagen, Energiepflanzenanbau oder Wasserkraftanlagen an der Einspeisung grüner Elektrizität mitzuverdienen?“, fragt er. Die vermeintliche Energiewende sei nur Augenwischerei. Am Beispiel Westerwald erklärte er, dass das, was allgemein unter Energiewende verstanden würde, künftig ein Wester-Spargelfeld sei. „Wir müssen uns eines klar machen: Die Produktion von immer größeren Windkraftanlagen führt dazu, dass wir vor dem Paradoxon stehen, dass der ökologische Preis der Windkraftanlagen nicht nur im Hinblick auf den landschaftlichen Verschleiß, sondern auch im Hinblick auf die Ökobilanzierung immer verheerender wird. Mit zunehmender Größe der Anlagen brauchen Sie immer mehr Kupfer oder Neodym. Die Produktion von Neodym für getriebelose Anlagen in China ist das schmutzigste, was man sich vorstellen kann.“ Der Referent selbst übt sich in Zurückhaltung: Er besitzt kein Handy, kein Auto, er ernährt sich vegetarisch und hat noch nie in einem Flugzeug gesessen.  
Harry Neumann, Vorsitzender des BUND-Landesverbandes und des BUND Westerwald, sagte in seiner Begrüßung: „Wachstum hat Grenzen. Wir wollen immer mehr und bekommen immer weniger. Wir verlieren uns selbst. Viele merken nicht mehr, wie sehr sie im Namen der Freiheit entwurzelt, entmündigt und von sich selbst entfernt werden. Unter Werten werden nur noch Wertpapiere verstanden. Wir haben längst das rechte Maß verloren. Benediktinische Schulen in aller Welt haben sich zum Ziel gesetzt, die Globalisierung zu humanisieren und die Humanität zu globalisieren.“ Paech entlarve den materiellen Wohlstand als Wohlstand durch Plünderung.  
Er plädiert dafür, regionale Produkte und Dienstleistungen stärker auszubauen und die Industrieproduktion drastisch zu reduzieren. Auf die Nachfrage, wie dies erreicht werden könnte, antwortete Paech: „Entweder durch Veränderung seines eigenen Lebensstils oder/und durch einen Kollaps.“ Die Naturschutzverbände nimmt er daher in die Pflicht: „Ich erwarte von ihnen, dass sie gefälligst die letzten Anwälte sind, die sich schützend vor den Rest der Welt stellen.“

Quelle: Westerwälder Zeitung, 02.10.2014

mehr Infos und Link zum Buch unter: http://www.oekom.de/nc/buecher/gesamtprogramm/buch/befreiung-vom-ueberfluss.html

Über Wege zur Inklusion diskutiert - Gesprächsrunde bei der Frauen-Union

 


In der DDR wurden geistig oder körperlich behinderte Menschen als nicht bildungsfähig bezeichnet. Seit den 1970er-Jahren versucht man nun, Kinder in Regelschulen zu integrieren. Mit diesem kurzen historischen Rückblick machte Doris John, Leiterin der Realschule plus in Altenkirchen, auf die Fortschritte der Inklusion aufmerksam. Anlass war die Mitgliederversammlung der Frauen-Union des Kreises Altenkirchen im Haus Hellertal in Alsdorf. „Sie müssen mal den Sprung jetzt sehen“, sagte John. „Es wurde bereits vieles geschafft.“  
Das Thema „Inklusion – Eine Schule für alle“ gab dennoch reichlich Diskussionsstoff her. Neben John und der Kreisvorsitzenden der Frauen-Union, Jessica Weller, saßen Schulleiterin Ute Mülling (Christophorus-Grundschule, Betzdorf) und Schulleiter Helmut Molter (Maximilian-Kolbe-Schule, Scheuerfeld) auf dem Podium. Auch Landrat Michael Lieber und MdL Michael Wäschenbach diskutierten mit.  

„Unsere Bedingungen sind katastrophal momentan“, erklärte Mülling. „Uns fehlt es einfach an personeller Ausstattung.“ Die Christophorus-Grundschule ist seit 2001 eine Schwerpunktschule. In den Anfangszeiten war die Schule ausreichend personell ausgestattet, erzählte Mülling. Das habe aber mit der Zeit nachgelassen. Zurzeit betreut die Grundschule 157 Schüler, wovon 21 Kinder einen Förderbedarf haben. „Wir wollen arbeiten wie bisher, aber wir müssen aufpassen, dass wir jedem Kind gerecht werden“, betonte Mülling. Eine große Hilfe dabei seien die Integrationshelfer, die sich vor Ort individuell um die Kinder kümmern.  
John gab zu bedenken, dass sich auch in der Lehrerbildung etwas ändern müsse. Lehrer sollten besser geschult werden. „Wir Lehrer haben Angst in den Schwerpunktschulen“, so John. „Wir sind gar nicht ausgebildet dafür.“ Helmut Molter als Leiter einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen fügte hinzu, dass Förderbedarf nicht pro Kopf ausgerechnet werden kann. Genau da liege das Problem des gemeinsamen Unterrichtens in einer Regelschule und der Vorteil einer Förderschule. „Die Förderschule muss daher weiter bestehen“, forderte Molter. „Wir brauchen beide Möglichkeiten.“   Neben der Schulausbildung stellt auch der berufliche Werdegang für Kinder mit Förderbedarf eine Herausforderung dar. Hier schafft die Maximilian-Kolbe-Schule gute Voraussetzungen. Mehr als 60 Prozent der Schüler schaffen die Berufsreife.
Zum Beispiel hat die 28-jährige Rebecca Henseler mit Downsyndrom nicht nur ihren Schulabschluss geschafft, sondern arbeitet seit Kurzem auch als Erzieherin in der Kindertagesstätte Zauberwald in Wallmenroth. „Das ist für mich gelebte Inklusion“, meinte Wallmenroths Ortsbürgermeister Wäschenbach, der sich für Rebecca eingesetzt hatte. Wäschenbach kritisierte, dass zu wenige Firmen bereit sind, behinderte Kräfte einzustellen. Landrat Michael Lieber ergänzte: „Die Umsetzung der Inklusion im gesamten Alltag ist der richtige Weg. Wie wir den gehen, da muss die Politik her.“  

Quelle: RZ, 01.10.2014

CDU startet Mitmachkampagne "Meine CDU 2017"


Die Kreis-CDU unterstützt die bundesweite Kampagne der Christdemokraten "Meine CDU 2017" und ruft ihre Mitglieder zur Teilnahme auf. Die CDU will ihren Anspruch als Volkspartei festigen und sich modernisieren.

Die CDU startet eine Mitmachkampagne unter dem Titel „Meine CDU 2017“. Dabei können alle CDU-Mitglieder ihre Ideen und Anregungen zur künftigen Parteiarbeit einbringen und diskutieren.
„Die CDU ist die einzige Volkspartei der Mitte. Das wollen wir bleiben. Aber unsere Gesellschaft verändert sich - und damit auch die Anforderungen an die Parteien und ihre Organisation und Kommunikation. Deshalb stellen wir ganz konkrete Fragen an unsere Mitglieder: Was muss die CDU machen, um dauerhaft als Volkspartei erfolgreich zu sein? Was müssen wir tun, um weiter attraktiv für Mitglieder, organisationsstark und kampagnenfähig zu sein? Dabei sind unsere Mitglieder besonders gefragt“, erläutert CDU-Kreisvorsitzender Dr. Josef Rosenbauer.

Antworten will die Union mit dem Projekt „Meine CDU 2017“ finden und hat über das Mitgliederportal CDUplus (www.cduplus.de) die Aktion „Meine CDU - Meine Meinung“ gestartet.

„Unsere Mitglieder können dort ihre ganz persönlichen Vorschläge zur Modernisierung der Parteiarbeit in sechs Themenfeldern einbringen, diskutieren und gegenseitig bewerten“, so Rosenbauer. Unter meinecdu@cdu.de können diese Vorschläge auch per E-Mail übermittelt werden.

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Energie-Aktionswoche: Windkraft-Diskussion



MdL Wäschenbach hatte zur Windkraft-Diskussion geladen

Eigentlich war schon vorher alles klar: Die einen wollen, die anderen nicht. Und auch nach rund 90 Minuten Diskussion im Büro des CDU-Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach in Betzdorf hatten sich die sechs „Kombattanten“ zwar noch einiges zu sagen, geeinigt hatte man sich freilich aber nicht. Es ging um ein Thema, das seit einiger Zeit im AK-Land emotionaler debattiert wird als alle anderen: das Aufstellen von Windrädern in heimischen Wäldern.   Bislang wurde viel geredet, geplant und protestiert – geschehen ist bis dato nichts. Mit einer Ausnahme: Dass der Stegskopf mit Windkraftanlagen (WKA) bestückt wird, ist mittlerweile ausgeschlossen, Stichwort: Nationales Naturerbe.  

Wäschenbach wollte nun mit seiner Diskussion zur Versachlichung des Themas beitragen: „Wir müssen wegkommen von persönlichen Angriffen.“ Er selbst könne Argumente beider Seiten nachvollziehen. „Ich fühle mich immer in einer Sandwich-Position“, sagte der Abgeordnete. Damit auch alles fair ablief, sorgte Moderator Thilo Kipping dafür, dass die jeweils drei Diskutanten jeden Lagers dieselbe Redezeit einhielten. Der Vorstand der BI Siegtal, der seine „Mandate“ für die Diskussion abgegeben hatte, nahm als Zuschauer teil.   Eines der Sprachrohre der Befürworter der Windenergienutzung ist Markus Mann . Der Langenbacher ist nicht nur Chef eines Energieunternehmens, er gehörte auch zu den Windkraftpionieren in der Region und ist Vorstandsvorsitzender der Wäller Energie-Genossenschaft. Für ihn sind die erneuerbaren Energien die preiswerteste Art der Stromerzeugung: „Weil keine Altlasten entstehen.“ Allerdings sei nicht jeder potenzielle Standort für WKA auch geeignet. Im Giebelwald beispielsweise mache es aufgrund von mangelnder Windhöffigkeit keinen Sinn. Anders am Standort bei Langenbach. Dort will Mann mit der Wäller Energie-Genossenschaft vier seiner (alten) Windräder gegen ein hochmodernes ersetzen – und dadurch zehnmal soviel Strom erzeugen wie bislang. Klar, dieser Turm wird deutlich höher sein als die bisherigen „Windmühlen“. Allerdings, so Mann, könne man genauso gut vom Stegskopf die Kühltürme des Kölner Beckens sehen, von den Landschaftsveränderungen durch den Kohleabbau ganz zu schweigen.  

Karl-Heinz Groß von der Alternative Energie Kroppacher Schweiz GmbH (AEKS) monierte, dass bei guten WKA-Standorten im Westerwald „immer was gefunden wird, das das verhindert“. Er warf dem BUND vor, zwar einerseits für mehr WKA in Rheinland-Pfalz, andererseits aber gegen jede Initiative in der Region zu sein. In der Tat müssten für WKA Waldflächen, wenn auch in geringem Maße, abgeholzt werden. Aber: „Das wächst wieder zu“, wie die WKA der AEKS auf dem Hartenfelser Kopf gezeigt hätten. Zudem würden stets Ausgleichsmaßnahmen getroffen. Er befand, dass die Gegner stets versuchen würden, „Windkraftanlagen im eigenen Sichtfeld zu verhindern“.  

Peter Müller , Vorstand der Maxwäll Energie-Genossenschaft, sieht im Vorschlag des BUND, Autobahntrassen mit Windrädern zu pflastern, keine Zukunft: „Dort ist nicht genügend Wind.“ Bei allem Engagement gehe es aber ausschließlich darum, den Klimawandel aufzuhalten. Und sollte in Zukunft jemand eine Technologie entwickeln, mit der besser und effizienter Strom hergestellt werden könne, müssten die WKA eben wieder abgebaut werden. Einen solchen Turm zu demontieren und den Beton aus dem Erdreich zu holen, sei technisch recht einfach umzusetzen: „Es ist bei Weitem nicht so komplex wie der Rückbau von Mühlheim-Kärlich.“ Außerdem sei die Dezentralität der Stromerzeugung bei WKA ein elementarer Aspekt der Debatte: „Die Wertschöpfung bleibt in der Region.“ Jeder Einzelne müsse sich darüber hinaus Gedanken darum machen, dass „das, was man selbst verbraucht, irgendwo herkommen muss.“  

Herbert Niederhausen , gelernter Elektroingenieur und in seinem Berufsleben mit Kraftwerkstechnik und Stromverteilung beschäftigt, entpuppte sich als der einzige echte Windkraftgegner in der Runde: WKA könnten beileibe nicht das liefern, was der Markt in Deutschland verlange, wie physikalische Berechnungen zeigen würden. Erneuerbare Energien seien zudem nicht – wie stets propagiert – nachhaltig. Es würden ebenfalls Zement, Stahl und Kupfer benötigt, um WKA aufzustellen; vom Ausbau der Netzte ganz zu schweigen. Zudem könne man den Strombedarf nicht alleine mit Energie aus Sonne und Wind decken. Was tun in der Nacht, bei Wolken oder Windstille? Auch dann müsse der Strom irgendwo herkommen. Zwar ist der Gebhardshainer Mitglied der BI Siegtal, sprach bei der Diskussion aber nicht als deren Vertreter.  

Ebenfalls mit Zahlen argumentierte Dr. Julia Uriwa vom Bündnis Energiewende (und dem sich gerade konstituierenden Regionalverband nördlicher Westerwald). Die Physikerin aus Neunkhausen hat errechnet, dass die WKA bei Friedewald, Langenbach und Weitefeld ein Zuschussgeschäft sein müssen. Ein WKA bei Lochum etwa weise eine Auslastung von gerade einmal 20 Prozent auf. Bei einer Vergütung von 250 000 Euro an der Strombörse entstehe somit ein volkswirtschaftlicher Verlust in Höhe von 115 000 Euro. Und: Wenn der Wind kräftig wehe, müsse der überschüssige Strom für schmales Geld ins Ausland verkauft werden. Sie forderte überdies, dass das „Klein-Klein“ in der WKA-Planung aufhören müsse. Vielmehr bedürfe es eines überregionalen Blickes.  

Wolfgang Stock von der BUND-Kreisgruppe Altenkirchen setzte den Fokus auf die Artenvielfalt und die „Bewahrung der Schöpfung“. Zwar sei die Energiewende die einzige Alternative zur Ausplünderung des Planeten und zu Kriegen um Ressourcen. Allerdings führe der WKA-Bau im hiesigen Wald zur Verdichtung des Bodens. „Da wächst nichts mehr, Quellgebiete werden zerstört.“ Er appellierte im Sinne „Wehret den Anfängen“: Wo drei WKA stehen würden, heiße es schnell: Das ist bereits belastetes Gebiet. Und aus den dreien würden flugs 30 WKA. Außerdem verführe das viele Geld, das mit der Energiewende zu verdienen sei, dazu, sich Gutachter zu suchen, „die es passend machen“.  


Quelle: SZ, 23.09.2014


Energie-Diskussion: Landtagsabgeordneter Wäschenbach lud Gegner und Befürworter in sein Büro ein  

Immerhin: Sie reden noch miteinander, schütteln sich die Hand und gehen freundlich miteinander um. Windkraftgegner und -befürworter hatte CDU-Landtagsabgeordneter Michael Wäschenbach in sein kleines Bürgerbüro in Betzdorf eingeladen. Zur Versachlichung wolle er beitragen, ließ er die Teilnehmer wissen. Und: „Wir müssen wegkommen von persönlichen Angriffen.“ Nach anderthalb Stunden Diskussion steht fest: Es ging zwar sachlich zu, doch die Positionen stehen sich unverrückbar gegenüber.  
Das sagen die Befürworter: Ja, es ist möglich, durch den weiteren Ausbau der erneuerbares Energien in Deutschland auch das letzte Atomkraftwerk abzuschalten, erklärt Peter Müller, Vorstand der Maxwäll-Energiegenossenschaft: „Es kann gelingen, wenn wir nur wollen.“ Windkraftanlagen im Westerwald sind aus seiner Sicht sinnvoll und möglich. Karl-Heinz Groß von der Alternative Energie Kroppacher Schweiz GmbH hat allerdings die Sorge, dass von den aus seiner Sicht guten Standorten im Westerwald am Ende nicht mehr viele übrig bleiben. „Überall wird etwas gefunden, um dort Windräder zu verhindern“, ärgert er sich. „Wenn wir überall Schwarzstörche und Rotmilane finden, dann können wir grad aufhören“, ärgert er sich.  

Markus Mann von der Mann Naturenergie aus Langenbach hält die Windenergie für die preiswerteste Form, Strom zu produzieren. Keine Altlasten, keine Schäden: Das sind nach seinen Worte die großen Vorteile der Windenergie. Ohne deren Nutzung ist die Energiewende nicht zu schaffen, meint Mann. Peter Müller formuliert es so: „Wir brauchen die Erfolgsgeschichte Windkraft.“ Und er erklärt den Gegnern, dass Wind nun einmal nur in der Höhe ausreichend weht. In der hiesigen Region sind auf diesen Höhen nun einmal meistens Wälder, sodass nach Ansicht des Energiegenossen nichts anderes übrig bleibt, als Windkraftanlagen eben in Wälder zu setzen.  
Markus Mann, der zu den Windkraftpionieren im Westerwald gehört, geht in seiner Argumentation auch auf die anderen Arten der Stromerzeugung ein und erinnert an die sogenannten Ewigkeitskosten der Braunkohleförderung. 200 Millionen Euro zahlt allein das RWE laut Markus Mann an Ewigkeitskosten pro Jahr. Daher wehrt er sich auch dagegen, wenn etwa der Preis, den Strom aus Windkraft derzeit kostet, mit dem Preis an der Leipziger Strombörse verglichen wird. Im Börsenpreis, sagt Mann, sind schließlich gar nicht alle Kosten enthalten, die man aber berücksichtigen müsse. Damit meint er auch die Kosten für die Endlagerung von Brennstäben aus Atomkraftanlagen.  
Auch nicht einverstanden sind die Windkraftbefürworter damit, dass die Gegner immer auf die notwendigen Abholzungen in Wäldern verweisen, in denen Windkraftanlagen errichtet werden. Der Soonwald ist auch für Markus Mann ein Negativbeispiel. Aber andere Anlagen beweisen, dass es anders geht, betont auch Karl-Heinz Groß. Er verweist auf den Hartenfelser Kopf: „Fahren Sie dorthin; dann sehen Sie, dass dort alles wieder zugewachsen ist.“ Dass für Windkraftanlagen Bäume auf einer Fläche von zwei Fußballfelder vernichtet würden, das bezeichnet Groß als „Quatsch“: „Da werden Dinge in die Welt gesetzt, die nicht stimmen.“  
Das sagen die Windkraftgegner: Zunächst einmal betont die andere Seite, dass sie nicht grundsätzlich gegen Windkraft ist, sondern vor allem Anlagen im Wald ablehnt. Einzig Herbert Niederhausen aus Gebhardshain lehnt diese Technologie ab, weil sie im Grunde mehr Energie verbrauche als Strom liefere. Obwohl man keine Brennstoffkosten hat, sagt der gelernte Elektroingenieur, braucht man viel Energie, um Windenergie nutzen zu können. So sei allein die Verteilung enorm teuer.  
Wolfgang Stock vom BUND bewegt in der Diskussion eine zentrale Frage: „Wir haben die Aufgabe, die Schöpfung zu bewahren. Wir müssen nicht für eine Generation denken, sondern für sieben.“ Daher plädiert der leidenschaftliche Naturschützer dafür, für Windkraftanlagen keine Waldflächen zu nutzen, sondern solche zu suchen, die ohnehin schon versiegelt sind. Außerdem bedauert er sehr, dass die Landesregierung keine Kriterien für Windkraftnutzung aufgestellt, sondern stattdessen alles den Akteuren vor Ort überlassen hat.  
Dr. Julia Uwira von der BI Neunkhausen tritt dafür ein, eine Energiewende zu gestalten, die die Interessen von Mensch und Natur berücksichtigt. Daher macht sie sich dafür stark, dass Windräder einen größeren Abstand zur Wohnbebauung haben. Das Zehnfache der Höhe der Windräder hält sie für angemessen. Außerdem sieht sie keinen Sinn in der Nutzung der Windenergie, wenn es keine Möglichkeit der Speicherung gibt. Dort Geld zu investieren, hält die Physikerin für wesentlich sinnvoller.  
Julia Uwira ist darüber hinaus davon überzeugt, dass die Windkraftnutzung volkswirtschaftlich gesehen ein Zuschussgeschäft ist. Nach ihrer Rechnung fährt eine Windkraftanlage einen jährlichen Verlust von 115 000 Euro ein, wenn man dabei den Strompreis zugrunde legt, den man bei der Strombörse erzielen kann.   Dass Nutzung erneuerbarer Energien über eine eigene Umlage, die über den Strompreis zu zahlen ist, finanziert wird, stößt bei Wolfgang Stock auf Kritik: „Die EEG-Umlage hat es geschafft, dass die Bauern jetzt alle Mais anbauen. Überall sieht man auf den Feldern nur Mais. Die EEG-Umlage ist damit der Totengräber der Artenvielfalt.“  
Neben den jeweils drei Vertretern jeder Seite gab es auch noch weitere Gäste aus dem Bereich der Bürgerinitiativen. Werner Weller von der BI Siegtal zeigte am Ende der Veranstaltung diverse Auswertungen über die aktuelle Energieerzeugung. Besonders beeindruckend war dabei die Tagesauswertung: So konnten die Anwesenden erkennen, dass beispielsweise am 20. September um die Mittagszeit 47,4 Gigawatt Strom erzeugt wurde. 12,4 Gigawatt davon stammten aus Solarenergie und nur 0,7 Gigawatt aus Windenergie. „Wie viele Windräder wollen Sie bauen, damit kein Atomkraftwerk mehr nötig ist?“ lautete die Frage, auf die am Ende niemand eine Antwort wusste.  

Für Gastgeber Michael Wäschenbach blieb am Ende nur der Dank für eine sachliche Diskussion und die Feststellung, dass alle mit gutem Willen unterwegs seien. Wenigstens etwas.  

Quelle: RZ, 24. September 2014

Energie-Aktionswoche: Windkraft ist Thema bei Michael Wäschenbach am 22.09.2014


Im Rahmen der Aktionswoche "Rheinland-Pfalz: Ein Land voll Energie" diskutieren Gegner und Befürworter von Windkraftanlagen am Montag, 22. September, 10 Uhr, im Betzdorfer Bürgerbüro des Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach.

Zur Diskussionsrunde sind geladen: Vertreter der Firmen Mann Strom, Maxwäll Energiegenossenschaft und Alternative Energie Kroppacher Schweiz und Vertreter der hiesigen Bürgerinitiativen Siegtal und Region Stegskopf.
Jedem Redner steht gleichberechtigt eine halbe Stunde Redezeit zu.

Internationales Freundschaftsfest des Beirats für Migration und Integration in Betzdorf


In Zeiten wie diesen, in denen die Welt entsetzt auf den Terror islamischer Extremisten im Nordirak und in Syrien schaut, kann auch das Internationale Freundschaftsfest am Samstag in Betzdorf nicht unpolitisch über die Bühne gehen. Der Kreisvorsitzende des Beirats für Migration und Integration, Olcay Kanmaz, formuliert in seinem Grußwort eine klare Botschaft: „Wir Muslime sind gegen Fanatismus und gegen Gewalttaten im Namen der Religion.“

Doch die nachdenkliche Stimmung weicht dann doch schnell fröhlicher Unterhaltung. Verschiedene Tanzgruppen stellen auf der Bühne vor dem Rathaus Folklore aus unterschiedlichen Ländern vor. Vom Orient bis Venedig ist alles vertreten. Sportvereine laden zum Spielen und Torwandschießen ein. Kindergärten und Schulen tragen Lieder vor und bieten Basteln und Schminken an. Der Veranstalter, der Betzdorfer Beirat für Migration und Integration, informiert ebenso wie der DGB und die Arbeiterwohlfahrt über seine Tätigkeit. Auch das kulinarische Angebot lässt keine Wünsche offen: die Besucher können deutsche, italienische oder auch türkische Spezialitäten kosten.

Moderatorin und Beiratsmitglied Meral Aynursa-Sinar begrüßt die Besucher und Ehrengäste und lädt zu Grußworten ein. Landrat Michael Lieber freut sich über die positive Entwicklung, die das Freundschaftsfest genommen hat: „Es sind immer mehr Besucher da, es beteiligen sich immer mehr Vereine.“ Lieber nutzt die Gelegenheit und bittet die ausländischen Mitbürger, sich an den Beiratswahlen am 23. November zu beteiligen: „Eine hohe Wahlbeteiligung wäre ein deutliches Zeichen.“ Zum ersten Mal dürfen Jugendliche ab 16 Jahren wählen.

Allerdings scheiden sich an den Beiräten für Migration und Integration die Geister. „Ich hoffe, dass wir solche Gremien nicht dauerhaft brauchen“, sagt Necmettin Aydin, 2. Vorsitzender des Betzdorfer Beirats, in seinem Grußwort. Er wünscht sich stattdessen das kommunale Wahlrecht für alle Bürger aus Nicht-EU-Ländern, die eine Aufenthaltsgenehmigung besitzen. Teilhabe, argumentiert Aydin, ist ein Gradmesser für Integration. Zudem plädiert er dafür, die doppelte Staatsbürgerschaft einzuführen. „Ich will hier keine Bundespolitik machen, aber diese Punkte finde ich wichtig“, unterstreicht er sein Anliegen.

Zustimmung erhält Aydin von der Landtagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Anna Neuhof. „Ich unterstütze ihre Forderungen voll und ganz. Es ist ein Trauerspiel, dass wir das alles noch nicht haben“, sagt die Abgeordnete in ihrem Grußwort. „Wir sind ein Einwanderungsland. Ich heiße jeden willkommen.“

Ihr Landtagskollege, Michael Wäschenbach von der CDU, greift das Grußwort von Aydin als Anregung auf: „Ich nehme Ihre kritischen Worte mit. Dieser Prozess dauert etwas, aber ich sehe uns auf einem guten, integrativen Weg.“ Wäschenbach meint, das Logo des Festes spricht für sich: „Ein Herz als Zeichen von Liebe, Toleranz und Verständnis.“

Uwe Wallbrecher, der neue Erste Bevollmächtigte der IG Metall Verwaltungsstelle Betzdorf, betont in seinem Grußwort: „Für uns Gewerkschaften hat Integration schon längst stattgefunden.“

Michael Pagnia, Beigeordneter der Stadt Betzdorf, dankt dem Beirat für seine Initiative: „Das Freundschaftsfest hat inzwischen Tradition. Wir haben es lieb gewonnen.“ Die Veranstaltung sei eine gute Gelegenheit, Brücken zwischen den Kulturen zu schlagen. Um ins Gespräch zu kommen, brauche man die Neugierde auf das Fremde. Unterschiede zu akzeptieren, sei die Basis eines friedlichen Zusammenlebens: „Egal welcher Nationalität oder Religion, wir sollten vorbehaltlos aufeinander zugehen.“

Quelle: RZ, 22.09.2014

Kreis-CDU zu den Fusionsplänen für die Verbandsgemeinden Gebhardshain und Wissen


Der CDU-Kreisverband Altenkirchen hält die Ankündigung der Landesregierung, die Verbandsgemeinden Gebhardshain und Wissen fusionieren zu wollen, für unausgegoren. Kreisvorstand und die CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden der CDU im Kreis Altenkirchen missbilligten einstimmig  im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung in Kirchen ausdrücklich das derzeitige Mainzer Vorgehen.

CDU: Rot-Grün schürt Unsicherheit

„Die Informationen über eine beabsichtigte Fusion der Verbandsgemeinden Gebhardshain und Wissen haben über die lokalen Medien den Weg in Öffentlichkeit des Kreises Altenkirchen gefunden, ohne dass insbesondere die heimischen Landtagsabgeordneten, die Kreisverwaltung sowie die betroffenen Verbandsgemeinderäte unmittelbar informiert wurden bzw. sich mit der Thematik auseinandersetzen konnten. Spätestens mit den Veröffentlichungen der lokalen Tageszeitungen vom 5. September 2014 wäre das Land hier am Zug gewesen“, heißt es in der Stellungnahme. „Stattdessen schürt Rot-Grün Unsicherheit und hemmt die Entwicklung der betroffenen Kommunen - und das gut drei Monate nach den Kommunalwahlen, in deren Vorfeld der SPD-Fraktionsvorsitzende im rheinland-pfälzischen Landtag, Hendrik Hering, für das Fusions-Procedere für die Verbandsgemeinde Gebhardshain eine ‚Entschleunigung‘ ausgerufen hatte.“ Der CDU-Kreisvorstand, so Kreisvorsitzender Dr. Josef Rosenbauer, „erwartet von der Landesregierung, vom heimischen SPD-Landtagsabgeordneten sowie von der SPD-Kreistagsfraktion, die bisherige Salami-Taktik zu beenden und alle ihre Informationen und Planungen zur Kommunalreform im Kreis Altenkirchen auf offiziellem Weg bekannt zu machen und Stellung hierzu zu beziehen.“ 

Finanzausstattung wichtiger als Kommunalreform

Ein weiterer Kritikpunkt: Die Landesregierung, so die Kreis-CDU, habe bisher nicht dargelegt, ob bzw. welche Verbesserungen durch eine Fusion der beiden Verbandsgemeinden - beispielsweise unter Kostengesichtspunkten oder durch Optimierung von Arbeitsabläufen - zu erwarten seien. Das Hauptproblem in Rheinland-Pfalz, so Rosenbauer, sei nicht die Kommunalreform, sondern die schlechte finanzielle Ausstattung der Orts- und Verbandsgemeinden sowie der Landkreise. Hier stehe die Landesregierung in der Pflicht und müsse handeln. „Stattdessen treibt Rot-Grün über die Köpfe der Bevölkerung hinweg und unter parteitaktischen Gesichtspunkten die Kommunalreform in Rheinland-Pfalz voran. Die CDU im Kreis Altenkirchen bekräftigt ihre Forderung nach einer Debatte über die Aufgabenstrukturen der Verwaltungsebenen. Erst danach kann zielführend über die Zusammenlegung von Gebietskörperschaften diskutiert werden.“

Der CDU-Kreisverband Altenkirchen unterstützt vor diesem Hintergrund die Entscheidung der CDU-Gremien in der Verbandsgemeinde Gebhardshain, die weiterhin auf eine gemeinsame und eigenständige Einheit der zwölf Ortsgemeinden innerhalb der Verbandsgemeinde Gebhardshain setzen. Für die Kreis-CDU steht gemäß Rosenbauer damit auch fest: „Der Kreis Altenkirchen, der landesweit noch immer zu den wirtschaftlich soliden Kreisen zählt, in seiner derzeitigen Form und in seinen derzeitigen Grenzen steht nicht zu Debatte. Bestehende Verbandsgemeinden dürfen nicht zerschlagen und einzelne Ortsgemeinden nicht auf benachbarte Verbandsgemeinde aufgeteilt werden!“ Rosenbauer hatte schon beim CDU-Kreisparteitag im August letzten Jahres in Wissen seine Überzeugung dargelegt, dass die rot-grüne Landesregierung mit der Kommunalreform gezielt Unruhe in parteipolitische Hochburgen der Union bringen wolle.

Quelle: CDU-Kreisverband Altenkirchen

Die CDU-Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach und Dr. Peter Enders weisen auf den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten hin. Das Thema: "Anders sein. Außenseiter in der Geschichte".


"Anders sein. Außenseiter in der Geschichte“ ist der Titel des aktuellen Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten, auf den die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders (Eichen) und Michael Wäschenbach (Wallmenroth) hinweisen.


Bis 28. Februar 2015 sind Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren aufgerufen, vor Ort auf historische Spurensuche zu gehen. Ausrichter des Wettbewerbs ist die Körber-Stiftung, die 550 Geldpreise auf Landes- und Bundesebene auslobt.
Enders und Wäschenbach verweisen auf die Wettbewerbsausschreibung: „Ob Henker im Mittelalter, Tüftler in der Neuzeit oder Punker in der jüngsten Vergangenheit: In der Geschichte gab es immer Menschen, die als anders galten. Hier gibt es auch vor Ort viele spannende Ansätze.“ Auf ihrer Spurensuche, so die CDU-Politiker, „sollen die Schülerinnen und Schüler an einem Beispiel erforschen, was früher als anders galt und wie sich der Umgang mit Außenseitern in der Geschichte verändert hat.“
Neben schriftlichen Arbeiten können auch kreative Beiträge wie Filme oder Hörspiele eingereicht werden. Der Geschichtswettbewerb wurde 1973 durch den damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und den Hamburger Unternehmer und Stifter Kurt A. Körber ins Leben gerufen. Seitdem haben sich über 130.000 Kinder und Jugendliche mit gut 28.000 Beiträgen daran beteiligt. Weitere Informationen gibt es online unter www.geschichtswettbewerb.de

Anfrage an die Deutsche Bahn AG bezüglich der Problematik des Regional-Linienverkehrs RE 9 Anschlussstelle Siegburg - Antwort der Deutschen Bahn vom 19.08.2014

application/pdf Antwort DB Herr Konz zu RE9 vom 19.08.14.pdf (1,3 MiB)

Bürgerbeauftragter Dieter Burgard - Sprechtag am 28.08.2014 in der Kreisverwaltung Altenkirchen


Michael Wäschenbach, Mitglied des Petitionsausschusses des Landtags Rheindland-Pfalz empfiehlt:


S
eit 1974 gibt es in Rheinland-Pfalz die Institution des Bürgerbeauftragten. Mehr als 110 000 Petitionen bearbeitete der Bürgerbeauftragte mit seinem Team. Rat- und hilfesuchend wenden sich Menschen vertrauensvoll an den Bürgerbeauftragten und bitten um Unterstützung bei der Lösung entstandener Probleme mit einer rheinland-pfälzischen Verwaltung. Ziel ist, auf eine einvernehmliche Erledigung  hinzuwirken. So sieht es auch das Landesgesetz vom 3. Mai 1974 über den Bürgerbeauftragten vor. Die Bürgerinnen und Bürger können sicher sein, dass ihn jede Anfrage persönlich erreicht. Er nimmt sich unabhängig und überparteilich jeder Eingabe mit Sorgfalt und Intensität an.

Als ständiger Beauftragter des Petitionsausschusses und des Landtags arbeitet er auch mit dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages und dem Europäischen Bürgerbeauftragten zusammen.Bürgerinnen und Bürger haben vielfältigen Kontakt mit einer Verwaltung oder Behörde des Landes. Dabei können Situationen entstehen, in denen sich der Bürger missverstanden oder ungerecht behandelt fühlt. Nicht immer ist die Vorgehensweise einer Verwaltung für den Bürger nachvollziehbar. Hier sieht der Bürgerbeauftragte sich als Vermittler mit dem Ziel, eine akzeptable Lösung zu finden. Seine Unterstützung ist selbstverständlich kostenlos.

Nehmen Sie Ihr Petitionsrecht wahr und wenden Sie sich bei Problemen an den Bürgerbeauftragten.
Sie können sich schriftlich, telefonisch, per Fax oder online an den Bürgerbeauftragten wenden. Falls Sie Ihr Problem jedoch lieber in einem persönlichen Gespräch -nach vorheriger Terminvereinbarung- schildern möchten, besteht auch dazu die Möglichkeit.
Die Termine der Sprechtage des Bürgerbeauftragten werden ebenfalls rechtzeitig in der örtlichen Presse und in den Amts- und Mitteilungsblättern bekannt gegeben. Sie finden sie auch im Videotext im SWR Fernsehen auf Tafel 725.

Nächster Sprechtag in:

Kreisverwaltung Altenkirchen, Parkstraße 1 am 28.08.2014 - Anmeldung bis: 19.08.2014

Treffen mit Vertretern der Bürgerinitiative Siegtal


Der Abstand von Windkraftanlagen zu Ortsgrenzen war eines der Themen bei einem Treffen der Bürgerinitiative Siegtal mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel und dem CDU-Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach im Wahlkreisbüro in Betzdorf.

„Durch eine vernünftige Tabu-Zone gilt es zu verhindern, dass geplante Windkraftanlagen zu nah an die Ortsgrenzen heran reichen. Ich plädiere für einen Mindestabstand von 1.500 Metern zu Wohnbebauungen. Hier ist ganz klar die Mainzer rot-grüne Landesregierung gefordert, schnell das notwendige Landesgesetz zu erlassen“, bekräftigte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel bei einem Treffen mit Vertretern der BI Siegtal und seinem Parteikollegen, dem CDU-Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach. Enorm hohen Pachtzahlungen und wirtschaftlichen Vorteilen durch den Bau von Windkraftanlagen stünden vielerorts Beeinträchtigungen wie eine deutliche Veränderung des Landschaftsbildes und Lärm gegenüber. Es sei nicht hinnehmbar, dass Windräder weiterhin bis 800 Meter an die Ortsgrenze heran reichen sollen. Bei einer Anlagenhöhe von bis zu 200 Metern sei dieser Abstand unzumutbar und werde am Ende die Menschen in der Region zu Gegnern der Energiewende machen, so Rüddel. Die Vertreter der Bürgerinitiative freuten sich über die klaren Worte des Bundestagsabgeordneten und erläuterten ihren aktuellen Stand der Sicht und Dinge. Dabei wurde begrüßt und vereinbart, dass die BI auch weiterhin den konstruktiven Kontakt zu Erwin Rüddel hält.

Quelle: AK-Kurier 27.07.2014, Foto: Wahlkreisbüro

Firma WEW aus Weitefeld feiert 75-jähriges Firmenjubiläum


Ob auf Bohrinseln, in Katastrophengebieten, bei Bundeswehreinsätzen, an Forschungsstationen in der Antarktis, ja sogar in der Raumfahrttechnik sind Produkte der WEW Westerwälder Eisenwerk GmbH zu finden.
Gestern feierte das Weitefelder Unternehmen, das zu den weltweit führenden Produzenten von Spezialtankcontainern für militärische und zivile Zwecke zählt, 75-jähriges Bestehen. Die geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Ulrich Bernhard und Jan Gerhardde Vries begrüßten auf dem Firmengelände zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Politik und Militär.
Für die Ortsgemeinde gratulierte Ortsbürgermeister Dietmar Fuchs. Mit Blick auf die heute hoch technisierten
Produkte erinnerte er daran, dass das Eisenwerk in den Anfangsjahren auch einfaches Kochgeschirr hergestellt habe – er selbst besitze einen Deckel für Kartoffelplätze aus jener Zeit. Fuchs betonte: „WEW war und ist ein bedeutender
Arbeitgeber für Weitefeld und die Region.“ Wie sehr die Gemeinde darüber hinaus von der Präsenz des Unternehmens profitiert, machte er an einem Beispiel deutlich: 2010 ließ WEW in Eigenregie ein Glasfaserkabel verlegen, das seitdem auch viele Einwohner Weitefelds mit schnellem Internet versorgt. „Westerwälder erarbeiten Wertschätzung“
– eine neue Definition der Abkürzung WEW lieferte Bürgermeister Wolfgang Schneider, der, obgleich noch nicht vereidigt, erstmals die um Herdorf erweitere Verbandsgemeinde vertrat.  Bei WEW herrsche „eine gelebte Unternehmenskultur, in der es nicht um reine Maximierung und Ökonomisierung geht, sondern in der sich einer für
den anderen einsetzt“, lobte er.
Das Unternehmen, das seit 2007 rund12,5 Millionen Euro am Ort investiert hat, sei ein Standortfaktor für
die Region. Den Geschäftsführer, Dr. Bernhard, würdigte Schneider als „Lokomotive in vielen Bereichen“,
etwa bei den Themen Schulpatenschaften und Ausbildung sowie Regionalentwicklung und Ausbau der Infrastruktur.
Landrat Michael Lieber lenkte den Blick der Gäste auf die Länderflaggen in der Halle, die die internationalen
Geschäftsbeziehungen von WEW symbolisierten: „Inmitten dieser Fahnen bleibt festzuhalten: Wir sind hier im Westerwald, und dieses Unternehmen trägt unsere Heimat im Firmennamen. Darauf sind auch wir stolz.“ Die Region, so
Lieber, sei „getragen von einer mittelständischen Kultur, die auch mal Stürme übersteht“, WEW hierfür ein
Paradebeispiel. Symbolisch überreichte er eine Fahne der Initiative „Wir Westerwälder“. Glückwünsche überbrachten anschließend auch die Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach, Peter Enders (CDU), Thorsten Wehner (SPD) und
Anna Neuhof (Grüne).
Für die IHK Koblenz sprach Vizepräsident Thomas Bellersheim: „In dieser schnelllebigen Zeit ist ein solches Jubiläum Zeichen von Kontinuität und Stabilität." WEW sei es gelungen, auch eine Krise Mitte der 90er-Jahre zu meistern.
„Die Entwicklung zeigt, dass Sie die richtige Strategie gewählt haben.“ Bellersheim bezeichnete WEW als „Hidden Champion mit hoher Innovationskraft“.
Das Engagement im Bereich Ausbildung und Schulpatenschaften, aber auch in der Initiative „Anschluss Zukunft“ beweise, wie sehr die Verantwortlichen in der Region verwurzelt seien. WEW-Produkte kommen auch in der Raumfahrt zum Einsatz. Wenn demnächst etwa ein Versorgungsflug Treibstoff zur Internationalen Raumstation ISS bringt, erfolgt die Zulieferung auf dem Boden in Spezialtanks aus Weitefeld. „Alles, was in den Orbit fliegt, braucht Flüssiggastreibstoff. Der muss transportiert werden – und hier hat sich WEW hervorgetan mit hoher Qualität, Flexibilität
und Zuverlässigkeit“, sagte Dr. Stefan Ziegenhagen (Airbus Defence and Space), der Grußworte für die zivilen Geschäftspartner sprach. Dr. Bernhard gab das Lob zurück: „WEW konnte die 75 Jahre nur zurücklegen mit Kunden, die uns die Treue halten und vertrauen.“ Für den wohl wichtigsten Kunden, die Bundeswehr, sprach Joachim Rühle,
Abteilungsleiter im Bundesverteidigungsministerium: „WEW hat sich international hohe Reputation erworben.“
Die Spezialtanks für Trinkwasser oder Treibstoff hätten ihre Einsatztauglichkeit bei zahlreichen Tests von Bundeswehr und USArmee unter Beweis gestellt, so der Vizeadmiral. „Hier wird seit Jahren Pionierarbeit geleistet.“ Darauf ist man natürlich auch bei den 130 Mitarbeitern (darunter 15 Auszubildende) stolz. Betriebsratsvorsitzender Timo Werthenbach erinnerte daran, dass auch in Krisen stets ein fairer Ausgleich gefunden worden sei. „Viele, die hier ihre Ausbildung gemacht haben, geben jetzt ihre Erfahrung an die Lehrlinge von heute weiter.“ Die Belegschaft, so Werthenbach, freue sich auf viele weitere Jahre, „auch wenn der Wind mal von vorne bläst“. Einen Blick voraus warfen die Geschäftsführer. Umsatzeinbrüche im Militärbereich würden das Unternehmen wohl noch eine Zeit lang herausfordern, sagte Dr. Bernhard. „Allerdings zieht die Auftraglage wieder an. Die Kurzarbeit, die zu Jahresbeginn notwendig wurde, kann dieser Tage beendet werden.“ Dass WEW auch die kommenden Jahre erfolgreich bestreitet, dazu sollen weitere Neuentwicklungen beitragen. So wurde vor zwei Wochen gemeinsam mit Mercedes Benz in Paris eine mobile Tankanlage
für Militärzwecke auf dem Gelände-Lkw Zetros präsentiert.

Quelle: RZ 2.7.2014

Aktion "Steilpass" des Weltladen Betzdorf - Sponsoren gesucht


Über 40 hochwertige Fußbälle kann der Weltladen Betzdorf jetzt im Rahmen des Projekts „Steilpass“ an Kinder in benachteiligten Ländern abgeben – an Straßenkinder in Haiti zum Beispiel, in Nicaragua und El Salvador oder an Waisen in Bolivien oder an ehemalige Kindersoldaten in Sri Lanka. Spielen ist ein Grundrecht der Kinder, aber vielen Kindern dieser Welt bleibt es versagt, weil Erwachsene anderes vorhaben mit ihnen oder aber ihre Familien so bitterarm sind, dass sie mitarbeiten müssen.

Die Aktion „Steilpass“ sucht noch bis zum Ende der Fußball-Weltmeisterschaft Sponsoren, die einen Ball für 25 Euro kaufen. Etliche Organisationen, Politiker und Bürger haben das schon getan und damit Kindern Freude bereitet. Hermann Reeh vom Weltladen schätzte gestern, dass die ersten Bälle schon nächste Woche in Nicaragua eintreffen. Mitgeliefert wird jeweils eine Pumpe, Ersatzventile sowie Vaseline zum Einfetten der Ventile (Haltbarkeit). Die Fußbälle stammen von Näherinnen aus Pakistan, die für ihre Arbeit mit einem fairen Lohn bedacht werden. Er liege deutlich über dem landesüblichen Lohn für das Nähen von Fußbällen. 80 Prozent der weltweit angebotenen Fußbälle stammen übrigens aus Pakistan.

Wer spenden möchte, nehme Kontakt auf dem Weltladen unter Tel. (0 27 41) 97 05 81 oder (0 27 47) 26 32 auf.

Das Foto zeigt (v. l.) Aktive und Sponsoren am Weltladen-Stand auf dem Betzdorfer Wochenmarkt beim Ballspiel: Horst Vetter (Grüne), Michael Wäschenbach (MdL CDU), Pastoralreferentin Ulrike Ferdinand, Thorsten Wehner (MdL SPD), Hermann Reeh, Peter König (Piraten) und Sabine Bätzing-Lichtenthäler (MdB SPD)

Quelle: SZ 21.06.2014

Vier 50-jährige Jubiläen wurden in Etzbach gefeiert

 

Etzbach feierte vier 50-jährige Jubiläen

Ein ganz besonderes Fest wurde in Etzbach gefeiert. Grundschule, Kindergarten, SSG und SSV feierten gemeinsam ihr 50-jähriges Bestehen und boten den Gästen ein Wochenende mit vielen attraktiven Veranstaltungen in ihren jeweiligen Einrichtungen und gemeinsam im Festzelt. Viele langjährige Vereinsmitglieder erfuhren ihre verdiente Ehrung.

Die Vertreter der Jubilare aus Etzbach wurde symbolisch unter der Schirm genommen, von links: Rolf Grün für die SSG, Therese Heinrich, Leiterin Kita, Schirmherrin MDB Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Christian Reineking für den SSV und Volker Hasselbach, Leiter der Grundschule. Fotos: Manfred Hundhausen Etzbach. Im Festzelt auf dem Schulgelände starteten die vier Jubilare am Freitag mit dem Festkommers in ihre Feierlichkeiten. Gemeinsam traten Therese Heinrich (Leiterin Kindergarten), Volker Hasselbach (Leiter Grundschule), Christian Reineking (Vorsitzender SSV) sowie Rolf Grün (Vorsitzender SSG) zur Begrüßung der Ehrengäste und Besucher auf die Bühne.  

Die Glückwünsche und ein Präsent des Landrates Michael Lieber wurden stellvertretend von der Kreisbeigeordneten Dr. Heike Johannes überbracht.  VG-Bürgermeister Rainer Buttstedt erklärte: „Wir feiern diese Geburtstage für unsere Zukunft“, und wies damit auf die wichtigen Einrichtungen wie Kindergarten und Grundschule im Ort hin. Ein Geschenk hatte auch er natürlich mitgebracht.  "Wir haben im voraus schon jedem Verein einen Geldbetrag zur Verfügung gestellt“, so der scheidende Ortbürgermeister Wolf Dieter Stuhlmann. Er wünschte den Jubilaren und auch seinem Nachfolger Ulf Langenbach, nach sagenhaften 45 Jahren im Amt, für die Zukunft alles Gute.  Die Vertreter der vier Institutionen gaben jeweils einen Einblick in die Chroniken ihrer Schule, Kindergarten und Vereine und manches „Anekdötchen“ sorgte für Erheiterung. Ehrungen für besondere Verdienste in der Jugendarbeit und der SSG erhielten Sarah Gerhards und Julian Schröder sowie Susanne Orth vom Volleyverband Rheinland. Claudia Schröder bekam den besonderen Dank des Vereins. Eine mit besonders viel Beifall bedachte Ehrung erhielt der langjährige Trainer der SSG Hartmut Schäbitz.  

Die Ehrungen vom Sportbund Rheinland für verdiente Sportler aus Etzbach wurden von MdL Michael Wäschenbach, zugleich auch stellvertretender Vorsitzender des Sportkreises Altenkirchen durchgeführt. Beide Vereinspräsidenten hatten alle Hände voll zu tun um die jeweiligen langjährigen Vereinsmitglieder mit Urkunden und Ehrennadeln zu bestücken  Den Gründungsmitgliedern der SSG galt der besondere Dank vom Vorsitzenden Rolf Grün.  Es entstand der Eindruck der halbe Ort würde geehrt, so viele Menschen wurden auf die Bühne gerufen.  Die traditionelle Langatmigkeit bei Festkommersen wurde von den netten Damen der "Flamingos" mit akrobatischen Tänzen und von der Gruppe „Drums Alive“ mit ihrer symbolisierten Trommelvorführung unterbrochen und aufgefrischt. Mit Tanzmusik von DJ Sasha „Sunshine“ konnten die vom langen Sitzen müde gewordenen Glieder wieder in Schwung gebracht werden.

Quelle: AK-Kurier v. 15.06.2014

Tag der Organspende


Das Thema Organspende ist nach den Skandalen der vergangenen Jahre in
Deutschland negativ behaftet. Den erlittenen Vertrauensverlust gilt es wieder auszugleichen. Die heimischen CDU-Abgeordneten aus Bund und Land, Erwin Rüddel, Michael Wäschenbach sowie Dr. Peter Enders, nehmen daher den Tag der Organspende zum Anlass, um auf dieses sensible aber auch wichtige Thema erneut aufmerksam zu machen.

„In Deutschland sterben täglich Menschen, weil sie nicht schnell genug ein Spenderorgan bekommen. Durch die Manipulationen wurde diese Situation und die in der Folge sinkenden Spenderzahlen noch verschärft. Das muss
Konsequenzen haben“, fordert Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel. „Der Bund ist bereits tätig geworden. Aber auch im Land gibt es Möglichkeiten.“
„Gemeinsam mit Ärzten, Verbänden, Kassen und Multiplikatoren muss neues Vertrauen aufbaut werden. Dazu gehört auch, bereits in der Schule über die Möglichkeit der Organspende zu informieren, um mögliche Vorbehalte
abzubauen. Warum sollte man nicht auch in Erste-Hilfe-Kursen für einen Organspende-Ausweis werben und darüber aufklären“, so der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, Dr. Peter Enders.

M
ichael Wäschenbach freut sich, eine weitere Herangehensweise an die Thematik präsentieren zu können. So konnte Wäschenbach die Wanderausstellung „Herz verschenken“ zum Thema „Organspende“ der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. nach Kirchen holen.
Im Zeitraum vom 01.12.2014 bis zum 19.12.2014 wird diese im
Forum des DRK-Krankenhauses in Kirchen zu betrachten sein. Die ausgestellten Fotos sollen bei den Betrachterinnen und Betrachtern einen Denkprozess anstoßen, um sie in ihrer Entscheidungsfindung im Hinblick auf die eigene Spendenbereitschaft zu unterstützen.

Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde lädt ein - Ausstellung will über den Islam aufklären


So detailliert und umfangreich ist bislang in Betzdorf noch nicht über den Islam informiert worden. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde in Betzdorf lädt die Bürger der Stadt und auswärtige Gäste zu einer Ausstellung in den großen Saal der Stadthalle ein. Imam Usman Naveed (Mannheim) begrüßte die Besucher der offiziellen Eröffnung am Samstagnachmittag. Unter den Ehrengästen waren Landrat Michael Lieber, Bürgermeister Bernd Brato, die Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler sowie die Landtagsabgeordneten Anna Neuhof und Michael Wäschenbach.  
„Wir wollen über die Geschichte und die Gegenwart informieren, so dass die Besucher ein umfassendes Bild des Islam bekommen“, sagte der Imam in seiner Eröffnungsansprache. Ziel sei es, den Menschen näher zu kommen, um Vorurteile abzubauen und für ein friedliches Zusammenleben zu werben. Naveed wandte sich gegen den Missbrauch des Islams für politische Zwecke.  
Die Gemeinschaft der Ahmadiyya Muslim Jamaat sieht sich selbst als Reformbewegung. Sie ist in 200 Ländern der Welt zu Hause. In Deutschland genießt die Glaubensgemeinschaft in Hessen und Hamburg den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Dies hob der Imam in seiner Rede besonders hervor. Bürgermeister Bernd Brato kennt die Gemeinde in Betzdorf sehr gut. In seinem Grußwort erinnerte er an die Pflanzaktion eines Friedensbaums im vergangenen Jahr in der Sieg- und Hellerstadt – „eine eindrucksvolle Geste und ein Signal, wie tief sie in der Gesellschaft angekommen sind.“ Mit ihrer traditionellen Straßenreinigungsaktion an Neujahr leisten die Muslime einen Betrag für das Gemeinwohl in Betzdorf. Für Brato gehören die Ahmadiyya wie selbstverständlich dazu: „Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Stadt, und ich bin froh, Sie in Betzdorf zu wissen .“  
Die Ausstellung sei ein weiterer Beweis für die gelungene Integration: „Damit geben sie die friedliche Kraft des Islam zu erkennen, der nur wenig mit Extremismus zu tun hat.“ Die Gemeinde präsentiere sich „freundlich, offen und sozial“. Für Brato bietet die Ausstellung eine gute Gelegenheit, sich mit einer anderen Glaubensrichtung auseinander zu setzen: „Es ist wichtig, sich mit den Inhalten des Islams zu beschäftigen.“  
Landrat Michael Lieber ist am 3. Oktober stets ein gern gesehener Gast am „Tag der offenen Tür“ der Betzdorfer Gemeinde in der Burgstraße. Auch der Landrat freut sich über die Veranstaltung in der Stadthalle. „Es ist gut, die Sicht der Gemeinde in Form einer großen Ausstellung zu sehen und wahrzunehmen“, sagte er am Rande der offiziellen Eröffnung. Bei einem Rundgang können sich Besucher anhand großer Schautafeln über ausgewählte Aspekte des Islams informieren.  
Behandelt werden Themen wie: Der Islam und die Wissenschaft, die Stellung der Frau, Glaubensfreiheit und Friedensliebe, Dschihad - ein missverständlicher Begriff, Heilige Stätten, der Islam und seine Quellen, Allah, der Koran und der Prophet Muhammad. Blickfang ist ein Büchertisch mit Koranausgaben in verschiedenen Sprachen. Auf weiteren Tischen findet sich umfangreiches Informationsmaterial über den Islam und die Gemeinschaft der Ahmadiyya Muslim Jamaat. Die Besucher können auch Broschüren mit nach Hause nehmen.  

Quelle: RZ Altenkirchen, 26.05.2014

50 Jahre Maximilian-Kolbe-Förderschule


Sehr wahrscheinlich werden die Besucher des nächsten Jubiläums schon unter seiner Krone Schatten finden können – noch aber ist der neue Baum auf dem Schulhof der Maximilian-Kolbe-Schule in Scheuerfeld ein recht zartes Gewächs. Und doch ist das Geburtstagsgeschenk des AK-Kreises ein passendes Symbol, denn auch die heutige Förderschule hat einmal ganz klein angefangen.  
Am 1. Oktober 1964 war es, als im Gebäude der Betzdorfer Marienschule die erste Sonderschulklasse des Kreises eingerichtet wurde. Und aus diesen bescheidenen Anfängen sollte eine erfolgreiche Institution erwachsen. Gebührend und fröhlich wurde das 50-jährige Bestehen am Samstag mit einer Feierstunde und einem bunten Programm begangen.   In der Turnhalle der benachbarten Grundschule begrüßte Schulleiter Helmut Molter zunächst Schüler, Eltern, Lehrer und Ehrengäste, bevor er in seiner Festansprache einige der wichtigsten Daten Revue passieren ließ. 1968 waren aus der zunächst einen Klasse bereits vier geworden und im darauffolgenden Jahr zog die Schule von Betzdorf nach Scheuerfeld (in das Gebäude der heutigen Grundschule), wo im Laufe der Zeit zwei Erweiterungsbauten nötig waren, um den Schülerzahlen gerecht zu werden.  
Mit merklicher Freude verwies Molter auf einen weiteren Meilenstein: Seit 1998 kann an der Maximilian-Kolbe-Schule die Berufsreife (ehemals Hauptschulabschluss) erworben werden – ein Ziel, das rund 60 Prozent der Schüler erreichen. Danach folgt bei den meisten Absolventen der erfolgreiche Start in eine Ausbildung. Als ausschlaggebend für diesen Erfolg nannte Molter in seiner Rede unter anderem die verschiedenen Praktikumskonzepte, die Zusammenarbeit mit Partnerfirmen – wofür er einen ausdrücklichen Dank an die heimischen Betriebe rich- tete – und nicht zuletzt die sogenannten Berufseinstiegsbegleiter. Diese bieten den Schülern seit 2009 Unterstützung etwa bei Bewerbungen und sind Ansprechpartner während der Praktika, aber ebenfalls noch während der Ausbildung. 2019 wird dieses Konzept zum Bedauern des Schulleiters auslaufen, doch am Samstag präsentierte er sich auf der Bühne vor allem als Optimist. „Wir sind bereit für die Zukunft“, betonte er und schloss mit: „50 Jahre Förderschule sind ein Grund zu feiern.“   Zum Mitfeiern war auch Michael Lieber an die Schule gekommen. Und dort, so der Landrat, erlebe er stets Gemeinschaft. Er dankte dem Kollegium für die kompetent und engagiert geleistete Arbeit und die individuelle Förderung der derzeit 113 Schüler und unterstrich die Wichtigkeit des Kontaktes zu den Elternhäusern. Wohl schon im WM-Fieber schien Betzdorfs Bürgermeister Bernd Brato zu sein – drei Fußbälle hatte er im Gepäck und natürlich reichlich Dankesworte. Es sei beeindruckend zu hören, welche Entwicklung an der Schule stattgefunden habe. Neben Brato entrichteten Pfarrer Heinz-Günter Brinken, Matthias Schmidt, Beigeordneter der Ortsgemeinde Scheuerfeld, und Salome Becker-Dohm Grußworte. Becker-Dohm ist Leiterin der Grundschule, die mit der Förderschule durchaus mehr teilt als nur den Namen: „Wir sind richtig gute Nachbarn geworden“, brachte es die Pädagogin auf den Punkt.  
Grußworte sind bei feierlichen Anlässen üblich – ein gesungenes Grußwort dürfte aber Seltenheitswert haben. Ein solches gab es aber von Schülern, Eltern und Lehrern – und zwar selbstgetextet und auf die Melodie von „Ein Bett im Kornfeld“. Für ausgezeichnete musikalische Untermalung hatte außerdem das Jugendorchester des Musikvereins Scheuerfeld gesorgt, das die Feierstunde mit „The Lion Sleeps Tonight“ abschloss. Der Bär hingegen steppte anschließend auf der Außenanlage der Schule: Hier sorgten etwa ein Bobby-Car-Rennen, ein Theaterstück, die Darbietungen der Tanz- und der Trommelgruppe und ein Luftballonwettbewerb für beste Laune bei Schülern und Gästen.  
Und der neue Baum, der fand selbstverständlich auch seinen Platz...

Quelle: SZ, 19.05.2014

Bitte hier klicken für weitere Fotos bzw. Bilderschau:

http://www.maxkolbeschule-scheuerfeld.de/images/Bilder/50_Jahre/Feierstunde/album/index.html

Wandern mit der CDU Friesenhagen


Trotz Regenwetter gut zu Fuß - Wandern mit der CDU Friesenhagen

Obwohl das Wetter sich von seiner schlechteren Seite gezeigt hat, ließen es sich 17 Wanderer nicht nehmen, zusammen mit Landrat Michael Lieber und dem Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach zu einer Wanderung um Friesenhagen aufzubrechen. Im Ortskern wurde den beiden Berufspolitikern die Bemühungen der CDU in Zusammenarbeit mit den Anwohnern zur Verschönerung des Ortsbildes erläutert.

Aus der Dorfmitte ging es bei strömendem Regen über die Strahlenbach hinauf zum Wanderparkplatz an der K 84. Hingewiesen auf den schlechten Allgemeinzustand dieser Straße hatte Landrat Michael Lieber erfreuliche Nachrichten zu überbringen. Nicht zuletzt dem großen persönlichen Engagement von Ortsbürgermeister Bruno Schuh ist es zu verdanken, dass der Landesbetrieb Mobilität (LBM) den Planungsauftrag für diesen Straßenzug erhalten hat und in diesem Jahr Planungsmittel für den weiteren Ausbau zur Verfügung stehen. Auch beim Ausbau der K 78 (Rübengarten bis Anschluss L 279) geht es weiter. Eine Vermessung der Straße hat bereits stattgefunden, der LBM ist jetzt aufgefordert, eine Planung zu erstellen. Auf der wetterbedingt abgekürzten Strecke ging es an den beiden Dorfkapellen vorbei zum Sportplatz. Dort erläuterte Bürgermeister Schuh die Pläne zur Erschießung des Neubaugebietes „Auf dem Wintert“. Um möglichst viel Transparenz für die Grundstücksbewerber zu erreichen, wurden diese bereits vor der Offenlegung zu einem Informationsabend eingeladen, bei dem der Stand des Bebauungsplanes dargestellt wird. Anregungen der Bewerber können somit noch Berücksichtigung finden.

Über die Klosterstraße ging es dann zum Gasthof Solbach-Spitz. Dort standen Bürgermeister Bruno Schuh und Landrat Michael Lieber weiteren interessierten Bürgern zu aktuellen und geplanten politischen Themen Rede und Antwort.

Quelle: RZ Altenkirchen, 16.05.2014

„Geplanter Neubau einer 110-/380-kV-Höchstspannungsfreileitung von Dortmund-Kruckel nach Dauersberg“

Herr Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, teilte in seinem Antwortschreiben am 15. April 2014, aufgrund einer Anfrage von MdL Michael Wäschenbach zum Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren, mit: „Angesichts der Vielzahl von Einwendungen und Stellungnahmen, nimmt die Vorbereitung des Termins mehr Zeit in Anspruch, so dass dieser nicht, wie ursprünglich geplant, vor den Sommerferien stattfinden kann.“ Diesbezüglich sah sich die SGD Nord  veranlasst, eine zeitnahe Pressemeldung (erschienen am 17.04.2014) zu veröffentlichen.
Wäschenbach hält ständigen Kontakt zur SGD Nord, um die Anliegen der Bürger zu unterstützen und begrüßt die sorgfältige Prüfung der SGD Nord für die berechtigten Bürgerbeschwerden. Zudem wartet er auf eine Stellungnahme der Bundesnetzagentur und auf eine Antwort von Minister Sigmar Gabriel zur bisher offenbar fehlenden Kompromissbereitschaft der Firma Amprion, die für den Bau verantwortlich ist.
Es sei der Initiative der beteiligten Ortsbürgermeister in Mudersbach, Brachbach und besonders Alsdorf zu verdanken, dass nicht nur eine Verweigerungshaltung gegenüber der neuen Stromtrasse eingenommen wurde, sondern eine „menschenverträglichere“ Alternativ-Trasse, weiter weg von der Ortsbebauung vorgeschlagen wurde.
Die von der Firma Amprion beantragte Trassenführung mit 71 Meter hohen Masten
verläuft zum Teil in unmittelbarer Nähe zu angrenzenden Wohnbebauungen sowie durch das mit rechtskräftigem Bebauungsplan ausgewiesenen neuen Wohnbaugebiet „Am Arsberg“ und ist daher mit dem Schutzgut Mensch unvereinbar. Auch das Landschaftsbild ist aus Sicht der Wohnbebauung wichtig. In Alsdorf konnte zudem erreicht werden, dass die vorhandene 110-kV-Leitung, die mitten durch den Ort verläuft, zurückgebaut wird. Auf lange Sicht die einmalige Chance für einen ortsfernen Verlauf der Höchst- und Hochspannungsfreileitungen im Bereich der Gemeinde Alsdorf.
Die derzeit geplante Trassenführung verläuft an einigen Stellen nur 25 Meter vom geplanten Neubaugebiet entfernt.
„Die Alsdorfer erwarten nicht nur eine ordentliche Abarbeitung der Bürgerbegehren, sondern auch ein deutliches politisches Signal der SPD-geführten Landesregierung aus Mainz, welches dem eindeutigen Bürgerwillen für die Alternativtrasse Rechnung trägt“, so MdL Wäschenbach.

Ausstellung über den Landtag in der Bertha-von Suttner Realschule plus in Betzdorf


Junge Menschen fit machen für die Demokratie – dieses Ziel verfolgt eine Präsentation in der Bertha-von-Suttner-Realschule plus in Betzdorf.
Es handelt sich um eine Wanderausstellung des rheinland-pfälzischen Landtags. Sie vermittelt den Schülern einen Einblick in den Aufbau und die Arbeit des Parlaments, informiert über die Aufgaben der Regierung und der Opposition und der Bedeutung der Parteien. Schulleiterin Doris John begrüßte die Gäste bei der Eröffnung gestern Morgen. Gekommen waren Hannelore Klamm, Vizepräsidentin des Landtags, Landrat Michael Lieber, die Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach und Thorsten Wehner sowie die Bürgermeister Bernd Brato (Betzdorf) und Jens Stötzel. John hieß auch Schulleiterkollegen willkommen. Denn die Ausstellung kann auch von Klassen ab der Jahrgangsstufe 8 der übrigen weiterführenden Schulen besucht werden. Außerdem ist die Präsentation auch für die Öffentlichkeit zugänglich. John bedankte sich bei MdL Wäschenbach, der die Ausstellung nach Betzdorf geholt hat. Landrat Lieber dankte den Schulen, dass sie die politische Bildung fördern. Dazu gehöre auch diese Ausstellung.  
Hannelore Klamm, dankte zunächst der Bläserklasse der Jahrgangsstufe 6 (Leitung: Norbert Moog) für ihren Auftritt. Die Kinder stimmten unter anderem die Europahymne an. „Mit einer solchen Musik fängt man gerne eine Rede an“, so Klamm. Sie zitierte Altbundespräsident Theodor Heuss: „Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.“   Zielsetzung der Ausstellung sei es, die Schüler direkt anzusprechen und für Politik zu interessieren. Information und Dialog seien nötig, um Politikverdrossenheit zu begegnen. Der Rückgang der Wahlbeteiligung und die schwindende Mitgliederzahl der Parteien gäben Anlass zur Sorge.  

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Mittwoch, 30. April 2014